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Unten links

Dürften die Deutschen den nächsten FIFA-Präsidenten wählen (zum Glück dürfen sie nicht), bekäme Franz Beckenbauer die meisten Stimmen. Vermutlich, weil er vor vielen Jahren mal ein sehr guter Fußballer war und deshalb bis heute als Kaiser überschätzt wird. Dass der Kaiser längst nicht mehr bei seinen Deutschen wohnt, wissen schon nicht mehr so viele. Diese gierigen Finanzämter hier. Steuern zahlen...

Euroländer beraten Plan B für Hellas

Berlin. Die Finanzstaatssekretäre der Euroländer haben am Freitag in Bratislava erstmals Pläne für den Fall besprochen, dass Griechenland und seine internationalen Gläubiger keine Einigung über Reformen und damit weitere Kredite für den pleitebedrohten Mittelmeerstaat finden. Zu den erörterten Maßnahmen gehören Kontrollen des Kapitalverkehrs, um den Abfluss von Geld aus Hellas zu bremsen. Aus...

Bundestags-Hacker kamen per E-Mail

Berlin. Das Computersystem des Bundestages soll nach Erkenntnissen von Ermittlern mit Hilfe von E-Mails angegriffen und mit Schadsoftware infiziert worden sein. Demnach gebe es konkrete Hinweise, wonach ein Link per E-Mail an mindestens zwei Computer im Bundestag verschickt worden war, schrieb die »Welt«. Der Link führte zu einer Webseite, die mit Schadsoftware präpariert war. Dieses Programm soll...

ndPlusFabian Lambeck

Zeit für einen Neuanfang

Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) teilt seinen vom Hackerangriff verunsicherten Abgeordneten nun mit, dass in den vergangenen beiden Wochen keine weiteren Daten abgeflossen seien. Eine gewagte Behauptung, ergaben die jüngsten Recherchen doch genau das Gegenteil. Wer hat recht? Gegen Lammert spricht, dass er in der Affäre hilflos wirkt und dabei, vielleicht auch unwissentlich, die tatsächli...

Kanzleramt mit langer Leitung

Berlin. Abhören unter Freunden, das geht gar nicht - wie wir von Angela Merkel wissen. Vom Missbrauch ihres Kanzlerinnen-Handys durch den US-Geheimdienst NSA ist sie um so mehr enttäuscht, weil sie sich noch gern daran erinnert, wie sie vor 25 Jahren als Vizesprecherin der letzten DDR-Regierung mit ihrem ersten Handy die deutsche Einheit herbeitelefonierte. Inzwischen sind die Kommunikationsg...

ndPlusMarian Krüger

Bayern machte allein den Macho

Die Länder unternehmen einen zweiten Anlauf zur Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben. Am Freitag beschloss der Bundesrat, die Koalition zum Handeln zu drängen. Kritik zogen vor allem die bayerischen Hardliner auf sich.

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ndPlusKlaus Joachim Herrmann

Kim allein auf der Welt

»Er ist sehr beschäftigt«, lassen Mitstreiter wissen. Kim Jong Un will im Oktober selbst das Ende der japanischen Kolonialherrschaft feiern. Angeblich deshalb schlägt der »Große Führer« der Volksrepublik Korea eine Einladung anlässlich des 70. Jahrestages des Endes des Zweiten Weltkrieges am 3. September in Peking wohl aus. Ein heftiger Affront gegenüber dem lange tatkräftigen Gönner China. Vergle...

Tom Strohschneider

Rückkehr der »Rassenkunde«

Wer ist hier »schön blöd«? Den »faulen Griechen« setzt die »Welt« noch eins drauf - mit einer Art feuilletonistischen "Rassenkunde". Und Schäuble zeigt mit unschuldigem Finger auf SYRIZA. Ein Kommentar.

ndPlusInes Wallrodt

Wichtiger Vorbehalt

Kein einziges Mal hat der Bundestag gegen einen Auslandseinsatz gestimmt. Die alte Verteidigungsarmee wird aus- und umgerüstet für weltweite Interventionen, trans- und international verflochten. Es kam schon vor, dass Einsätze innerhalb eines Tages abgenickt wurden. Ritualisiert wird fast in jeder Sitzungswoche eines der Mandate verlängert, selten dauert das länger als eine halbe Stunde. Verwunder...

ndPlusOliver Eberhardt

Der Pate von Burgas

Nur Wochen nach der Regierungsbildung in Israel hat ein Abgeordneter die knappe Mehrheit der Koalition ins Wanken gebracht: Oren Hazan, 33, wird vorgeworfen, in seiner Zeit als Chef eines Kasinos in Burgas (Bulgarien) israelische Touristen mit Drogen und Prostituierten versorgt zu haben. Pikant: Hazan war von Regierungschef Benjamin Netanjahu persönlich auf dem 30. Listenplatz des Likud platz...

Martin Leidenfrost

Mein Maler und der Krieg

Ich kenne den wahrscheinlich einzigen Kunstmaler der Welt, der fest bei einem Atomkraftwerk angestellt ist. Ich mag ihn, weil er immer so gesprüht hat vor Glück. Aleksandr Uglov ist Ukrainer, sein AKW ist das größte Europas.

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Zum G7-Gipfel

Sega, Bulgarien Bitte einsparen Die G7 könnte in Zukunft mühelos ein Beispiel zur Kostenreduzierung bieten. Dies würde zweifellos sogar diejenigen beeindrucken, die meinen, dass sie bei solchen kostspieligen Treffen mit nichts überrascht werden können. Die Führungspolitiker könnten aber auch ein Konferenz-Telefon-Gespräch machen und danach ihre Erklärungen und Versprechungen mitteilen, o...

Mario Neumann

Zurück aus der Zukunft

Auf der „Woche der Zukunft" diskutiert die LINKE über den „Sozialismus 2.0", in Bielefeld träumt sie von Athen. Nun ist der Vorschlag zum Einläuten der Zukunft da: Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch. Wer’s glaubt.

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Kein Beleg für russische Täterschaft

Nach der Cyberattacke auf den Bundestag setzt sich die Ansicht durch, dass die Gefahr durch Hackerangriffe zu lange verkannt wurde. Das Anzapfen des Bundestagsnetzwerks mache »das Bedrohungspotenzial solcher Attacken auf unser Leben insgesamt deutlich«, sagte Unionsfraktionschef Volker Kauder (CDU) der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. Nach bisherigen Erkenntnissen des Bundesamtes für Sicherheit u...

Opposition kritisiert Umfaller Maas

Berlin. Bundesjustizminister Heiko Maas ist im Bundestag bei der ersten Lesung seines Gesetzentwurfs zur Vorratsdatenspeicherung am Freitag von der Opposition als Umfaller bezeichnet worden. Denn der SPD-Politiker habe noch vor wenigen Wochen sehr gute Argumente gegen die anlasslose Speicherung von Kommunikationsdaten gefunden, erklärte Linksfraktionsvize Jan Korte. Der Justizminister sei jetzt nu...

ndPlusAert van Riel

Mehr Hilfe für die Geheimdienste

Der Bundestag hat mit den Stimmen von Union und SPD das sogenannte IT-Sicherheitsgesetz verabschiedet. Aus den Reihen der Opposition wurde kritisiert, dass dadurch die Geheimdienste gestärkt werden.

René Heilig

Selbst das Kanzleramt schaute weg

Wo endet der BND, wo beginnt das Kanzleramt? Im Zuge der NSA-Ermittlungen stößt man auf ein Knäuel inhaltlicher und personeller Verflechtungen. Diese Inzucht macht Kontrolle nahezu unmöglich.

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Ohne Debatte in den Krieg

Berlin. Bundesregierungen sollen deutsche Soldaten leichter in Auslandseinsätze schicken können. Das fordert die Kommission um den ehemaligen Verteidigungsminister Volker Rühe (CDU), wie die »Bild«-Zeitung am Freitag berichtete. Danach soll das »vereinfachte Verfahren« für militärische Entscheidungen reformiert, jährliche Berichte über den Einsatz der Bundeswehr im Ausland erstellt und ein Katalog...

ndPlusVincent Körner

In die Berge, an die See

Jetzt bloß keinen Personalstreit, das hörte man oft nach Gregor Gysis Abschiedsankündigung in Bielefeld. Tatsächlich: In der Woche danach zeigt sich die Linkspartei untereinander so versöhnlich wie selten.

ndPlusJürgen Rose

Kein Grund zur Glorifizierung

Die politische Klasse zelebriert dieses Jahr in elender Selbstgefälligkeit ihr vor sechzig Jahren geschaffenes Militär, das für die Durchsetzung neoliberaler Globalisierung mit militärischen Gewaltmitteln sorgt.

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ndPlusRalf Streck, San Sebastián

In Spanien wird es eng für Platzhirsche

Die Sozialistin Susana Díaz wird in Andalusien mit Unterstützung der neoliberal-rechten Partei Ciudadanos erneut Präsidentin. In Madrid tritt die Empörte Manuela Carmena das Amt der Bürgermeisterin an.

Martin Ling

Latinos geben die Tonlage vor

Die EU und die Länder Lateinamerikas sowie der Karibik haben bei ihrem Gipfel in Brüssel die USA aufgerufen, rasch ihre Blockade gegen Kuba aufzuheben. Untereinander wollen sie den Handel vertiefen.

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Kindertötung folgenlos

Tel Aviv. Ein israelischer Angriff auf vier palästinensische Kinder während des Gaza-Krieges hat für die Soldaten keine strafrechtlichen Konsequenzen. Der israelische Generalmilitärstaatsanwalt Danny Efroni hat den Fall nach einer strafrechtlichen Untersuchung für abgeschlossen erklärt. Die Kinder hatten im Juli 2014 am Strand in Gaza Fußball gespielt. Die israelische Armee bombardierte den K...

ndPlusHannes Hofbauer, Wien

Faymanns gefährlicher Tabubruch

Die zwei Landtagswahlen vom 31. Mai haben Österreichs Innenpolitik mehr verändert, als es anfangs den Anschein hatte. Der SPÖ droht ein Glaubwürdigkeitsverlust. FPÖ wurde in die Regierungskoalition geholt.

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Quietscheente darf bald auch in die Tonne

Berlin. Die Koalitionsfraktionen haben sich auf Eckpunkte für eine bundesweit einheitliche Regelung zur Erfassung und Verwertung von Plastikmüll und anderen Wertstoffen verständigt. »Damit ist jetzt der Weg frei für eine Lösung, die nachhaltig, kommunalfreundlich und verbrauchernah ist«, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesumweltministerium, Florian Pronold (SPD), am Freitag. Mit...

Andrej Sokolow, New York

Twitter sucht sein Geschäftsmodell

Der Kurznachrichtendienst Twitter schwimmt nicht auf der Erfolgswelle. Nun zog der Chef die Konsequenzen - die Probleme bleiben.

ndPlusHaidy Damm

Der Milchpreis bleibt im Keller

Seit der Liberalisierung des Milchmarktes gehen die Erzeugerpreise weiter nach unten. Besonders kleine Bauern sehen sich in ihrer existenz bedroht. Krisenintervention ist nicht in Sicht. Grüne Agrarminister wollen das nun ändern.

Andreas Knobloch

Streit um Öl und Politik

Wenn zwei sich streiten, freut sich bekanntlich der Dritte. Im Falle der Spannungen zwischen Venezuela und Guyana könnten das die US-Ölkonzerne sein. Schließlich geht es möglichweise um Milliarden US-Dollar an Einnahmen.

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Der Befreier

Wäre Ornette Coleman nicht Musiker geworden sondern Soziologe, hätte er vermutlich die libertäre Kommune erfunden. Als Musiker hat er das initiiert, was sich in den 60er Jahren unter der Bezeichnung Free Jazz entwickeln sollte. Dahinter steckte der Gedanke, musikalische Freiheit dürfe keine Grenze kennen, auch dann nicht, wenn mancher das Ergebnis für Chaos hielt. Coleman, geboren 1930 und in bitt...

Der Furchtlose

Die Rezeption der Kunst des britischen Mimen Christopher Lee war auch eine Generationenfrage. So konnte sein mannigfacher Dracula jene Menschen, die ihn im zeitlichen Kontext seiner Filme sahen, tatsächlich zu Tode erschrecken. Wer jedoch diese Fließbandproduktionen der 50er und 60er Jahre erst Dekaden später erlebte, kann sich gegenüber dem naiven Spuk einer humoristischen Distanz nicht erwehren....

Jauchs Rederei

Günther Jauch will nicht mehr. Vor Wochenfrist erklärte der Moderator, dass er seinen Vertrag mit dem NDR für seine sonntäglich Talksendung nicht mehr verlängern werde. Ende des Jahres wird also Schluss sein. Wie werden dann Menschen wie Volker Kauder, Wolfgang Bosbach, Ursula von der Leyen und Claudia Roth am Sonntagabend die Zeit verbringen? Vielleicht haben sie die Muße, sich anzuschauen, wie a...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Die Dämonie von Dimona

Ari Shavit, Buchautor und Zeitungskolumnist, nennt sich selbst einen „liberalen Zionisten". Jetzt ist sein erschütterndes Israel-Porträt auf Deutsch erschienen: 500 Seiten geschichtliche und politische Dramatik.

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Jürgen Amendt

Auf dem Weg zum Zentralabitur?

Die Kunst der Politik, so heißt es, bestehe darin, dicke Bretter zu bohren. Im Falle des bundesrepublikanischen Föderalismus in der Bildungspolitik muss hinzugefügt werden: und dafür braucht es zusätzlich sehr, sehr viel Geduld. Dass es in den 16 Bundesländern 16 mehr oder weniger unterschiedliche Schulsysteme gibt, wird seit langem kritisiert. Zankapfel ist vor allem das Abitur, während die unter...

ndPlusSabine Stefan

Umgangs Kultur

Es ging auf Weihnachten zu in jenem Jahr 1965. Die schöne Bescherung nannte sich: 11. Plenum des ZK der SED. Kahlschlag gegen Filme, Bücher, also: Menschen. Das ND nickte dazu, weil es im Lande ja schließlich »unverrückbare Maßstäbe der Ethik und Moral, des Anstands und der guten Sitten« gebe. Gordisch knotige Dialektik: Weil Hans Bentzien mit seinem Leben, mit seiner Arbeit jedes Wort dieses Satz...

Hans-Dieter Schütt

Wildwest im Osten

Der Gestus: forscher Erledigerstolz. »Das Kapitel Karl May ist in der DDR schon vor Jahren endgültig geschlossen worden«, schrieb 1958 das »Börsenblatt« des Buchhandels. 1982 dann hieß es, der Proletariersohn sei ein aufrechter »Kämpfer gegen die US- Raub- und Ausrottungspolitik« gewesen. So ändern sich Meinungen, zum Glück (Änderung ist wesentlicher als jener Brustton, der in solchen Fällen oft d...

ndPlusJan Freitag

Sex’n’Drugs’n’Alkohol

"Bier ist doch keine Droge!", denkt sich nicht nur der Maß liebende Bayer. Für den Stammtisch beginnen Rauschmittel bei Substanzen wie Marihuana, die direkt in die Hölle führen. Arte widmet dem Rausch eine ganze Woche.

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ndPlusJana Lange und
Nikolas Schmitz, Winnipeg

Wenn die Füße glühen

In Winnipeg wollten die deutschen Fußballerinnen erst einmal baden gehen. Nach dem Umzug von Ottawa gen Westen stand für das DFB-Team am Freitag Regeneration im Schwimmbad des Hotels Delta an. Die Abkühlung hatten sich die Spielerinnen nach der Hitzeschlacht im zweiten WM-Spiel gegen Norwegen verdient.Erst zeigte die deutsche Mannschaft 45 Minuten Power-Fußball aus dem Bilderbuch, dann schaltete s...

ndPlusKirsten Opitz, Buenos Aires

Hockeyspieler wollen lieber sicher zu Olympia

Noch ein Sieg fehlt den deutschen Hockeyspielern in Buenos Aires zur direkten Qualifikation für die Olympischen Spiele. Die erste Chance gibt es im Halbfinale gegen die Niederlande.

Frank Hellmann, Ottawa

Das merkwürdige Schattenspiel

Bei der Fußball-WM der Frauen in Kanada bleibt die skandalumwitterte FIFA die meiste Zeit lieber im Hintergrund. Der Gastgeber will seine Bewerbung für die Männer-WM 2026 noch mal überdenken.

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EM-Titel für Säbelfechter

Montreux. Das EM-Gold des Säbelteams verlieh dem Auftritt der deutschen Fechter zum Abschluss noch einmal Glanz, doch das Rennen um die Olympiatickets wird für viele Athleten zur Zitterpartie. Ohne Erfolgserlebnisse bei der wohl vorentscheidenden WM Mitte Juli in Moskau droht eine herbe Enttäuschung - auch der Vorzeigefechterin Britta Heidemann. »Das Fazit ist gemischt. Das Ziel, uns mit Blic...

Jirka Grahl, Baku

Luftholen für die Spiele

Ab diesem Wochenende werden in Baku erstmals Medaillen bei Europaspielen vergeben. Dafür ruhen sogar die vielen Baustellen in Aserbaidshans Hauptstadt. Die Stimmung bleibt jedoch weiter angespannt.

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Benzin an Asylheim

Unbekannte vergossen in der Nacht zum Freitag eine brennbare Flüssigkeit an einer Flüchtlingsunterkunft in Westend. Mitarbeiter des hauseigenen Sicherheitsdienstes in der Soorstraße bemerkten an der Außenseite des Gebäudes eine leicht entflammbare Flüssigkeit. Daraufhin alarmierten sie die Polizei. Der Polizeiliche Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. dpa/nd...

Bernd Kammer

Mehr Spenden, bitte

Berlin kann auch anders: Eine richtige Vorzeigebaustelle gibt es da im Zentrum der Stadt, alles läuft wie am Schnürchen. Ganz anders etwa als am BER, obwohl genauso umstritten. Nur zwei Jahre brauchte es von der Grundsteinlegung bis zum Richtfest am Freitag, eine beachtliche Leistung. Zumal, wenn man bedenkt, das am Vorbild an die 400 Jahre gewerkelt wurde. Allerdings ist der Schlossnachfolge...

Gericht setzt alles auf Rot

Wie streng darf Berlin das Geschäft mit Spielhallen regulieren? Was zur Suchtprävention erlaubt ist, werden die höchsten Gerichte in Leipzig und Karlsruhe entscheiden müssen.

ndPlusBernd Kammer

Krone über dem Schloss

Im Schlossneubau läuft alles nach Plan, nur beim Richtfest gab es eine kleine Störung. Den Wunschtermin für die Eröffnung gibt’s schon. Ein in drei Jahren anstehendes Jubiläum markiert die Zielgerade.

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In der Klasse mit Emma und Lukas

In Berlin ist die Zahl der Grundschulkinder mit Migrationshintergrund erstmals wieder leicht zurückgegangen. Deren Anteil lag im Schuljahr 2013/2014 bei 37,6 Prozent, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit und Soziales am Freitag in Berlin mit. Im Jahr zuvor hatten 39,2 Prozent der Kinder im Einschulungsalter einen Migrationshintergrund. Die Zahlen basieren auf den Einschulungsuntersuchungen, ...

ndPlusAndreas Fritsche

Doppelhaushalt 2015 / 2016 verabschiedet

Nach drei Tagen sind am Freitag im Potsdamer Landtag die Haushaltsdebatten zu Ende gegangen. Ausgaben von jeweils mehr als zehn Milliarden Euro sind in den kommenden beiden Jahren vorgesehen.

Maskenmann verurteilt

Es war einer der spektakulärsten Kriminalfälle in Brandenburg. Er beschäftigte auch die Landespolitik. Jetzt wurde in dem Indizienprozess um den Maskenmann das Urteil gesprochen, das auf Kritik stößt.

Christin Odoj

Angst vor der Nachtschicht

Die Anzahl der geschlossenen Stationen beim angekündigten Charité-Streik wird im zweistelligen Bereich liegen. Eine vorherige Einigung ist nicht in Sicht, selbst über den Notdienstplan wird gestritten.

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Besuch in der Synagoge - wohl verlaufen

Pulheim. Ein ungewöhnliches Paar hat sich in die Synagoge Stommeln in Pulheim bei Köln verlaufen. Die Holzskulpturen des bekannten Bildhauers Tony Cragg sind in der für ihn typischen Form aus gestapelten Kreissegmenten gestaltet. Verlaufen, zerlaufen - offenbar wollen die beiden den Besucher des einstigen jüdischen Bethauses irritieren. Irritation ist eine gute Verfassung zur Auseinandersetzung mi...

ndPlusHendrik Lasch, Hohenmölsen

Langer Lauf für eine Schule

Im Sommer 2016 soll die Förderschule Hohenmölsen schließen. Eltern und Schüler wollen das nicht hinnehmen. An diesem Wochenende tragen sie deshalb ihren Protest nach Magdeburg - zu Fuß.

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Grips Theater inszeniert »Kriegerin«

David Wnendts preisgekrönter Film über Neonazis »Kriegerin« kommt auf die Bühne. Regisseur Robert Neumann zeigt das Stück am Berliner Grips Theater in einer Textfassung von Tina Müller. Uraufführung ist am 11. November, wie das Theater am Freitag mitteilte. Wnendt erzählt in »Kriegerin« von der 20-jährigen Marisa, die aktives Mitglied einer brutalen Neonazi-Clique ist. Als Marisa einen pakistanisc...

Künstler über das Töten ohne Gefahr

Die Gruppenausstellung »Fire and Forget on violence« ist von Sonntag an bis 30. August im KW Institute for Contemporary Art in der Auguststraße 69 zu sehen. »Fire and Forget« ist ein aus dem Militärjargon stammender Begriff für Waffensysteme, die aus gefahrloser Distanz zum Feind ausgelöst werden. Die Ausstellung nimmt den militärischen Ausdruck zum Ausgangspunkt für eine Überprüfung geläufiger Vo...

Ein Elch in der Fotofalle

Ein Elch ist im Bayerischen Wald unterwegs. Er tappte in eine Fotofalle. Das mächtige Tier kam wohl auf der Suche nach einem Weibchen aus Tschechien in den Nationalpark.

Harald Lachmann

Eltern streiten um Kitaplatz

Immer häufiger müssen Gerichte eingreifen, um jungen Eltern zu ihrem Rechtsanspruch auf einen Kitaplatz zu verhelfen. Auch der aktuelle Kitastreik könnte noch ein juristisches Nachspiel haben.

ndPlusLucía Tirado

Ein herbes Spiel um die Verlogenheit

Wer mit dem Teufel am Tisch sitzt, braucht einen langen Löffel. Im Pariser Mehrgenerationenhaus Orgon gibt es nur die kurzstielige Variante. Die spießige Lebensart der Familie macht es dem Betrüger Tartüff leicht. Der religiöse Wahn der Mutter des Hausherrn ebnet ihm den Weg, sich einzunisten. Diese alte Madame Pernelle zeigt sich in der Bühnenfassung von Maurici Farré unter Regie von Darijan Miha...

ndPlusVolkmar Draeger

Sehen die Kinder ähnlich?

»Interne Phänomene« heißt eine originelle Ausstellung in der Galerie Alte Schule, die Künstler verschiedener Generationen vereint: Eltern und ihre in ähnliche Fußstapfen getretenen Kinder. Ob sich dabei familiäre Handschriften auffinden lassen, kann man testen. Aus Ost und West stammen die Kunstschöpfer, viele mit gebrochenem Lebensgang: Kriegsaussiedler oder Auswanderer aus der DDR-Enge, manche R...

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Tom Strohschneider

Von Tee-Tipplern und Tie-Tie-Ei-Pielern

Über das Freihandelsabkommen TTIP ist alles gesagt. Denkt man jedenfalls, weil man eigentlich nichts mehr darüber hören will. Aber mit zunehmender Informationssättigung öffnen sich dann doch neue, ähm: - Hörweisen.

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Spurensuche am Rande des Krieges

Sie gehören zur europäischen Nachkriegsgeneration, die von politischer Stabilität und Wachstum profitiert hat. Darüber hinaus sind Sie in der Schweiz aufgewachsen, die in den beiden Weltkriegen ihre Neutralität bewahrt hat. Wie kommt es, dass Sie das Thema Krieg für sich entdeckt haben? Das hat unter anderem mit meiner Familie zu tun. Mein Vater ist im Zweiten Weltkrieg aus Schlesien in die S...

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Dshuna

Der liebste Stern der Kremlastrologen ist mit dem Tode der gepriesenen Wunderheilerin und Weissagerin des Kreml verloschen. Jewgenia »Dshuna« Dawitaschwili hatte viele Talente: Wunderheilerin, Astrologin, Handauflegerin, Gesundbeterin, Dichterin, Malerin, Gründerin einer Akademie für Alternative Wissenschaften. Die aus dem südrussischen Krasnodar gebürtige Tochter einer Kosakin und eines Iran...

Horst Brandstätter

Über 40 Jahre lang war er der Herr der Plastikmännchen, nach seinem Tod im Alter von 81 Jahren müssen andere Deutschlands größten Spielwarenhersteller auf Erfolgskurs halten: Horst Brandstätter, der seit 1952 das damals noch Metallwaren produzierende Familienunternehmen geobra Brandstätter lenkte, sorgte dafür, dass weltweit mit Playmobil gespielt wird. Seit der Markteinführung 1974 stellte der im...

Hermannus Pfeiffer

Platzhirsch gegen Apparatschik

Dem ver.di-Vorsitzenden wird ein guter Draht zum Aufsichtsratsboss der Deutschen Bank nachgesagt. Doch da stand der alte Platzhirsch Alfred Herling auf und brachte sich als Gewerkschaftsvertreter im Aufsichtsrat in Stellung.

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Freiheit, die sie meinen

Soft Power auf europäisch - das geht so: Man gründe eine Stiftung, finanziere sie mit Geldern aus den Haushalten der EU-Mitgliedsländer und der Schweiz, siedele sie in Brüssel an, wo sie zwar in Reichweite der EU-Kommission, aber juristisch belgischem Privatrecht unterworfen ist. Dann verteile man Gelder an Initiativen und Nichtregierungsorganisationen in benachbarten, nicht der EU angehörigen Sta...

ndPlusVelten Schäfer

Unschuld und Einmischung

Im Ausland tätige NGO werden immer stärker in Regierungshandeln einbezogen. Die "Soft Power" kann dort wirken, wo staatliches Handeln schnell als Einmischung in die inneren Angelegenheiten souveräner Staaten gilt.

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Leo Fischer

Die Kanzler-Ehe

Laut »Spiegel« ein ungewöhnlicher Vorfall: Staatsminister Michael Roth thematisierte im Zusammenhang mit der Homo-Ehe die Kinderlosigkeit von Bundeskanzlerin Merkel. Und zwar live im Plenum und direkt von der Regierungsbank aus.

Schmidbauer

Verbieten ist verboten

Es gibt heute nicht nur Helikoptereltern, sondern auch eine Helikopter- moral. Ihr Flugbenzin ist das Internet, und wo alles um den schnellen Angriff geht, gibt es wenig Raum für Empathie oder gar Humor, nicht einmal für den im Gesetzbuch stehenden Grundsatz der Verhältnismäßigkeit. Es wird mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Ein nur anfangs witziges Beispiel hat sich in den letzten Wochen um...

ndPlusKurt Stenger

Das Erbe macht den Unterschied

Wer kennt sie nicht - Familien, die sich beim Streit um das Erbe völlig zerstritten haben? Etwa wenn der Bruder es der Schwester übel nimmt, dass sie von den Eltern, die sie bis zum Tod persönlich pflegte, den größeren Teil des Vermögens bekommt. Oder wenn die Eltern ihre eigenen Kinder als Versager ansehen und lieber einen Neffen bedenken. Oder wenn sich Familienangehörige vor Gericht über die Fr...

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ndPlusHans-Dieter Schütt

Lob der knallbunten Frösche

Ich gestehe den Rückfall. Die Lust zur Wiederholung. Denn: Die folgenden Zeilen sind Variation dessen, was mich in Abständen überkommt - Sehnsucht nach einer Sammlung guter Zeitungsmeldungen. Solche Meldung aber nicht bloß als einzelnes, verlorenes, eingequetschtes, geradezu aussätziges Wesen - nein: gemeinsam mit anderen positiven Nachrichten ausnahmsweise mal als kleine geballte Macht, als trotz...

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ndPlusJürgen Amendt

Talent und Benachteiligung

Man kann Kinder auf vielerlei Art und Weise stigmatisieren. Die Sprache ist eine dieser Möglichkeiten. Kluge Schüler werden gerne als »kleine Einsteins« oder als »Überflieger« bezeichnet. So jedenfalls hat eine Nachrichtenagentur dieser Tage ihre Meldung über die diesjährige Sommerkonferenz der Kultusminister (KMK) in Berlin eingeleitet, in der es u.a. um die Begabtenförderung ging. Die amtierende...

Lena Tietgen

BAföG - nicht für alle

Das Bundesausbildungsförderungsgesetz, kurz BAföG, wurde laut 1971 verabschiedet, um eine den «Eignungen und Interessen entsprechende Ausbildung unabhängig von der finanziellen Situation der Familie» zu ermöglichen«. So steht es bis heute auf bafög.de geschrieben. Soweit die Theorie, die Praxis sieht anders aus. zeit.de hat acht Problemfälle dokumentiert, die aufgrund der geltenden BAföG-Stru...

ndPlusKatja Eichholz

In Schönschrift sterben

Deutschland ist in Sachen Digitaler Bildung ein Spätzünder. Viele Schüler könnten auf dem Weg in die Informationsgesellschaft verloren gehen. Software-Konzerne können hier Abhilfe schaffen. Doch das birgt auch Probleme.

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Kurt Pätzold

Nur noch ein grausiges Nachspiel

Die Schlacht vor 200 Jahren, deren Heere einerseits Wellington und Blücher, andererseits Napoleon befehligten, ist oft beschrieben worden. Zum Jubiläum sind wieder mehrere neue Bücher erschienen, darunter ein Bändchen von Marian Füssel, Geschichtsprofessor in Göttingen, das es in sich hat. Geboten werden hier nicht nur minutiöse Schilderungen der Schlacht und der ihr vorausgegangenen Gefechte...

Karl-Heinz Gräfe

Russenhass

Am 20. Juni 1915 überreichten deutsche Professoren, Diplomaten und höhere Regierungsbeamte Reichskanzler Theobald von Bethmann Hollweg eine streng vertrauliche Petition. Sie enthielt die Kriegsziele gegenüber der Entente wie sie schon einen Monat zuvor im Kriegsmemorandum der sechs deutschen Wirtschaftsverbände nachzulesen waren. Zu Russland hieß es da u. a.: »An unserer Ostgrenze wächst in ungehe...

ndPlusGerd Fesser

Keine Sache des Frühstücks

Im März des Jahres 1815 sorgte Napoleon wieder einmal in ganz Europa für Panik. Ein Jahr zuvor hatten die verbündeten Russen, Preußen und Österreicher Paris besetzt und ihn zur Abdankung gezwungen. Sie hatten ihm dann die italienische Insel Elba als Fürstentum zugewiesen. Am Abend des 26. Februar 1815 jedoch verließ Napoleon mit sieben kleinen Segelschiffen und 1100 Soldaten an Bord heimlich das E...

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ndPlusMartin Koch

»Weltmaschine« erreicht Rekordenergie

Er ist der größte und leistungsstärkste Teilchenbeschleuniger der Welt: der Large Hadron Collider (LHC) am europäischen Kernforschungszentrum CERN bei Genf. Über 10 000 Wissenschaftler aus mehr als 100 Ländern waren an Planung und Bau der sogenannten Weltmaschine beteiligt, die 2009 ihren Betrieb aufnahm. Eines der wichtigsten Ziele des LHC-Projekts besteht in der Überprüfung des Standardmodells d...

Dieter B. Herrmann

Jackpot im Weltall

Vor mehr als einem halben Jahrhundert machten Astronomen einen überraschenden Fund. Sie wollten die Position eines Objektes möglichst präzise bestimmen, das im Bereich langwelliger Radiowellen strahlte und einen äußerst geringen Winkeldurchmesser aufwies. Daraufhin versuchten Kollegen, das extrem kleine Objekt auch im Bereich des sichtbaren Lichtes nachzuweisen und fanden ein sternartiges Gebilde....

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Susanne Ehlerding

Die Kohle der Zukunft?

Platin ist edel, so teuer wie Gold und ein chemischer Tausendsassa. Im Kontakt mit Platin beispielsweise wird giftiges Kohlenmonoxid zu harmlosem Kohlendioxid, weshalb es in Autokatalysatoren unverzichtbar ist. Mit dem magischen Stoff experimentierten schon im Biedermeier der Brite William Grove und der Deutsch-Schweizer Christian Friedrich Schönbein. Sie steckten Platindrähte in eine Säure und um...

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Dreierteams über sechs Runden

Bosseln ist ein Hallensport, der mit hölzernen Schiebestöcken, den namensgebenden »Bosseln«, ausgetragen wird. Das Spielfeld setzt sich zusammen aus einer zwölf Meter langen (bei den Frauen: zehn Meter) sowie zwei Meter breiten Wurfbahn und einem vier mal zwei Meter großen Zielfeld, dessen Mitte ein Kreuz markiert. Dort wird ein roter Klotz, die Daube platziert, und die Spieler - jeweils zusammeng...

Denkspiellösung

Am 6. Juni wollten wir etwas über den Schwarzgeld-Kontostand von drei Spitzenmanagern wissen. Die Lösung lautete: Herr K. 107, Mister H. 89 und Monsieur F. 43 Millionen. Unter den zahlreichen richtigen Einsendungen wurden R. und K. Schwarzbeck aus Bad Berka als Gewinner des Buchpreises ausgelost. An sie geht der Roman »Die Festung« von Henry Jaeger aus der Frankfurter Bibliothek des B 3-Verla...

ndPlusUdo Bartsch

Spinnen gegen Ameisen

Alles Gute kommt von oben? Von wegen! Unsere bunten Ameisen, die auf dem Waldpfad ein Wettrennen austragen, könnten auf Überraschungsbesuch aus der Luft bestens verzichten. Insbesondere wenn es sich um die fette schwarze Spinderella handelt, die sich aus ihrem Netz zu den Wettläufern abseilt und (dank ihrer Magnetkraft) hin und wieder eines der Tierchen greift; die gefangene Ameise muss zurück zum...

Mike Mlynar

Alltagswetter

Das Wetter ist im Alltag in aller Welt am häufigsten in aller Munde. Vor Liebe und Tod, vor Glück und Leid oder gar erst Politik. So schlussfolgerte es jedenfalls unlängst eine global-soziometrische Gesprächsstudie, die die Uni Gent herausgab. Das klingt verblüffend, ist aber möglicherweise kein Zufall. Denn so banal oder spekulativ Wettergesprächsinhalte im Detail meist auch sein mögen, ist das T...

ndPlusVon René Gralla

An die Daube heran bosseln

Dass Leibesübungen nicht allein den vollen körperlichen Einsatz, sondern zugleich auch Sinn für linguistische Feinheiten verlangen, ist eher Ausnahme denn Regel; man denke nur an die verbalen Beiträge auf und neben dem Fußballplatz (»Hau weg, das Ding!« oder »Mach ihn rein!«). Ganz anders jedoch in der Disziplin, die Michael Gnensch betreut. Soll der Trainer beim TSV Einheit Burg einem Außenstehen...

Seite 30
Lilo Solcher

Eine Frage des Gewissens

Diktaturen werden gestürzt, Staaten versinken im Chaos. Sind Reisen in Diktaturen mit gutem Gewissen machbar? Wenn man weiß, dass der Großteil der Gelder dazu dient, die Diktatur aufrecht zu erhalten.

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ndPlusAlexander Richter

Bingo! Fünf Lose für ein Steak

Wer erleben will, wie diese Insulaner ticken, wenn sie feiern, der muss an einem Samstagabend diesen Pub besuchen. Nein, nicht irgendeine Kneipe! Es muss die Public Bar in der Portelet Bay sein, die man in der äußersten Südwestecke der britischen Insel Guernsey vor der französischen Küste findet. Nirgendwo im Vereinigten Königreich geht am Wochenende die Post so ab wie hier. Monty’s, das einh...

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Christina Matte (Text) und Joachim Fieguth (Bild)

Jedes Jahr Afrika und zurück

Als Bundespräsident Joachim Gauck zu Jahresbeginn turnusgemäß verdienstvolle Bürger im Schloss Bellevue empfing, war unter ihnen Anett Kropp aus Schwerin. »Nebenan in Afrika« heißt das Ehrenamtsprojekt, für das sie eingeladen wurde. Wie das Protokoll es vorschreibt, zeigen Fotos von der Zeremonie eine nahezu steingewordene Frau, eine ganz andere als die, der wir dieser Tage begegneten. Die Fr...