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UNTEN LINKS

Künstler entziehen sich gern allen Schablonen. Um zum Beleg nicht auf Roberto Blanco zugreifen zu müssen, sei an dieser Stelle Nena mit ihrem jüngsten Bekenntnis zum Anderssein zitiert. Die nicht alternde 55-Jährige verriet jetzt das Rezept, mit dem sie ihre erschreckende Naivität bis ins hohe Alter zu bewahren beabsichtigt. Auf allen Vieren die Treppen hochzulaufen oder auch rückwärts durch den W...

Volkseinheit will den dritten Platz

Berlin. Der Chef der SYRIZA-Abspaltung Volkseinheit (LAE), Panagiotis Lafazanis, will mit seiner neuen Partei bei der Wahl am 20. September den dritten Platz erreichen. »Das ist ein realistisches Ziel«, sagte Lafazanis in einem Radiointerview. Das Wahlergebnis werde die politische Landschaft in Griechenland radikal verändern, so der Ex-Energieminister, der SYRIZA im Streit um das neue Kreditprogra...

Oliver Kern

Nazis runter vom Sportplatz!

Es hat Druck gebraucht, ein paar boykottierende Vereine, dazu viele verängstigte Schiedsrichter. Der Landessportbund Sachsen-Anhalt hat mit dem Ausschluss des FC Ostelbien Dornburg wegen rechtsextremer Auswüchse Stärke gezeigt. Dies war durch die Satzung des LSB zwar gedeckt, aber Vereine werden trotzdem nicht so schnell verbannt. In Sachsen-Anhalts Sport war es das erste Mal mit dieser Begründung...

Rechte Kicker ausgeschlossen

Berlin. Nach mehreren Gewaltausbrüchen in der Kreisliga Jerichower Land ist der Fußballverein FC Ostelbien Dornburg vom Landessportbund Sachsen-Anhalt (LSB) ausgeschlossen worden. »Beim FC Ostelbien gibt es rechtsextreme Tendenzen. Gegnerische Spieler und Schiedsrichter werden bedroht. Der Frieden auf dem Platz ist nicht mehr gewährleistet«, begründete LSB-Präsident Andreas Silbersack den Schritt....

Chinas Kapitalismus im Stau

Peking. Autohersteller aus aller Welt konnten sich in den vergangenen Jahren vor allem dank des wachsenden Absatzes in China aus dem Krisensumpf ziehen. Die Dauerstaus in Ballungszentren wie Peking und Shanghai sind ein beredtes Zeichen des Kaufbooms der chinesischen Mittelschicht. Doch auch in China sind zweistellige Wachstumsraten mittlerweile Geschichte. Ob dies die deutsche Wirtschaft jenseits...

Ungarns Polizei sperrt Budapester Bahnhof

Der Budapester Ostbahnhof wurde gesperrt, trotzdem verließen tausende Flüchtlinge Ungarn mit Reiseziel Deutschland. Bundeskanzlerin Merkel sieht Brüssel in der Pflicht.

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Autonomes Fahren

Autonome Kraftfahrzeuge können mit Hilfe von Sensoren ihre Umgebung wahrnehmen und aus den gewonnenen Informationen in Zusammenarbeit mit der Navigationssoftware das Fahrziel ansteuern und Kollisionen auf dem Weg vermeiden. Selbstfahrende Autos sind technisch machbar. Auch die deutschen Autobauer haben hier bereits Milliarden investiert - vielleicht weil man nur wenig an den eigenen Produktionsstr...

Mobilitätskonzepte

Autohersteller leben vom Individualverkehr. Doch der Besitz eines großen Fünf-Sitzer-Autos, mit dem man allein durch die Stadt braust, wird zurückgehen. Neue Formen der Nutzung von Fahrzeugen setzen sich bereits durch. Beim »Nutzen statt Besitzen« liegt das Eigentum am Fahrzeug nicht mehr beim Nutzer. Hierunter fallen Car- und Bikesharingsysteme, die von Unternehmen als Besitzer der Fahrzeuge betr...

CO2-Emissionen

132,8 Gramm Kohlendioxid pro Kilometer verbrauchten die im vergangenen Jahr in Deutschland neu zugelassenen Autos durchschnittlich - ein Rückgang um mickrige 2,6 Prozent gegenüber 2014. Dementsprechend ist das Minus beim Spritverbrauch nur gering. Gründe dafür sind die spürbar gesunkenen Benzin- und Dieselpreise sowie der Absatzboom bei SUVs - deutsche Hersteller setzen nach wie vor auf diese extr...

Alternative Antriebe

Die reichlich ineffiziente Verbrennung von Benzin in Motoren ist ein Auslaufmodell - allein wegen der weltweit knapperen und umkämpfteren Erdölvorkommen, die irgendwann ganz versiegen werden. Deshalb wird seit Langem nach Alternativen gesucht. Deutsche Hersteller setzten vor allem auf den Wasserstoffantrieb, woran man seit Generationen forscht. Zur Serienproduktion solcher Antriebe hat man es aber...

Carsten Hübner

Abschied aus dem Paradies

In China sind in den Boomjahren riesige Produktionskapazitäten der Autoindustrie entstanden. Sie werden künftig kaum auszulasten sein.

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ndPlusKurt Stenger

Ein Weltgeld, das gar keines ist

Wer durch den Suezkanal, einen der für den Welthandel wichtigsten künstlichen Schifffahrtswege, fahren will, muss eine Art Maut bezahlen. Diese wird aber nicht in Ägyptischem Pfund abgerechnet - aufgrund der für das Land riesigen Einnahmen könnte dies nämlich zu heftigen Schwankungen der Währung des Kanalheimatlandes führen, was der Staat vermeiden möchte. Ägypten möchte sich zudem nicht auf den D...

Hermannus Pfeiffer

Herrn Zhous großes Spiel

Technokrat, kommunistischer Funktionär und Liberalisierer - der Chef der chinesischen Notenbank möchte den Renminbi zur weltweiten Reservewährung machen.

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ndPlusKatja Herzberg

Dänische Verantwortungslosigkeit

Weniger Flüchtlinge sollen ins Land kommen. Das meinen nicht nur einige Menschen in Sachsen, sondern auch genügend Dänen. Zumindest die Minderheitsregierung von Lars Løkke Rasmussen, die sich auf die rechtspopulistische Volkspartei stützt.

Grit Gernhardt

Heilung aus dem Supermarktregal

Herzinfarktgefährdet? Schnell zum Supermarkt, Margarine kaufen! Ein solcher Käufertypus muss in den Köpfen der Unilever-Marketingabteilung herumgespukt haben, als der Lebensmittelkonzern seine cholesterinsenkende Margarine vor 15 Jahren mittels millionenschwerer Werbestrategie in die Ladenregale brachte.

Silvia Ottow

Die sagen nichts

Patientenberatung ist DER Renner im Gesundheitssystem. Man könnte auch sagen: das Feigenblatt für die Unfähigkeit aller beteiligten Akteure, klare Strukturen zu schaffen und die Regelungen nach den Bedürfnissen der Versicherten und Patienten auszurichten.

ndPlusFabian Lambeck

Ausrangiert

Wenn ein ehemaliger Vorsitzender aus der eigenen Gewerkschaft geschmissen wird, scheint dort einiges im Argen zu liegen. Tatsächlich befindet sich der langjährige Chef der Lokführergewerkschaft GdL, Manfed Schell, seit Jahren im Clinch mit seinem Nachfolger Claus Weselsky. Bereits 2013 hatte der ehemalige Lok-Heizer aus Protest gegen den angeblich autoritären Kurs Weselskys seinen Eherenvorsitz ni...

Rudolf Walther

Auf dem Weg ins Abseits

In der »Frankfurter Allgemeinen Zeitung« vom 21. August verkündete der Politikwissenschaftler Herfried Münkler: »Wir sind der Hegemon.« So wenig »wir« Papst werden wollten, so wenig wollten »wir« Hegemon werden. Beides sind »wir« trotzdem geworden. Und jetzt gelte es - so Münkler -, die der Bundesrepublik »faktisch längst zugefallene Rolle« der »europäischen Zentralmacht« zu übernehmen und »Nord- ...

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Velten Schäfer

Um Ehre und Eignung

»Ehrenkommission«, »Überleitung« und »Übernahme«: Wie verlief die Wende von 1989/90 an den Unis der DDR? Eine Broschüre aus Rostock gibt einen Eindruck davon.

ndPlusHendrik Lasch, Leipzig

Der Pionier als Zauberlehrling

Leipzig brummt. Unter dem Etikett »Hypezig« ist die Stadt weltweit in aller Munde. Den Boom haben junge Kreative bewirkt. Viele von ihnen leiden nun unter der rasanten Entwicklung.

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ndPlusStefan Otto

Wie eine Planierraupe

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann (CSU) sorgte in der ARD-Talkshow »Hart aber fair« für einen Eklat. Den Schlagersänger Roberto Blanco nannte er am Montagabend »einen wunderbaren Neger, der den meisten deutschen wunderbar gefallen hat«. Der Moderator Frank Plasberg, kommentierte den Satz schlicht mit einem »Holla!«. Im Internet schlugen dem Minister sogleich wütende Kommentare entgegen...

Hendrik Lasch, Dresden

Tillich will »Ruck der Barmherzigkeit«

Sachsens Regierungschef Stanislaw Tillich (CDU) fordert die Bürger zu Offenheit für Zuwanderer auf. Aus der CDU-Fraktion jedoch kommen gänzlich andere Töne.

Raul Zelik

Das ostdeutsche Problem

Als »Volkspartei« der neuen Bundesländer mag so manche/r in der LINKEN es nicht gern hören, aber zu leugnen gibt es da nichts: Der Rassismus tritt in Ostdeutschland noch massiver und aggressiver auf als in der ehemaligen BRD. Einer Statistik der Amadeu-Antonio-Stiftung nach sind zwar die meisten Brandanschläge auf Flüchtlingsunterkünfte, nämlich sieben, in Bayern verübt worden, und hat es in NRW f...

Raul Zelik

Das ostdeutsche Problem

Dass Rassismus in Ostdeutschland stärker ausgeprägt ist als im Rest Deutschlands mag manch einer nicht gerne hören. Die Gründe, warum das so ist, sollten alle interessieren.Denn Schuld sind nicht nur die Bürger selbst.

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René Heilig

US-Drohnen üben bei Riga

»Temporär stationiert« ist ein immer häufiger gebrauchtes Begriffspaar, wenn es um das Training vor allem von US-Luftwaffeneinheiten im östlichen NATO-Bereich geht. Nicht nur die modernsten US-Kampfjets der US-Air-Force, die F-22, werden zeitweilig in Polen stationiert, damit sie über den baltischen Staaten mit NATO-Partnern üben können. Derzeit wird der Luftraum dort von deutschen »Eurofightern« ...

Auszug der Radikalen aus Regierung in Kiew

Nach den blutigen Krawallen vor dem Parlamentsgebäude in Kiew wurde am Dienstag die ukrainische Regierungskoalition erschüttert. Der Waffenstillstand im Konfliktgebiet schien aber zu halten.

Zerstörung in Dschenin

Nach einer israelischen Razzia im palästinensischen Flüchtlingslager Dschenin hat es in der Nacht zu Dienstag die schwersten Zusammenstöße seit Jahren gegeben.

ndPlusRalf Streck, San Sebastián

Merkel lobt ihren Musterschüler Rajoy

Ministerpräsident Mariano Rajoy zieht in Spanien ein Kaputtsparprogramm durch, das in Berlin gut ankommt. Das Land gehört noch immer zu den Ländern mit der höchsten Arbeitslosenquote in der EU.

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Argentinien droht Strukturanpassung

Germán Pinazo unterrichtet an der Universität General Sarmiento in Buenos Aires.Über die politische und wirtschaftliche Lage in 
Argentinien vor den Wahlen im 
Oktober sprach mit ihm für »nd« Martin Ling.

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Marsch von »Bärgida« in Mitte blockiert

Der Marsch von Rechtsextremisten nach der »Bärgida«-Kundgebung wurde am Montagabend von über 300 Antifaschisten in Mitte blockiert. Die Rechten wollten nach ihrer Kundgebung zum Brandenburger Tor marschieren. Daran wurden sie schon bei der Abfahrt am Hauptbahnhof gehindert. »Die Bärgida-Nazis sind keinen Zentimeter gelaufen«, erklärte der Anmelder der Gegenproteste, Dirk Stegemann. An der rechten ...

Arbeitsmarkt in Zahlen

Die Zahl der Arbeitslosen in Berlin ist im Ferienmonat August nur leicht um 191 gestiegen. Damit waren 195 823 Männer und Frauen arbeitslos gemeldet, 8219 weniger als vor einem Jahr. Wie die Bundesagentur für Arbeit am Dienstag mitteilte, lag die Arbeitslosenquote im August unverändert bei 10,7 Prozent. Das waren 0,4 Prozentpunkte weniger als vor einem Jahr. Die Chefin der Regionaldirektion Berlin...

Christin Odoj

Mahnwache vor Wohnhaus in Pankow

Initiativen organisieren am Mittwoch in Berlin eine Gedenkveranstaltung für Caspar Oehlschlägel. Der 53-jährige Künstler hatte sich Mitte August nach Mietstreitigkeiten und Räumungsdrohungen das Leben genommen.

Makkabi muss ohne Angst spielen können

Nach antisemitischen Ausschreitungen bei einem Fußballspiel in Berlin haben der jüdische Sportverein TuS Makkabi und das American Jewish Committee (AJC) den Berliner Fußballverband aufgefordert, Konsequenzen zu ziehen. Es müsse mehr getan werden, damit jüdische Sportler ohne Anfeindungen ihrer Leidenschaft angstfrei nachgehen können, erklärte die Berliner AJC-Direktorin Deidre Berger am Dienstag. ...

ndPlusChristin Odoj

Gerade noch so rechtmäßig

Die Liste der Einschränkungen, die Berliner Insassen der Justizvollzugsanstalten hinnehmen müssen, weil es nicht genügend Personal gibt, ist lang.

Martin Kröger

Bericht zu Lehren aus NSU vorgelegt

Im Juni 2014 beauftragte das Parlament den Senat, über die Umsetzung der Vorschläge des Bundestagsuntersuchungsausschusses zum NSU zu informieren. Der Bericht liegt jetzt vor.

ndPlusChristin Odoj

In der Justiz fehlt der Nachwuchs

Hoher Krankenstand und Stellenkürzungen. In der Justiz ist das Personal knapp. So waren Ende Mai rund 295 Stellen nicht besetzt. Eine Ausbildungskampagne des Senats soll nun Abhilfe schaffen.

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Beginn der Sanddorn-Ernte

Pünktlich zum meteorologischen Herbstanfang erntet am Dienstag ein polnischer Saisonarbeiter Zweige mit Sanddornbeeren in Tempelberg (Märkisch-Oderland). Auf etwa 13 Hektar hat Unternehmer Wilfried Klapprott in den vergangenen Jahren Bio-Sanddorn angepflanzt. Die kleinen gelben Beeren enthalten bis zu zehnmal so viel Vitamin C wie Zitronen.Foto: dpa/Patrick Pleul...

Wetterpaten gesucht

In wenigen Tagen startet an der Freien Universität Berlin wieder der Verkauf von Wetterpatenschaften. »Ab dem 16. September nehmen wir Anträge für Hoch- und Tiefdruckgebiete für 2016 an«, sagte Daniela Schoster vom »Team Wetterpate« am Institut für Meteorologie der dpa. Im kommenden Jahr tragen die Tiefdruckgebiete weibliche und die Hochdruckgebiete männliche Vornamen. Für das laufende Jahr seien ...

Im Geiste Gundermanns

Potsdam. Mit 13 100 Euro aus Lottomitteln unterstützt das Finanzministerium ein Gerhard-Gundermann-Festival in Potsdam. Finanzstaatssekretärin Daniela Trochowski überreichte den Scheck am Dienstag an die Betreibergesellschaft des Jugendzentrums »freiLand«. Das Festival soll am 13. September stattfinden und insgesamt 23 600 Euro kosten. 150 Karten sollen an Menschen mit geringem Einkommen gehen. Ki...

Wilfried Neiße

Eine Woche linke Politik

Um die Weltunordnung geht es bei einem linksalternativen Sommerseminar in Potsdam. Ein sicherheitspolitisches Kolloquium schließt sich an.

ndPlusAndreas Fritsche

Landräte erhalten zuerst das Wort

Mit Pfiffen und Buhrufen ist Innenminister Karl-Heinz Schröter (SPD) in Brandenburg/Havel empfangen worden. Es gab aber auch Beifall für seine Darlegungen zur Kreisgebietsreform.

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Für 200 Millionen drum herum

Oberau. Noch sind sie nicht benutzbar, die Tunnelröhren für die seit langem geplante und nicht nur von den Einheimischen herbeigesehnte Ortsumfahrung von Oberau bei Garmisch-Partenkirchen. Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt kam am Dienstag mit dem bayerischen Verkehrsstaatssekretär Gerhard Eck (beide CSU) zum symbolischen Spatenstich für das 200 Millionen Euro teure Projekt in seinen Wahlkr...

ndPlusSabine Fuchs, Dresden

Freiwillig im Gefängnis

Sie sind Seelsorger, organisieren Sportveranstaltungen und helfen bei der Wohnungssuche - Ehrenamtliche sind für viele Strafgefangene oft die wichtigsten Bezugspersonen.

Martina Rathke, Anklam

Fluss mit Alkoholvergiftung

Tausende tote Fische treiben in der Peene - jetzt wurde ein Rohr entdeckt, aus dem eine nach Ethanol riechende Flüssigkeit floss. Sie stammt wahrscheinlich vom Bioethanollager der Zuckerfabrik.

ndPlusFlorian Brand und Martin Kröger

Berlin errichtet Zeltstadt für Flüchtlinge in Kaserne

Für die Erstversorgung von Asylsuchenden will der Berliner Senat mehrere Gebäude prüfen und plant jetzt auch ein Zeltlager. In Tempelhof und einer Kaserne wäre Platz für 2100 Menschen, die in Berlin Schutz suchen.

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Gedenktafel für Brigitte Mira

An die Volksschauspielerin und Sängerin Brigitta Mira (1910-2005) erinnert in Berlin künftig eine Gedenktafel. Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) enthüllt die Erinnerungstafel am Donnerstag am ehemaligen Wohnhaus Brigitte Miras (»Drei Damen vom Grill«) in der Koenigsallee im Stadtteil Grunewald, teilte die Senatskanzlei am Dienstag in Berlin mit. Die gebürtige Hamburgerin galt nach nationalsozi...

Forever Now Festival

Vier Tage voller Abenteuer, Inspiration und Freude - das verspricht das Forever Now Festival, das sich der Transformation verschrieben hat. Transformation? Laut den Veranstaltern ist das die Kunst, Potenziale zu entdecken und achtsam zu entfalten. Zurückgegriffen wird dabei auf die »Theorie U« des Aktionsforschers und Wirtschaftswissenschaftlers Otto Scharmer, der Managementtheorien mit Yoga und B...

Kritik an Berliner Kulturhaushalt

Für die einen ist es eine »Sensation«, für die anderen »Krimskrams«: Der Berliner Kulturhaushalt soll deutlich steigen - im kommenden Jahr um 32,2 Millionen auf 504,5 Millionen Euro, 2017 auf 521,6 Millionen Euro, also dann gut zehn Prozent mehr als bisher. Das kündigte der Regierende Bürgermeister und Kultursenator Michael Müller (SPD) am Montag bei der Vorstellung des Kulturhaushalts im Abgeordn...

Stefan Kühner

Affenbrücken über Berlin

Na ja, als verrückt galten die Berliner ja schon immer, und wenn sich Berliner Fensterputzer mit jungen Einwanderern aus Vietnam zusammentun dann wird dies eindrucksvoll bestätigt. Dinh ein vietnamesischer Junge, der gerade aus dem Jugendknast entlassen wurde, trifft zufällig auf eine Clique von »Höhenarbeitern«. Das ist laut Wikipedia die Berufsbezeichnung für Arbeiter, die, nur durch Seile gesic...

Harald Lachmann

Ein prekärer Garten

Vor allem im Norden der Republik sieht sich die weibliche Bevölkerung in teils prekären Lebenslagen verhaftet. Abhilfe schaffen sollen auch ungewöhnliche Projekte wie ein Frauengarten in Eckernförde.

ndPlusJulia Fischer, Hamburg

Nach dem Büro aufs Feld

Knackiges Gemüse, Abendsonne, entspannte Stimmung - im Süden Hamburgs ernten Großstädter selbst. Jantje Schumacher lädt einmal wöchentlich zum »Afterwork-Gemüse-Ernten« auf ihren Hof.

ndPlusCaroline M. Buck

Was das Publikum mag

Von Caroline M. Buck Manche der elf Filme dieser Filmreihe haben Preise auch von einer Jury erhalten. Das aber interessiert hier wenig, denn Auswahlkriterium beim Favourites Film Festival ist einzig und allein, dass sie dem Publikum gefielen: Alle elf Titel wurden auf internationalen Festivals mit Publikumspreisen ausgezeichnet, bevor sie jetzt in Berlin zu sehen sind.»Félix et Meira«, der angeneh...

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Kritik am Schlager

Die Hamburger Hip-Hopper von Fettes Brot machen sich Sorgen um die Generation Schlager. »Wir machen uns Gedanken über unsere Gesellschaft, wenn sich in einer Zeit, in der es an allen Ecken und Enden brennt und viele verrückte Dinge passieren, ein Großteil dieser Gesellschaft darauf einigt, Schlagermusik wieder gut zu finden mit Texten, die keinerlei Stellung zu irgendwas beziehen und im schlimmste...

Erinnerung an tote Flüchtlinge

Knapp eine Woche nach der Entdeckung von 71 erstickten Flüchtlingen in einem Lastwagen in Österreich plant das Bochumer Schauspielhaus eine spektakuläre Mahnaktion. Der Spediteur Gerard Graf will am Mittwochabend einen Lastwagen auf den Theatervorplatz stellen, der mit dem der Schlepper baugleich ist. Für eine halbe Stunde sollen Menschen mit den Fluchtbedingungen konfrontiert werden. Wer den Mut ...

Hans-Dieter Schütt

Die Startnummer als Kainsmal

Alle Dinge folgen einem Grundgesetz: Sie kehren sich irgendwann um. Märchen nicht ausgenommen. Etwa Peter Schlehmil. Nicht mehr er verkauft seinen Schatten - der Schatten hat seinen Körper verkauft. Es scheint, dass wir uns mehr und mehr auflösen. Und zwar in den Erscheinungsformen digitaler, also nebulöser Welt. Wie Gefangene im offenen Vollzug sind wir Wesen in einem offenen Austausch, dem aber ...

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ndPlusHans-Dieter Schütt

Sie liebte mit Härte

Von hinten, aus der Küche, rief sie herein. Köchin mit Königinnenkraft. Etwa, wenn Ekkehard Schall, ihr Mann, seinen britischen Kollegen Laurence Olivier als Othello pries: »Nee, der war schauderhaft schlecht!« Manchmal ein lautes, entschiedenes: »Ekke, das war doch ganz anders!« So erlebt bei Interviews mit Schall, dem großen Schauspielkünstler, der das Berliner Ensemble Jahrzehnte prägte und 200...

Stefan Amzoll

Gesten, Stimmen, Zusammenklänge

Klangerfüllt sind seine Verse. Der Dichter Johannes Bobrowski hat ein unerhörtes Gespür für Gesten, Stimmen, Zusammenklänge. Sein Roman „Levins Mühle" wurde durch Udo Zimmermann zu einer denkwürdigen Oper.

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Only New Orleans

Fast die gesamte populäre Musik des 20. Jahrhunderts hat ihre Wurzeln in New Orleans. Als der Hurrikan Katrina vor zehn Jahren die Stadt zerstörte, wurde Musik ein wichtiges Identifikationsmoment nach der Katastrophe. Sie half, das Trauma zu bearbeiten. Der Film schaut auf die dramatischen Ereignisse der Hurrikan-Katastrophe zurück und darauf, wie sich die Stadt seitdem verändert hat. Eine bewegen...

A Serious Man

Der Schein des Provinzalltags trügt, denn die gesamte Existenz des biederen Physik-Professors Larry Gopnik droht aus den Fugen zu geraten: Seine Frau verlangt die Scheidung, sein Bruder wird von der Polizei gesucht, seine jugendlichen Kinder interessieren sich nur für Fernsehen und Drogen, anonyme Verleumdungsbriefe bringen seine Karriere am College in Gefahr. Von den Rabbinern seiner jüdisch...

Kritisierte Sendung wieder online

Nach heftiger öffentlicher Kritik stellt der WDR die »Hart aber fair«-Sendung »Nieder mit den Ampelmännchen« wieder in die ARD-Mediathek und auf die Homepage der Sendung. Das teilte der Sender mit. Er hatte die Sendung mit Frank Plasberg nach Protesten von Frauenverbänden zurückgezogen. »Die heftigen Reaktionen zeigen im Rückblick, dass die Entscheidung nicht richtig war«, sagte WDR-Fernsehdirekto...

Apple plant Internet-TV

Apple erwägt laut Medienberichten die Produktion eigener TV-Inhalte, was den iPhone-Konzern zum Wettbewerber für Streaming-Dienste von Netflix oder Amazon machen würde. In den vergangenen Wochen habe Apple sondierende Gespräche in Hollywood geführt, schrieben das Branchenblatt »Variety« und der Finanzdienst Bloomberg am Dienstag. Laut einem ranghohen Manager aus der Entertainment-Branche ist das Z...

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Weniger Güter auf Schienen

Wiesbaden. Die Streiks der Lokführer bei der Deutschen Bahn haben den Gütertransport auf der Schiene im ersten Halbjahr beeinträchtigt. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 178,3 Millionen Tonnen Güter befördert, 3,0 Prozent weniger als im ersten Halbjahr 2014. Das Ergebnis sei maßgeblich beeinflusst von den Arbeitsniederlegungen im April und Mai, teilte die Behörde am Dienstag mit. I...

Haidy Damm

Werkverträge fördern Lohndumping

69 Prozent aller Betriebe kaufen Beschäftigte mittels Werkverträgen ein. Sie drücken damit die Löhne und schwächen die Mitbestimmung.

ndPlusRoland Bunzenthal

Der Traumberuf wartet nicht auf dem Land

Flüchtlingen soll schneller die Möglichkeit einer Ausbildung eröffnet werden. Der DGB fordert, dass sie nicht als billige Arbeitskräfte ausgenützt werden dürfen.

Seite 17

Wütende Milchbauern in München

München. Landwirte aus Deutschland haben am Dienstag in München gegen den Preisverfall bei der Milch protestiert. Auf Transparenten warfen sie der Politik vor, der Entwicklung tatenlos zuzusehen und damit Existenzen zu vernichten. »Aber wir werden nicht sang- und klanglos untergehen«, rief der Vorsitzende des Bundesverbandes Deutscher Milchviehhalter (BDM), Romuald Schaber, den Landwirten zu, die ...

ndPlusGrit Gernhardt

Margarine oder Medizin

Der Lebensmittelkonzern Unilever darf weiter behaupten, seine cholesterinsenkende Margarine habe keine Nebenwirkungen. Foodwatch will das nicht hinnehmen.

Ulrike Henning

Fallpauschalen in der Psychiatrie

Ein Zusammenschluss aus Nichtregierungsorganisationen setzt sich für menschenwürdige Behandlung und ein besseres Entgeltsystem in der Psychiatrie ein.

ndPlusSilvia Ottow

Patienten bald unter Kontrolle

Die Neuvergabe der Patientenberatung riecht nach Schummelei. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Kleinen Anfrage der LINKEN im Bundestag hervor. Noch ist unklar, wer ab 2016 berät.

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»Das ist unser Land«

Wie hat es mit den Gemeinschaftsgärten in New York begonnen? Es begann im Jahr 2011 in meiner Nachbarschaft in Bedford Stuyvesant in Brooklyn. Ich habe Leute dort gefragt, was es mit einer nicht genutzten Fläche auf sich hat, für die von den Behörden vor langer Zeit eine Gestaltung versprochen worden war. Zusammen mit örtlichen Organisationen habe ich dann ein Treffen in einer Schule organisiert....

Peter Nowak

Fragend schreiten sie im Kreis

Loukanikos hieß der Straßenhund, der während der Massenproteste in Griechenland 2012 und 2013 auf unzähligen Fotos zu sehen war. Sein Tod im vergangenen Jahr war der »Süddeutschen Zeitung« sogar einen Artikel wert. Doch das Tier schrieb noch auf eine andere Weise Geschichte. Nach ihm benannten sich fünf Historikerinnen und Historiker, die Diskussionen über den Umgang der Linken mit Geschichte vora...

Gaston Kirsche

Hamburg drohen 3000 Nazis

Für den 12. September planen Hooligans und Neonazis einen bundesweiten Aufmarsch in Hamburg. Es könnte die größte rechtsradikale Versammlung seit dem Hooligan-Krawall 2014 in Köln werden.

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ndPlusUlrike Weinrich, New York

Tommy Haas zögert das Ende heraus

Zur Sicherheit hatten die Organisatoren für Tommy Haas den größten aller Interviewräume bei den US Open reserviert. Wenn schon ein Abschied, dann einer auf der ganz großen Bühne. Mit viel Drama und Tränen - so wie es die Amerikaner lieben. Doch ganz unspektakulär beendete Haas nach seinem Erstrundenaus in New York alle Spekulationen über einen sofortigen Rückzug aufs Altenteil. »Es ist noch zu frü...

ndPlusMax Zeising, Dornburg

Keine Spielwiese für Nazis

Lange hatten Spieler und Verantwortliche des FC Ostelbien Dornburg in der Kreisliga Jerichower Land Angst und Schrecken verbreitet. Nun schloss der Landessportbund Sachsen-Anhalt den Klub aus.

Alexander Ludewig

Die absurde Logik des Profifußballs

Die deutschen Klubs müssen dem Transferwahnsinn in England weiterhin gutes Scouting und gute Nachwuchsarbeit entgegensetzen.

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Schlimmste Befürchtungen bestätigt

In Palmyra haben sich schlimmste Befürchtungen bestätigt: Am Montagabend von der UNO veröffentlichte Satellitenbilder zeigen, dass der weltberühmte Baal-Tempel der antiken syrischen Oasenstadt dem Erdboden gleich gemacht worden ist. Die Extremisten der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) hatten den 2000 Jahre alten römischen Tempel am Sonntag gesprengt. »Wir können die Zerstörung des Hauptge...

»Wie im Krieg«

Sein Einsatz bei der Loveparade sei »wie im Krieg« gewesen, sagt ein Feuerwehrmann. Er könne nicht mehr arbeiten. Einen Anspruch auf Entschädigung sieht das Landgericht Duisburg dennoch nicht.

3500 Kilometer weiter nördlich?

Wo ist die malaysische Boeing mit der Flugnummer MH370 abgestürzt? Kieler Meereswissenschaftler haben mit einem Superrechner ein neues mögliches Gebiet im Indischen Ozean errechnet.

Seite 21

Ladentheke die letzte Station für Elektromüll

Verbraucher können alte Elektrogeräte wie Toaster, Handys oder Fernseher künftig zurück in den Laden bringen, anstatt sie in den Müll zu werfen. Der Bundesrat stimmte einer gesetzlichen Rücknahmepflicht zu.

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Akutbehandlung für einen Kassenpatienten

Ungeachtet langer Wartezeiten können Kassenpatienten nur in akuten Notfällen auf private Psychotherapeuten ausweichen. Möglich ist dies nur dann, wenn der Patient auf eine Akutbehandlung angewiesen und ein zugelassener Therapeut nicht erreichbar ist.

Wer schreibt mich weiter krank?

Ist der eigene Arzt in den Ferien, bekommt man die Folgekrankschreibungen bei dessen Vertretungsarzt. Das ist besonders wichtig für Empfänger von Krankengeld. Sie müssen ohne Lücke krankgeschrieben sein.

Seite 23

Arbeitsunfall oder nicht?

Stürzt ein Lehrer während eines Schulausflugs und verletzt sich dabei schwer, so handelt es sich um einen Arbeitsunfall, auch wenn sich der Unfall nicht durch Einwirkung von außen ereignet.

David Fischer

Gehört Duschen zur Arbeitszeit?

Wenn er sich duscht oder umzieht, dann ist das für den Kfz-Mechaniker B. Teil der Arbeitszeit. Also sollte er dafür auch bezahlt werden, meint er. Sein Arbeitgeber sieht das anders - nun trafen sich beide Streitparteien vor Gericht.

Sind acht Stunden genug?

Starre Arbeitszeiten passen nicht mehr in die durchdigitalisierte Arbeitswelt, finden die Arbeitgeber.

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So erkennt man unseriöse Angebote

Augen auf bei der Immobiliensuche im Internet. Es ist nicht alles seriös, sagt der Eigentümerverband Haus & Grund (H&G). Er erläutert die wichtige Indizien, die auf eine Abzocke hindeuten.

Risiko »Circa m2«-Angaben

Angaben über die Wohnungsgröße sollten im Mietvertrag eindeutig festgehalten sein. Ein Streit hierüber war schon einmal Anlass für eine höchstrichterliche Rechtsprechung.

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Zustimmung zu Sonnenschutz

Wer eine Markise auf dem Balkon oder der Terrasse seiner Wohnung anbringen will, muss die Zustimmung aller betroffenen Eigentümer einholen.

Gerichte reden oftmals ein Wörtchen mit

Sommer - die meisten Menschen verbringen viel Zeit im Freien. Doch dem Freiheitsdrang setzt die Justiz manchmal Grenzen. Wenn die Belange anderer betroffen sind, dann müssen die eigenen Interessen zurücktreten.

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Bis 80 Prozent Abschlagszahlung

Das Deutsche Studentenwerk (DSW) hat die Länder aufgefordert, die von ihm betriebenen BAföG-Ämter besser auszustatten. Nur so könnten sie Neuregelungen, die ab 1. August 2015 (siehe nd-ratgeber vom 5. August 2015, Seite 1) gelten, sowie die BAföG-Erhöhung ab Herbst 2016 auch umsetzen, erklärte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde.Im ersten Schritt werden jetzt Abschlagszahlungen auf bis z...

Lehrer und Freunde klären besser auf

Die meisten Kinder und Jugendlichen werden nicht von ihren Eltern, sondern von Lehrern und Freunden aufgeklärt. Jedem Dritten wird von der Mutter erklärt, was es mit Sex auf sich hat, nur ein Siebtel spricht mit dem Vater darüber. Das ergab eine Umfrage des Monatsmagazins »chrismon«. 42 Prozent nannten als Antwort Lehrer, 41 Prozent Freunde und 34 Prozent die Mutter. Magazine wurden von 27 Prozent...

Vereinbarung widerspricht dem Grundgesetz

Die Vereinbarung einer Brautgabe, die als »Gegenleistung« für die Erfüllung der ehelichen Pflichten der Frau im Falle einer Trennung zusteht, steht nicht im Einklang mit dem Grundgesetz.

Trennungskinder bekommen mehr Geld

Seit 2010 sind die Unterhaltssätze für Trennungskinder nicht gestiegen. Mit der neuen »Düsseldorfer Tabelle«, die ab 1. August 2015 in Kraft getreten ist, ändert sich das.

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Gut versichert ... auch im Alter

Mit »Gut versichert … auch im Alter« bietet der Bund der Versicherten Senioren einen informativen und verständlichen Ratgeber, damit sie wichtige von unsinnigen Versicherungen unterscheiden können.

ndPlusHermannus Pfeiffer, Wirtschaftspublizist

Sicherheit und etwas Risiko

Der aktuelle Kursboom an den Börsen verleitet inzwischen wieder viele Kleinanleger, ihr Geld in Aktien anzulegen. Eine Alternative zum riskanten Spiel mit wenigen Wertpapieren bieten Investmentfonds. Sie bündeln eine breite Palette von Anlagen - und bieten weit mehr als nur Aktien.

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Drei weit verbreitete Irrtümer

Immer wieder stellt sich für Verkehrsteilnehmer die Frage, wie das Miteinander auf der Fahrbahn geregelt ist. Insbesondere zum Verhältnis von Autofahrern und Radfahrern gibt es Aufklärungsbedarf. Die Deutsche Verkehrswacht (DVW) klärt über drei weit verbreitete Irrtümer auf.