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Unten links

Wir befinden uns im Jahre 2015 n. Chr. Ganz Deutschland feiert die ankommenden Flüchtlinge ... Ganz Deutschland? Nein! Ein von zänkischen Zonen-Autochthonen bevölkertes Gebiet hört nicht auf, der Willkommenskultur Widerstand zu leisten. Aber gehört Sachsen überhaupt noch zu Deutschland? Kein Bundespräsident, keine Kanzlerin, kein Sprecher und kein Schweiger haben sich diesbezüglich geäußert. Währe...

Malaysia: Najib soll Konto klären

Bangkok. In Malaysia haben am Wochenende Zehntausende den Rücktritt von Premierminister Najib Razak gefordert. In der Hauptstadt Kuala Lumpur hatten viele Menschen die Nacht auf den Straßen verbracht, um am Sonntag weiter zu protestieren, wie malaysische Medien berichteten. Die Demonstranten werfen Najib Korruption vor. Er konnte bisher nicht erklären, wie umgerechnet 630 Millionen Euro auf seinen...

Guatemala: Pérez soll gehen

Guatemala-Stadt. Knapp eine Woche vor den Präsidenten- und Parlamentswahlen in Guatemala haben erneut Tausende für den sofortigen Rücktritt von Staatschef Otto Pérez demonstriert. Unter dem Motto »Ich habe keinen Präsidenten« zogen die Demonstranten am Samstag ins Zentrum von Guatemala-Stadt. Kurz zuvor hatte sich ein Parlamentsausschuss dafür ausgesprochen, wegen des akuten Korruptionsverdachts g...

Libanon: Müll soll verschwinden

Beirut. Die Wut über die Müllkrise in Libanon hat eine starke Protestbewegung gegen die als korrupt und unfähig empfundene politische Führung entfacht: Zehntausende forderten am Samstagabend im Zentrum Beiruts den Rücktritt des Umweltministers sowie Neuwahlen. Es war laut Organisatoren die bislang größte Demonstration der Zivilgesellschaft überhaupt. Die Demonstranten setzten der Regierung ein Ult...

ndPlusUwe Kalbe

Intoleranz nötig

Die Aktenberge wachsen. Sie sollen am Ende die aggressive Feindschaft der NPD gegenüber der verfassungsmäßigen Ordnung in Deutschland begründen helfen. Der Bundesrat sammelt in den rassistisch motivierten Ereignissen der letzten Wochen und Monate, teils auch wortwörtlich in der Asche, die sie hinterließen, neue Indizien für seinen im Dezember 2013 eingebrachten Antrag, die NPD zu verbieten. Langsa...

Kaltland und seine Kritiker

Berlin. Ein CDU-Staatssekretär setzt die Antifa mit der NPD gleich. In Pasewalk werden Flüchtlinge attackiert, ebenso im saarländischen Lebach. Auf ein Linkspartei-Büro in Pirna wird ein Anschlag verübt. Die Scheiben eines Asylheims in Sachsen-Anhalt werden eingeworfen. Ein Elfjähriger wird in Berlin rassistisch beleidigt. Der Bürgermeister von Heidenau wird von Neonazis bedroht. Und das sind noch...

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Indizienberg gegen die NPD wird höher

Im NPD-Verbotsverfahren führen Verfassungsschützer von Bund und Ländern neue Aktivitäten der Naziszene in Ostdeutschland an, um das Gewaltpotenzial der Partei zu belegen.

ndPlusDieter Hanisch, Jamel

Gerhard Schröder spendete 5000 Euro

Das jährliche Rockfestival in Jamel gestaltete sich am Wochenende zum Fest der Solidarität mit dem Künstlerehepaar Lohmeyer, das sich gegen die Naziszene des Ortes wehrt.

ndPlusFabian Köhler, Dresden

Familienfraktion übernahm die Straße

Menschen heißen Flüchtlinge willkommen. In Sachsen? So etwas gibt es. 5000 gingen am Samstag auf die Straße. Außer gegen randalierende Nazis richtete sich ihre Wut gegen die sächsische Landesregierung.

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Andreas Knudsen, 
Kopenhagen

Das Tor zu Skandinavien ist halb offen

Die Flüchtlingskrise lässt auch in Skandinavien von Monat zu Monat die Zahl der Asylbewerber und Flüchtlinge steigen. Sie hat schon längst die der früheren Jahre übertroffen.

Grit Gernhardt

Die wollen doch arbeiten

SPD-Chef Sigmar Gabriel fordert Arbeitsmarktprogramme für Flüchtlinge. Mit einer Broschüre versucht die Bundesagentur für Arbeit, Akzeptanz dafür zu schaffen.

EU zockt um Zäune und Quoten

Ungeachtet des Zustroms von Migranten streitet die EU unverdrossen über eine gemeinsame europäischen Asylpolitik. Die Bereitschaft dazu ist weiter sehr gering.

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ndPlusJürgen Amendt

Stimmungsseismographen

Die »Bild«-Zeitung ist eine große Verführerin und ihr Zampano nennt sich Kai Diekmann. Der kann wie kaum ein anderer Zeitungsmacher Stimmungen in der Gesellschaft aufgreifen und ihnen vorgreifen. Die Würde zählt da nicht viel.

ndPlusSimon Poelchau

Bis in alle Ewigkeit

Brandenburgs Wirtschaftsminister Albrecht Gerber (SPD) hat mal nachgerechnet und kam zum Ergebnis: Die Lausitzer Braunkohle kann noch 2000 Jahre lang reichen. Na, super! Gerbers Berechnungen enthalten jedoch einen kleinen Fehler, der die Haltbarkeit der Lausitzer Kohle noch um ein vielfaches verlängert. Bis in alle Ewigkeit hinein, könnte man sagen. Denn niemand will die Kohle haben. Eigentli...

Uwe Krüger

Das Mantra von der Aussöhnung

Die Zahl der zivilen Opfer auf einem neuen Höchststand, die Sicherheitslage katastrophal, die Friedensgespräche mit den Taliban ausgesetzt. Mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier besichtigte wieder einmal ein deutscher Spitzenpolitiker das afghanische Desaster. Seine Botschaft war, Aussöhnung innerhalb des Landes sei der »einzige vernünftige Weg«. Diese Aussöhnung wird es nicht geben, wen...

Anke Stefan, Athen

Rekordfrau

Vasiliki Thanou hat gleich zwei Rekorde aufzuweisen. Sie war die erste Frau an der Spitze der Standesvertretung der griechischen Richter und Staatsanwälte und steht nun auch als erste Frau einer griechischen Regierung vor - wenn auch nur vorübergehend.

Wiljo Heinen

Gegenwind für Facebook-Rassisten

»Wir müssen miteinander reden«, meinte Justizminister Maas zu Facebook und fordert vom Konzern mehr Engagement gegen Hass-Kommentare. Doch nicht erst das Netzwerk hat den dumpfdenkenden Mob entstehen lassen.

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Martin Ling

Die Bruchstelle Yasuní

Ökonomie hat das Primat vor Ökologie. Dieses Grundmuster der kapitalistischen Produktionsweise sollte mit dem Modell Yasuní punktuell nach dem Motto »Es geht auch anders« durchbrochen werden.

ndPlusXimena Montaño, Quito

Acht Jahre Überheblichkeit

Ecuadors Präsident Rafael Correa hat in acht Jahren seiner Amtszeit viel Positives im Sozialen bewegt. Trotzdem mehren sich die Proteste von rechts und links. Die Regierung ist gefordert zu handeln.

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Steinmeier in Kabul

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier hat bei einem Besuch in Afghanistan weitere Friedensverhandlungen mit den Taliban angemahnt.

ndPlusKnut Henkel, Guatemala-Stadt

Guatemalas Präsident in Bedrängnis

Es wird eng für Otto Pérez Molina: Am Samstag empfahl eine Parlamentskommission den Abgeordneten, die Immunität des Präsidenten Guatemalas aufzuheben.

Thomas Berger

Massenproteste in Malaysia

Eine neue Massenbewegung gewinnt in Malaysia an Stärke. Über das Wochenende haben Tausende Demonstranten in Kuala Lumpur den Rücktritt des Regierungschefs Najib Razak gefordert.

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Unmut über Abe

Tokio. In Tokio und anderen japanischen Städten haben am Sonntag Zehntausende gegen die von Regierungschef Shinzo Abe geforderte Abkehr vom Pazifismus demonstriert. An der größten Kundgebung in Tokio beteiligten sich den Organisatoren zufolge 120 000 Menschen. »Kein Krieg«, »Frieden statt Krieg« und »Stoppt die Sicherheitsgesetze« stand auf ihren Schildern. Auf einem riesigen Transparent wurde Abe...

ndPlusEve Szeftel, Paris

Namenstickets und mehr Zugkontrollen

Mehr Kontrollen von Zugreisenden, multinationale Patrouillen und Namensfahrscheine: Neun europäische Länder haben am Wochenende erste gemeinsame Konsequenzen aus dem vereitelten Anschlag in einem Thalys-Schnellzug zwischen Amsterdam und Paris gezogen. Bundesinnenminister Thomas de Maizière kündigte bei dem Treffen in Paris auch einen intensiveren Informationsaustausch über »verdächtige Personen« a...

Ägypten maßregelt Journalisten

Drei Journalisten des arabischen Senders Al-Dschasira wurden in Ägypten zu Haftstrafen verurteilt, weil sie Falschmeldungen verbreitet haben sollen. Gegen das Urteil wird international protestiert.

Ralf Klingsieck, Paris

Frankreichs Grüne vor der Spaltung

Grüne und Sozialisten haben ihre traditionellen Sommeruniversitäten abgehalten. Der Zwist bei den Grünen läuft den Bündnisbestrebungen von Frankreichs Präsident François Hollande entgegen.

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Diskussion um Finanzierung der Kassen

Berlin. Angesichts wahrscheinlich steigender Krankenkassenbeiträge werden zwischen SPD und Union Differenzen zur künftigen Finanzierung deutlich. Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) wandte sich gegen den SPD-Vorstoß für ein wieder stärkeres Einbeziehen der Arbeitgeber bei den Gesundheitskosten. »Die gut gefüllten Sozialkassen sind ein Resultat einer guten Entwicklung am Arbeitsmarkt. Die...

ndPlusRené Heilig

Rätsel um das Ende der NSU-Mörder

In der vergangenen Woche hat sich der parlamentarische Untersuchungsausschuss in Thüringen erneut mit dem Auffliegen des NSU-Terror-Trios befasst. Statt Antworten gibt es nur mehr Fragen.

Folke Havekost, Hamburg

Senat: Verdeckte Ermittler müssen sein

Nach »Iris Schneider« nun »Maria Block«. Zum zweiten Mal enttarnten linke Aktivisten einen Polizeispitzel. Hamburg scheint den Behörden ein verdächtiges Pflaster zu sein. Politik in Erklärungsnot.

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Lagarde nimmt Abstand von Schuldenerlass

Lausanne. Nach Ansicht der Chefin des Internationalen Währungsfonds (IWF), Christine Lagarde, reichen die Schuldenerleichterungen in der Griechenland-Krise aus, um das Land wieder auf die Beine zu verhelfen. »Wir sprechen nicht über den Erlass von Schulden«, sagte Lagarde der Schweizer Zeitung »Le Temps« in einem Interview. Zuvor war Seitens des IWF immer wieder ein Schuldenschnitt ins Spiel gebra...

Simon Poelchau

Im Namen des Exports

Spätestens seit 2009 wusste die Bundesregierung von den Steuervergünstigungen, die Luxemburg großen Konzernen gewährte. Dabei nahm sie diese wohl als Export fördernde Maßnahme einfach hin.

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Jochen Mattern

Nationale Wallungen

Im konservativen Lager, das zeigt sich in Sachsen, findet eine Ausdifferenzierung und Radikalisierung statt. Die rassistische Welle, die derzeit durch den Freistaat zieht, ist ein radikalisiertes Echo dieses CDU-Sonderwegs.

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Turnhallen-Brand wohl durch Kinder gelegt

Das Feuer auf dem Gelände der Karl-Bonhoeffer-Klinik in Wittenau könnte durch Kinder verursacht worden sein. Branddezernat und Staatsschutz ermitteln dennoch weiter mit »hoher Intensität«.

Martin Kröger

Alle zusammen gegen Rechts

Alle fünf im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien werben für ein offenes Berlin. Der Appell der Politik wäre glaubwürdiger, wenn dem Anspruch auf Hilfe für Flüchtlinge auch entsprechende Taten des Senats folgen würden.

ndPlusChristin Odoj

Mein Freund aus dem Kombibad

Die Nichtschwimmerquote unter Schulkindern steigt. Ein Projekt versucht, dem mit Patenschaften für Gratisschwimmkurse entgegenzuwirken.

Robert D. Meyer

Start-ups ohne Tier

Am Wochenende präsentierte sich Berlin zum 8. Mal als vegane Hauptstadt. Auch für die Wirtschaft wird die tierfreie Lebensweise immer interessanter. Viele Firmengründer entdecken das Thema für sich.

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Neue Unterkunft und Beratung

 Knapp 300 Flüchtlinge haben eine neue Unterkunft in Spandau bezogen. Sie wurden am Freitagabend mit Bussen vom Gelände des Landesamtes für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) zu einer ehemaligen Kaserne gebracht, wie eine Sprecherin des Sozialverwaltung am Samstag berichtete. Damit sei etwa die Hälfte der rund 600 Plätze belegt. Weitere Neuankömmlinge konnten sich dort am vergangenen Wochene...

ndPlusKirsten Baukhage

Heim für traumatisierte Flüchtlinge

Sie haben alles verloren und ihre Heimat verlassen. Oft haben sie Erschütterndes auf der Flucht erlebt. Berlin hat eine spezielle Unterkunft für besonders schutzbedürftige Flüchtlinge gebaut.

ndPlusAnja Sokolow

Beratung für Patienten in Gefahr

Bei Fragen zu Arztrechnungen können sich Patienten kostenlos beraten lassen. Aber das Büro in Potsdam soll voraussichtlich schließen und einem Call-Center weichen.

Steffi Bey

Wie aus Nachbarn eine Familie wurde

Wer zur Seeparkfamilie gehört, kommt jeden Mittwoch in den kleinen Park zwischen Traberweg und Stechlinstraße. Irene Melzer initiierte 2010 das generationsübergreifende Nachbarschaftsprojekt.

Christian Baron

Willkommen in der Sagenwelt

Ein Besuch in der Ausstellung »Sagenhaftes Oberhavel« offenbart eine große Heimatverbundenheit der Oranienburger. Zugleich bemüht sich die Stadt um eine aufgeschlossene Willkommenskultur.

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Auf dem Trockenen

Nackenheim. Das freigelegte, ausgetrocknete Flussbett des Rheins ist durch Niedrigwasser bei Nackenheim (Rheinland-Pfalz) zu erkennen. Auch in anderen Orten sank der Pegel wegen des heißen Sommers mit wenigen Niederschlägen deutlich. Im etwa 100 Kilometer nordwestlich gelegenen Koblenz stand er Mitte August unter einem Meter, normalerweise liegt der Pegel hier bei zwei Metern. Das Niedrigwasser ha...

Wolfgang Weiß, Leipzig

Endspurt an der Leipziger Kongresshalle

Die Kongresshalle Leipzig, aufwendig saniert und nach modernen Gesichtspunkten ausgebaut, geht im September in die Testphase. Offizielle Wiedereröffnung ist am 1. Januar 2016.

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Jüdische Kultur für einen Tag

Auf der letzten Station seiner Europa-Tournee macht der Reggae-Sänger Matisyahu in Berlin Station. Der Auftritt des US-Musikers ist der Höhepunkt des »Jewish Culture Day« der Heinrich-Böll-Stiftung. Bekannt wurde Matisyahu als erste chassidische Reggaesänger Amerikas. Heute zählt er zu den bedeutendsten jüdischen Musikern der Gegenwart.Davor werden Vorträge und Gesprächsrunden sich u.a. mit dem Le...

Eigenes Kuratorium für Stadtschloss

Berlin will ein eigenes Kuratorenteam für die geplante Landesausstellung im neuen Berliner Schloss berufen. »Wir sind gerade in Gesprächen. Wir wollen im Herbst Persönlichkeiten benennen, die unser politisch formuliertes Konzept fachlich umsetzen werden«, kündigte der Regierende Bürgermeister Michael Müller (SPD) in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. Das für 590 Millionen Euro wie...

Weniger Badetote im Nordosten

Schwerin. Kurz vor dem Ende der Urlaubssaison zeichnet sich ein Rückgang der tödlichen Badeunfälle in Mecklenburg-Vorpommern ab. Bis zum Freitag hatten die Wasserrettungsverbände und die Wasserschutzpolizei in diesem Jahr zehn tödliche Unglücke an der Ostsee und den Binnengewässern registriert. 2014 hatte es 28 Unglücksfälle mit tödlichem Ende gegeben, 2013 sogar 32. »Die Saison ist zwar auch...

ndPlusJürgen Amendt

Vielen Dank, liebe Vattenfall

Vattenfall ist immer noch im Gange. Treue Leserinnen und Leser dieser Kolumne wissen, was gemeint ist. Dort, wo sie mit ihren Baggern, Schaufeln und Spitzhacken eingefallen sind, geht für den Autoverkehr nur noch wenig.

Heidrun Böger, Leipzig

Restlos glücklich

Aktivisten verteilen überschüssige Lebensmittel an Freunde, Bekannte und in der Nachbarschaft. Ihr Netzwerk in Leipzig befindet sich derzeit im Aufbau.

Volkmar Draeger

Zwischen Trance und Trash

Zu den vielen Vorzügen der diesjährigen Ausgabe von »Tanz im August« gehört es, mehrere Gastspiele aus Asien eingeladen zu haben. Dieser geografisch riesige Kulturraum besteht in Europa nach wie vor, zumindest im zeitgenössischen Tanz, überwiegend aus weißen Flecken. Fünf Produktionen halfen sie tilgen. Weit an der Spitze rangiert das TAO Dance Theatre aus China als das Überraschungsereignis schle...

ndPlusChristine Schultze, München

Milliardengeschäft Nachhilfe

Wenn es in der Schule für den Nachwuchs nicht rund läuft, werden Eltern schnell unruhig. Viele setzen auf Nachhilfe. Das verschafft kommerziellen Anbietern Milliardenumsätze.

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Ausstellung in Ahrenshoop

Die Ausstellung »Menschheitszirkus« in Ahrenshoop (Landkreis Vorpommern-Rügen) zeigt seit Sonntag Kunstwerke des deutschen Hollywood-Stars Armin Mueller-Stahl (84). Neben Selbstporträts sind zahlreiche Bilder Mueller-Stahls von internationalen Film- und Musiklegenden sowie deutschen Dichtern und Denkern ausgestellt, wie Sabine Peters-Barenbrock, die Galeristin, erklärte. Die Schau ist bis zum 10. ...

Inspiriert von Snowden

Der nächste Agentenfilm der »Bourne«-Serie wird vom Enthüller Edward Snowden und der europäischen Schuldenkrise inspiriert sein. »Ohne zu viel zu verraten, kann ich sagen, dass es ein Bourne in einem schuldengeschüttelten Europa und in einer Nach-Snowden-Welt sein wird«, sagte Hollywood-Star Matt Damon (44) in einem Interview für »Buzzfeed«. Matt Damon spielt zum vierten Mal den von Robert Ludlum ...

Wolfgang Hübner

Mosekunds Montag

»Nach reiflicher Überlegung«, teilte Herr Mosekund seinen Stammtischfreunden mit, »habe ich angesichts der Oberflächlichkeit der Unterhaltungskunst den Entschluss gefasst, einen Internationalen Kampftag für seriösen Provinzhumor einzuführen.« Die Freunde schwiegen beeindruckt. »Ich schlage dafür den 21. Februar vor«, fügte Herr Mosekund hinzu. »Wenn ich mir die Bemerkung erlauben darf«, wandte ein...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Federleicht vogelfrei

Die Todesnähe war in den Grass-Texten zuletzt mehr und mehr nachweisbarer Co-Autor. Das gilt auch für sein letztes Werk, das dieser Tage erschienen ist. Grass bleibt darin sehr leise – doch sehr weise und weisend.

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ndPlusAfra Gallati und Teresa Dapp

Die Kunst des Sterbens

Es war ein angekündigter Tod. Mit überwältigender Offenheit schrieb Oliver Sacks vor kurzem über das Sterben. Der Tod sei «nicht länger ein abstraktes Konzept», schrieb er in der «New York Times», sondern «eine Gegenwart - eine allzu nahe, nicht zu verneinende Gegenwart». Am Sonntag starb Sacks in New York, wie die «New York Times» unter Berufung auf Kate Edgar, Sacks’ langjährige persönliche Mita...

Michael Baade

Mondsüchtigkeit und Himmelssehnsucht

Den großen Unbekannten, den großen Unerkannten« nannte ihn kürzlich eine NDR-Redakteurin in einem Autorengespräch. Als streitbarer Kommunist und später als bekennender Muslim hatte Peter Schütt es nicht leicht, sich im Literaturbetrieb dieses Landes einen Namen zu machen. Anders damals in der DDR, besonders im Norden. Dort ist er zumindest den Älteren in guter Erinnerung geblieben. Seine »Mut...

Gisela Steineckert

Ruhm und Zirkus

Der Mann hatte zwanzig Jahre lang ein Amt, das in ruhigen Zeiten einen Namen macht. Aber solche Ruhe hat es für Hermann Falk nicht gegeben. Wo er lebte und wirkte, rechneten die Politiker bei jedem Aufschwung sich selber den Erfolg zu, aber für schwierige, gar bedrängte Zeiten überwiesen sie die sträflichen Ursachen allemal an den Bereich von Kunst und Kultur. Die damit Befassten überlebten das me...

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ndPlusJan Freitag

Liebenswertes und Peinliches

Wenn die Hauptnachrichten über Til Schweiger berichten, der mal nicht nur klare Kante gegen fiktive Schurken zeigt, sondern den realen CSU-General Scheuer, entledigt sich die Mitte ihrer Zurückhaltung im Kampf gegen die Dummen.

Christof Bock

ARD und ZDF wollen mehr Geld

ARD und ZDF brauchen nach eigenen Berechnungen mehr Geld - insgesamt bis zu zwei Milliarden Euro für vier Jahre. Bei der Finanzkommission KEF meldeten die öffentlich-rechtlichen Sender am Freitag für 2017 bis 2020 ihren Mehrbedarf an. Das bedeutet aber nicht automatisch eine Erhöhung des Rundfunkbeitrags von aktuell 17,50 Euro im Monat. Die KEF kann den angemeldeten Bedarf eindampfen. Die letzte E...

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Thomas Niklaus, München

Zaubereinlage und Debatte um Elfmeter

Eine umstrittene Zaubereinlage von Douglas Costa, ein treffsicherer Jubilar Thomas Müller, Diskussionen um die Elfmeter-Hierarchie und die üblichen Transferspekulationen: Dass Bayern München im Spitzenspiel gegen Bayer Leverkusen eine beeindruckende Demonstration der Stärke abgeliefert hatte, geriet nach dem souveränen 3:0 (1:0) schnell zur Nebensache. Selbst Bayerns Sportvorstand Matthias Sa...

Max Zeising

Historischer Fehlstart

Vizemeister Wolfsburg ist der finanzstärkste Verein der Frauen-Bundesliga, während dem USV Jena das wenigste Geld zur Verfügung steht. Dieser Unterschied offenbarte sich auch zum Saisonstart.

ndPlusAlexander Ludewig

Von wegen Klassenkampf

Die Berliner Fans inszenierten ihre Abneigung gegen RasenBallsport Leipzig wieder eindrucksvoll. Geld und Gewinnorientierung gehören aber auch zum Geschäft des 1. FC Union.

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ndPlusPirmin Closse, Astana

Auf die Schwergewichte war Verlass

Die Olympiageneralprobe der deutschen Judoka ist geglückt. In Kasachstans Hauptstadt gewannen sie zum Abschluss noch lang ersehnte Medaillen.

Oliver Kern

Viel Spaß und was zum Staunen

Acht Medaillen an neun WM-Tagen - das ist die starke Bilanz von Peking. Die deutschen Leichtathleten haben sich in die Weltspitze zurückgekämpft. An Talenten und neuen Ideen mangelt es nicht.

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Geheiligte Männer tanzen, singen und baden

Nashik. Zehntausende gläubige Hindus haben am Samstag beim Kumbh-Mela-Fest ein heiliges Bad genommen. Geheiligte Männer - Sadhus genannt - tanzten und sangen, bevor sie nahe der Stadt Nashik im westlichen Bundesstaat Maharashtra ins Wasser tauchten. Auch zahlreiche Pilger sprangen am ersten von drei Hauptbadetagen in den heiligen Fluss Godavari. Für das Ritual hatten die Gläubigen nur wenige Sekun...

Wirbelsturm »Erika« tobt über Domenica

Roseau. Nach den Verwüstungen durch Wirbelsturm »Erika« kämpft der Karibikstaat Dominica mit den Folgen. Premierminister Roosevelt Skerrit erklärte am Samstagabend einige Regionen des Inselstaates zum Katastrophengebiet. Dies sei notwendig, um »zielgerichtet« auf den Verlust von Leben und Eigentum zu reagieren und mit Aufräumarbeiten zu beginnen, sagte Skerrit laut dem Nachrichtenportal »Dominica ...

ndPlusKerry Sheridan, Miami

Ein Jahr in Isolation

Zur Vorbereitung einer Mission zu fremden Planeten hat in Hawaii ein einjähriges Experiment begonnen: Sechs junge Wissenschaftler wollen zwölf Monate in einem geschlossenen System aushalten.