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Betreuungsgeld noch bis 2018

Berlin. Obwohl das Bundesverfassungsgericht im Juli 2015 das umstrittene Betreuungsgeld kippte, wird die als »Herdprämie« kritisierte Leistung für Eltern, die ihre Kleinkinder zu Hause betreuen, auch weiterhin ausgezahlt. Dies bestätigte das Bundesfamilienministerium auf nd-Nachfrage. »Für Familien, die derzeit Betreuungsgeld beziehen, erfolgen die Auszahlungen für die Dauer der Bewilligung weiter...

Manipulation im Profitennis

Melbourne. Ein möglicher Wettskandal hat den Auftakt der Australian Open überschattet. Berichte über angebliche Spielabsprachen unter Beteiligung von Top-50-Profis und eines Grand-Slam-Champions sorgen für Aufregung. Enthüllt hatten diese die BBC und das US-Nachrichtenportal BuzzFeed. Nach Informationen der beiden Medien sollen 16 Profis aus den Top 50 in den vergangenen zehn Jahren in Absprachen ...

Gabriel droht Maghreb-Staaten

Berlin. In der Debatte um Flüchtlinge aus Nordafrika fordert SPD-Chef Sigmar Gabriel die Herkunftsstaaten zur Rücknahme abgelehnter Asylbewerber auf. Sollten Staaten wie Algerien und Marokko ihre Landsleute nicht zurücknehmen, wäre eine Kürzung der Entwicklungshilfe denkbar. Deutschland sei nur dann bereit, diesen Ländern wirtschaftlich zu helfen, wenn sie ihre Bürger wieder einreisen ließen, »die...

UNTEN LINKS

Manche Einwohner dieses Landes leben in Paradies (kein Grammatikfehler, bitte weiterlesen!). Das sind zum Beispiel unsere glücklichen Mitbürgerinnen und Mitbürger im gleichnamigen Ortsteil in Lindau am Bodensee, in der Gemeinde Gerzen bei Landshut, in Markt Rettenbach im Unterallgäu oder auch die in Paradies Teisendorf im Berchtesgadener Land. Alle Orte liegen übrigens in Bayern. Es wird wohl kein...

ndPlusRené Heilig

»Ein Weg, den keiner will ...«

Wenn demnächst deutsche Soldaten Lager in Nordafrika aufschlagen, könnte das Truppenradio wieder alte Platten von Freddy Quinn auflegen. Ältere werden sich erinnern: Nach »brennend heißem Wüstensand« schluchzte der Sänger: »100 Mann und ein Befehl«. Die gingen einen »Weg, den keiner will«. Bis vor wenigen Tagen wollte auch die deutsche Verteidigungsministerin nicht den Weg nach Libyen gehen. Nun b...

»Wär ich nicht arm«

Berlin. Den Brechtschen Vierzeiler, in dem sich »reicher Mann und armer Mann« gegenüberstehen, kennt jeder: »Und der Arme sagte bleich: Wär ich nicht arm, wärst du nicht reich.« In anderen Worten hat das jetzt noch einmal das Netzwerk Oxfam zusammengefasst: Die 62 reichsten Menschen besitzen so viel wie die ärmere Hälfte der Weltbevölkerung, die 3,5 Milliarden Menschen umfasst. Während die Su...

René Heilig

Bundeswehr gegen »Achse des Terrors«

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) warnt vor einer neuen »Achse des Terrors« in Afrika und schloss einen Bundeswehr-Einsatz zur Stabilisierung Libyens nicht aus.

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Neue Strafen gegen Iran

Teheran. Mit dem Ende der internationalen Strafmaßnahmen nach dem offiziellen Inkrafttreten des Atomabkommens sind nicht alle Sanktionen gegen die Islamische Republik gefallen. Die USA verlangen von Teheran weitere politisch-militärische Zugeständnisse und wollen dies mit finanz- und handelspolitischen Restriktionen durchsetzen. Auch wenn es dafür keinerlei völkerrechtliche Beschlüsse gibt und der...

Hermannus Pfeiffer

Wunderland für Siemens & Co?

Die Iran-Sanktionen sind beendet - der Optimismus in der deutschen Wirtschaft ist groß. Schließlich gehört Persien traditionell zu den besten Kunden.

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Vincent Körner

»Ein Grundübel unserer Zeit«

Die Kluft zwischen Arm und Reich öffnet sich weiter. Denn: Die Regeln der Welt seien für Superreiche gemacht. Das will nicht nur das Netzwerk Oxfam ändern.

ndPlusTom Strohschneider

Vorwärts, zurück zu Piketty!

2013 erschien Thomas Pikettys »Le Capital au XXIe siècle«. Die Studie des französischen Ökonomen über die Veränderungen in der Vermögens- und Einkommensverteilung seit dem 18. Jahrhundert sorgte mit einer einfachen These für eine Debatte über die Besteuerung des globalen Reichtums, um Ungleichheit und Umverteilung. Die Schlussfolgerung - progressive Vermögen- und Einkommenssteuer - ging manchem li...

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Oliver Kern

Warnhinweis für Biathlonfans

Als Stefan Raab die Wok-WM erfand, wollte er damit vor allem Geld verdienen. Jeder Starter trat also für das Team eines Sponsors an, dessen Name vor, während und nach der Fahrt der Semipromis ständig wiederholt wurde. Das machte Raab und seine Produktionsfirma reich, führte aber auch dazu, dass diese und ähnliche TV-Formate mittels ständiger Einblendung als Dauerwerbesendung deklariert werden muss...

ndPlusGabriele Oertel

Der Wahlkampf lässt grüßen

Im Wahlprogramm der Berliner SPD spielt bezahlbarer Wohnraum eine gewichtige Rolle. Sigmar Gabriel spricht beim DGB über ein nötiges großes Wohnungsbauprogramm. Bundesbauministerin Barbara Hendricks konstituiert in ihrem Hause eine Arbeitsgruppe, die sich mit standardisiertem Bauen beschäftigt. Städte und Gemeinden fordern ultimativ mehr Hilfen vom Bund für den sozialen Wohnungsbau. Was sagt uns d...

ndPlusJonas Wegmann

Greenpeace-Duo

Mit gleich zwei Geschäftsführerinnen wartet ab 4. April Greenpeace International auf. Ihr Ziel seien »frische Ideen und große Visionen«, stellte die Umweltschutzorganisation ihre beiden neuen Spitzenkräfte vor. Die gebürtige Neuseeländerin Bunny McDiarmid wird als Frau der Praxis und der Aktion präsentiert. Im Juni 2015 quittierte sie auf ihrem Blog nach zehn Jahren ihren Dienst als Exekutivd...

Kathrin Gerlof

»Wenn sich Menschen …

Ein Orgasmus nach dem anderen: In Fragen Konsum und Wirtschaftswachstum ist es allen - den Ökonomen, den Schreibern, den Politikern, erlaubt, die Hose aufzumachen und sich öffentlich einen runterzuholen.

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SPD greift Union wegen Asylpolitik an

Nauen. Die SPD hat ihre Vorstandsklausur im brandenburgischen Nauen mit Attacken auf den Koalitionspartner beendet. SPD-Chef Sigmar Gabriel warf am Montag besonders Innenminister Thomas de Maizière (CDU) vor, Vereinbarungen nicht einzuhalten, weswegen beispielsweise eine Einigung über das sogenannte Asylpaket II bisher nicht gelungen sei. Gabriel warf der Union vor, nur darüber nachzudenken, wie s...

Algerier und Marokkaner sollen gehen

Berlin. Die Bundesregierung will Asylanträge von Flüchtlingen aus Algerien und Marokko künftig vorrangig behandeln lassen, um die Möglichkeiten für eine rasche Rückweisung zu verbessern. Das Bundesinnenministerium bereite einen entsprechenden Erlass an das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (Bamf) vor, dem die Entscheidung über Asylbegehren obliegt, sagte ein Ministeriumssprecher am Montag in...

ndPlusAert van Riel

Eine aussichtslose Mission

SPD-Chef Sigmar Gabriel setzt zunehmend auf populistische Töne, ohne dadurch beliebter zu werden. Viel Nutzen bringt es ihm allerdings nicht: Als Kanzlerkandidat wäre er voraussichtlich chancenlos.

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Obergrenze nicht rechtens

Osnabrück. Der Präsident des Europäischen Gerichtshofs (EuGH), Koen Lenaerts, hat rechtliche Bedenken gegen eine Flüchtlingsobergrenze. »Man muss folgendes beachten: Immer wenn jemand asylberechtigt ist, hat er nach dem Unionsrecht das Anrecht darauf, als Flüchtling anerkannt zu werden«, sagte Lenaerts der »Neuen Osnabrücker Zeitung«. »Das ist schwer vereinbar mit irgendeiner Zahl oder Obergrenze....

Grüne wollen gleiche Renten

Berlin. Im Konflikt um die ostdeutschen Renten sprechen sich die Grünen für eine rasche Angleichung der Berechnungsformel aus. Die Renteneinheit sei ein Vierteljahrhundert nach der Wiedervereinigung überfällig, erklärte der rentenpolitische Sprecher der Grünen-Bundestagsfraktion, Markus Kurth, am Montag in Berlin. Möglichst bald müsse daher der Rentenwert Ost auf Westniveau angehoben werden. ...

Städtebund fordert mehr Bundeshilfe

Düsseldorf. Der Städte- und Gemeindebund hat den Bund mit Blick auf den Flüchtlingszuzug aufgefordert, die steuerlichen Anreize für den Wohnungsbau zu erhöhen. Die bisherige Pläne müssten ausgeweitet werden, erklärte der Hauptgeschäftsführer des Städte- und Gemeindebundes, Gerd Landsberg, der »Rheinischen Post«. Der Vorschlag, den privaten Neubau durch Sonderabschreibungen zu begünstigen, ziele zw...

Fabian Lambeck

Bestandsschutz für die Herdprämie

Auch für verfassungswidrige Leistungen gilt der Bestandsschutz. Deshalb wird das Betreuungsgeld in den kommenden Jahren weiterhin ausgezahlt. Erst 2018 ist wohl endgültig Schluss.

ndPlusRudolf Stumberger. München

Südländischer Fundamentalismus

Die CSU-Fraktion sorgt zum Auftakt ihrer Klausur in Kreuth mit einem Vorstoß für Wirbel: Die bayerische Verfassung soll geändert werden, um Zuwanderer auf die deutsche »Leitkultur« zu verpflichten.

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Anschlag galt gezielt Ausländern

Ouagadougou. Die meisten Opfer des Terroranschlags in Burkina Faso waren Ausländer. Mindestens 18 der 29 Todesopfer des Attentats in der Hauptstadt Ouagadougou stammten aus dem Ausland. Dies geht aus Angaben der Staatsanwaltschaft und Mitteilungen der Außenministerien der Herkunftsländer der Opfer hervor. Zu dem Anschlag vom Freitag hat sich die sunnitische Terrorgruppe Al Qaida im Islamischen Mag...

ndPlusAndreas Knobloch, Havanna

Willkommen und unwillkommen in den USA

Die ersten 180 der knapp 8.000 in Costa Rica gestrandeten kubanischen Migranten sind in den USA eingetroffen. Der Pilotplan zur Lösung der Krise ausgereister Kubaner ist in Kraft getreten - nicht ohne Probleme.

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Präsident verklagt Opposition

Ankara. Weil er Präsident Recep Tayyip Erdogan als »Möchtegerndiktator« bezeichnete, sieht sich der türkische Oppositionsführer Kemal Kilicdaroglu mit Ermittlungen der Staatsanwaltschaft konfrontiert. Dem Vorsitzenden der Republikanischen Volkspartei (CHP) werde »Beleidigung des Präsidenten« vorgeworfen, berichtete am Montag die Nachrichtenagentur Anadolu. Laut türkischen Medienberichten verlangt ...

ndPlusAnne Gonschorek, Kapstadt

Tod und Verschwinden in Kenia

Ethnische Somalier sind in Kenia Opfer von Verfolgung. Die Regierung bestreitet eine Beteiligung an zahlreichen Todesfällen und Entführungen. Sie verweist auf islamistische Terroristen.

ndPlusGilbert Kolonko

China gibt Kaschmir eine Chance

Eine Lösung des seit 68 Jahren andauernden Kaschmir-Konflikts zwischen Indien und Pakistan bekommt eine Chance - dank China. Von Gilbert Kolonko, Gulmit Der 7388 Meter hohe Berg Ultar spiegelt sich auf der Oberfläche des Borith Sees. Ein paar Dutzend pakistanische Touristen plauschen und lachen ausgiebig miteinander auf der Terrasse des nahen Hotels. Im See finden gerade di...

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ndPlusSimon Poelchau

Windkraft hoch drei

Vergangenes Jahr hat sich die Leistung von Offshore-Windanlagen hierzulande mehr als verdreifacht. Doch diese Technologie steht weiterhin im Schatten der anderen regenerativen Quellen.

In dem Geschäft fühlen sich die Großen wohl

Uwe Nestle vom Forschungsinstitut EnKliP untersuchte in einer Studie für die Linksfraktion im Bundestag jüngst die Folgen der Windenergie vor der Küste für Strompreis und Energiewende. Mit dem Studienautor

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ndPlusMartin Ling

Umsteuern für Entwicklung

Auf 1000 Milliarden Dollar pro Jahr wird von der entwicklungspolitischen Organisation One der Schaden beziffert, der den Ländern des Globalen Südens durch Steuerhinterziehung, Steuervermeidung und Korruption entsteht.

EU klagt über fehlende Mittel für Afrikafonds

Die EU beklagt bei den Maßnahmen zur Bewältigung der Flüchtlingskrise eine mangelnde Hilfsbereitschaft der Mitgliedsländer. Der für Entwicklungspolitik zuständige Kommissar Neven Mimica forderte die Mitgliedsstaaten auf, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen. »Wenn wir wirklich etwas erreichen wollen, ist mehr Engagement der Mitgliedstaaten bei den Einzahlungen in den Afrika-Treuhandsfon...

ndPlusSinikka Tarvainen, Bujumbura

Burundis Straßenkinder sterben häufig jung

Hunger, Kriminalität und Einsamkeit gehören für Tausende Straßenkinder in Burundi zum Alltag. Die jüngste politische Krise verschlechtert ihre ohnehin hoffnungslose Lage noch weiter.

Knut Henkel

Die Wahrheit ist das Minimum!

Die Vereinigung für Gerechtigkeit und Versöhnung setzt sich in Guatemala für die Rechte der Maya-Ixil ein. Sie war eine der Kräfte hinter dem Jahrhundertprozess gegen Ex-Diktator Efraín Ríos Montt.

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Warten auf neue Behörde für Flüchtlinge

Der Eröffnungstermin des geplanten Landesamts für Flüchtlingsangelegenheiten bleibt weiter unklar. Sozialsenator Mario Czaja (CDU) wollte sich im Sozialausschuss des Abgeordnetenhauses nicht auf einen Zeitplan festlegen. Auch wo die Behörde angesiedelt sein wird, ließ er offen. Ende Januar würden die damit befassten Arbeitsgruppen jedoch »wesentliche Zwischenergebnisse« vorlegen, betonte der Senat...

Kritik an neuer Beauftragten Datenschutz

Die Opposition ist unzufrieden mit der Nominierung der neuen Datenschutzbeauftragten. Die von der rot-schwarzen Koalition vorgeschlagene Juristin Maja Smoltczyk verfüge über keine einschlägigen Erfahrungen in Sachen Datenschutz und Informationsfreiheit, erklärten die Geschäftsführer Benedikt Lux (Grüne), Steffen Zillich (Linkspartei) und Heiko Herberg (Piraten) am Montag. Die Koalition beschädige ...

ndPlusBernd Kammer

Preiswerter bauen

Berlin wächst. Überall in der Stadt drehen sich Baukräne. Und es sind nicht nur Büros, die da entstehen. Nach dem er in den vergangenen Jahren praktisch am Boden lag, kommt der Wohnungsbau in Schwung. Und das ist auch dringend nötig angesichts der jüngsten Bevölkerungsprognose, die Berlin ein Wachstum auf vier Millionen Einwohner in den nächsten zehn Jahren bescheinigt, Flüchtlinge inklusive. ...

Credits fürs Ehrenamt

Mit ehrenamtlicher Flüchtlingshilfe können manche Berliner Studenten auch in ihrem Studium weiterkommen. Solche Praktika werden mittlerweile von mehreren Unis mit Leistungspunkten (Credits) belohnt. Diese werden im Studium je nach Aufwand vergeben - in der Regel für besuchte Kurse oder bestimmte Leistungen. Für den Studienabschluss benötigen Studenten eine vorgegebene Punktanzahl. Je nach Fac...

ndPlusBernd Kammer

»Berlin braucht neue Gründerzeit«

Berlin braucht dringend mehr Wohnraum in der Stadt, der soll nun entstehen. Geisel stellt Neun-Punkte-Plan für Wohnungsbau vor. Flüchtlingsunterkünfte sollen Keimzellen für neue Berliner Siedlungen werden.

ndPlusSebastian Bähr und Nicolas Šustr

Mit Durchsuchungsbeschluss zum Kuchenbasar

Am Sonntag durchsuchte die Polizei wieder die Rigaer Straße 94. Dieses Mal angeblich mit einem Durchsuchungsbeschluss. Politiker kritisieren das Vorgehen Henkels. Und im Internet lachte man über Kuchendiebe.

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Regierungschef im Saftladen

Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) betrachtet am Montag bei der Grünen Woche in Berlin eine Flasche Apfelsaft. Bei der Messe präsentieren mehr als 1700 Aussteller aus 68 Staaten ihre Produkte aus Landwirtschaft, Ernährung und Gartenbau. Am Montag war der Brandenburg-Tag der Grünen Woche. dpa/ndFoto: dpa/Patrick Pleul...

Probleme am Schloss

Beim Wiederaufbau des Berliner Schlosses läuft offenbar doch nicht alles so reibungslos wie bisher angegeben. Kulturstaatssekretär Tim Renner (SPD) sagte am Montag im zuständigen Ausschuss des Abgeordnetenhauses, bereits bei der vorletzten Sitzung des Stiftungsrats sei ein Bericht vorgelegt worden, der auf »Schwierigkeiten mit dem Architekten und einigen Planungsabläufen« hinwies. Der bisherige Ba...

Stolpe gegen Mercure-Abriss in Potsdam

Seit 1969 überragt das Hotel an der Havelbucht Potsdams historische Mitte. Die Stadt würde den DDR-Plattenbau am liebsten abreißen und spaltet mit ihren Plänen die Einwohnschaft.

ndPlusMartin Kröger

LINKE treibt Wahlaufstellung voran

Am 18. September 2016 wird in Berlin gewählt. Die Vorbereitungen laufen bei der Linkspartei auf Hochtouren: Der mitgliederstärkste Bezirk hat seine Liste aufgestellt und die Basis das Programm diskutiert.

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Wal am Kran

Gießen. Die tonnenschweren Überreste eines vor Helgoland gestrandeten Pottwals sind an der Uni Gießen angekommen. Mit vereinten Kräften und einem Kran luden mehrere Tierpräparatoren am Montag die Teile in einen Container. In den kommenden Monaten sollen die Knochen so behandelt werden, dass sie ausgestellt werden können. »Das ist Neuland für uns«, sagte Professor Stefan Arnhold vom Institut für Ve...

Geheimdienst findet ver.di extrem

Leipzig. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di weist den Vorwurf des Linksextremismus scharf zurück. Das teilte die Bezirksgeschäftsführerin Leipzig-Nordsachsen, Ines Kuche, am Montag mit. Linksextremismus? Was an sich schon verrückt genug klingt, ist im Freistaat Sachsen Realität. Im Auflagenbescheid zum angemeldeten Protest gegen die Legida-Demo am 11. Januar zitierte das Leipzige...

ndPlusHendrik Lasch, Dresden

Schon vor dem Frühstück in Prag

200 Züge am Tag rollen durch das sächsische Elbtal. Im europaweiten Güterverkehr ist das ein Nadelöhr. Planungen für eine alternative Trasse unter dem Erzgebirge werden jetzt konkreter.

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Was Theater können muss

Was kann das Theater heute, da jeder Hauptdarsteller seines eigenen Lebens geworden ist, leisten? Ist stellvertretendes Sprechen noch zulässig? Braucht Wirklichkeit eine dramatische Form? Welchen Wert hat Schauspielkunst? Wer darf auf die Bühne? Welche anderen Räume braucht es? Gibt es noch eine Kritik? Zum gegenwärtigen Theaterverständnis wird es am 24. Januar ein Symposium mit Künstlern, Ku...

Kaczmarek im Gespräch

Der Politstratege und ehemalige Spitzenbeamte Norbert Kaczmarek wird am Dienstag, dem 19. Januar 2016, um 18 Uhr im Mitte Museum sein kürzlich erschienenes Buch »Wie zwei Berlins zusammenwuchsen. Revolution ist, wenn die Verwaltung Überstunden macht« vorstellen. Um das Jahr 1989 gingen Berliner und Bürger überall in der DDR auf die Straßen und forderten den Systemwechsel. Entgegen aller Vorst...

Inahftierte debattieren über Strauss

Im Rahmen des Kooperationsprojektes zwischen der Deutschen Oper Berlin, der Friedrich-Ebert-Stiftung, No Boundaries e.V., Gangway e.V. und der Jugendstrafanstalt Berlin stellen jugendliche Inhaftierte Parallelen zwischen der Oper »Salome« von Richard Strauss zu ihrer eigenen Lebensrealität her. Texte und Musik der Oper haben die Jugendlichen assoziativ in ihre eigene Welt übersetzt. Am kommen...

ndPlusRené Heilig

Munition vom Ku-Klux-Klan?

Wie erst jetzt bekannt wurde, hat das Stuttgarter Landeskriminalamt bereits Anfang Oktober eine Plastiktüte mit Patronen geborgen. Die Tüte ist mit »KKK« beschriftet gewesen.

Alarm im Abgaskessel

Als erste Stadt in Deutschland kämpft Stuttgart mit einem Feinstaubalarm gegen die erhöhten Schadstoffwerte. Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert die freiwillige Aktion als »Placebo-Maßnahme«.

Peer Körner, Lüneburg

Eingezäunte Friesen

Freie Friesen für freie Strände - unter diesem Motto streitet sich eine Bürgerinitiative mit einer Nordsee-Gemeinde. Es geht um Gebühren für den Zugang zu den Stränden. Nun geht der Fall in die nächste Instanz.

Volker Trauth

Der unaufhaltsame Abstieg des Johannes Pinneberg

In seinem Buch »Gesellschaft der Angst« hat der Soziologe Heinz Bude die Angst als die beherrschenden Konstante im gegenwärtigen sozialen Verhalten ausgemacht - eine Angst, die Menschen aller Schichten erfasst. Von Angst vor dem sozialen Abstieg und vor dem Verlust des privaten Glücks wird auch der Held aus Hans Falladas Roman, der Verkäufer Johannes Pinneberg, getrieben. Aus Furcht, seine St...

Alexander Isele

Marschieren mit Reggae-Musik

Man kann es sich nur schwer vorstellen: Reggae Musik zum Aufputschen der Soldaten vor Kampfhandlungen. Cornelia Nuxoll, Ethnologin und Religionswissenschaftlerin, berichtete auf dem »Krieg singen«-Festival im Haus der Kulturen der Welt (HKW), welche Rolle Musik im Bürgerkrieg in Sierra Leona zwischen 1999 und 2002 spielte. »Diese Lieder sind in dem westafrikanischen Land Teil des Alltags, Krieg is...

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Oper zum Sonnenaufgang

Die Oper »Imeneo« und das Oratorium »Susanna« von Georg Friedrich Händel stehen im Mittelpunkt der diesjährigen Internationalen Händel-Festspiele in Göttingen. Vom 5. bis 16. Mai sind in der Universitätsstadt und umliegenden Orten insgesamt 65 Konzerte, Aufführungen, Vorträge und weitere Veranstaltungen geplant, wie die Festspiele-GmbH mitteilte. Das Festival steht unter dem Motto »Verbindungen-Co...

Meister des Abstrakten

Der griechisch-österreichische Bildhauer Joannis Avramidis ist tot. Der Schöpfer großer abstrakter Figuren, die er von menschlichen Körpern ableitete, starb in der Nacht zum Samstag im Alter von 93 Jahren in Wien. Das teilte Albertina-Direktor Klaus Albrecht Schröder im Auftrag von Avramidis’ Tochter mit. Der Künstler sei im Kreise seiner Familie gestorben. Der am Schwarzen Meer in Batumi in ...

Harald Kretzschmar

Hallo Potsdam - bitte antworten!

Die brandenburgische Landeshauptstadt am Rande von Berlin ist immer für Überraschungen gut. Um einer mageren Nachrichtenlage vorzubeugen, scheut man dort vor nichts zurück. Und so gibt es viel zu berichten aus Potsdam.

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Museum mit neuem Fokus

Nach der Neueröffnung im Jahr 2018 will sich das Frankfurter Jüdische Museum verstärkt dem neuen jüdischen Leben durch die jüngste Zuwanderung aus Osteuropa widmen. Man werde die Vielfalt und Lebendigkeit der jüdischen Kultur in Deutschland zeigen, kündigte die neue Leiterin des Museums, Mirjam Wenzel, in Frankfurt an. Das Museum will sich auch gezielt an Zuwanderer aus muslimischen Ländern richte...

Auszeichnung für Verfolgte

Der in seiner Heimat verfolgte syrische Autor Mohamad Alaaedin Abdul Moula erhält das Hannah-Arendt-Stipendium der Stadt Hannover. Er veröffentlichte seit 1983 in Syrien Gedichte, Essays, Geschichten für Kinder, Kurzgeschichten und Forschungsarbeiten, wie die Stadt mitteilte. Seit November lebt der 1965 geborene Moula in Hannover. Nach Angaben der Stadt Hannover wurde Moula in Syrien wegen se...

Rote Liste ausgegeben

Eine Rote Liste soll helfen, den Handel mit geraubten und geplünderten Kulturgütern aus Irak einzudämmen. Das Faltblatt ist für Zoll und Strafverfolger gedacht, aber auch für Museen, Sammler, Händler und Touristen. Die Stiftung Preußischer Kulturbesitz hat jetzt die deutsche Fassung der vom Internationalen Museumsrat ICOM erstellten Liste ermöglicht. Sie zeigt Objekte, die häufig illegal exportier...

ndPlusStefan Amzoll

Der Wandel war seine Domäne

Er war immer unterwegs, auf der Suche. Der Wandel war seine Domäne. Was an den Kirschbäumen der Frühling vollbringt, das wollte er beginnen und entwickeln. Zugleich gefiel ihm eine Art Vagabundieren. Fritz Göhler zog zum Beispiel des öfteren um, führte mehrere Ehen, band mal den, mal jenen Freundeskreis an sich, ohne sich allzu sehr festzulegen. Einschneidend: Er wechselt die Front am Ende de...

Hans-Dieter Schütt

Schlüter, Sprache und Schmieröl

Nichts ist wichtig genug, als dass nicht wichtig wäre, wie es gesprochen wird. Und wenn von irgend wem lauthals verkündet wird, eine Sprache verjünge sich, so wird da meistens nur übertüncht, dass sie zerfällt. Die Kunst des Schauspielers Otto Mellies aber ist immer auch eine Kunst der Wortpflege, der Silbenweihe, der Versverteidigung gewesen. Wenn er auftrat, schuf er sofort Platz für die Sprache...

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Juror bei Casting-Show

Carsten Maschmeyer geht ins Fernsehen: Der Unternehmer wird Juror in der Vox-Show »Die Höhle der Löwen«. In der dritten Staffel der Gründer-Sendung mache sich der 56-jährige Finanzinvestor von Herbst an auf die Suche nach innovativen und lukrativen Geschäftsideen, teilte der Sender am Montag in Köln mit. In der Show versuchen Erfinder und Unternehmensgründer, die als »Löwen« bezeichneten Juroren v...

Die Wutschauspieler

Frau Hartwig, Herr Wepper, wie fühlt man sich, wenn man für Hauptrollen in einer Serie in der heilen Welt vom Kloster Kaltenbach, in der jedes Problem im Seifenfinale weglächelt wird, entweder geliebt oder gehasst wird? Wepper: So heil ist die Welt gar nicht. Deshalb muss ich Ihnen unterstellen, zu wenig gesehen zu haben. Also Sie scheinen mir der erste zu sein, der sie hasst. Hartwig: Hass i...

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ndPlusDominik Kortus

Probleme auf der Planche

Für die deutschen Fechter entwickelt sich die Qualifikation für die Olympischen Spiele zu einer Enttäuschung: Verkorkste Olympiaqualifikation, Führungskrise im Verband: Die Fechter blicken voller Sorgen nach Rio.

ndPlusAlexander Ludewig

Zu viel Autonomie

Das Sportjahr fängt ja gut an. Vollkommen ironiefrei ist dieser Satz angesichts des öffentlich gewordenen Manipulationsskandals im Tennis gemeint - die Aufdeckung von Skandalen kann den Sport weiter voranbringen.

Stephan Fischer

Der befleckte weiße Sport

Das Tennisjahr beginnt traditionell in Australien - 2016 dazu mit einem vermeintlichen Manipulationsskandal. Die Vorwürfe sind nicht neu, skandalös scheint der Umgang der Verbände mit ihnen.

ndPlusStephan Fischer

Der befleckte weiße Sport

Das Tennisjahr beginnt traditionell in Australien - und in diesem Jahr mit einem vermeintlichen Manipulationsskandal. Die Vorwürfe sind nicht neu - der Umgang der Verbände mit ihnen scheint der eigentliche Skandal.

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Gabriele Chwallek, Flint

Giftmüll aus dem Wasserhahn

In der US-Stadt Flint fließt seit fast zwei Jahren mit Blei vergiftetes Wasser aus den Hähnen. Die Menschen erkranken. Jetzt kommt Hilfe von der Bundesregierung, doch wie konnte es so weit kommen?

ndPlusJirka Grahl, Wrocław

Eine Stadt will anders sein

Mit einer Stadtperformance, an der 1300 Musiker, Tänzer und Akrobaten mitwirkten, hat Wrocław am Sonntag sein Jahr als Europäische Kulturhauptstadt eingeläutet. Die Stadt gibt sich betont weltoffen.