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Unten Links

Gerade hat CSU-Generalsekretär Scheuer erklärt, hierzulande gehe es nicht zu wie auf einem Basar, schon straft ihn die Realität Lügen. Die Bundesregierung, so konnte man in der »Bild«-Zeitung lesen, bietet derzeit auf ihrer Verkaufsplattform edle Teppiche an. Neun Exemplare - allesamt Gastgeschenke, die Regierungsmitglieder von ihren weiten Reisen mitbrachten - kann man erwerben. Ob der Berliner C...

Frauen arbeiten deutlich kürzer

Berlin. Frauen arbeiten immer noch deutlich weniger als Männer. Eine Untersuchung des Instituts Arbeit und Qualifikation (IAQ) der Uni Duisburg-Essen ergab, dass der Unterschied, der sogenannte Gender Time Gap, im Jahr 2015 bei 8,2 Wochenstunden lag. Während abhängig beschäftigte Männer im Durchschnitt 38,5 Stunden arbeiteten, kamen Frauen nur auf 30,1 Stunden. Die Bundesrepublik liegt somit unter...

Flüchtlingshilfe wirkt gegen Rechts

Gütersloh. Die Hilfsbereitschaft gegenüber Flüchtlingen ist laut einer aktuellen Studie nach wie vor groß. Das freiwillige Engagement in Deutschland sei weiterhin stark, die Helfer sein hoch motiviert, erklärte die Bertelsmann Stiftung am Donnerstag in Gütersloh bei der Vorstellung der Untersuchung. Damit die Hilfe langfristig effektiv bleibe, empfehlen die Autoren mehr Unterstützung bei der Koord...

Erdogan: Es gibt kein Nachlassen

Ankara. Der türkische Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan will die »Säuberungen« in seinem Land mit unverminderter Härte fortsetzen. »Wir haben noch keinen Punkt gesetzt, das ist erst das Komma«, sagte Erdogan am Donnerstag in Ankara in einer Fernsehansprache. Es werde kein Nachlassen bei der »Säuberung« des Staates von Anhängern der Bewegung des Predigers Fethullah Gülen geben, den Erdogan für d...

ndPlusFabian Lambeck

Zeit für Veränderung

Wenn eine Frau ein Kind bekommt, begibt sie sich immer noch in die Abhängigkeit vom Mann. Das ist keine feministische Propaganda, sondern Tatsache. So zeigen aktuelle Zahlen, dass Frauen häufig in Teilzeit arbeiten.

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Jirka Grahl, Rio de Janeiro

Karneval und Spiele

Die Spiele der XXXI. Olympiade werden am Freitag in Rio de Janeiro eröffnet. Doch statt Vorfreude sieht sich das IOC schwersten Vorwürfen ausgesetzt. Immerhin: Erstmals ist ein Flüchtlingsteam dabei.

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ndPlusNiklas Noack

Rio rüstet auf

Das olympische Feuer verliert seine magischen Kräfte. Seit es im Bundesstaat Rio de Janeiro ankommen ist, steht es weniger als Symbol für ein friedliches Sportfest, als vielmehr für Proteste, Polizeigewalt und Tod. 20 Kilometer von der Stadt Rio entfernt protestierten Professoren und Studenten gegen die schlechte Bildungssituation und ausstehende Gehälter. In Angra, 120 Kilometer westlich von Rio,...

Jirka Grahl, Rio de Janeiro

Olympia kommt ungelegen

Mitten in der Staatskrise kommt das weltgrößte Sportereignis nach Brasilien. Rio ist pleite, die Gewalt steigt an und fordert mehr Todesopfer, die soziale Ungerechtigkeit nimmt zu. Olympia wird daran nichts ändern.

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ndPlusSebastian Kleiner

Überlebenskampf Prekarität

Laut der Rosa-Luxemburg-Stiftung spielen politische Einstellung und Klassenbewusstsein eine zentrale Rolle, ob Menschen zu Arbeitskämpfen bereit sind oder nicht. Man muss sich jedoch erstmal beides leisten können.

ndPlusKatja Herzberg

Ein Deal ist genug

Mit drastischer Wortwahl sprach sich Österreichs Bundeskanzler Christian Kern für ein Ende der EU-Beitrittsverhandlungen mit der Türkei aus. Nicht nur aus Ankara erntete der Sozialdemokrat dafür harsche Kritik.

ndPlusAert van Riel

Gute Lügen, schlechte Lügen

Man kann Hinz keinen größeren Vorwurf machen als anderen Politikern, welche die Öffentlichkeit hinters Licht geführt haben. Man denke an die Ankündigung von Gabriel, eine restriktive Rüstungsexportpolitik durchzusetzen.

Martin Ling

Erzkatholisch

Die persönlichste Reaktion kam von ihrer Tochter: »Ich empfinde in meinem Bewusstsein den Schmerz und die Härte der historischen Erinnerung: Das Schweigen meiner Mutter über den sexuellen Missbrauch, den ich 1998 öffentlich machte.« Mit diesen Worten kommentierte Zoilamérica Narváez Murillo auf Facebook die Kandidatur von Rosario Murillo für das Amt des Vizepräsidenten in Nicaragua. Vorgeschlagen ...

André Hahn

Doping, Kommerz und großer Sport

Angesichts der Debatten der vergangenen Wochen ist die Vorfreude auf die Spiele in Rio diesmal selbst bei den größten Sportbegeisterten nur gedämpft. Überall geht es nur um die Dopingvorwürfe gegen Russland.

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Junge Eltern träumen von Ausgleich

Berlin. Viele Eltern würden gerne weniger arbeiten, um mehr Zeit mit ihrer Familie zu verbringen. »Jeder zweite Vater (53 Prozent), aber nur jede vierte Mutter (27 Prozent) möchte weniger Zeit mit Erwerbsarbeit verbringen«, teilte das Bundesfamilienministerium in einer Antwort auf eine Anfrage der Grünen-Fraktion im Bundestag mit. Zwei von drei in Vollzeit berufstätigen Vätern und Müttern gaben ab...

ndPlusFabian Lambeck

Teilzeit bleibt Frauensache

Die Erwerbsbeteiligung von Frauen nimmt zwar zu. Da sie aber oft nur Teilzeitjobs ergattern, arbeiten sie weniger als Männer. Im Ernstfall sind sie so auch schlechter abgesichert.

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Gut gegen Rechts

Freiwillige Helfer wirken als Lotsen für Flüchtlinge und gegen Rassismus in der Gesellschaft. Eine Bertelsmann-Studie analysiert die Situation der Ehrenamtler vor Ort.

Hendrik Lasch, Dresden

Regelverstoß fürs Image

Die »Sächsische Zeitung« nennt in Berichten über Straftaten generell die Nationalität der Täter. Trotz ehrenwerter Intention verstößt sie damit gegen den Pressekodex, was auf Kritik stößt.

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Rechte Chefin für Japans Armee

Tokio. Japans Regierungschef Shinzo Abe hat am Mittwoch die stramm konservative Politikerin Tomomi Inada zur neuen Verteidigungsministerin ernannt. Die 57-Jährige war bislang Chefin des politischen Forschungsrates. Sie gehört dem rechten Lager an und besucht regelmäßig den umstrittenen Kriegsschrein Yasukuni. Inada vertritt in der Außen-, Sicherheits- und Nachbarschaftspolitik ähnliche Ansichten w...

Jetzt »säubert« Erdogan die Wirtschaft

Ankara. Ungeachtet aller Kritik aus der EU will Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan die »Säuberungen« nach dem Putschversuch in der Türkei jetzt auf die Wirtschaft ausweiten. »Die, die bis jetzt gefasst wurden, sind nur die Spitze des Eisbergs«, sagte Erdogan am Donnerstag vor den Vorsitzenden von Börsen und Handelskammern in Ankara. Die Gülen-Bewegung sei besonders stark im Wirtschaftssektor ver...

ndPlusAref Karimi, Herat

Angriff auf Touristen

Mutmaßliche Talibankämpfer haben im Westen Afghanistans eine Touristengruppe mit zwölf Ausländern, darunter ein Deutscher, angegriffen.

ndPlusSascha Zastiral, London

Corbyn setzt auf Arbeit

Jeremy Corbyn muss seinen Parteivorsitz gegen den Abgeordneten Owen Smith verteidigen. Dazu hat er einen Wirtschaftsplan vorgelegt und eine Million neue Arbeitsplätze versprochen.

ndPlusManfred Maurer, Wien

Ankaras EU-Beitritt nur noch Fiktion

Österreich will den Abbruch der Beitrittsverhandlungen mit der Türkei zur Diskussion stellen. Bundeskanzler Kern will das Thema am 16. September im Europäischen Rat auf den Tisch legen.

ndPlusSascha Zastiral, London

Corbyn setzt auf Arbeit

Jeremy Corbyn muss seinen Parteivorsitz gegen den Abgeordneten Owen Smith verteidigen. Dazu hat er einen Wirtschaftsplan vorgelegt und die Schaffung von einer Million neuer Arbeitsplätze versprochen.

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René Heilig

Luftige Überweisung

Per Flugzeug hat die US-Regierung 400 Millionen Dollar in den Iran geschickt. Man wollte angeblich Schulden zurückzahlen, doch überweisen ging nicht.

ndPlusRoland Etzel

»Giftige« Raketen über Aleppo

Parallel zum Kampfgeschehen im Syrien-Krieg tobt auf beiden Seiten stets auch eine Propagandaschlacht: um eigene Verbrechen zu kaschieren oder sie der anderen Seite zu unterstellen.

ndPlusIrina Wolkowa, Moskau

Moldova sucht die Föderation

Moldova mag von der Wiedervereinigung mit Transnistrien nicht lassen. Mit Russland könnte da etwas zu machen sein, denn Moskau drängt Kiew zu einem Bundesstaat mit Sonderstatus für den prorussischen Osten.

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E.on rechnet Wert von Tochter schön

Düsseldorf. Der bevorstehende Börsengang des Tochterunternehmens Uniper beschert E.on offenbar erneut milliardenschwere Abschreibungen. Dadurch dürfte der Energiekonzern in diesem Jahr zum dritten Mal in Folge in die Verlustzone geraten, berichtete das »Handelsblatt« am Donnerstag unter Berufung auf Konzernkreise. Hintergrund sei, dass der Buchwert von Uniper bei der Abspaltung unrealistisch hoch ...

Susanne Schwarz

Benachteiligt bei der Energiewende

Ostdeutsche finden laut einer aktuellen Umfrage die Energiewende mit großer Mehrheit gut, sie ist dort auch viel weiter fortgeschritten als im Westen - nur mit der konkreten Umsetzung haben sie so ihre Probleme.

ndPlusErich Reimann

Die neue Zustellwelt

Einzelhändler und Lieferdienste testen neue Liefermöglichkeiten für die »letzte Meile« zum Kunden. Doch ob sich High-Tech-Lösungen durchsetzen, ist ungewiss.

Simon Poelchau

Bank of England dreht am Hahn

Nach dem Brexit-Votum greift die Bank of England nun der britischen Wirtschaft unter die Arme. Der Europäischen Zentralbank ist eine solch offensichtliche Stimulation des Wachstums verboten.

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ndPlusAert van Riel

Belastete Beziehungen

Seit Jahrzehnten bestehen enge Verbindungen zwischen der SPD und den großen Gewerkschaften. Doch nun droht den Beziehungen eine erneute Belastung. Denn die Führungen der Sozialdemokraten und des Deutschen Gewerkschaftsbunds vertreten unterschiedliche Haltungen zum transatlantischen Freihandel. Während sich der SPD-Vorsitzende Sigmar Gabriel für die Ratifizierung von CETA einsetzt, hat DGB-Chef Rei...

ndPlusPeter Nowak

Mein größter Schatz ist mein Arbeitsplatz!

Der Arbeitskampf bei Amazon ist Gegenstand verschiedener Untersuchungen geworden. Dabei stehen meist die Beschäftigten im Mittelpunkt, die sich dafür einsetzen, dass für Amazon die Tarifbedingungen des Einzelhandels gelten.

Josephine Schulz

Ein faules Ei im Streik-Omelett

Das Bundesarbeitsgericht verdonnerte die Lotsengewerkschaft zu Schadenersatzzahlungen. Juristen und Gewerkschafter diskutieren über die Folgen.

Hendrik Lasch, Klötze

Grabstein vor kaltem Backofen

In 26 Tagen macht Fricopan in der Altmark dicht. Die knapp 500 Mitarbeiter des Backwarenherstellers sind erleichtert über einen guten Sozialplan, blicken ansonsten aber in eine völlig ungewisse Zukunft.

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DRK-Kliniken: Betrugsprozess eingestellt

Der Prozess um den mutmaßlichen Betrugsskandal an DRK-Kliniken ist gegen Geldauflagen vorläufig eingestellt worden. Das Landgericht ordnete am Donnerstag an, dass die Angeklagten - zwei Geschäftsführer und zwei Ärzte - zwischen 7000 und 20 000 Euro an gemeinnützige Einrichtungen zahlen müssen, sagte eine Gerichtssprecherin. Wenn das Geld eingegangen ist, könne das Verfahren beendet werden.Den Ange...

Heimbetreiber geht gegen Initiative vor

Der Flüchtlingsheimbetreiber »Professionelle Wohn-&Betreuungsgesellschaft« (PeWoBe) ist mit juristischen Mitteln gegen die Flüchtlingsinitiative »Hellersdorf hilft« vorgegangen. Dem Verein sei mit einer Unterlassungserklärung gedroht worden, heißt es in einer gemeinsamen Presseerklärung der integrationspolitischen Sprecher von Grünen, Linkspartei und Piraten im Abgeordnetenhaus. »Statt die Vorwürf...

ndPlusMartin Kröger

Verdrängung schreitet voran

Gentrifiziert wird in Berlin nicht nur mit Zwangsräumungen, sondern auch mit Umwandlungen von Miet- in Eigentumswohnungen. Und nach Mietern werden jetzt auch Gewerbetreibende verdrängt.

Philip Zeitner

»M99«: Keine Zwangsräumung, dafür Auszug im September

Der »Gemischtwarenladen für Revolutionsbedarf« wird am Dienstag nicht zwangsgeräumt. Ausziehen muss Hans-Georg Lindenau dennoch. Darauf einigten sich beide Seiten in einem Vergleich. Doch HG will kämpferisch bleiben.

ndPlusMartin Kröger

Und immer tobt der Bürgermob

Auf 152 Seiten erläutern Initiativen ihre Sicht auf Entwicklungen im Rechtsextremismus, Antisemitismus und Rassismus. Besondere Sorge bereitet den Basisinitiativen das Wiedererstarken rassistischen Gedankengutes.

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Steinewerfer an A 11 gestellt

Lanke. Autofahrer haben einen mutmaßlichen Steinewerfer an der A 11 Berlin-Szczecin gefasst. Der Mann soll am Mittwoch zwischen den Anschlussstellen Lanke und Finowfurt (Barnim) faustgroße Steine von einer Brücke geworfen haben, teilte die Polizei mit. Mindestens zehn Fahrzeuge wurden beschädigt, von möglichen Verletzten war zunächst nichts bekannt. Als eine Streife den Bereich abfuhr, hatten eini...

Gleimtunnel bleibt bis zur kommenden Woche gesperrt

Der bei einem schweren Unwetter überschwemmte Gleimtunnel bleibt zunächst gesperrt. Er soll erst im Laufe der kommenden Woche wieder für den Verkehr freigegeben werden. Das teilte der zuständige Pankower Bezirksstadtrat Jens-Holger Kirchner (Grüne) mit. Der Gleimtunnel verbindet die Bezirke Mitte und Pankow. Am Mittwoch vergangener Woche war der Tunnel nach heftigen Regenfällen vollgelaufen. Die W...

Ellen Wesemüller

IHK fördert Bildung

Mit zwei Millionen Euro fördern die Mitglieder der Industrie- und Handelskammer (IHK) die Integration von Geflüchteten in den Arbeitsmarkt. Insgesamt umfasst das Budget 15 Millionen Euro.

Wilfried Neiße

Brandenburg investiert in Wachstum

Nach wie vor schneidet Brandenburg beim Vergleich der Investitionsquote gut ab. Der einzige Indikator für die Wirtschaftsentwicklung ist das aber nicht.

Maria Jordan

Grüne im Alleingang

Die Geflüchteten aus der Gerhart-Hauptmann-Schule sollen ausziehen. Für die eingereichte Räumungsklage des Bezirks liegt jedoch kein gemeinsamer Beschluss des Bezirksamts vor.

Tomas Morgenstern

Zu wenig an Geld und Weitsicht

270 Milliarden Euro will sich die Bundesregierung den Ausbau und den Erhalt von Straßen, Schienen und Wasserwegen bis 2030 kosten lassen. Nach Brandenburg sollen davon 3,6 Milliarden Euro fließen.

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Stärkste Stieleiche Europas wird »Naturmonument«

Ivenack. Deutschland hat sein erstes »Nationales Naturmonument«: Der strenge Schutzstatus wurde dem Wildpark Ivenacker Eichen in Mecklenburg-Vorpommern verliehen. »Vor solch uralten Baumriesen kann man nur Ehrfurcht haben«, sagte Jochen Flasbarth, Staatssekretär im Bundesumweltministerium, in Ivenack am Donnerstag bei einem Festakt. Der 70 Hektar große Park wurde jahrhundertelang als Waldweide gen...

Freispruch für Bayerns Behindertenheime

München. In der Hälfte aller Heime für behinderte Kinder und Jugendliche in Bayern gibt es »freiheitsbeschränkende Maßnahmen«. Das geht aus einem Bericht hervor, den Sozialministerin Emilia Müller (CSU) am Donnerstag vorstellte. Darunter fallen vergitterte Betten oder - in knapp 20 Prozent der Einrichtungen - auch sogenannte Time-Out-Räume, in die Kinder und Jugendliche gebracht und in denen sie i...

Johannes Hartl

Bayern plant zentrales Krebsregister

Krebsregister sind für Mediziner und Wissenschaftler ein bedeutendes Instrument. Durch eine einheitliche Erfassung von Tumorerkrankungen können sie helfen, die Behandlungsmöglichkeiten für Betroffene zu verbessern und Ursachenforschung zu betreiben. Dazu werden in einer Datenbank auf anonymisierte Weise alle relevanten Informationen zur erkrankten Person und zu deren Diagnose gespeichert. In Bayer...

An 365 Tagen - von 6 bis 24 Uhr

Klangvoller, bunter, besser: Der Kulturpalast soll nach seinem Umbau das neue kulturelle Zentrum Dresdens werden. Neben den Philharmonikern freuen sich auch die Zentralbibliothek und ein Kabarett.

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Hans-Gerd Öfinger

Rad-Aktion soll aufklären über Depressionen

In diesen Sommerwochen sind erneut Aktivisten der Mut-Tour mit Tandem-Fahrrädern, Kajaks und Packeseln in mehreren Strängen im Bundesgebiet unterwegs. Sie werben bei Passanten in Stadt und Land für eine Entstigmatisierung der »Volkskrankheit« Depression. Am Freitag macht ein Team beispielsweise in Berlin Station und lädt zum Mitfahren ein. Der erste Mut-Tour-Sommer fand 2012 statt. Am Anfang stand...

ndPlusChristian Thiele, Beuren

Die glückliche Rettung auf dem Scharfenstein

Es gibt viele Burgen und Schlösser, denen der Verfall droht, weil niemand in sie investieren will. Ein solches Schicksal drohte auch der Thüringer Burg Scharfenstein - doch die Stadt Leinefelde-Worbis handelte.

Christian Baron

Kluge Stoffe auf die Bühne berserkern

Wenn aus einem Provisorium ein Dauerzustand zu werden droht, dann muss das den Betroffenen nicht immer zum Nachteil gereichen. Das Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland sollte etwa ursprünglich nur als Platzhalter dienen, bis eine Verfassung in Kraft tritt. Nun, dazu ist es bekanntlich nie gekommen, weil der Text des Grundgesetzes alle Humanität enthält, die ein demokratischer und sozialer Re...

ndPlusAlexander Preker, Süderoog

Erst die Wattwanderer, dann der Abwasch

Seit drei Jahren zu zweit auf einer Hallig: Nele Wree und Holger Spreewohnen mitten im Wattenmeer und fühlen sich doch nicht allein. Sie kümmern sich um Lämmer, Gänse, Enten - und hungrige Wanderer.

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Gemälde von Vermeers

Ein berühmtes Werk des niederländischen Malers Jan Vermeers, »Mädchen mit dem Weinglas«, ist nach sieben Jahren zurück an seinem Platz im Herzog Anton Ulrich Museum in Braunschweig. Wegen Renovierungsarbeiten war das Haus jahrelang geschlossen. Einige der Highlights der Sammlung, unter anderem auch das berühmte Ölgemälde, waren an einem zweiten Museumsstandort zu sehen. Am Donnerstag wurde das Ver...

Andrang nach Karten

Die Harry-Potter-Magie zieht die Fans nach wie vor in ihren Bann. Der Verkauf von 250 000 weiteren Tickets für das Bühnenstück »Harry Potter And the Cursed Child« (Harry Potter und das verwunschene Kind) in London löste am Donnerstag einen Mega-Run aus. Mehr als 100 000 Fans warteten in der Online-Warteschlange, um eine Karte zu ergattern. Am vergangenen Samstag hatte das Theaterstück im Londoner ...

Einsatz für türkische Kollegen

Die österreichische Literaturnobelpreisträgerin Elfriede Jelinek (69) kritisiert die Untätigkeit der Schriftstellerverbände angesichts der Massenverhaftungen von Autoren in der Türkei. »Ich höre nichts von meinen (Schriftsteller-)Vereinigungen. Vielleicht stecken sie derzeit ja im Gefängnis ihrer Badehosen oder Bikinis an irgendeinem Strand fest«, schreibt Jelinek in einem Gastkommentar in der Wie...

Thomas Blum

Nicht wie jene

Grob geschätzt wird in Deutschland alle drei Tage von irgendeiner Organisation, die Reklame für sich machen möchte, oder irgendeiner Stadt, in die noch zu wenig Touristen kommen, irgendein Literaturpreis vergeben, der August-Graf-von Platen-Preis der Stadt Ansbach oder der Förderpreis für Literatur der Landeshauptstadt Düsseldorf beispielsweise. Und es gibt so etwas wie ein unausgesprochenes Geset...

Christian Baron

Die Beglückung des Einfachen

In »Meine Olympiade. Ein Amateur, vier Jahre, 80 Disziplinen« beschreibt der Schriftsteller Ilija Trojanow seine ganz eigenen Erfahrungen mit dem Sport poetisch, leidenschaftlich und zutiefst ehrlich.

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ANNOTIERT

Wie man in Nazideutschland mit »nichtarischen« oder »jüdisch versippten« Wissenschaftlern umging, untersuchte die Freiburger Historikerin Karin Orth untersucht: »Die NS-Vertreibung der jüdischen Gelehrten. Die Politik der Deutschen Forschungsgemeinschaft und die Reaktionen der Betroffenen« (Wallsterin, 480 S., geb., 44 €). Thomas Weber, der 2010 das Buch »Hitlers erster Krieg« veröffentlichte...

LESEPROBE

Der Vorgang, welcher im Zentrum dieses Buches steht, liegt sechzig Jahre zurück, und sein Protagonist starb vor zehn Jahren. Horst Hesse war auch zu Lebzeiten nur wenigen bekannt, obgleich er doch die Vorlage lieferte für einen der berühmtesten und erfolgreichsten Spielfilme der DEFA. So drängt sich denn die Frage auf, ob es überhaupt Sinn macht, an Hesse und sein Kabinettstückchen in den 50er Jah...

Günter Agde

In allen vier Jahrzehnten präsent

Ein bemerkenswertes Buch - nicht zur schnellen Lektüre bestimmt, sondern zum Blättern, Nachschlagen, Nachdenken und Weiterrecherchieren. In tausend Textbeiträgen inventarisierte die Filmhistorikerin Elke Schieber Darstellung jüdischen Lebens und Anklage faschistischen Judenmords »in den audiovisuellen Medien der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR«, wie es etwas sperrig im Untertitel heißt. ...

ndPlusRudolf Walther

Keine kaffeesatzlesenden Spekulationen

Auch bei den Geheimdiensten gibt es solche und solche. Noch während des Zweiten Weltkriegs heuerte der US-Geheimdienst deutsche Wissenschaftler an, die ihn aufklären sollten darüber, was die Alliierten im besiegten Deutschland erwartet. Mittlerweile interveniert »der Westen« in Länder ohne jede solide Informationen über Land und Leute, Probleme und Konflikte. Der hier anzuzeigende stattliche ...

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ndPlusJürgen Amendt

Einfach zugeschlagen

Der Fall des Schriftstellers Dennis Cooper zeigt, welche Macht Google schon jetzt über das Internet und seine Inhalte hat. Was den Google-Revisoren nicht gefällt, kann im Handumdrehen gelöscht werden.

Jan Freitag

Die dunkle Seite der Helligkeit

Zwei Wochen nach dem Münchner Amoklauf hätte die Doku-Serie »Darknet« die dunkle Seite des Internets erklären können. Stattdessen kümmert sich N24 vier Doppelfolgen lang lieber um Phänomene und Freaks. »Dark« klingt ja schon mal schön zwielichtig. Darkrooms sind dubios, Dark- Metaller todessehnsüchtig. Falls also etwas »Darknet« heißt, kann es also kaum Gutes bedeuten; das macht auch Jodie Fosters...

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ndPlusThomas Wolfer, Dresden

»Die Gegner werden Angst haben«

Nach zwei Jahren in der 3. Liga ist die Leidenszeit für Dynamo Dresden endlich vorbei. Eine ganze Stadt fiebert dem Start der 2. Fußball-Bundesliga entgegen. Am Samstag empfängt Dynamo den 1. FC Nürnberg.

Oliver Kern

Eine willkommene Ausrede

Tennisprofis, Fußballstars und vor allem Golfer verzichten auf eine Olympiateilnahme. Viele nennen den Zika-Virus als Grund dafür, doch im Grunde sind ihnen die Spiele einfach nicht wichtig genug.

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Alexander Isele

Spiele ohne Ende

Mehr als 320 Stunden berichten ARD und ZDF live aus Rio. Es könnte das letzte Mal sein: Für die nächsten Olympischen Spiele besitzen sie noch keine Übertragungsrechte.

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Jirka Grahl

Wie ein Star

Die Welt segelt herein: Im Minutentakt landen auf dem Airport Galeao die Flugzeuge aus allen Richtungen - nach einem spektakulären Anflug über die Berge und einem kurzen Blick auf die schmutziggrauen Ausläufer der verseuchten Guanabara-Bucht, die seit Jahren in den Schlagzeilen ist. An den Terminals ergießen sich Schwärme von Menschen in Turnschuh und Trainingsanzug in die Gangways: Sportler, Trai...

ndPlusErik Eggers, Rio de Janeiro

Verrückte Welt, verrücktes IOC

Das IOC lässt bei den Spielen ein Flüchtlingsteam unter eigener Flagge starten. Damit werden den Nationalen Olympischen Komitees die Entscheidungen über die Startplätze abgenommen.