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Chinesen kaufen Hafen von Piräus

Athen. Der chinesische Reederei-Konzern COSCO übernimmt die Mehrheit des Hafens im griechischen Piräus. Einen entsprechenden Vertrag unterzeichneten am Freitag Vertreter der Regierung in Athen und der Chef des chinesischen Unternehmens, Xu Lirong, wie Griechenlands Staatsfernsehen ERT berichtete. »Die Seidenstraße wird damit kürzer«, zitierte das Staatsfernsehen den griechischen Staatschef Alexis ...

Schlagertröten und »Bausparvertragspop«

Die größte Reklameveranstaltung der deutschen Musikindustrie, die »Echo«-Gala, bei der es hauptsächlich darum geht, dass diverse untote Schlagertröten ihr Grinsegesicht in die Kameras halten und einander dabei unfassbar hässliche Briefbeschwerer überreichen, ist ein Bombenerfolg gewesen: Drei volle Stunden wurden von einer Bühne herab Nichtigkeiten geplappert und lähmender »Bausparvertragspop« (»B...

Erfolgreich gegen das Jobcenter

Berlin. Mehr als jeder dritte Hartz-IV-Empfänger, der gegen Sanktionen des Jobcenters Widerspruch einlegt oder klagt, hat damit Erfolg. Das geht aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, wie die Partei am Freitag in Berlin berichtete. Bei den Widersprüchen liege die Erfolgsquote demnach bei 36 Prozent, bei Klagen mit fast 40 Prozent noch höher. lm Jahr 201...

NATO-Russland-Rat wird reaktiviert

Brüssel. Nach zweijähriger Pause wollen die NATO und Russland ihre Zusammenarbeit wieder aufnehmen. Der NATO-Russland-Rat werde innerhalb der kommenden zwei Wochen auf Botschafterebene in Brüssel zusammentreten, kündigte NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg am Freitag an. Bei dem Treffen solle über den Ukraine-Konflikt und andere Themen gesprochen werden. Es wäre das erste Treffen des Gremiums se...

ndPlusFabian Lambeck

Mehr Widerspruch!

Sanktionen sind Teil einer Drohkulisse für jene, die das System nicht als Arbeitskraft verwerten kann, aber möglichst billig durchbringen will. Dagegen sollte es mehr Widerspruch geben - vor allem von den Betroffenen.

Abschottung und Abschiebung

Berlin. Die Schließung der Balkanroute hält Flüchtlinge von Deutschland fern. Nun stecken sie unter katastrophalen Bedingungen in Griechenland fest. Im März wurden nur noch 20 000 Zuwanderer registriert, wie Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) am Freitag in Berlin bekanntgab. Noch im Dezember waren es sechsmal so viele gewesen. Allerdings erwartet der Innenminister einen großen Andrang vo...

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Guido Speckman

Gutes Nein in schlechter Gesellschaft

Es ist gut nachvollziehbar, warum die Niederländer gegen das EU-Assoziierungsabkommen mit der Ukraine gestimmt haben, wenn man bedenkt, dass die EU die Ukraine in eine Zerreißprobe stürzte und dessen Folgen.

Velten Schäfer

Der Schlüssel liegt links

Es gibt Parallelen: Wie einst bei den Piraten trägt derzeit der Erfolg selbst die AfD. Auch sie muss nun einen Flohzirkus aus Puristen, Karrieristen und Querulanten präsentabel machen.

ndPlusIngolf Bossenz

Weihrauchmelder

»Er ändert nichts und macht doch alles anders« sagt Theologe Wolfgang Beinert, nachdem Papst Franziskus auf 188 Seiten seine nichtssagenden Ansichten "über die Liebe in der Familie" dargelegt hat.

Jürgen Amendt

Ohne Twitter

Dass die Journalistin Patricia Schlesinger in einem Mediensystem, das immer schneller und hektischer nach immer mehr Nachrichten im 140-Zeichen-Format verlangt und jeden, der nicht mitmacht, ins Netz-Abseits stellt, keinen eigenen Twitter-Account hat, wirkt auf den ersten Blick befremdlich. Aber Patricia Schlesinger, die in Hannover geborene Enkeltochter des DDR-Politikers und LDPD-Volkskammerabge...

ndPlusMartin Leidenfrost

Die Herzen der Gestrandeten

Angela Merkel werde deutsche Kriegsschiffe schicken, um sie von griechischen Eilanden direkt nach Deutschland zu bringen, und ein »Kommando Norbert Blüm« werde ihnen den Weg nach Mazedonien weisen: Haarsträubende Versprechungen, aber viele der in Griechenland festsitzenden Flüchtlinge scheinen das zu glauben. Wegen eines Flugblattes auf Arabisch, das dem 80-jährigen Herz-Jesu-Marxisten Norbert Blü...

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Ingo Niebel

De Maizières nebulöses Nein

Zu den politischen Gepflogenheiten in Europa gehört es, dass Politiker nach einem Doppelanschlag mit drei Dutzend Toten, wie in Brüssel geschehen, nach mehr Kompetenzen für Polizei und Geheimdienste rufen. Insofern überrascht es nicht, dass die Deutsche Polizeigewerkschaft die EU-Mitgliedstaaten aufruft, sie müssten jetzt ein Gemeinsames Terror-Abwehr-Zentrum (GTAZ) nach hiesigem Vorbild schaffen....

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Verwandtenaffäre

Peking. China sieht durch die neuen Enthüllungen über Geldgeschäfte von Verwandten der Führungselite keine Beeinträchtigung der staatlichen Anti-Korruptions-Kampagne. Bei einem Treffen mit Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier am Freitag in Peking kündigte Außenminister Wang Yi an, den Kampf gegen Korruption weiter voranzutreiben. Dies war die erste offizielle Stellungnahme eines Regierungsm...

Macri wäscht seine Hände in Unschuld

Es ist erklärungsbedürftig: Argentiniens seit vier Monaten amtierender Mitte-Rechts-Präsident Mauricio Macri hat in seiner Vermögensoffenlegung vergessen, dass er Direktor einer Briefkastenfirma in Panama ist. Rechtlich in Ordnung wäre das nur, wenn ihm aus dieser Tätigkeit kein geldwerter Vorteil erwachsen ist. Darauf läuft seine Rechtfertigungsstrategie auch hinaus: Er habe nichts »mit bösartige...

Sascha Zastiral, London

Das Private ist öffentlich

Großbritanniens Premier David Cameron ist wegen der »Panama Papers« weiter unter Druck geraten. Cameron räumte am Donnerstag ein, dass er vor seiner Amtszeit Geld in einen Fonds in Panama angelegt hatte. Zuvor hatte er tagelang versucht, die Aufmerksamkeit von sich zu lenken. Anfang der Woche war bereits bekannt geworden, dass in Unterlagen des panamaischen Offshore-Dienstleisters Mossack Fon...

ndPlusSimon Poelchau

Große Worte statt großer Taten

Zu gegebenen Anlässen wie der Diskussion um die »Panama Papers« hält die SPD das »Sozial« in ihrem Namen gerne besonders hoch. Doch ihre Steuerpolitik spricht eine ganz andere Sprache.

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Rechte im Umfragehoch

Berlin. Wäre am nächsten Sonntag Bundestagswahl, wäre mit einem Sechsparteienparlament zu rechnen. Dabei würde nach jüngsten Umfragen besonders die AfD gut abschneiden. Die Rechten schicken sich an, in Umfragen zur drittstärksten Partei zu werden. Nach dem am Freitag veröffentlichten ZDF-Politbarometer, das auf Daten der Forschungsgruppe Wahlen beruht, käme die AfD auf zwölf Prozent. Nach dem...

Fabian Lambeck

Gegenwehr lohnt sich

Wer gegen seine Sanktion vom Jobcenter vorgeht, hat gute Chancen, damit durchzukommen. »Hartz-IV-Rebellin« Inge Hannemann will nun mit einer Webseite Menschen bei diesem Schritt unterstützen.

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Immer mehr IS-Banditen in Libyen

Washington. Die Zahl der Banditen des Islamischen Staates (IS) in Libyen ist nach Einschätzung der USA im vergangenen Jahr deutlich gewachsen. Die Miliz habe zwischen 4000 und 6000 Terroristen in dem Bürgerkriegsland, sagte der Oberbefehlshaber des US-Afrika-Kommandos Africom, David Rodriguez, in Washington. Das sei eine Verdoppelung. Das ölreiche Land gilt mittlerweile als Rückzugsort für IS...

ndPlusRalf Streck, San Sebastián

PSOE sauer auf »Trickser« Iglesias

In Spanien werden Neuwahlen immer wahrscheinlicher. Ein wichtiges Treffen für die Regierungsbildung zwischen den Sozialisten, rechten Ciudadanos und linker Podemos blieb ergebnislos.

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Gedenken an Roma

Berlin. Bundespräsident Joachim Gauck und prominente Politiker haben am Internationalen Roma-Tag in Berlin an das Schicksal verfolgter Sinti und Roma erinnert. Der ehemalige Fußballnationalspieler Arne Friedrich verlas am Freitag einen Aufruf mit fünf Forderungen gegen Rassismus und Ausgrenzung. Unter den etwa 120 geladenen Gästen der Veranstaltung am Denkmal für die im Nationalsozialismus ermorde...

Strategischer Dialog in Peking

Die politischen Kontakte zwischen Deutschland und China werden immer enger. Den Einfluss will man nun auch international besser einsetzen.

ndPlusAlexander Isele

Abschottung mit Folgen

Nach den stark gestiegenen Flüchtlingszahlen im vergangenen Jahr sinkt die Zahl der Asylbewerber in Deutschland wieder. Kritik kommt derweil am Umgang mit ihnen auf.

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Wohnungsbau auf Hochtouren

Die Bauzinsen sind niedrig, das treibt die Nachfrage nach Immobilienkrediten an. Die starke Zunahme von Baugenehmigungen freut die Industrie.

Ulrike Henning

Gefährliche Rabatte

Viele Smartphonenutzer nutzen Programme, die bei gesunder Lebensweise helfen sollen. Datenschützer sehen jedoch Probleme.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Handelsbilanz verliert an Aussagekraft

Industrieunternehmen liefern zur Maschine den Service gleich mit. In der offiziellen Außenhandelsbilanz wird dieser Wandel der Industriegesellschaft noch kaum sichtbar.

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Aufgelöst

Die tief verschuldete Stiftung, die das weltberühmte Amphitheater Arena di Verona verwaltet, wird aufgelöst. Dies hatte der Aufsichtsrat der Stiftung entschieden, nachdem eine mit den Gewerkschaften erzielte Einigung über Personaleinsparungen in Höhe von vier Millionen Euro von den Mitarbeitern abgelehnt wurde. dpa/nd...

Martin Hatzius

Reim auf die Woche

Was die Leute bloß bezwecken, Wenn sie, wie es wohl geschieht, Insgeheim ihr Geld verstecken Mit dem Ziel, dass man’s nicht sieht? Statt der Welt den Glanz zu schenken: »Ich bin reich, nun schaut doch mal!«, Wähnt man sie das Geld versenken Tief im Panamakanal. Dort, in Kästen oder Truhen, Ist es aus den Augen: weg!, Würde unbeachtet ruhen -, Gäb es nicht das Datenleck. Das...

Helene- Fischer-Show

Ihre Dankesreden, Zeugnisse einer gruseligen Professionalität. Als wäre sie in einer Dauerwiederholung ihrer eigenen Weihnachtsshow gefangen, bedankte sich Helene Fischer am Donnerstagabend bei »ihren Fans«, die durch das massenhafte Wegkaufen ihrer CD »Weihnachten« unter anderem für ihre Echo-Auszeichnung in der Kategorie Album des Jahres verantwortlich waren. Drei weitere Preise bekam sie in den...

Legitimer Schein

Eine sogenannte Briefkastenfirma auf einem fernen Eiland (oder auch in Castrop-Rauxel zu gründen) ist, wie dieser Tage in den Wirtschaftsteilen der Zeitungen zu lesen war, nichts Illegales. Es sei durchaus rechtskonform, sein Vermögen in solche Scheinfirmen zu stecken, um damit zum Beispiel den Lebenswandel der Geliebten zu finanzieren, von der die Ehefrau und die Erben nichts erfahren sollen. ...

Olaf Sundermeyer

Begreiflicher Terror

Immer neue Fakten kommen im Fall des Nazi-Trios NSU, die jahrelang mordend durch Deutschland zogen, ans Tageslicht. Der NSU hat schon Theatermacher beschäftigt. Nun beleuchtet die ARD die Hintergründe in einer Trilogie.

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Erstausgabe entdeckt

Kurz vor Shakespeares 400. Todestag ist eine Erstausgabe seiner gesammelten Werke entdeckt worden. Die drei Bände seien im Mount Stuart Mansion, einem viktorianischen Schloss auf der schottischen Insel Bute, gefunden worden, berichtete die Shakespeare-Expertin der Universität Oxford, Emma Smith, am Donnerstag. Nach ihren Angaben gehörte die Erstausgabe einem renommierten Literatur-Verleger aus dem...

Erbin erhält Werke zurück

Im jahrelangem Streit zwischen der Erbin eines jüdischen Sammlers und dem Leopold-Museum in Wien um die Rückgabe von fünf Zeichnungen von Egon Schiele ist eine Einigung erzielt worden. Nach Angaben der österreichischen Regierung erhält die 95-jährige Erbin Eva Zirkl zwei Werke ihrer Wahl, drei weitere bleiben bei der Privatstiftung. Kulturminister Josef Ostermayer sprach am Donnerstag von einer »s...

ndPlusVolker Trauth

Die Tochter aus reichem Hause

Theatre Workshops for Refugees« lautet der Titel einer Veranstaltungsreihe des Potsdamer »Hans-Otto-Theaters«. »Flüchtlinge aus allen Ländern« sind aufgefordert, ihre Geschichten von Vertreibung und Hoffnung mit den Mitteln des Theaters zu erzählen. Das professionelle Potsdamer Schauspielensemble hat mit der Uraufführung des Stücks »Asip und Jenny« vorgelegt, mit einem Stück, das die österreichisc...

Tobias Riegel

Das verbrecherische Verbot

Die deutsche Debatte um die Legalisierung von Drogen wurde durch ein Urteil zu Cannabis neu angefacht und es gibt zwei neue Bücher zu den grotesken Motiven und Folgen der unhaltbaren Prohibition.

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Max Zeising, Halle (Saale)

Wirrwarr um Hooligan-Aufmarsch

Am Samstag wollen sich Fußball-Hooligans bei einem Marsch durch Magdeburg als Schutzwächter der Bevölkerung gerieren. Eine Absage stellte sich als falsch heraus. Zwei Gegendemonstrationen sind angemeldet.

ndPlusFelix Lill, Tokio

Jede Woche ein Derby

Die südkoreanische K-League hängt an einer Handvoll Multikonzerne, die das ganze Land prägen. Ohne Hyundai, Samsung und Co. hätte die Profiliga keine Mannschaft.

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Oliver Mucha und
Thomas Nowag, Dortmund

Revierderby nur Aufgalopp

Angesichts des drohenden Ausscheidens in der Europa League gegen den ehemaligen Meistertrainer Jürgen Klopp gerät für Borussia Dortmund sogar das Revierderby zur Nebensache. »Wir werden nicht mit derselben Mannschaft auflaufen. Das ist eine große Belastung, auch emotional, das müssen wir steuern«, sagte Trainer Thomas Tuchel nach dem mageren 1:1 (0:1) im Viertelfinalhinspiel der Europa League gege...

ndPlusMatthias Koch

»Ich wollte auf den Platz zurück«

Der 1. FC Union Berlin stand schon in der größten Leidenszeit hinter dem an Krebs erkrankten Benjamin Köhler. Nach der Heilung gab es nun eine Vertragsverlängerung.

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Trams und Busse immer langsamer

Knapp über eine Milliarde Fahrgäste haben die Berliner Verkehrsbetriebe 2015 befördert, das ist die höchste Zahl seit 1945. Doch die Passagiere müssen immer mehr Zeit mitbringen. Gegenüber 2014 reduzierte sich die Durchschnittsgeschwindigkeit der Straßenbahnen von 19,3 auf nur noch 19 Kilometer pro Stunde. Bei den Bussen blieb sie mit 19,4 Stundenkilometern zwar konstant, allerdings nur, weil die ...

»Superaktion« geht in die zweite Instanz

Als »Superaktion« bezeichnete der Alt-Autonome Bernd Langer 2014 in einem »nd«-Interview einen 1994 verübten Brandanschlag auf eine Weimarer Druckerei. Dort wurde die deutschnationale Zeitung »Junge Freiheit« hergestellt. Die Berliner Staatsanwaltschaft wertet Langers Äußerungen als Billigung eines Verbrechens und »bewusste Provokation«. 2015 flatterte Langer ein Strafbefehl ins Haus. 60 Tage...

Nicolas Šustr

Phlegmo macht es noch mal

Die kleineren Berliner Parteien die Grünen und DIE LINKE waren schneller. Sie haben bereits Spitzenkandidaten für die Abgeordnetenhauswahl im September. Jetzt zieht also die CDU nach - Frank Henkel.

Johanna Treblin

Weniger Flüchtlinge in Hostels

Da Hostels in der Regel keine Verträge mit dem Landesamt für Gesundheit und Soziales (LAGeSo) abgeschlossen haben, können sie Flüchtlinge von einem auf den anderen Tag rauswerfen.

ndPlusNelli Tügel

Warnstreiks bei Vivantes geplant

Gewerkschaft ver.di kündigt Warnstreiks bei Vivantes-Tochter »Service GmbH« an. Auch Pflegekräfte könnten im April die Arbeit niederlegen. Therapeuten planen Protest vor Aufsichtsratssitzung.

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Alkoholverbot im Lennépark

Frankfurt (Oder). In einem der ältesten Bürgerparks Deutschlands, dem Lennépark in Frankfurt (Oder), gilt künftig in großen Teilen ein Alkoholverbot. Wie ein Sprecher der Stadt am Freitag sagte, tritt es im Mai in Kraft. Das habe die Stadtverordnetenversammlung am Donnerstagabend mit großer Mehrheit beschlossen.Dem Verbot waren viele Beschwerden über Vandalismus und Belästigungen durch Betrunkene ...

Wegschauen hilft nicht gegen Wohnungslosigkeit

Klaus Lederer, Spitzenkandidat der Berliner Linkspartei, besuchte am Freitag die Bahnhofsmission am Zoologischen Garten. Dort unterstützte er die ehrenamtlichen Mitarbeiter bei ihrem Einsatz für Wohnungslose. »Eine der größten politischen Gefahren für die Arbeit mit Wohnungslosen ist das Klima der gesellschaftlichen Ausgrenzung«, sagte Lederer. »Wohnungslosigkeit wird nicht durch Wegschauen oder Z...

Unterschriften gegen Abriss des Interhotels

Potsdam. In Potsdam startete am Freitag das Bürgerbegehren gegen den geplanten Abriss des ehemaligen Interhotels. Das Hochhaus firmiert heute als Hotel »Mercure« und wird von Touristen wegen der herrlichen Aussicht gern gebucht. Es soll aber verschwinden, weil es Plänen der Stadtverwaltung im Wege steht, markante DDR-Architektur aus der Innenstadt zu verdrängen und stattdessen echten Barock und Ba...

ndPlusTomas Morgenstern

Kulturgut Handwerk

Handwerk hat goldenen Boden - aber zu wenig Nachwuchs. Dabei haben Handwerker aller Gewerke über die Jahrhunderte das Gesicht und die Lebensart Brandenburgs geprägt. Es ist selbst ein Kulturgut.

ndPlusAndreas Fritsche

Wenn Harald Petzold Landrat wäre

Gregor Gysi und Sozialministerin Diana Golze haben Harald Petzold (LINKE) im havelländischen Landratswahlkampf geholfen. Er ist nicht aussichtslos. Doch die Öffentlichkeit hat viel mehr die AfD im Blick.

ndPlusAndreas Fritsche

Die nd-Wanderung macht Schule

Eine freie Grundschule und ein privates Gymnasium sind auf dem Alten Gutshof an der Prötzeler Chaussee in Strausberg untergebracht. Der Gutshof ist am 17. April Ziel der nd-Frühjahrswanderung.

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Riesen-Datenbank für Graffiti

Mannheim. Schon fast filigran: ein Graffito an einer Brücke in Mannheim (Baden-Württemberg). Straßengraffiti ist längst allgegenwärtig - in der Forschung spielen sie allerdings bislang kaum eine Rolle. Wissenschaftler des Karlsruher Instituts für Technologie in Baden-Württemberg und der Universität Paderborn in Nordrhein-Westfalen wollen dies ändern und mit einem umfassenden Digitalisierungsprojek...

Bankgebäude wird Dommuseum

Wer nach Magdeburg kommt, sieht den Dom schon von weitem. Das Wahrzeichen wird jährlich von 200 000 Menschen besucht. Nun soll neben ihm ein Dommuseum entstehen.

Johannes Hartl

Länderrekord in Sachen Drogentote

Der Freistaat Bayern sieht sich gerne als Spitzenreiter. Egal, ob es um die Bildungsangebote oder um die Erfolge der Sicherheitsbehörden geht - stets preisen die Minister aus Horst Seehofers CSU-Kabinett den Lebensstandard und die hohe Lebensqualität in Bayern an. Doch nicht nur in positiven Belangen wie der medizinischen Versorgung oder der Bildung rangiert das Bundesland meist in den vorderen Rä...

ndPlusJoachim Mangler, Rostock

Drama im Sandsturm

Die Menschen, die das Grauen der Massenkarambolage im April 2011 auf der A 19 erlebt haben, können die Bilder nicht vergessen. Experten kritisieren, dass danach nicht ausreichend reagiert wurde.

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Stiftung plant Retrospektive zu Emil Nolde

Die Nolde Stiftung Seebüll zeigt in Kooperation mit dem Brücke-Museum Berlin die Ausstellung »Emil Nolde. Der Maler«. Neben der Jahresausstellung »Das Spätwerk« gebe es damit 60 Jahre nach dem Tod Noldes und der Gründung der Stiftung eine weitere Retrospektive auf das bewegte Künstlerleben des norddeutschen Expressionisten, sagte Christian Ring, Direktor der Nolde Stiftung in Nordfriesland. D...

Hübsch gemacht

Eine Retrospektive mit Werken der vielseitigen Künstlerin Isa Genzken ist ab Samstag im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen. Unter dem Motto »Mach Dich hübsch!« zeige die Ausstellung die ganze Bandbreite von Genzkens Arbeiten, von ihren frühen Filmen, Zeichnungen, Holz- und Betonskulpturen bis hin zu komplexen Collagen und in Bildmontagen integrierten Alltagsgegenständen, erklärten die Kuratoren ...

Sandra Trauner, Frankfurt/Main

24 Stunden Ausnahmezustand

Die Flughafenklinik am Airport Frankfurt/Main ist laut Fraport die größte ihrer Art. Kranke aus aller Welt landen hier, Passagiere brauchen Hilfe vor dem Abflug. Auch auf große Notfälle ist man vorbereitet.

ndPlusDoris Weilandt, Jena

Körper, Seele, Seime

Es ist kaum zu glauben: Der große Pantomime Harald Seime feierte in Jena kürzlich bereits seinen 80. Geburtstag. Und er steht noch immer gelegentlich auf der Bühne.

Stefan Amzoll

Allerbeste Kammermusik

Herrliches Musizieren mit dem Gideon-Klein-Trio und gute Stimmung mit Moderator Volker Wieprecht im Kühlhaus in der Luckenwalder Straße, jenem Gebäude, in dem früher zuhauf pures Eis gelagert und von dort an die Hauseingänge der Umgebung transportiert wurde. Kühlaggregate gab es anno dazumal für den Massengebrauch noch nicht. Ausbetoniertes Kühlhaus mit Emporen, Wendeltreppe, eisig kalten Wänden v...

ndPlusThomas Blum

Da stimmt doch was nicht!

Der Mensch tut, was er gelernt hat und was er am besten kann: rauben, morden, vergewaltigen. Thomas Blum über zwei neue Thriller, die dieses Wochenende bei den Fantasyfilmfest Nights gezeigt werden.

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Sieben Tage, sieben Nächte

Als höchstes Kompliment für ein leckeres Essen galt früher, in meiner WG, der Vorschlag, davon »ein Pröbchen ins All« zu schicken. Bedauerlicherweise wurden niemals Anstrengungen in diese Richtung unternommen. Und das, obwohl offensichtlich die Weitsicht und das Bewusstsein vorhanden waren, dass nicht nur der mickrigen menschlichen Erdbevölkerung überaus interessante und höchst schmackhafte Zeugni...

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ndPlusJörn Schulz

Friede den Ruinen, 
Krieg den Häusern

Im Vergleich mit den heutigen Zuständen erscheint fast idyllisch, was der Forscher Carsten Niebuhr, der von 1761 bis 1767 unter anderem Syrien und Irak bereiste, berichtet. Angehörige verschiedener Konfessionen und Bevölkerungsgruppen lebten mit unterschiedlichem Status, aber friedlich zusammen. Die Gotteshäuser anderer Religionen wurden respektiert, manche gebildete Araber und Perser brachten sog...

Seite 19

»Palmyra hat uns alle wachgerüttelt«

Von der Zerstörung und dem Verlust der historischen Bibliothek von Alexandria bis zu den zerstörten Buddha-Statuen in Bamiyan und der antiken Stadt Palmyra: Was veranlasst die »Sieger«, Kulturschätze zu vernichten oder zu rauben? Wenn wir uns die Kriege in allen Jahrhunderten anschauen, dann waren das nicht nur militärische Kriege gegen Menschen, sondern auch Kriege gegen die kulturellen Artefakt...

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Nachrufe

Hendrikje Fitz 15. 9. 1961 - 7. 4. 2016 Wenn es stimmt, dass das Leben die Kunst nur imitiert, dann ist das zuweilen ein befreiendes Gefühl. Im Falle von Schauspielerin Hendrikje Fitz aber zeigt die Kunst, was Tragik ist. Als die von ihr 17 Jahre lang verkörperte Figur der Pia Heilmann in der Krankenhausserie »In aller Freundschaft« an Krebs erkrankt, da ist Fitz’ eigene Diagnose noch zw...

Silviu Mihai, Bukarest

Rumäniens mächtigste Frau

Vor ein paar Jahren wurde der Altbau grundsaniert, von außen wirkt er martialisch, wie ein gewaltiger Stilbruch an der Kreuzung zweier Gassen in der bunten Altstadt. Vor dem Zweiten Weltkrieg tagte hier der Generalstab der Armee und die langen, schlichten Flure mit hohen Decken erinnern tatsächlich noch an eine Kaserne. Doch Sonderstaatsanwältin Laura Codruta Kövesi versichert als Hausherrin, im K...

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ndPlusAshish Kothari, Federico Demaria und Alberto Acosta

Im Diesseits des Wachstums

Ein »Weiter so« auf dem kapitalistischen Weg verschärft die jetzige Krise nur. Die Antworten der politischen Elite wie die »Grüne Ökonomie« bringen keine wirklichen Lösungen, sondern verschärfen die Probleme noch.

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ndPlusMichael Lenz

Kein Schwein interessiert sich für mich

Im Wissenschafts- und Forschungsministerium in Canberra werden täglich Entscheidungen über die Vergabe von Mitteln zur Erforschung der australischen Tierwelt getroffen. Beamte wühlen sich durch Antragsformulare und Dokumente. Spätestens aber bei der fotografischen Darstellung des Forschungsobjekts verliert oft auch der fachkundigste Sachbearbeiter den objektiven Blick. Pazifische Ratte - iiiiih wi...

Martin Koch

Wissen allein reicht oft nicht

Wo Donald Trump auftritt, geht es gewöhnlich rüpelhaft zu. Barack Obama sei ein Idiot, tönte der Multimilliardär und mögliche Präsidentschaftskandidat der Republikaner im Dezember 2015 auf einer Wahlkampfveranstaltung in Manassas (US-Bundesstaat Virginia). Denn der Präsident der USA halte die Erderwärmung für eine größere Bedrohung als den radikalen Islam. »Ich glaube nicht an den Klimawandel«, be...

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ndPlusJacqueline Myrrhe

Baustelle mit Zukunft?

Eine neue Raumstation muss her - so soll man wohl die Ankündigung Igor Komarows, Chef des gerade neu gegründeten russischen Raumfahrtstaatskonzerns Roskosmos, gegenüber russischen Journalisten am 30. März in Moskau interpretieren: »Die ISS wird von einer anderen Station ersetzt werden. Wird diese Station anders aussehen? Natürlich! Es wird eine neue Station mit einer anderen Konfiguration sein. Es...

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Markus Metz und Georg Seeßlen

Die Bösen, die Dummen und die Gemeinen

Gemeinsam sind sie so unausstehlich wie unbezwingbar, wie es scheint: die skrupellosen Karrieristen und Geldmenschen, die »Gewinner« des stylishen Neoliberalismus, die nach Mord und Terror geifernden Neofaschisten und Hass-besoffenen Pegida-Marschierer und schließlich die blödsinnig vor ihren Fernsehern und Klatschblättern hängenden Schnäppchenjäger, die nach Sensation und Idylle hungernden Castin...

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tgn

Juniorprofessur, die; Substantiv, feminin

2002 können Uni-Absolventen mit einer sehr guten Dissertation auf eine solche Stelle berufen werden. In der Regel ist sie auf drei Jahre befristet und kann nach einer Evaluation um weitere drei Jahre mit oder ohne Option einer Lebenszeitprofessur verlängert werden. Ganz im Sinne des Bologna-Prozesses ist die Juniorprofessur mit der Idee einer frühen nationalen und internationalen Qualifizieru...

ndPlusJürgen Amendt

Gebildete Armut

Als vor einigen Jahren der Begriff akademisches Prekariat in Mode kam, waren damit die Wissenschaftler des akademischen Mittelbaus an den Hochschulen und Universitäten gemeint, die für ein Minigehalt Hausarbeiten betreuten, Lehrveranstaltungen abhielten und für ihre Professoren Fachtexte schrieben. Oftmals bewegen sich die Gehälter mittlerweile auf einem Niveau, das umgerechnet auf Stundenlöhne un...

tgn

Nachhaltigkeit in der Wissenschaft

Seit geraumer Zeit diskutiert die Fachpresse das von der Universität Potsdam entworfene »nachhaltige« Tenure-Track-Modell. (uni-potsdam.de). Der Begriff Tenure Track kommt aus dem US-Amerikanischen und wurde 2002 mit der Juniorprofessur in das deutsche Hochschulsystem übernommen. Es bedeutet in etwa die Spur (track), die zur Anstellung (tenure) führt, und ist gewissermaßen eine Zusage einer Lebens...

Guido Speckmann

Das Flaschenhals-Problem

Die DDR vor dem Mauerbau hatte ein gravierendes Problem. Man steckte viel Geld in die Ausbildung der Bürger, die dann »rübermachten«, um im Wirtschaftswunderland BRD viel Geld zu verdienen. Für die Bonner Republik war das sehr lukrativ. Man bekam gute Arbeitskräfte, in deren Ausbildung man nicht investiert hatte. Dann kam die Mauer, der Brain Drain stoppte. Heute hat die neue Bundesrepublik z...

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Wochen-Chronik

9. April 1891 In Berlin konstituiert sich der Alldeutsche Verband. Sein Programm ist expansionistisch, pangermanisch, militaristisch, nationalistisch sowie von rassistischen und antisemitischen Denkweisen bestimmt. Er tritt außenpolitisch für eine aggressive Großmachtpolitik mit Flottenaufrüstung und Kolonialerwerb ein. Innenpolitisch fordert er hartes Vorgehen gegen Juden und Sozialdemokrate...

ndPlusRainer Holze

Jahrbuch

Nunmehr liegt das erste Heft des Fachjournals »Arbeit - Bewegung - Geschichte. Zeitschrift für historische Studien« vor. Es setzt das seit 14 Jahren erscheinende »JahrBuch für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung« fort und wird künftig vom Berliner Metropol Verlag verlegt. Die Redaktion der auch weiterhin vom Förderverein für Forschungen zur Geschichte der Arbeiterbewegung herausgegeben...

Klaus Müller

Der sanfte Tod des Rentiers

Seit März dieses Jahres verlangt die Europäische Zentralbank (EZB) keine Zinsen mehr für ihre Kredite. Wandelt Mario Draghi, ihr Chef, auf den Spuren des Aristoteles? Für diesen ist der Zins Geld vom Gelde, Geld aus Geld zu machen aber der naturwidrigste aller Erwerbszweige. In der Antike erfüllte der Kredit vornehmlich konsumtive Funktionen. Wer in Not war, brauchte zinslose Hilfe. Er musste Wuch...

Seite 29
Monika Salz

Mopsig

Möpse sind schwer im Trend, da wundert es nicht, wenn sie auch Einzug in die Welt der Brettspiele halten. Bei Mops Royal müssen die Spieler hinter dem verwöhnten Hundchen aufräumen. Jeder bekommt eine Mops-Spielfigur und eins der vier identischen Sets an Plättchen. Die haben sechs verschiedene Motive wie Näpfe, Dosenfutter, ja selbst Hundehäufchen. Zum Start deckt jeder eins auf. Die anderen Plätt...

Mike Mlynar

Vom Café zum Klassentreffen

Aus gegebenem Anlass beginnen wir hier mal mit der Aufgabe vom vergangenen Wochenende. Nicht mit deren Lösung, sondern mit deren Ursache und Wirkung oder genauer: Wirkung und Ursache. Das Denkspiel vom 2./3.4. sollte ein etwas leichteres, sozusagen eines fürs garantiertes Erfolgserlebnis werden. Die Lösungsvorschläge lagen jedoch - und dies fast immer mit skeptischen Fragezeichen - zwischen n...

Diese Kugeln rollen mafiafrei

Flippern gehörte während der 1960er Jahre vor allem im Westen zur Jugendkultur wie heute überall Gaming per Smartphone. Jetzt stehen Pinball Machines im Museum. So auch in Ihrem. Macht Sie das nicht auch ein bisschen traurig? Das ist der Lauf der Dinge. Gegen die Konkurrenz der aufkommenden Videospiele Anfang der 1980er Jahre konnten die Flipperautomaten auf Dauer nicht bestehen. Als Flipper...

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ndPlusRoland Mischke

Städtchen der »Brulljesmacher«

Donald Trump, der gern nächster US-Präsident wäre, nimmt es mit den Fakten nicht so genau. Jahrzehnte behauptete er, seine Vorfahren wären Schweden. Sie stammen aber aus Kallstadt an der Weinstraße in Rheinland-Pfalz, der ältesten deutschen Ferienstraße. Seit seine Berater ihm gesteckt haben, was die Wahrheit ist, bezeichnet Trump sich in dem ihm eigenen Selbstbewusstsein als Exildeutscher. »Kalls...

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Heidi Diehl

Mit dem Fahrrad zu Mozart

Salzburger Nockerln, Mozartkugeln und der weltberühmte Sohn, nach dem die süßen Kalorienbomben benannt wurden - sind wahrscheinlich das erste, was jedem einfällt, wenn er an die österreichische Stadt an der Salzach denkt.

ndPlusVera Richter, Gera

Ein Lied gegen den Hunger

Der Dezembermorgen 1946 war klirrend kalt. Das Thermometer zeigte bereits in frühen Morgenstunden minus zehn Grad. Aber für zwei Mädchen ist der Hunger, Schneesturm und die Eiseskälte für einen kurzen Moment vergessen.

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ndPlusDirk Werner

Palast

Anfang der achtziger Jahre las Jandl in Ostberlin. Ihn zu hören, war ein ganz anderes Erlebnis, als seine Gedichte zu lesen. Des Österreichers Antlitz und seinen feinen Vortrag, das Lachen des Publikums habe ich gemeinsam mit dem Bild des Palastes abgespeichert. Dort im »Theater im Palast« erlebte ich den Lyriker. Auch Inszenierungen von Theaterstücken und später, im Foyer, auch Zupfgeigenhansl. Dass ich einmal nahe dem Palast Arbeit finden würde, wusste ich damals noch nicht. Das kam, als ich im Sommer 1986 einen Antrag auf Ausreise aus der DDR stellte. Kurz darauf, im Herbst, wurde ich Friedhofsarbeiter beim Berliner Dom. Ich blieb es bis 1989. Oft hielt ich mich im Büro im Dom auf, von wo aus man direkt auf den Palast der Republik sah. Da ich damals angefangen hatte zu fotografieren und Fotomontagen zu erstellen, kam auch er – mit seinen ungewöhnlichen Ausmaßen und seiner gläsernen Außenhaut – als Objekt an die Reihe. Durch das Spiegeln standen Dom und Palast einander gegenüber wie Vergangenheit und Gegenwart – und für mich selbst dennoch wie eins.