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Unten links

»Wie in jeder Familie« gehe es derzeit in der Union zu, behauptete Bundesminister Gerd Müller (CSU), der sich mal mit seiner Schwester gestritten und wieder versöhnt hat, und dann ging es »auf einer neuen Ebene der partnerschaftlichen Zusammenarbeit weiter«. Es handelt sich hierbei um eine äußerst verharmlosende Darstellung der Lage, die den Erkenntnissen der Psychologie einschließlich jüngerer Me...

Dauerzwist um Obergrenze bleibt

Seeon. Die CSU hat den Anti-Terror-Kampf, die Stärkung der inneren Sicherheit und die Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge zu ihren Schwerpunkten im Wahljahr 2017 erklärt. »Wir bleiben unserer Kernkompetenz, die Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, treu«, sagte Landesgruppenchefin Gerda Hasselfeldt am Freitag zum Abschluss der dreitägigen Klausurtagung im oberbayerischen Kloster Seeo...

Syrien: Russland verringert Präsenz

Moskau. Russland hat mit der Verringerung seiner Militärpräsenz in Syrien begonnen. Zuerst verlasse eine von dem Flugzeugträger »Admiral Kusnezow« angeführte Gruppe von Marinefliegern die Gegend, wurde Generalstabschef Waleri Gerasimow am Freitag von russischen Nachrichtenagenturen zitiert. Die militärische Mission des Flugzeugträgers sei erfüllt, ergänzte der russische Einsatzleiter in Syrien, An...

Freispruch nach fast sechs Jahren

Dresden. Fast sechs Jahre nach seiner Teilnahme an Protesten gegen Nazis in Dresden ist der Berliner Antifaschist Tim H. am Landgericht Dresden vom Vorwurf des Landfriedensbruchs freigesprochen worden. Es habe nicht festgestellt werden können, dass der heute 40-jährige Familienvater bei Angriffen auf eine Polizeisperre am 19. Februar 2011 aufwiegelnd auf die Menge eingewirkt habe, sagte der Vorsit...

Die Umstrittene

Berlin. Mit ihren jüngsten Äußerungen zur Flüchtlingspolitik und zum Terror hat die LINKE-Politikerin Sahra Wagenknecht Kritik ausgelöst - auch in ihrer eigenen Partei. Die Bundestags-Fraktionschefin hatte in einem »Stern«-Interview erklärt, die Bundesregierung trage eine Mitverantwortung für den Terroranschlag auf einen Weihnachtsmarkt in Berlin, u.a. wegen der Flüchtlingspolitik von Angela Merke...

ndPlusMartin Ling

Deutschland ist in der Pflicht

Die Klage in New York ist die Flucht nach vorne: Seit vielen Jahren werden die Herero- und Nama-Völker von der Bundesregierung hingehalten und ausgegrenzt. Dabei fordern sie nur, was recht und billig sein sollte: »Nicht über uns ohne uns« - sie, die Nachfahren der Opfer des deutschen Völkermords in Deutsch-Südwest (1904-1908), wollen an dem Dialog zwischen der deutschen und der namibischen Regieru...

Christian Selz, Kapstadt

Herero und Nama verklagen Deutschland wegen Völkermordes

Der Bundesrepublik droht in den USA ein Prozess wegen Völkermords in der ehemaligen Kolonie Deutsch-Südwest. Vertreter der Nama und Herero haben eine Sammelklage eingereicht. Bis zu 100.000 ihrer Vorfahren wurden ermordet.

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Hendrik Lasch

Fast so etwas wie eine Entschuldigung für Tim H.

Wird, was lange währt, auch in Sachsen doch noch gut? Die Justiz im Freistaat, die nach den Antinaziprotesten 2011 mit viel Schaum vorm Mund gegen Nazigegner ermittelte, scheint doch noch die Kurve gekriegt zu haben.

Sebastian Bähr

Ist ja kein Fußball

Der Handball-Weltverband IHF wie auch die hiesige Politik scheinen die Bedeutung des Handballs in Deutschland für vernachlässigbar zu halten. Als BeIN-Sports, der katarische TV-Rechteinhaber für die Männer-WM in Frankreich, kaum erfüllbare Forderungen für die Übertragungslizenzen an deutsche Medienanbieter stellte, ließ keiner von ihnen etwas von sich hören. Das Tochterunternehmen von Al Jazeera p...

ndPlusRené Heilig

»Kusnezow« dampft heim

Oberbefehlshaber Wladimir Putin hat entschieden, die russischen Streitkräfte in Syrien zu reduzieren. Zunächst sollen der Flugzeugträger »Admiral Kusnezow«, der Raketenkreuzer »Peter der Große« samt Begleitschiffe heimwärts dampfen. Bislang ist das nicht mehr als ein abermaliger Propagandatrick. Immerhin aber erfährt die russische Bevölkerung auf diese Weise, dass Moskaus Nordmeer-Armada noch imme...

Olaf Standke

Der Koordinator

Dan Coats »wäre eine ausgezeichnete Wahl«, schwärmte Richard Burr, der Vorsitzende des Geheimdienstausschuss im US-Senat, nachdem Medien den Favoriten Donald Trumps für den einflussreichen Posten des Geheimdienstkoordinators öffentlich gemacht hatten. Am Freitag sollte die Berufung offiziell bekannt gegeben werden. Der 73-jährige Ex-Botschafter mit deutschen, englischen und schwedischen Vorfahren ...

ndPlusLeo Fischer

Obdachlose

Wer von Obdachlosen spricht, ohne zu sagen, dass die Wirtschafts- und Lebensform auf deren Existenz dringend angewiesen ist, als permanente Drohung vor dem gesellschaftlichen Tod, der soll besser von ihnen schweigen.

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ndPlusManfred Kriener

Die Verteidigung der Fleischtöpfe

Wer den Deutschen an den Fleischtopf geht, bezieht Prügel. Schon die Grünen haben mit ihrer braven Forderung nach einem Veggieday erhebliche Blessuren davongetragen. Jetzt hat es das Umweltbundesamt erwischt.

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Michael Prütz

Raus aus dem politischen Exil: mit Sahra Wagenknecht

Ja, es stimmt: Man muss Sahra Wagenknecht keineswegs immer zustimmen. Man muss sich als Linke aber auch den aktuell drängenden Problemen und Herausforderungen unserer Zeit stellen. Und das tut sie.

Jan Ole Arps

Eine LINKE mit Sahra Wagenknecht kann ich nicht wählen

Anfang Dezember hat die Linkspartei ihre Spitzenkandidat_innen für die Bundestagswahl 2017 gekürt. Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch sind es geworden. Ich gehöre zu den Wählern, die die Linkspartei damit verliert.

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Digitale Fahrscheine bald Standard

Berlin. Ein einheitlicher Standard für elektronische Fahrkarten im deutschen Nahverkehr - das will die Bundesregierung in den nächsten Jahren verwirklichen. Am Freitag fiel der offizielle Startschuss für zwölf vom Bund geförderte Projekte zu dem Thema, wie das Bundesverkehrsministerium mitteilte. Dafür fließen bis Herbst nächsten Jahres insgesamt 16 Millionen Euro.Der Nahverkehr werde täglich von ...

Geldstrafe wegen Rangelei mit Blumen

Berlin. Nach einem Tauziehen mit Polizisten um einen Blumenstrauß ist Netzaktivistin Anke Domscheit-Berg zu 600 Euro Geldstrafe verurteilt worden. Die frühere Piraten-Politikerin, die bei der Bundestagswahl 2017 für die LINKE kandidieren will, habe sich der Körperverletzung schuldig gemacht, urteilte das Amtsgericht Tiergarten am Donnerstag. Die 48-Jährige habe eine Polizistin »mit ihren Fingernäg...

Osten wird attraktiver

Essen. Die Abwanderung aus den neuen Bundesländern in den Westen Deutschlands ist so niedrig wie nie. 2014 sei unter dem Strich nur noch eine Ost-West-Wanderung (ohne Berlin) von 3300 Frauen und Männern zu verzeichnen gewesen. Das sei mit Abstand der geringste Wert seit der Wiedervereinigung, wie eine Studie des Instituts der deutschen Wirtschaft ergeben hat, die den Zeitungen der Funke Mediengrup...

Hendrik Lasch, Dresden

Am Ende heißt Antifa Freispruch

2156 Tage nach den Protesten gegen einen Naziaufmarsch 2011 hat das Landgericht in Dresden den Berliner Antifaschisten Tim H. freigesprochen. Es hat auch eine leise Kritik an der sächsischen Justiz geübt.

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ndPlusRalf Klingsieck, Paris

Zwei Jahre nach dem Terroranschlag auf Charlie

Infolge des islamistischen Terrors werden das Bekenntnis zum islamischen Glauben und Islamismus zu oft in einen Topf geworfen. Die Regierung setzt derweil auf verschärfte Gesetze und Polizeigewalt.

Max Böhnel, New York

US-Geheimdienste bekräftigen Wahlmanipulationsvorwürfe

Hat Russland Donald Trump ins Weiße Haus verholfen? Die Frage wird in den USA heftig diskutiert. Die Chefs mehrerer Geheimdienste nahmen nun öffentlich Stellung - schlagende Beweise hatten sie nicht.

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ndPlusKarin Leukefeld

Wasser als Waffe im syrischen Krieg

Menschen die Wasserversorgung zu blockieren ist ein Kriegsverbrechen. Das stellten sowohl das syrische Außenministerium als auch Jan Egeland, UN-Koordinator für humanitäre Syrienhilfe, fest.

Christian Selz, Kapstadt

In Mosambik keimen Friedenshoffnungen

Rebellen und Regierung in Mosambik einigen sich auf zweimonatigen Waffenstillstand. In den Verhandlungen geht es um politischen Einfluss - und eine Beteiligung am erwarteten Erdgasreichtum.

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ndPlusSebastian Haak, Erfurt

Mindestsätze für digitale Honorarsklaven

Die Thüringer LINKE passt ihre Arbeitsmarktpolitik an die Zukunft des Arbeitsmarktes an. Digitale Honorarsklaven rücken in den Fokus. Mit der Initiative soll auch die Bundespartei mitgezogen werden.

Hermannus Pfeiffer

»Flipping« bis die Blase platzt

Bis vor zehn Jahren gaben Spekulanten in Nordamerika und Europa ihr Bestes, um die Preise für Häuser in die Höhe zu treiben. Dann kamen der große Crash und die Finanzkrise von 2007/8. Nun beginnt das Spiel von vorne.

Strengere Vorgaben für Dieselfahrzeuge gefordert

Nach der jüngsten Studie über Emissionen von Diesel-Autos werden die Rufe nach Konsequenzen lauter. Diese könnten Messmethoden unter realistischen Bedingungen und die Streichung der Steuerbegünstigung für Dieseltreibstoff sein.

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Längst nicht genug

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste sieht bei Museen ein wachsendes, aber noch immer nicht ausreichend großes Interesse an der Forschung zu NS-Raubkunst. »Wir machen Fortschritte, aber es sind noch längst nicht genug Einrichtungen«, sagte der ehrenamtliche Vorstand der in Magdeburg ansässigen Stiftung, Uwe Schneede. »Von den 18 größten Kunstmuseen Deutschlands haben nur sieben eine feste Stelle...

Kommunisten, sofort melden!

Zum 100. Jahrestag der Oktoberrevolution stellt die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur 200 000 Euro zur Förderung von Veranstaltungen zur Verfügung, die sich mit der Geschichte des Kommunismus auseinandersetzen. Es können jeweils Mittel bis zu 15 000 Euro beantragt werden. Ausdrücklich willkommen seien, so die Stiftung in ihrer Pressemitteilung, »Veranstaltungen, die das Erbe des Kom...

Der mächtige Furor der Irrationalität

Wie mag sich vor vielen Jahren, sagen wir so um 1933, in Deutschland ein Gespräch am Frühstückstisch angehört haben - bei einem ganz normalen Ehepaar, das sich politisch als nicht extrem bezeichnet hat. »Die Juden haben zu viel Einfluss«, hat vielleicht der Ehemann nach der morgendlichen Lektüre der Tageszeitung geraunt. Seine Gattin mag ihm möglicherweise widersprochen haben, worauf er ihr vorwar...

ndPlusHans-Dieter Schütt

Die Karotte im Kapitalismus

Die Linkspartei-Vorsitzende Katja Kipping träumt von einem Europa, das »internationalistisch und solidarisch!« ist. Geht es nicht eine Nummer kleiner? Sollten wir nicht zunächst die bestehenden Institutionen verbessern?

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Viel geehrt

Der international bekannte indische Schauspieler Om Puri ist im Alter von 66 Jahren gestorben. Er erlag in der Nacht zu Freitag in seiner Wohnung in Mumbai einem Herzinfarkt, wie seine von ihm getrennt lebende Frau Nandita dem Medienhaus »News 18« sagte. Puri war fast 40 Jahre lang im indischen Kino präsent und neben britischen und pakistanischen Produktionen auch in Hollywood-Filmen zu sehen...

Vorauswahl steht fest

Die fünf Kandidaten für den deutschen Vorentscheid zum diesjährigen Eurovision Song Contest (ESC) stehen fest: Axel Maximilian Feige, Felicia Lu Kürbiß, Helene Nissen, Isabella »Levina« Lueen und Wilhelm »Sadi« Richter werden in knapp fünf Wochen gegeneinander um die Teilnahme beim ESC in Kiew antreten, wie der Norddeutsche Rundfunk (NDR) mitteilte. Sie setzten sich zuvor gegen rund 2000 weitere B...

Was wir wissen

Die Schriftstellerin Ulrike Draesner beginnt ab 10. Januar ihre Poetik-Professur an der Frankfurter Goethe-Universität. Sie wird dort fünf Vorlesungen halten. Ihre Vorträge, die auch für Gasthörer offen sind, hat sie mit dem Titel »Grammatik der Gespenster« überschrieben, wie die Hochschule berichtet. Draesners Werk zeichne eine große Vielseitigkeit aus. Die in Berlin lebende 54-Jährige ist R...

Waldemar Kesler

Maßnahmen gegen den Tod

»Die Leichtigkeit« ist die Geschichte der Zeichnerin und Autorin Catherine Meurisse über ihren Weg zurück ins Leben. Sie war Redakteurin von »Charlie Hebdo« und entging dem Anschlag vor zwei Jahren nur knapp.

ndPlusChristel Berger

Historisch genau und dabei aktuell - so ist ihr Schreiben

Cordoba war eine der wenigen spanischen Städte, die im 16. Jahrhundert flüchtlingsfreundlich war. Flüchtlinge waren damals die «Neuchristen», getaufte Juden, die sich vor der Inquisition in Sicherheit bringen wollten. Doch als eine der Geflohenen, einer Prozession zusehend, aus Versehen eine Orangenlimonade auf den Mantel der Marien-Statue schüttet, kippt die Stimmung in der Stadt. Flüchtlingshäus...

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Ruben Stark, Peking

Peking fürchtet Transfer-Exzesse

Chinesische Fußball-Klubs warfen zuletzt mit Millionen um sich wie mit Spielgeld. Das könnte bald ein Ende haben, der Staat einschreiten. Obergrenzen für Gehälter sollen die Ausgaben regulieren

ndPlusOliver Kern, Oberhof

Die Ungeduld einer Mutter

Nach fast zwei Jahren Pause ist Darja Domratschewa wieder zurück im Weltcup. Die erfolgreiche Biathletin aus Belarus hatte es mit ihrem Comeback nach Krankheit und Schwangerschaft ziemlich eilig.

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Sebastian Bähr

Sparta Lichtenbergs Kampf um die Tradition

Überall in Berlin ist die proletarische Sportgeschichte der Stadt noch immer zu entdecken. So gibt es in Lichtenberg die Spartaner. Ein 106-jähriger Verein, der aber um seine Tradition kämpfen muss.

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Bleibt weg oder kommt her

Kommt bloß nicht nach Berlin! Lasst den Nordwesten Brandenburgs nicht im Stich! Bleibt in der Prignitz oder zieht nach Neuruppin. Das ist ein sehr schöner Ort, und er liegt nicht weit weg von Eurer Heimat. Zugleich befindet sich Neuruppin quasi vor den Toren der Bundeshauptstadt. Wenn Ihr also die Kulturszene Berlins genießen wollt, dann könnt ihr schnell mal hinfahren in die Theater, Opern, ...

ndPlusEllen Wesemüller

Uni verlängert Frist für Holm

Kritik von der Opposition, Unterstützung von Bausenatorin Lompscher - am Freitagabend wollte sich Holm auf einer Podiumsdiskussion den Fragen zu seiner Vergangenheit stellen.

ndPlusEllen Wesemüller

Eine Aussage-gegen-Aussage-Situation

Im Prozess gegen einen ehemaligen Referatsleiter des LaGeSo sieht die Staatsanwaltschaft den Vorwurf der Bestechung als erwiesen an. Die Verteidigung sagt, der einzige Zeuge sei unglaubwürdig.

Nicolas Šustr

Kameras und Abschiebungen

Mit einem Zehn-Punkte-Plan für Prävention und Sicherheit will Innensenator Andreas Geisel (SPD) in die Senatsklausur am kommenden Montag gehen. Der Plan wird für Diskussionen sorgen - das tut er nämlich bereits jetzt.

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Bevölkerung in Zahlen

In der Prignitz leben nur 36 Einwohner je Quadratkilometer. Statistisch gilt der Landstrich damit offiziell als unbewohntes Gebiet. Ostprignitz-Ruppin ist mit 39 Einwohner nur unwesentlich besser dran.Nur 5 der 46 Kommunen im Nordwesten Brandenburgs haben mehr als 10 000 Einwohner: Neuruppin (31 000), Wittenberge (17 000), Wittstock (14 000) sowie Perleberg und Pritzwalk (je 12 000). 23 Kommunen h...

ndPlusTheresa Münch

Senat gibt sich 100-Tage-Programm

Schonzeit hatte der neue Senat nicht - vor allem durch den Terroranschlag am Breitscheidplatz nur Tage nach dem Start. Ab Montag sollen auch andere Themen in den Mittelpunkt rücken.

Tomas Morgenstern

Perspektive für historische Innenstädte

Seit 25 Jahren arbeiten in Brandenburg Städte mit Altstadtkern zusammen bei der Rettung historischer Bausubstanz. Nun suchen sie Unterstützung für eine langfristige Erhaltungsstrategie.

Samuela Nickel

Pelmeni, Banitza und Geschenke

Für viele Menschen ist es normal, die Weihnachtsfestlichkeiten erst im Januar zu begehen. Auch in der Hauptstadt laufen die Vorbereitungen für das orthodoxe Weihnachtsfest an diesem Wochenende.

ndPlusAndreas Fritsche

Neuruppin als Perle herausputzen

Besser ziehen junge Dorfbewohner nach Neuruppin, als dass sie nach Berlin gehen und damit für die Prignitz und das Ruppiner Land verloren sind, urteilt das Beratungsunternehmen Empirica AG.

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Sachsens Nummer eins

Rathen. Touristen stehen auf der verschneiten Basteiaussicht im Nationalpark Sächsische Schweiz bei Rathen. Gegen den Landestrend in Sachsen hat die Region in der Gunst von Touristen zugelegt. Von Januar bis Oktober zählte man in der Sächsischen Schweiz rund 1,4 Millionen Übernachtungen, gut vier Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum, teilte der Tourismusverband Sächsische Schweiz mit. Das ist der...

Erneuerung statt Neubau

Erfurt. In vielen Landesteilen Thüringens müssen sich Autofahrer in den nächsten Monaten wieder auf Straßenbaustellen einstellen. Neue Autobahnen werden laut Landesamt nicht mehr gebaut, sondern in erster Linie Straßenbeläge erneuert. Entsprechende Arbeiten sind etwa auf der A9 am Hermsdorfer Kreuz und an der Anschlussstelle Bad Klosterlausnitz sowie auf der A71 bei Sömmerda geplant.Entlang von Bu...

USA wurden wichtigstes Exportland Thüringens

Erfurt. Die USA haben sich 2016 nach Angaben der Industrie- und Handelskammer (IHK) Erfurt zum wichtigsten Exportland für die Wirtschaft im von Rot-Rot-Grün regierten Thüringen entwickelt. Zweistellige Wachstumsraten hätten dazu beigetragen, dass die USA unter den Exportländern auf Rang eins aufgestiegen seien, teilte die Kammer auf Anfrage mit. Etwa acht Prozent der Thüringer Warenlieferungen gin...

Rezepte gegen Unterfrankens Wassermangel

Würzburg. Trockenheit kann Konflikte zwischen Landwirten, Wasserversorgern und Naturschützern auslösen - und deshalb geht im besonders trockenen Unterfranken nun ein Pilotprojekt in eine neue Phase. »Wir fangen jetzt an, Handlungsempfehlungen für die verschiedenen Akteure zu entwickeln«, sagte Axel Bauer vom Sachgebiet Wasserwirtschaft bei der Regierung von Unterfranken in Würzburg. Das Projekt im...

Hendrik Lasch, Gardelegen

Schocknachricht für Isenschnibbe

Die Feldscheune Isenschnibbe im Norden Sachsen-Anhalts ist Inbegriff für die Verbrechen auf den NS-Todesmärschen. Ab 2018 sollte darüber in einem neuen Besucherzentrum informiert werden. Eigentlich.

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Seit 1990 wird saniert

Nicht allein für den Plenarbereich arbeiten zurzeit täglich rund 60 Bauleute im Schweriner Schloss. Das prunkvolle Gemäuer, das in seiner derzeitigen Gestalt 1857 vollendet war, wird seit 1990 gründlich restauriert. Die wichtigsten Arbeiten waren zur Bundesgartenschau 2009 abgeschlossen, doch noch immer gibt es viel zu tun, stoßen Besucher im und am Schloss auf mehrere Baustellen. Die Kosten der S...

Kein Rekord

Das Berliner DDR-Museum haben im vergangenen Jahr mehr als 538 000 Menschen besucht. Im zehnten Jahr seines Bestehens habe es wegen Umbauarbeiten keinen neuen Besucherrekord gegeben, erklärte Museumsdirektor Gordon von Godin am Freitag. So wurde im Spätsommer die Ausstellungsfläche um 30 Prozent erweitert. Unter anderem sei jetzt eine authentisch eingerichtete Plattenbauwohnung zu sehen.Das gegenü...

Wohlfühlorte für Schwalben

Magdeburg. Die Zahl der Wohlfühlorte für Schwalben steigt in Sachsen-Anhalt. Aktuell seien 611 Gebäude zwischen Arendsee und Zeitz als »Schwalbenfreundliches Haus« ausgewiesen, sagte Annette Leipelt vom Naturschutzbund (Nabu) Sachsen-Anhalt der dpa in Magdeburg. Allein im Jahr 2016 wurden landesweit 135 Plaketten neu vergeben - die meisten im Salzlandkreis (50). Er führe auch insgesamt die Statist...

Isa Genzken ausgezeichnet

Die Berliner Künstlerin Isa Genzken erhält den Kaiserring 2017 der Stadt Goslar. Das hat Oberbürgermeister Oliver Junk (CDU) am Freitag beim Neujahrsempfang in der Goslarer Kaiserpfalz bekanntgegeben. Die in Berlin lebende Genzken gilt als eine der wichtigsten und einflussreichsten deutschen Künstlerinnen der Gegenwart. Sie soll den Kaiserring am 7. Oktober in Goslar entgegen nehmen.Die 68-Jährige...

Bloß keine Eile in der Mainzer Spendenaffäre

Mainz. Die Prüfung von möglicherweise unzulässigen Spenden an die CDU in Rheinland-Pfalz durch den Bundestag dauert an. »Zu dem bislang bekannten Sachverhalt haben sich relevante Fragen ergeben, die vor einer abschließenden rechtlichen Würdigung zu klären sind«, sagte eine Parlamentssprecherin dieser Tage. Der Bundestag lässt den Zeitplan der Prüfung noch offen: Eine zeitliche Einschätzung sei nic...

ndPlusHagen Jung, Schwerin

Auch Zwischenrufe bald gut hörbar

Verzögert hat sich der Bau eines neuen Plenarbereichs für Mecklenburg-Vorpommerns Landtag im Schweriner Schloss. Ursache war vor allem die Insolvenz einer Planungsfirma. Und das Ganze wird teurer.

ndPlusSönke Möhl, Karlsruhe

Das Geschäft mit dem Fahrrad boomt

Auch wenn die Krise beim Fahrradhersteller Mifa etwas anderes vermuten lässt: Besonders in den Städten setzen immer mehr Menschen auf das Fahrrad. Und die Bedeutung des Fahrradmarktes wächst.

Christin Odoj

Dabei gingen sie doch Hand in Hand

Eine Ausstellung in Potsdam räumt auf mit dem Klischee, im Osten hätte es zwischen regimekritischer- und Staatskunst sonst nichts gegeben. Die Werke korrespondieren mit Bildern aus den 80er Jahren westdeutscher Kunst.

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Gabriele Oertel

Sieben Tage, sieben Nächte

Wie die meisten Menschen dieser stolzen Republik haben auch wir nd-Mitarbeiter in der Zeit, die seit mehr als einem Vierteljahrhundert aus unerfindlichen Gründen »zwischen den Jahren« heißt, darüber nachgedacht, wie wir entsprechend unserer 70-jährigen Tradition mit guten, ja höchsten Leistungen ins Wahljahr 2017 starten können. Denn auch bei uns gilt, ähnlich wie im Kanzleramt, im Willy-Brandt- u...

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ndPlusFabian Köhler

Als in Manhattan noch Arabisch gesprochen wurde

Syrische Migranten gehörten schon vor 100 Jahren ganz selbstverständlich zum New Yorker Straßenbild. Heute ragt am alten Ort des ehemaligen syrischen Viertels das One World Trade Center in den Himmel.

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Fabian Köhler

Was von »Little Syria« übrig ist

Noch mehr Symbolik hätte auch Hollywood nicht in die Geschichte packen können: Ausgerechnet jenes Ereignis, das wie kein zweites das amerikanische Bild vom Araber zum Schlechteren veränderte, sollte die Erinnerung an eine Zeit zurückbringen, in der arabisches Leben mitten in New York einmal selbstverständlich war. Nur wenige Dutzend Meter von Ground Zero entfernt fanden Arbeiter bei Aufräumarbeite...

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Allan Williams

Er hat sich später nicht geschont, nannte seine Memoiren sinngemäß: »Der Mann, der sich die Beatles durch die Lappen gehen ließ«. Einem späteren Buch gab er den tragischen, an ein Beatles-Lied angelehnten Titel: »A Fool On The Hill«. Jener Narr war er selber: der britische Musikmanager Allan Williams, der 1960 die Beatles höchstpersönlich nach Hamburg zu ihren ersten Konzerten kutschiert ha...

William Salice

In Zeiten überbordender Süßigkeitenregale hat Schokolade ihren Wert als Luxusgut längst eingebüßt. 1972, als das Überraschungsei in Italien auf den Markt kam, war das anders. Ferrero landete mit dem spielzeuggefüllten Milchschokoladenei einen Verkaufsschlager. Maßgeblich an der Entwicklung beteiligt war William Salice, enger Vertrauter von Firmenchef Michele Ferrero. Der Produktentwick...

ndPlusDenis Trubetskoy

Saakaschwilis neue Kräfte

Dem georgischen Ex-Präsidenten Michail Saakaschwili war die Ukraine nie fremd. Nachdem er 1984 die Schule in Tbilissi abgeschlossen hatte, zog er gleich nach Kiew und begann mit dem Studium der Rechtswissenschaft an der dortigen Schewtschenko-Universität. Zwischenzeitlich wurde er aus der Uni rausgeschmissen - inoffiziell wegen der Verbreitung dissidentischer Literatur. Deswegen musste Saakaschwil...

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Anastasia Müller

Abschied am Sonntag in Vilnius

Ende 1990 erhielt der KGB-Chef Wladimir Krjutschkow einen Anruf. Leonid Schebarschin, stellvertretender Abteilungsleiter in der Hauptverwaltung Aufklärung des KGB, teilte seinem Vorgesetzten nüchtern mit, dass der Zusammenbruch des Sowjetreiches nicht mehr aufzuhalten sei. Die Republiken begehrten auf, Gorbatschow verliere an Autorität und Macht, das Schicksal von Armee, Innenministerium und Siche...

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ndPlusMatthias Morgenstern

Beklemmend, bestürzend: Luthers »Von den Juden«

Der judenfeindliche Maßnahmenkatalog Luthers ist eindeutig: Der Reformator schlug seinen Lesern vor, Synagogen zu verbrennen. Welche Gründe kann es geben, einen solchen widerlichen Aufruf zur Gewalt neu herauszugeben?

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Felix Bartels

Ein Klassiker des Dummfilms

Der Stummfilm ist eine Laune der Natur. Ein unvollständig zur Welt gekommenes Genre, das nach kurzer Blüte vom Tonfilm verdrängt wurde. Möglich, dass auch das an Langs Film »Metropolis« (1927) verdrießt, der ungeheuer aufgepumpt noch einmal alles herausholte, was an Tugenden und Macken in der untergehenden Kunstform steckte. Ein wenig Unsicherheit mag hier bleiben, da der Film nicht vollständig er...

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tgn

Bildungslexikon

Ganztagsschulen. In Deutschland unterscheidet man Ganztagsschulen nach offenem und gebundenem Betrieb. Die gebundene Form unterscheidet sich von der offenen durch ein verlängertes Schulangebot mit integrierter Freizeit und Anwesenheitspflicht. In offenen Ganztagsschulen besteht das Nachmittagsangebot aus freiwilligen Arbeitsgemeinschaften oder Werkstätten. Ein Schultag einer gebundenen Ganztagssch...

Bildung braucht Zeit

Bedenkt man, dass mittlerweile seit über zehn Jahren ein umfangreiches Programm zur Umsetzung der Ganztagsschule läuft, erscheint einem die bundesdeutsche Debatte um den Sinn einer Ganztagsschule ein wenig borniert. Natürlich muss investiert werden: in Räume, in Pädagogen, in Materialien. Aber die Antwort kann nicht weniger, sondern muss bessere Ganztagsschulen heißen. Andernfalls übergeht man all...

Lena Tietgen

Lernen über den Tag

Der Hirnforscher Gerhard Roth hat nach eigener Aussage bis 2013 gut zehn Jahre den Unterricht an verschiedenen Schulen begleitet und stellt fest, dass »bestimmte Grundfehler« nach wie vor gemacht werden. Dazu gehören neben fehlender Zusammenarbeit vor allem der 45-Minuten-Takt und mit ihm die überbordende Menge an Lernstoff. In einem Gespräch mit ganztägig-lernen.de erläutert er, wie Lernen f...

ndPlusThomas Gesterkamp

Bevor die Sonne aufgeht

Vor drei Jahren beschrieb die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (FAS) die Schulsituation im nordbadischen Walldorf. In der Kleinstadt bei Heidelberg hat die Softwarefirma SAP ihren Sitz. Hier wohnen viele junge Familien, in denen beide Elternteile beim größten Arbeitgeber des Ortes beschäftigt sind. Oft sind sie zugezogen, die Großeltern leben weit entfernt - sie brauchen eine zuverlässige Ki...

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Dieter B. Herrmann

Wo stecken die Aliens?

In den letzten Jahrzehnten wurde die Diskussion um Außerirdische vor allem durch zahlreiche neue Erkenntnisse der Astrophysik befeuert, die es immer plausibler erscheinen lassen, dass wir nicht allein im All sind...

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Ultraschall soll Wale schützen

Schweinswale in der Ostsee enden oft tragisch in den Stellnetzen von Fischern. Die Meeressäuger, die regelmäßig zum Atmen an die Oberfläche kommen müssen, verfangen sich darin und ertrinken. Mit ihrem akustischen Orientierungssinn können sie die dünnen Kunststoffnetze oft nicht rechtzeitig wahrnehmen. Wie das Thünen-Institut für Ostseefischerei in Rostock mitteilte, will man das künftig mit einem ...

Resistente Keime im Pekinger Smog

In China nimmt der Smog immer bedrohlichere Formen an. Zur Erinnerung: Das Kunstwort Smog entstand im damals noch industriellen London aus den beiden englischen Wörtern für Rauch (Smoke) und Nebel (Fog). Und anders als im modernen London dominieren in den chinesischen Metropolen noch heute die Industrie samt kohlebefeuerter Stromerzeugung und - im Norden - Kohleheizung. Die Auswirkungen sind ähnli...

Martin Koch

Herr der Schwarzen Löcher

Er ist vermutlich der berühmteste lebende Physiker der Welt: Stephen Hawking. Manche vergleichen ihn sogar mit Albert Einstein, der zu Lebzeiten ebenfalls höchste Popularität genoss. Dabei hat Hawking nicht einmal den Nobelpreis erhalten. Die Frage nach den Gründen muss sich gelegentlich auch die Schwedische Akademie der Wissenschaften gefallen lassen. »Wir sind mit den Jahren vorsichtig geworden«...

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Julius H. Schoeps

»Wir begehen also ein Unrecht!«

Zu den großen Illusionen und Irrtümern der frühen zionistischen Bewegung zählte die Vorstellung, die jüdische Wiederbesiedlung Palästinas stieße auf keinen ernstzunehmenden Widerstand. Ein friedliches Miteinander zwischen Muslimen und Juden, zwischen »Mohammedanern« und Juden, wie das Theodor Herzl in seinem Roman »Altneuland« auf romantisch verklärende Weise beschrieben hat, ist bis heute nur ein...

Seite 29

Denklösung »Einleuchtend«

Am 31. Dezember deutete bereits die Überschrift an, wie die Aufgabe war, nämlich »Einleuchtend«. Doch um es gleich vorweg zu nehmen: Etliche Denkspielerinnen und -spieler hatten sich dennoch von dem kleinen Silvesterscherz bluffen lassen und boten eine unnötig komplizierte Zwei-Mal-Lösung an. Richtig war natürlich »ein Mal«. Denn: Man betätigt im Keller einen Schalter, lässt ihn ein paar Minuten a...

ub.

Hilfskarten, Chrono-Decoder und kleine Geschichten

Exit - Das Spiel. Drei Teile der preiswerten Reihe von Inka und Markus Brand sind erschienen: »Die verlassene Hütte«, »Das geheime Labor«, »Die Grabkammer des Pharao«. Die sehr logisch aufgebauten Rätsel lassen sich ohne Fachwissen lösen. Der Schwierigkeitsgrad ist beträchtlich; wer stecken bleibt, darf Hilfekarten ziehen. Verlag Kosmos, 1 bis 6 Spieler ab 12 Jahren, je ca. 13 €. Für anspruchsvol...

Mike Mlynar

Was & wer?

Ein Reiz des Faschings besteht darin, dass man oder frau - zumindest vom Teenageralter an - lange nicht so richtig wissen, mit wem sie da nächtens sprechen, tanzen oder küssen. Jüngere haben auch unterhalb dieser Schwelle viel Spaß beim Verkleiden und machen gern ein Geheimnis daraus. Dieser Umstand mag Thomas Jahre, Mathelehrer am Chemnitzer Schulmodell, für seine aktuelle (die insgesamt bereits ...

ndPlusUdo Bartsch &

»Die Gruppe macht’s!«

Auch Stress kann Spaß machen. Wie anders wäre es zu erklären, dass sich neuerdings Menschen gruppenweise freiwillig einschließen lassen, dann dort unter Zeitdruck Rätsel lösen, um so wieder den Weg in die Freiheit zu finden. »Escape Room« oder »Exit-Room« nennt sich der seit etwa drei Jahren aus Japan auch zu uns geschwappte Freizeittrend (»nd«, Spielplatz, 8./9.10.2016). In über 100 deutschen Stä...

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ndPlusEkkehart Eichler

Wundertüte an der Weichsel

Ein kleiner Junge steht an der schwarzen Bank. Guckt keck zur Mama und drückt dann einen Knopf auf dem spiegelglatt polierten Stein. Daraufhin erklingt Musik - die Bank spielt Klavier. Ein halsbrecherisch virtuoses Stück, das sofort andere Flaneure in Bann zieht. Leute bleiben stehen und lauschen andächtig, bis der letzte Ton aus dem multimedialen Sitzmöbel verklungen ist. Über QR-Codes lässt sich...

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Heidi Diehl

Resteverwertung de luxe

Natürlich habe ich gewusst, worauf ich mich einlasse, wenn ich im Winter in den arktischen Norden Kanadas reise. In dieser Jahreszeit tobt sich Väterchen Frost hier richtig aus - kippt Schnee satt über Land und Leute, lässt fast alles erstarren und den Atem zu Eiszapfen gefrieren. Minus 25 Grad Celsius zeigte das Thermometer, mit einem bisschen Glück ein Grad weniger. Doch ich hatte es nicht ander...

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ndPlusChristin Odoj

Der ewige Entertainer

Ein junger Mann, allerdings schon 22 Jahre alt, geht auf der Bühne dieses weltberühmten Theaters auf und ab. Er sagt nichts, läuft einmal zur Wand, fasst das kalte Gemäuer, pechschwarz gestrichen, an, läuft wieder zur Bühnenmitte zurück, guckt sich auf dem Weg dahin ein paar Mal um. Unten im Zuschauerraum sitzt die Prominenz des ostdeutschen - ja, des Welttheaters und beobachtet ihn genau: Brecht,...