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UNTEN LINKS

Heute, liebe Freunde des digitalen Zeitalters, ist es wieder einmal angezeigt, über eine Berufsgruppe zu sprechen, die akut vom Aussterben bedroht ist. Viele Professionen, die lange Zeit Menschen ernährt, also den ersten Arbeitsmarkt schon gestärkt haben, als der noch gar nicht so hieß, sind im Orkus verschwunden: Rattenfänger etwa gibt es nicht mehr, Nachtwächter auch nicht, eben so wenig Scheren...

Kurt Stenger

Fahren und fahren lassen

Wer das Auto fährt, ein Mensch oder ein Computer, ist im Grunde relativ egal. Wichtig ist es eigentlich möglichst schnell eine Lösung für den Spritverbrauch und die damit einhergehende CO2-Belastung zu finden.

So viele Zuwanderer wie noch nie zuvor

Wiesbaden. Die Zahl der in Deutschland lebenden Zuwanderer aus dem Ausland ist 2014 auf 10,9 Millionen gestiegen - den höchsten Stand seit Beginn der Erhebung 2005. Insgesamt lebten im vergangenen Jahr 16,4 Millionen Menschen mit Migrationsgeschichte in der Bundesrepublik, wie das Statistische Bundesamt am Montag in Wiesbaden mitteilte. Jeder Fünfte in Deutschland hat somit ausländische Wurzeln. S...

Rechner auf Rädern

Berlin. Das Auto wird immer mehr zum Datenlieferanten. Empfing es früher die Daten via Navigationsgerät, werden die digitalen Kartendienste zunehmend zu Empfängern einer gigantischen Menge an Verkehrsdaten der Nutzer. Werden diese korrekt und rasch genug ausgewertet, helfen sie bei der (Fern-)Steuerung von Fahrerassistenzgeräten. Daher arbeitet der führende Anbieter von Navi-Apps, Nokia Here, läng...

Entwicklungsziele werden nachhaltig

New York. Nach Erfolgen bei den sogenannten Millenniumszielen haben sich die Mitgliedsstaaten der UNO auf neue Entwicklungsziele für das Jahr 2030 geeinigt. Vertreter von 193 Nationen verabschiedeten am Sonntagabend in New York einen Katalog mit 17 Nachhaltigen Entwicklungszielen (SDGs). Die in über zwei Jahren ausgehandelten Vorsätze sollen vor allem den Ärmsten der Welt helfen. Der Katalog soll ...

Katja Herzberg

Griechische Börse: Absturz mit Ansage

Die Verhandlungen Griechenlands mit den internationalen Gläubigern verlaufen ohne viel Aufhebens. Den Ernst der Lage verdeutlichen andere Akteure.

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Jan Brock

Werden Sie Fluchthelfer.in

Bald steht der sonnige Italien Urlaub an? Sie werden das wunderschöne Budapest besuchen? Oder ziehen Sie es vor, im verregneten Großbritannien über grüne Hügel zu wandern? Flüchtlingen dürften ihre Vorlieben und ihr Urlaub relativ egal sein. Außer Sie nutzen Ihre Ferien, um Geflüchteten zu helfen. Dazu ruft das Peng!-Collective auf. Auf seiner Website Fluchthelfer.in werden Menschen dazu aufgeford...

ndPlusHagen Jung

Til Schweiger als Flüchtlingshelfer

Mit seinem Geld will Til Schweiger dazu beitragen, dass aus einer ehemaligen Kaserne im niedersächsischen Osterode eine »Vorzeigeunterkunft« für Flüchtlinge wird. Das Land freut sich darüber.

Hendrik Lasch, Dresden

Container sollen Zelte ersetzen

Den ersten Frost, sagt Sachsens Innenminister, sollen Flüchtlinge im Freistaat nicht mehr in Zelten ertragen müssen. Ob das gelingt, ist angesichts der Zahlen fraglich.

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Slowaken steigen aus

Bratislava. Die von den Innenministern der Slowakei und Österreichs geplante »Asylkooperation« trifft auf Widerstand. In einem lokalen Referendum lehnten die slowakischen Wähler am Sonntag die Übernahme von rund 500 Asylbewerbern aus dem Nachbarland ab. Bei einer Beteiligung von 58 Prozent stimmten mehr als 96 Prozent gegen die Flüchtlingsunterkunft. Das zentrale Aufnahmelager in Traiskirchen...

ndPlusRalf Klingsieck

Um jeden Preis über den Kanal

Im »Dschungel« von Calais leben mehrere tausend Flüchtlinge unter widrigsten Bedingungen. Es könnten rasch noch mehr werden, wenn der Weg nach Großbritannien endgültig versperrt wird. Von Ralf Klingsieck, Calais In den Dünen, weit vor der Stadt Calais liegt der »Dschungel« der Hoffnung. Geschätzt 3000 bis 4000 vor Krieg und Armut geflüchtete Menschen aus Afrika, Nahost und ...

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ndPlusSimon Poelchau

Stolpergefahr für Obama

Barack Obamas zweite und letzte Amtszeit als US-Präsident neigt sich dem Ende zu. Seit geraumer Zeit schon startet er deshalb Initiativen ohne Rücksicht auf die Republikaner, die in beiden US-Kammern die Mehrheit haben. Nun hat der 44. Präsident der Vereinigten Staaten verschärfte Klimaziele angekündigt. Bis zum Jahr 2030 sollen die Kohlekraftwerke im Vergleich zu 2005 ihren Schadstoffausstoß um 3...

Klaus Joachim Herrmann

Kein Problem mit Krimtataren

»Wir haben keine ungelösten Probleme«, beschied nassforsch die Staatsanwältin der Krim. Der »Weltkongress der Krimtataren« freilich fand im türkischen Ankara statt. Einberufen war er von Mustafa Dschemilew und Refat Tschubarow, Beide stammen aus Familien, die unter Stalin deportiert wurden und nach Jahrzehnten zurückkehrten. Beide sind als Oppositionelle nun mit einem fünfjährigen Einreiseverbot b...

ndPlusUwe Kalbe

Lammerts Solo

Norbert Lammert hat es immer wieder versucht: Eine Verlängerung der Legislaturperiode des Bundestages auf fünf Jahre würde, so dessen Präsident, die Arbeitsfähigkeit des Parlaments erheblich verbessern. Von den bisher vier Jahren behält es zwischen Einarbeitungszeit und der lähmenden Phase des Wahlkampfes am Ende jeder Legislatur gerade mal zweieinhalb Jahre realer Parlamentsarbeit übrig. In der S...

ndPlusAnna Maldini, Rom

Salto Capitale

Seinen Job möchte im Augenblick niemand haben. Ignazio Marino, seit zwei Jahren Bürgermeister von Rom, sitzt auf einem mehr als wackeligen Stuhl. Er folgte dem Neofaschisten Gianni Alemanno, der mehr damit beschäftigt war, seinen Freunden und den Freunden von Freunden Posten zuzuschieben, als eine Metropole mit mehr als drei Millionen Einwohnern zu regieren. Als sich im vergangenen Dezember heraus...

ndPlusKathrin Gerlof

»Das Ding mit der Zivilisation ...

Zivilisation ist nicht das Gegenteil von Barbarei, sondern Barbarei ist das Wesen der Zivilisation. Man sollte sich also die Frage stellen, wie wir nennen wollen, was danach kommt. Einfach nur Postzivilisation klingt irgendwie doof.

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Fabian Lambeck

Range hatte viele Mitwisser

Die Kanzlerin will es erst aus den Medien erfahren haben, aber Recherchen ergaben, dass man in mehreren Ministerien von der Absicht der Bundesanwaltschaft wusste, gegen Netzpolitik.org vorzugehen.

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Abgeordnete verdienen Millionen dazu

Berlin. Die Abgeordneten des Bundestags haben seit der letzten Wahl mindestens 11,6 Millionen Euro durch Nebentätigkeiten verdient. Diese Berechnung veröffentlichte abgeordnetenwatch.de am Montag. Am besten verdienen demnach Parlamentarier von CDU und CSU nebenher. Die Organisation beruft sich in ihren Berechnungen auf die Selbstauskünfte der Politiker. Allerdings müssen die Abgeordneten die Höhe ...

René Heilig

Nicht nur Cockpitleitern und Kleinkram

Auf Fotos ist zu sehen, wie in Frankreich produzierte Leclerc-Panzer derzeit in Jemen vorrücken. Bald könnte auch Deutschland wieder mitverdienen - egal, was Wirtschaftsminister Gabriel versprach.

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ndPlusHussaini Bukar, Lagos

178 Menschen befreit aus Milizengewalt

Der nigerianischen Armee ist es nach eigenen Angaben gelungen, Dutzende Kinder, Frauen und Männer aus der Gewalt der Islamistengruppe Boko Haram zu befreien. Unter den 178 Befreiten seien 101 Kinder, 67 Frauen und 10 Männer, sagte Armeesprecher Tukur Gusau. Der Armeesprecher erklärte, die Soldaten hätten eine Offensive rund um Aulari im Norden des Landes begonnen. Dabei hätten sie die 178 Men...

ndPlusIsmail Küpeli

Verhandeln ist alternativlos

In der Türkei geht die Regierung gegen die Arbeiterpartei PKK und unliebsame Oppositionelle vor. Die kurdische linke Partei HDP möchte zwischen Erdogan und PKK gerne vermitteln. Ein Interview mit Ali Atalan.

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Holger Politt, Warschau

Polen vor dem Wahlgetümmel

Polen bekommt seinen neuen Präsidenten, doch die Gemüter haben sich vorerst beruhigt. Erst nach den langen Sommerferien werden die Wellen wieder hochschlagen. Dann geht es in den Wahlkampf.

ndPlusOliver Eberhardt

Israel erschüttert von der Gewalt

Nach den von jüdischen Extremisten verübten Anschlägen haben in Israel Tausende gegen die Gewalt demonstriert. Die Regierung will mit drastischen Maßnahmen gegen gewaltbereite Rechte vorgehen.

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Extreme Armut soll bis 2030 beseitigt werden

Genf. Die Staatengemeinschaft hat ein großes Ziel ausgegeben: Bis 2030 sollen der Hunger und die extreme Armut in der Welt vollständig beseitigt werden. So sieht es ein neuer Aktionsplan vor, den Vertreter der 193 UN-Mitgliedsländer am Sonntag in New York guthießen. Der Plan über die neuen UN-Nachhaltigkeitsziele (SDGs) soll im September von den Staats- und Regierungschefs offiziell verabschi...

ndPlusAndrej Sokolow

Der Pkw als Datenlieferant

Deutsche Autokonzerne nehmen Milliarden in die Hand, um der Abhängigkeit von Google und Apple im Kerngeschäft zu entgehen. Mit Nokias Kartendienst Here bekommen Daimler, BMW und die VW-Tochter Audi ein Koordinatensystem für selbstfahrende Autos. Und sie hoffen auf eine bessere Chance, die Kontrolle über Navigation und Geschäftsmöglichkeiten mit ortsbezogenen Angeboten in ihren Fahrzeuge zu behalte...

John Dyer, Boston

Obama streitet für saubere Energie

US-Präsident Barack Obama stellt seinen Plan für den Kampf gegen den Klimawandel vor. Doch für ihn wird es schwer, sein Vorhaben auch umzusetzen.

Rainer Balcerowiak

Geodaten für hungrige Firmen

Geodaten wie Trassenplanungen und Katastereinträge sind für Unternehmen mitunter von großer Bedeutung. Solche Daten der öffentlichen Hand gibt es für sie absofort auf einer Plattform.

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Martin Ling

Mehr Ziele ohne Verpflichtung

In New York fielen große Worte von historischer Augenblick (Kenias UN-Botschafter Macharia Kamau) bis hin zu irreversibel von UNO-Generalsekretär Ban Ki Moon: »Dies ist die Agenda der Völker, ein Aktionsplan, der die Armut in all ihren Dimensionen beenden soll, unwiderruflich, überall und niemand soll zurückgelassen werden.« Was so große Begeisterung auslöste, ist der Umstand, dass sich die U...

ndPlusNora Happel, New York

Frauen bleiben außen vor

Im kommenden Oktober jährt sich zum 15. Mal die Verabschiedung der Resolution 1325 des UN-Sicherheitsrates zu Frauen, Frieden und Sicherheit. Die wegweisende Entschließung erkennt nicht nur die unverhältnismäßig großen Auswirkungen bewaffneter Konflikte auf Frauen an, sondern auch deren fehlende Beteiligung an Konfliktbewältigung und Friedensarbeit. Die völkerrechtlich verbindliche Resolution...

Isaiah Esipisu, Nairobi

Kenia geht ein Licht auf

Kleinstsolarsysteme sind insbesondere für die arme Landbevölkerung attraktiv, aber für viele unerschwinglich. Ein neues Gesetz soll klimafreundliche Vorrichtungen steuerlich begünstigen.

Investitionen nicht um jeden Preis

Herr Echaide, wieso hat Ecuador Präsident Rafael Correa beschlossen, die bilateralen Investitionsabkommen (BITs) des Landes auf den Prüfstand zu stellen und dafür eine Untersuchungskommission zu bilden? Diese Entscheidung fiel in einem größeren Zusammenhang. Seitdem sich das Land 2008 eine neue Verfassung gegeben hat, wurde ein tief greifender Prozess zur Revision politischer Entscheidungen e...

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Essstörungen nehmen zu

Magersucht, Bulimie oder Esssucht: Die Krankenkasse Barmer GEK zählt in Berlin und Brandenburg deutlich mehr Jugendliche mit Essstörungen als vor fünf Jahren. In Brandenburg wurden ihr zufolge 2009 noch 94 Barmer-Versicherte zwischen 13 und 18 Jahren behandelt. 2014 seien es bereits 220 Patienten im Teenager-Alter gewesen, die an einer Essstörung litten, teilte die Krankenkasse am Montag in Berlin...

Ältere Berliner lehnen Kopftuch ab

Eine knappe Mehrheit der Berliner hat nichts gegen muslimische Lehrrerinnen mit Kopftüchern an staatlichen Schulen. Das finden 50 Prozent der vom Forsa-Institut im Auftrag der »Berliner Zeitung« Ende Juli 1003 befragten Berliner, 46 Prozent sind anderer Meinung. Allerdings gibt es einen deutlichen Unterschied je nach dem Alter der Befragten: Während von den über 60-Jährigen sich nur 27 Prozent für...

Beratung für Arbeitslose

Unter dem Motto »Irren ist amtlich - Beratung kann helfen« können sich seit Montag Arbeitslose vor den Berliner Jobcentern beraten lassen. Bis zum 11. September macht ein Beratungsbus an jedem der 12 Jobcenter für jeweils zwei Tage (außer Mittwochs) halt, wie das Berliner Arbeitslosenzentrum als Initiator der Aktion mitteilte. Fachanwälte und Sozialarbeiter beantworten dort kostenlos Fragen zum Ar...

Spree soll sauberer werden

Nach starken Regenfällen werden regelmäßig zahlreiche Schadstoffe von den Straßen und Haushalten über die Mischkanalisation in Berliner Gewässer geleitet. Darunter leidet nicht nur die die Wasserqualität sondern auch das Leben in den Flüssen und Kanälen insgesamt. Die Berliner Wasserbetriebe (BWB) und die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung stellten deswegen am Montag Pläne zur Entlastung der Sp...

Siemens will weniger Jobs streichen

Aufatmen für viele Beschäftigte im Berliner Siemens-Schaltwerk, für die Kollegen im Gasturbinenwerk bleibt die Lage dagegen ungewiss. Der Stellenabbau bei Siemens fällt vermutlich nicht so massiv aus wie von Arbeitnehmerseite befürchtet. Im Schaltwerk werde der notwendige Umbau »weitgehend« ohne Arbeitsplatz-Kürzungen angegangen, verlautete am Montag aus Unternehmenskreisen. Als Grund wurden bevor...

Sarah Liebigt

Verstecken im Karteikasten

»Katze im Sack kaufen« nennt man das, wenn ein Geldgeber Angebot und Situation des Auftragleistenden nicht überprüft: Wenn Berlin einer Firma viel Geld zahlt, die sich mitten in der Insolvenz befindet, wirft das mindestens Fragen auf. Die Marks Grundkonzept Gesellschaft für Nutzungsentwicklung von Grundbesitz mbH soll zu einem Zeitpunkt Aufträge vom Land Berlin bekommen haben, als das Insolvenzver...

ndPlusMartin Kröger

Dubiose Provisionen für Asylheime

Neue fragwürdige Finanztransaktionen im LAGeSo-Skandal: Behörde zahlte Maklerprovisionen, ohne diese zu kontrollieren. In einem Fall floss das Geld an eine Beteiligung von PeWoBe-Chef Penz.

Martin Kröger

Dubiose Maklerprovision für Asylbewerberheime

Neue fragwürdige Finanztransaktionen im LAGeSo-Skandal: Behörde zahlte Maklerprovisionen, ohne diese zu kontrollieren. In einem Fall floss das Geld an eine Beteiligung von PeWoBe-Chef Penz.

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Todesschütze vor Gericht

Potsdam. Knapp acht Monate nach einer blutigen Attacke auf einem Bauernhof bei Nauen (Havelland) wird einem 72-jähriger Mann jetzt der Prozess gemacht. Vom 11. August an müsse sich der Landwirt wegen der tödlichen Schüsse auf einen 61 Jahre alten Veterinäramtsmitarbeiter vor dem Landgericht Potsdam verantworten, heißt es in einer Terminankündigung des Gerichts vom Montag.Weil der Bauer offenbar mi...

ndPlusChristian Baron

Unvergessliche Blicke

Bislang hat das Jobcenter die Sanktionen gegen Ralph Boes nicht zurückgenommen. Am Sonntagabend verspeiste er am Brandenburger Tor die ihm durch das Jobcenter erteilten Lebensmittelgutscheine.

Sebastian Huld

Der Fernsehturm ist Spitze

Der Start für das Berliner Wahrzeichen war denkbar ungünstig: Auf die langwierige Standortsuche folgten Planungsfehler und Kostenexplosionen.

Wilfried Neiße

Immer mehr Friedfisch am Haken

Immer mehr Brandenburger wenden sich, so scheint es, von den Weltproblemen ab und dem Angelsport zu, die Vereine melden Zulauf. Den Petrijüngern kommt die Seenpolitik des Landes entgegen.

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Geschäftig in Stuttgart

Stuttgart. Vor einem Geschäft in der Stuttgarter Königsstraße werden Sonnenbrillen entstaubt. Die 1,2 Kilometer lange Königsstraße ist die Hauptgeschäftsmeile der baden-württembergischen Landeshauptstadt. Sie gehört zu den am stärksten frequentierten Einkaufsstraßen Deutschlands und ist gerade bei Touristen beliebt. Im vergangenen Jahr registrierte das Statistische Amt der Stadt rund 3,5 Millionen...

Straßenbäume unter Stress

Straßenbäume sind Abgasen und Unwettern besonders ausgesetzt - je nach Standort mehr oder weniger. Seit Wochen sorgen Trockenheit und Hitze für zusätzlichen Stress. Ein Bericht aus Sachsen.

ndPlusMartina Rathke, Wolgast

Wolgast will Usedom-Welle nutzen

Vor drei Jahren ging die P+S-Werftengruppe im Nordosten in Insolvenz. Nun sieht die Stadt Wolgast für einen Teil der Fläche neue Entwicklungschancen. Eine Hausboot-Firma hat sich bereits angesiedelt.

Ramelow: Acht statt 17 Landkreise

Erfurt. Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (LINKE) kann sich künftig acht statt wie bisher 17 Landkreise in Thüringen vorstellen. »Mein Diskussionsbeitrag zur Gebietsreform ist die Zahl acht«, sagte Ramelow der dpa. Derzeit gebe es vier regionale Planungsregionen. Wenn man jede halbiere, käme man auf acht Regionen oder mögliche Kreise. Das sei aber ausdrücklich seine Meinung. Im Herbst werd...

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Was war zuerst da: Klarinette oder Flöte?

Spielten Steinzeitmenschen eine Art Klarinette? Oder waren die mit Löchern versehenen Röhrenknochen, in die sie bliesen, doch eher Flöten? Eine heiß diskutierte Frage unter Fachleuten, die sich Mitte August in Berlin treffen - zur 2. Sommerschule Musikarchäologie des Berliner Antike-Kollegs. Mitinitiator Adje Both greift zur Demonstration zu einem nachgebauten Instrument, auf dessen Mundstück eine...

Chemnitzer Fräsen und die Weltpolitik

Chemnitz. Für viele deutsche Maschinenbauer ist seit gut einem Jahr ein riesiger Markt tabu: Russland. Seitdem die EU als Reaktion auf die Ukraine-Krise Sanktionen verhängt hat, ist das Geschäft mit den Russen ins Stocken oder gar zum Erliegen gekommen. Gerade ostdeutsche Firmen hatten seit vielen Jahrzehnten intensive Kontakte in den Osten. Und vielen Unternehmen aus dem Westen boten sich vor all...

Hagen Jung, Hannover

Als der Tenor in den Trichter sang

Musik konservieren, sie jederzeit hören können: Möglich macht das seit über 100 Jahren die Schallplatte. An ihren Werdegang erinnert derzeit das Museum für Energiegeschichte(n) in Hannover.

Georg Etscheit, München

Windkraft oder Landschaftsschutz

In Bayern gibt es jetzt einen neuen, offiziell anerkannten Umweltverein - Konkurrenz zum etablierten Bund Naturschutz. Es gärt in der Umweltbewegung, Hintergrund ist unter anderem die Energiewende.

Thomas Blum

Pelzige Dinger, die im Dunkel lauern

Das Fantasy-Filmfest richtet seinen Fokus auf das, was in der Mainstreamunterhaltung unter den Tisch fällt: todbringende Seuchen und schleimige Parasiten, das in dunklen Kellerverschlägen geschieht. Am Mittwoch beginnt das Festival.

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Das Wort »Neger« bleibt stehen

Das heute als rassistisch geltende Wort »Neger« bleibt in der Jubiläumsausgabe von Michael Endes »Jim Knopf« erhalten. Der Stuttgarter Verlag Thienemann-Esslinger begründete dies zum einen damit, dass sich der Autor (1929-1995) nicht mehr äußern könne; zum anderen damit, dass das Wort »Neger« nur in einer Szene vorkomme, die vor allem dazu diene, den Fotografen Herrn Ärmel als Besserwisser darzust...

Bilderstreit

Der milliardenschwere Kunstmäzen Hasso Plattner macht Stimmung. Nicht nur für das von ihm gesponsorte Museum Barberini in Potsdam, vor dem ihn unsere Abbildung zeigt. Sondern vor allem gegen ein Gesetz, von dem er befürchtet, es könnte den Wert seiner Sammlung mindern. Das ist anmaßend, aber nicht überraschend. Insofern ist der Skandal an dem Vorgang weniger Plattners erpresserische Ankündigung, s...

Gunnar Decker

Im Zeichen der Fledermaus

Erst kamen die Mücken, dann die Fledermaus. Ich rede von meiner ersten Nacht hier in Venedig, das ist nun bald fünf Wochen her. Schuld sind die Eigentümerin und deren Putzfrau, das sind zwei ältere Damen, von denen man auf den ersten Blick nicht wüsste, wer von ihnen wer ist. Dabei hatte ich den Kampf um die Mückengitter an den Fenstern bereits gewonnen. Die Eigentümerin hatte schließlich sog...

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Bürgerprotest

Die geplante Theater- und Orchesterreform stößt im Osten Mecklenburg-Vorpommerns weiter auf Widerstand. Das Theaternetzwerk Mecklenburgische Seenplatte habe etwa doppelt so viele Unterschriften wie nötig für ein Bürgerbegehren in Neustrelitz gesammelt, teilte ein Sprecher mit: »Erforderlich wären zehn Prozent der Wahlberechtigten - also knapp 1800 Unterschriften - wir haben schon mehr als 3500.« D...

Buchenwald und die Flüchtlinge

Die aktuelle Flüchtlingsproblematik erinnert den ehemaligen Buchenwaldhäftling Günter Pappenheim an die Zeit des Faschismus. »Millionen Menschen wurden von den Nazis quer durch Europa getrieben. Was wäre aus all den ethnisch und politisch Verfolgten geworden, wenn es in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien und Großbritannien nicht anständige Menschen gegeben hätte, die ihnen Zuflucht...

ndPlusReiner Neubert

Vom »Leselehrling« zum Literaturprofi

Klaus Doderer, der in diesem Jahr seinen 90. Geburtstag feierte, war nicht nur der erste Chef des 1963 in Frankfurt am Main gegründeten Instituts für Jugendbuch-Forschung, Gründer der Internationalen Forschungsgesellschaft für Kinder- und Jugendliteratur und Herausgeber des vierbändigen Lexikons der Kinder- und Jugendliteratur, sondern ist bis heute ein vielseitig interessierter Leser, der enge Fr...

Hans-Dieter Schütt

Hoher Anspruch in Buntwäsche

Der Dichter Albert Ostermaier hat ein Denkstück geschrieben. In der Regie von TV-Mann Thomas Schadt wird es auf der Freiluftbühne vor dem Wormser Dom aber vor allem zu einer bunten Fummel- und Flimmer-Show.

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Die Akte »USA gegen John Lennon«

Von einer solchen politischen Bedeutung können die meisten der heutigen Pop-»Rebellen« nur träumen: Der Ex-Beatle und Friedensaktivist John Lennon wurde in den 70er Jahren von den US-Behörden als so bedrohlich eingeschätzt, dass Präsident Richard Nixon und FBI-Chef J. Edgar Hoover Kampagnen gegen ihn planten. Foto: BR/Telepool BR, 22.45 Uhr...

Gottes Werk und Teufels Beitrag

Unter der Aufsicht des Arztes Dr. Larch (Michael Caine) wächst in den USA der 40er Jahre der junge Homer (Tobey Maguire) im Waisenhaus auf und entwickelt sich im Laufe der Zeit zu Larchs Assistenten. Doch wegen der Abtreibungen, die der Arzt nebenbei durchführt, verlässt ihn der sanftmütige Homer. Tragikomödie nach John Irving, der selbst das Drehbuch schrieb und dafür den Oscar erhielt. Foto...

Verbrechen gegen die Pressefreiheit

In Mexiko ist ein Fotojournalist zusammen mit vier weiteren Menschen ermordet worden. Die Leichen von Rubén Espinosa und vier Frauen seien in einer Wohnung in einem Mittelklasse-Viertel in Mexiko-Stadt entdeckt worden, teilte die örtliche Staatsanwaltschaft am Sonntag mit. Alle Opfer hätten Folterspuren und eine Schusswunde am Kopf aufgewiesen. Der 31 Jahre alte Journalist berichtete für die ...

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ndPlusAndreas Morbach, Kasan

Siegen für die Queen

Gezielte Förderung zahlt sich aus: Aus dem Wasserhasser Adam Peaty ist ein Star, aus England eine starke Schwimmnation geworden. Dabei bleibt er höflich und freundlich, ohne das, wäre aus ihm auch nie ein Schwimmer geworden.

Erleben der Gemeinschaft wichtiger als Erfolg

Frau Poewe, Sie waren die Patin der Schwimmwettbewerbe der Makkabiade in Berlin. Wie sind Sie Patin geworden? Im vergangenen Jahr wurde ich bei einem Lehrgang gefragt, ob ich gerne Schwimmpatin sein möchte. Ich habe mich tierisch darüber gefreut, ich habe selbstverständlich Ja gesagt. Warum war das für Sie so selbstverständlich, dass Sie gleich zugesagt haben? Es ist schon etwas seh...

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Flucht vor Waldbränden in Kalifornien

Die Waldbrände in Kalifornien breiten sich rasant aus. Die Feuerwehr brachte bisher nur einen kleinen Teil der Flammen unter Kontrolle. In Asien dagegen treibt der Monsun Millionen Menschen in die Flucht.

ndPlusMichael Lenz, Singapur

Singapur im Durianrausch

Die Duriansaison ist für die Singapurer und ihre Nachbarn in Malaysia und Indonesien das, was für uns die Spargelsaison ist: Durch ganz Singapur zieht sich der süßlich-faulige Duft der stacheligen Frucht.