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UNTEN LINKS

Immer mehr süddeutsche Kinder sagen trotzig Mamia statt Mama. In der Schule behaupten sie stur, dass Romeo und Julia Katzen waren. Sie verteilen Joghurt an Nazis, weil drauf steht, dass er gegen Intoleranz ist, und setzen Bratwurstschnecken im Garten aus. Wenn das Schwesterchen eine andere Farbe als Rosa und Pink tragen will, rufen sie die Polizei, weil sie das für verboten halten. All die Buchsta...

Weltverband legte Veto gegen Dopingstudie ein

Berlin. Eine Woche vor Beginn der Leichtathletik-Weltmeisterschaft in China sieht sich der Internationale Leichtathletikverband IAAF schweren Vorwürfen ausgesetzt. Wie die ARD und die britische Zeitung »Sunday Times« berichteten, habe der Weltverband die Veröffentlichung einer vor der WM 2011 in Südkorea durchgeführten anonymen Athletenbefragung aktiv blockiert. In der Studie hatte knapp ein Dritt...

Roland Etzel

Ende einer Alibimission

Die Bundeswehr zieht ihre »Patriot«-Raketenabwehrsysteme, einschließlich der dazugehörigen Soldaten, aus der Türkei bis Ende Januar ab. Das ist unterm Strich eine gute Nachricht.

Freiheit winkt mit Stacheldraht

Berlin. Menschen aus den Kriegsgebieten des Nahen und Mittleren Ostens sehen ihre Chancen auf ein Leben in der EU schwinden, seit Ungarn begonnen hat, die sogenannte Balkanroute mit einem 175-Kilometer-Stacheldrahtzaun zu verschließen. Die Grenze zu Serbien wird nun, kurz vor Vollendung der tödlichen Sperre, zu einem Nadelöhr; verzweifelte Flüchtlinge versuchen in wachsender Zahl, noch rechtzeitig...

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Neue Kredite für Schulden

Berlin. Die Finanzminister der Euro-Staaten haben am Freitagabend in Brüssel den zuvor von Experten ausgehandelten Bedingungen für neue Kredite von bis zu 86 Milliarden Euro für Griechenland zugestimmt. Wann bekommt Athen nun das Geld und wohin fließt es genau?In einem ersten Schritt sollen bis zu 26 Milliarden Euro ausgezahlt werden. Zehn Milliarden davon gehen auf ein gesondertes Konto beim Euro...

ndPlusVincent Körner

Die Union und die »neue Lage«

Es könnte eine schlechte Woche für Fraktionschef Kauder werden. Am Mittwoch wird über das neue Griechenland-Programm entschieden - die Zahl der Nein-Stimmen droht abermals zu steigen.

Vincent Körner

SYRIZA-Linke eröffnen neue politische Front

Die Linke Plattform in SYRIZA kritisiert den Deal mit den Gläubigern. Er richte sich gegen den Willen von mehr als 61 Prozent der Griechen, die beim Referendum mit »Nein« gestimmt hatten.

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ndPlusMarcus Meier

Aktion brachte Manager in Rage

Die Veranstalter vom Bündnis »Ende Gelände« hatten recht unsicher eine vierstellige Zahl von Teilnehmern angekündigt - und dieses Ziel wurde erreicht. Die Anti-Kohle-Bewegung wird größer, bunter, aber auch machtbewusster und sie ist bereit, gezielt, aber gewaltfrei Regeln zu brechen. Das wurde am Samstag deutlich. Ziviler Ungehorsam mit rund 1500 Teilnehmern? Vergleichbares hatte das Rheinische Re...

Eva Mahnke

Pinke Finger gegen Logik der Kohle

Die Klimabewegung hat am Sonnabend ihr Großereignis des Jahres geschaffen, quasi als Pendant zum Klimagipfel in Paris im Dezember: Die Besetzung von Teilen des Braunkohletagebaus Garzweiler.

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ndPlusStephan Fischer

Forschen und schweigen lassen

»Schneller, höher, weiter« - die Maxime des Spitzensports fordert ständige Verbesserung in allen Dimensionen. Gedanklich ist diese dabei eher eindimensional und einem Tunnelblick ähnlich. Rekorde und Bestleistungen müssen her - in andere Richtungen wird nicht geschaut oder gedacht.

Zwei Legislaturperioden sind genug

Der Vorstoß des ehemaligen Superministers Wolfgang Clement, die Kanzlerschaft auf zwei Legislaturperioden zu begrenzen, zielt in die richtige Richtung. Anders als in vielen Demokratien westlicher Prägung kann das deutsche Regierungsoberhaupt sein Amt rein theoretisch auf Lebenszeit bekleiden.

Grit Gernhardt

Geflüchtet und kontolos

Ohne ein Konto zu leben, ist schwierig. Obdachlose oder Geflüchtete können ein Lied davon singen. Nun will die Koalition endlich das Recht auf ein Girokonto für alle gesetzlich verankern.

ndPlusIngolf Bossenz

Harter Hirte

Nun hat er doch deutliche Spuren von Erosion gezeigt, der »Fels in der Brandung«, als der Vitus Huonder gerade noch auf dem Portal kath.net gefeiert worden war. In einem Brief an die Seelsorger seines Bistums und einem Interview mit der Boulevardzeitung »Blick« reagierte der Bischof von Chur (Schweiz) auf den Protest, der ihm nach einem Vortrag in Fulda entgegengeschlagen war. Auf dem katholi...

Eine juristische Nebelkerze

TTIP und CETA, die von der EU angestrebten Freihandelsabkommen mit den USA und Kanada, werden heftig kritisiert. Verständlicherweise, denn: Die Ideologie des Freihandels ist an ihre Grenze gekommen. Es ist offensichtlich, dass die Versprechen nicht eingehalten werden und die negativen Auswirkungen - von der Naturzerstörung bis zur Produktion einer gigantischen sozialen Ungleichheit - für alle sich...

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Ich bin nicht gekommen, um herumzusitzen

Sie befinden sich bereits seit fünf Tagen im Hungerstreik. Was wollen Sie damit erreichen, warum haben Sie sich für diese Form des Protestes entschieden? Ich warte bereits seit zwölf Monaten darauf, dass mein Asylantrag bearbeitet wird. Ich bin nach Deutschland gekommen, um meine beiden Söhne zu retten, sie sind fünf und acht Jahre alt. Ihre Mutter wurde von Regierungstruppen ermordet. Aber so lan...

ndPlusThomas Roser, Gevgelija

Schnelltransit durch Mazedonien

Ungarn baut Zäune gegen Flüchtlinge, Mazedonien hingegen hat die Grenzen komplett geöffnet und ist sie für die Flüchtlinge zur schnellsten Etappe auf der Balkanroute geworden.

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René Heilig

Wer zahlt für den Absturz des US-Jets?

In der vergangenen Woche stürzte ein US-Kampfflugzeug nahe der Gemeinde Engelmannsreuth in Bayern ab. Die F-16 war mit anderen Jets vom US-Stützpunkt Spangdahlem zum Gefechtsacker in Grafenwöhr unterwegs. Das Triebwerk versagte, der 27-jährige Pilot musste sich aus der Maschine katapultieren, die raste in ein Waldgebiet und endete in einem Feuerball. Auf der regelmäßigen Bundespressekonferenz in B...

ndPlusPeter Nowak

Als Mieter keine Lippe riskieren

Recht und Gerechtigkeit sind verschiedene Dinge, wie vor Gericht immer wieder zu erleben ist. Mieter riskieren oft schon für unbotmäßiges Verhalten gegenüber dem Vermieter die Kündigung.

Marcus Meier

Nazi-Schläger doch noch verurteilt

Wegen Gewalttätigkeit während des »Rathaussturms« im Mai 2014 in Dortmund wurde ein Neonazi verurteilt. Keine Selbstverständlichkeit, nachdem auch Notwehr als Behauptung im Raum stand.

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Japans Umgang mit der Schuld bleibt strittig

Aufmerksam beobachtet von seinen einstigen Kriegsgegnern hat Japan des Endes des Zweiten Weltkriegs vor 70 Jahren gedacht. Kaiser Akihito äußerte am Samstag »tiefe Reue«.

ndPlusAndreas Knobloch, Havanna

Mit Fahrplan zum Endziel Normalisierung

Nach der Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen wollen die USA und Kuba die nötigen Schritte für eine weitere Annäherung beider Länder unternehmen. Eine Roadmap soll dabei helfen.

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Marken und Firmen vor dem Umbau

Nokia und Kodak sind warnende Beispiele. Sie zeigen, wie schnell jahrzehntelang erfolgreiche Marken von der Bildfläche verschwinden können. Anderseits sind Marken wie Paypal oder Uber in sehr kurzer Zeit populär geworden. Die nächsten drei Jahre könnten alles auf den Kopf stellen, befürchten 1300 Vorstandschefs großer Firmen mit einem Umsatz von über 500 Millionen Dollar, die von der Unternehmensb...

AT&T unterstützte Abhöraktionen

Washington. Der US-Telekommunikationsgigant AT&T war nach Informationen der »New York Times« tiefer in die Spähaktionen des Geheimdienstes NSA verstrickt als angenommen. Das geht der Zeitung zufolge aus Dokumenten hervor, die der ehemalige NSA-Mitarbeiter Edward Snowden zur Verfügung gestellt hat. Demnach stufte der Geheimdienst die Zusammenarbeit mit AT&T bei der Überwachung des Inte...

Weg vom Bankensprech, Konten für alle

Wer ein Girokonto eröffnen will, soll künftig leichter herausfinden können, welche Bank das günstigste Angebot hat. Das ist Ziel eines Gesetzesvorhabens, zu dem die Koalition einen Referentenentwurf vorgelegt hat.

Tim Braune

Zu viel Strom für zu wenige Netze

Europas Stromnetze arbeiten am Rande ihrer Kapazität. Auch weil Trassen von Nord nach Süd fehlen, rechnen Experten mit einer halben Milliarde Euro für Notmaßnahmen - am Ende zahlt der Stromkunde.

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ndPlusMibby Mibbilante und Peter Schaber, Istanbul

Staatsterror und Widerstand in der Türkei

Nach dem Attentat von Suruc hat sich die politische Lage in der Türkei schnell verändert. Im linken Spektrum herrscht Uneinigkeit darüber, wie die Kriegserklärung der Regierung zu beantworten ist.

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Bahnstrecke ohne Tunnel ausgebaut

Nach jahrelangem Streit soll nun doch kein Tunnel für die sogenannte »Dresdner Bahn« durch Berlin-Lichtenrade gebaut werden. Die schnelle Verbindung zum BER-Flughafen soll trotz der Proteste von Anwohnern ebenerdig durch den Berliner Stadtteil verlaufen. Das Eisenbahn-Bundesamt hat nach einem »Tagesspiegel«-Bericht (Samstag) die Streckenführung genehmigt. Der Beschluss sei nicht öffentlich. Im Eis...

ndPlusTomas Morgenstern

Eine Kettenspur der Verwüstung

Es ist ja nicht so, dass man die Bundeswehr immer nur madig machen würde: Wenn mal wieder die Flüsse in der Region über die Ufer treten, Stürme schwere Verwüstungen anrichten oder wenn schlimme Unfallfolgen zu beseitigen sind, dann sind die Uniformträger mit ihrem schweren Gerät durchaus willkommen. Ansonsten ist das Beste an dieser Armee, dass man sie hierzulande so selten zu sehen bekommt. Umso ...

ndPlusFlorian Brand

Sechs Quadratmeter zum Leben

Noch immer gibt es nicht genügend Unterkünfte für alle Geflüchteten und die Regierung denkt über ein Herabsetzen der Standards nach. Doch es gibt schon jetzt grenzwertige Containerdörfer.

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Kommunaler Kummerkasten

Potsdam. Mängel an Straßen und Wegen, wilde Mülldeponien, verlotterte Grünflächen und Spielplätze stören die Brandenburger am meisten. Derlei Probleme werden auf der Online-Beschwerdeseite maerker.brandenburg.de am häufigsten genannt. Das geht aus der Antwort von Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) auf eine parlamentarische Anfrage hervor. 70 Kommunen nutzten das 2009 angelegte Portal. Dort kö...

Stefan Uhlmann

Eidechsen machen Platz für Lenin

24 Jahre lang war der riesige Kopf des Ost-Berliner Lenindenkmals vergraben. Jetzt soll er geborgen werden. Er soll auf einer in der Spandauer Zitadelle geplanten Dauerausstellung gezeigt werden.

Andreas Fritsche

Abgefahrene Autoproduktion

Fahrerlose Wagen bringen beim Automobilhersteller Mercedes Benz in Ludwigsfelde die benötigten Teile ans Fließband. Das Stichwort lautet: Industrie 4.0.

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Die Olsenbande schlägt wieder zu

Es ist das erste Mal, dass die Olsenbande eine eigene Ausstellung erhält. Die Filmgeschichten der drei Kleinkriminellen aus Dänemark werden derzeit in Rostocks Kunsthalle thematisch nachempfunden.

Dieter Hanisch, Kiel

Der Minister und das Gift der Blaualgen

Umweltschützer sind sauer: Seit Jahren erweisen sich Ankündigungen aus dem Umweltministerium zur Verbesserung des Gewässerschutzes als leere Versprechungen. Zur besten Urlaubszeit ärgern giftige Blaualgenteppiche Einheimische und Touristen - wie aktuell in Schleswig-Holstein. Aktuelle Zahlen des Umweltbundesamtes zum ökologischen Zustand von Nord- und Ostseegewässern verheißen ebenfalls nichts Gut...

ndPlusFranziska Höhnl, Magdeburg

Wenn der Schulabschluss wackelt

Jeder zehnte Jugendliche in Sachsen-Anhalt verlässt die Schule ohne Abschluss, der Bundesschnitt liegt bei der Hälfte. Das Land will sein Programm gegen Schulversagen nun ausweiten.

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ndPlusPeter Kranz

Weltstadt am Abgrund

Berlin ist keine Hauptstadt, sondern ein Hauptloch. Aber hatte das nicht eigentlich Tucholsky über Kopenhagen gesagt? »Cest une installation? Wie sagt man es Deutsch: Ist das Kunst?« Unter den Linden in Höhe der Schlossbrücke stellte mir ein etwa 40 Jahre alte Franzose mit Hornbrille, Halbglatze und wachen braunen Augen die zugegeben seltsam anmutende Frage. Auf der südlichen Seite der Straße lieg...

Jens Albes, Koblenz

Beamtenstadt Koblenz hält bundesweiten Rekord

Nirgendwo in Deutschland ist der Anteil der Mitarbeiter des öffentlichen Dienstes so groß wie in Koblenz (Rheinland-Pfalz). Es gibt viele Behörden - und viele Kneipen.

Wir sind es, die Berlin attraktiv machen

Einst wurde Berlin als Mekka für freie Künstler gepriesen. Was ist davon heute noch übrig? Die Lebensbedingungen sind für viele härter geworden, nicht nur für die rund 10 000 bildenden Künstlerinnen und Künstler, die in der Stadt leben. Die meisten von ihnen können nicht allein von ihrer künstlerischen Arbeit leben. Mehr als die Hälfte verdient weniger als 700 Euro im Monat. Das liegt einerse...

ndPlusHendrik Lasch, Oberwiesenthal

Wie die Axt im Walde

Gut eine Million Festmeter Holz werden in Sachsens Staatswäldern jährlich geschlagen. Das dient neben der Rohstoffgewinnung auch der Verjüngung der Wälder - ärgert aber viele Waldnutzer.

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Fritz Bauers später Erfolg

Beim 68. Internationalen Filmfestival Locarno hat die Jury des Hauptwettbewerbs mit einer unerwarteten Entscheidung überrascht. Der Goldene Leopard, der bedeutendste Preis des am Samstag zu Ende gegangenen Festivals, ging an den südkoreanischen Wettbewerbsbeitrag »Right Now, Wrong Then«. Die Zuschauer entschieden sich dagegen erwartungsgemäß: Der begehrte Publikumspreis für einen außerhalb der Kon...

ndPlusWolfgang Hübner

Mosekunds Montag

»Oh, dieses Sommerwetter!«, stöhnte ein Bekannter von Herrn Mosekund. »Ja, die Hitze macht uns allen zu schaffen«, sagte Herr Mosekund mitfühlend. »Wenn es nur das wäre«, entgegnete der Bekannte, »aber dazu noch diese haltlosen Bekleidungssitten. Unerträglich. Ich glaube, ich leide unter fortgeschrittener Gymnogasterphobie.« - »Bitte wie?«, fragte Herr Mosekund. »Die Angst vor nackten Bäuchen«, er...

Spaniens Gewissen

Der sozialkritische spanische Autor Rafael Chirbes ist tot. Dies teilte der Anagrama-Verlag in der Nacht zum Sonntag mit. Der mehrfach ausgezeichnete Schriftsteller war am Samstag im Alter von 66 Jahren an Lungenkrebs gestorben. Chirbes hatte sich in seinen Werken kritisch mit Entwicklungen wie dem Immobilien- und Tourismus-Boom in Spanien befasst. Spätestens, nachdem er 1999 den Preis der SWR-Bes...

ndPlusFrank Schirrmeister

So viel Zeit muss sein

Mitten in der Krise der Printmedien wagt sich das neue Magazin „emerge" mit hochwertigem Fotojournalismus auf den Markt. Eine richtige, eine notwendige Entscheidung, meint nd-Bildredakteur Frank Schirrmeister.

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Susanne Dobel

Am Saxofon ist der rechte Arm unten

Der Ruhestand war nicht Max Gregers Sache. »Musik, das ist mein Leben. Da kommst du nicht davon weg«, bekannte er. Seinen 85. Geburtstag 2011 feierte der Swing-Musiker natürlich nicht zu Hause, sondern da, wo er die meiste Zeit seines langen Lebens verbracht hatte: Bei seinem Publikum, mit seinem Saxofon. Am frühen Samstagmorgen starb Greger nun im Alter von 89 Jahren in München.»Warum soll ich au...

Roberto Becker

Im Dreck landen und Staub aufwirbeln

Bei der Ruhrtriennale hat Johan Simons (68) das Zepter für die nächsten drei Jahre übernommen. Mit neuem Logo (mit »iii« in der Mitte), mit neuem Motto (»seid umschlungen«) und mit einer neuen Spielstätte. Die Eröffnung, natürlich Chefsache, fand zum ersten Mal in Dinslaken-Lohberg statt - mit einer Portion politisch philosophischer Garnierung drumherum. Da sieht das Ruhrgebiet noch ein bisschen h...

ndPlusJens Grandt

»Evangelisten der Hochfinanz«

Die Tag- und Nachtscharmützel um die Zukunft Griechenlands haben uns in den letzten Wochen immer wieder in Atem gehalten. Spätere Historiker werden sich die Augen reiben, wenn sie an Griechenland in der ersten Hälfte des Jahres 2015 denken: Der unerbittliche Streit um Schulden und Kredite, Vorgaben und Abgaben eines souveränen Staates - was war das? Der französische Wirtschaftsminister Emmanu...

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Simbabwe »spart«

Das staatliche Fernsehen in Simbabwe streicht im Rahmen eines radikalen Sparprogramms ein Drittel aller Stellen. Rund 300 Mitarbeiter des Unternehmens werden entlassen, wie Sender-Chef Gibson Munyoro erklärte. Betroffen seien Journalisten, Manager, Verwaltungsangestellte und Kantinenmitarbeiter, berichtete die staatlich kontrollierte Zeitung »The Herald«.Die simbabwische Regierung will die Lohnkos...

Kein Urteil

Die Untersuchungen gegen den seit über einem Jahr in Iran inhaftierten US-Reporter Jason Rezaian sind noch immer nicht abgeschlossen. Daher gebe es auch kein baldiges Urteil im Spionageprozess gegen den Iran-Korrespondenten der »Washington Post«, sagte Teherans Justizchef Gholamhussein Ismaeili der Nachrichtenagentur ISNA am Sonntag. Damit widersprach er der Anwältin des Journalisten. Lejla Ahsan ...

Mischen impossible

Der WDR will mit einer zweiwöchigen Programmoffensive mehr junge Menschen ansprechen. Unter dem Motto »WDR macht den Westen an« werden im WDR-Fernsehen vom 24. August bis zum 6. September 20 neue crossmediale Formate vorgestellt, wie Intendant Tom Buhrow ankündigte. So werde die »Sportschau« am 30. August von »Kurvenklängen« in den Stadien begleitet, die das WDR-Funkhausorchester zusammen mit Fans...

Jan Freitag

Fern der Wahrnehmbarkeit

Nachrichten sind ein knallhartes Geschäft. Gerade in Krisenzeiten bedarf es einer gehörigen Portion Distanz, um im Wellenbad katastrophaler Neuigkeiten nicht Schaden zu nehmen an der Nachrichtensprecherseele.

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Hajo Obuchoff

Fußballdorf an der Binnendüne

»Was dort passiert ist, ist unfassbar«, sagte Jürgen Machmeier, Präsident des SV Sandhausen sowie größter Geldgeber und Seele des Klubs, einen Tag nach dem sensationellen 6:0-Auswärtssieg beim Erstligaabsteiger SC Paderborn. Mit einem Saisonblitzstart von drei Siegen, einem Torverhältnis von 13:4 hätten die Badenser eigentlich an die Tabellenspitze gehört. Aber ein Dreipunkteabzug aus der vergange...

Stephan Fischer

Charaktertest bestanden

Der Thüringer Regionalligist hat eine perfekte Woche hinter sich: Nach dem Sieg im DFB-Pokal gegen den Hamburger SV gewann der FC Carl Zeiss mit 2:1 beim Mitfavoriten BFC Dynamo.

ndPlusGünter Bork und Oliver Mucha

»Eine komplexe Leistung«

Bei Dortmund scheint der Beinahe-Absturz der vergangenen Saison vergessen: Im vierten Pflichtspiel holt Thomas Tuchels Team den vierten Sieg.

ndPlusChristoph Ruf, Mainz

Sofort Respekt erarbeitet

Beim 1:0-Sieg in Mainz präsentiert sich Aufsteiger Ingolstadt in prima Verfassung und kämpft anschließend gegen das Image des Plastikclubs.

Seite 19
Sebastian Stiekel

Russischen Athleten drohen harte Strafen

Das Thema Doping dominiert kurz vor der WM weiterhin die Leichtathletik. Zwei Wochen nach ihren ersten großen Enthüllungen haben ARD und »Sunday Times« nun noch einmal nachgelegt.

ndPlusArne Richter und Florian Lütticke

Blatter-Platini-Fehde immer bizarrer

Sein Amt als FIFA-Chef gibt Joseph Blatter im Februar 2016 auf, mischt sich indes in die Nachfolgeregelung unlauter ein. Gegenseitige Anschuldigungen der Anhänger Platinis und Blatter reißen nicht ab.

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Neue Hitzwelle ist möglich

Auf die große Dürre in Deutschland folgen heftige Gewitter. Landwirte können sich über ausgiebigen Regen freuen. Doch die Unwetter hinterlassen auch Schäden.

ndPlusKelly Olsen, Tianjin

Riesige Mengen Gift am Unglücksort

Bei der Explosionskatastrophe im Hafen von Tianjin sind auch zahlreiche Feuerwehrleute umgekommen. Etwa 100 Menschen werden noch vermisst. Viele Anwohner mussten ihre Häuser verlassen.