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UNTEN LINKS

Damit Berlin im internationalen Wettbewerb nicht völlig abgehängt bleibt, wird unverzüglich das Planfeststellungsverfahren zur Spreevertiefung eingeleitet. Aufgrund der gegenwärtigen erheblich beeinträchtigten Anlaufverhältnisse in den Berliner Häfen wurde ein jährlicher Ladungsverlust von rund 78,8 Mio. TEU (Standardcontainer) ermittelt. Die Europäische Kommission hat daher festgestellt, dass das...

Aufbauplan für Afrikas Zukunft

Nairobi. Mit Hunderten Teilnehmern aus Wirtschaft und Politik hat der zweite deutsch-afrikanische Wirtschaftsgipfel in Kenias Hauptstadt Nairobi begonnen. Die deutsche Delegation wird von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries und Entwicklungsminister Gerd Müller angeführt. Kenias Präsident wurde von Außenministerin Amina Mohamed vertreten. Das zweitägige Treffen soll die wirtschaftliche Zusammena...

Exportüberschuss auf Rekordniveau

Wiesbaden. Die deutsche Außenhandelsbilanz hat im Jahr 2016 mit dem bisher höchsten Überschuss abgeschlossen. Die Differenz von Exporten und Importen stieg auf 252,9 Milliarden Euro, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. 2015 hatte der Außenhandelsüberschuss noch 244,3 Milliarden Euro betragen. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr Waren im Wert von 1,21 Billionen Euro ins Ausland...

Beileid zum Tod türkischer Soldaten

Istanbul. Bei einem russischen Luftangriff in Syrien sind drei türkische Soldaten getötet worden. Die türkischen Streitkräfte teilten am Donnerstag mit, drei ihrer Soldaten seien »versehentlich« getötet und elf weitere verletzt worden, als ein russisches Flugzeug ein Gebäude bombardiert habe. Der russische Präsident Wladimir Putin sprach seinem türkischen Kollegen Recep Tayyip Erdogan in einem Tel...

Martin Ling

Müllers Glas ist halb leer

Afrika braucht selbstverständlich auch ein Mehr an öffentlichen Geldern, wie sonst könnte der immense Nachholbedarf bei öffentlichen Gütern von Bildung über Gesundheit bis hin zu Transport sukzessive gedeckt werden?

Containerriesen müssen warten

Berlin. Die Welthandelspötte werden in ihren Ausmaßen und Transportkapazitäten immer gewaltiger und so manche Binnenwasserstraße - wie Flüsse in Wirtschaftskreisen genannt werden - kann da nicht mehr mithalten. Das gilt auch für die Elbe. Vor allem das rund 60 Kilometer lange Stück zwischen Nordseemündung und Deutschlands größtem Seehafen in Hamburg ist außerhalb der kurzen Flutzeiten zu schmal un...

Trump repetiert rüde Richterschelte

Während Trumps Einreiseverbote juristisch geprüft werden, schlägt der US-Präsident weiter verbal um sich. Gegenwind kommt auch aus Hollywood.

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Hermannus Pfeiffer, Hamburg

Zu flach und zu schmal für moderne Ozeanriesen

Der Hamburger Hafen ist einer der größten »Arbeitgeber« auch für Mecklenburger und Niedersachsen. Das soll so bleiben. Doch ob dafür eine Fahrrinnenanpassung der Elbe notwendig ist, bleibt umstritten.

ndPlusFolke Havekost, Hamburg

Meilenstein mit Sumpfpflanze

Die Elbvertiefung verzögert sich: Hamburg darf nach einem höchstrichterlichen Urteil den Fluss weiter ausbaggern, muss aber erst beim Umweltschutz nachbessern.

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Der Tag der »Roten Hand«

Jedes Jahr am 12. Februar erinnert der Red Hand Day daran, dass noch immer Hunderttausende Kinder zum Kämpfen gezwungen werden. Anlass für den Internationalen Tag gegen den Einsatz von Kindersoldaten ist das Inkrafttreten eines Zusatzprotokolls über die Beteiligung von Kindern an bewaffneten Konflikten zur UN-Kinderrechtskonvention am 12. Februar 2002. Internationale Organisationen wie UNICEF, das...

ndPlusPhilipp Hedemann, Butembo

Große Waffen in kleinen Händen

Jedes Jahr am 12. Februar erinnert der Red Hand Day daran, dass noch immer Hunderttausende Kinder zum Kämpfen gezwungen werden. Ein Junge, der im Ostkongo zum Töten gezwungen wurde, berichtet.

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Robert D. Meyer

Petry könnte wie Lucke enden

Seit zwei Jahren ist Frauke Petry Vorsitzende der sogenannten Alternative für Deutschland (AfD). Einst selbst durch einen Rechtsruck ins Amt gekommen, wird ihre Macht zunehmend durch noch radikalere Kräfte in Zweifel gestellt.

ndPlusUwe Kalbe

Abschiebemeisterschaft

Letzter Widerstand gegen den Abschiebeplan der Bundesregierung ist von Seiten einiger Länder zu erwarten. Hoffentlich. Vor allem, um die Realitäten in der Welt wenigstens partiell in Rechnung zu stellen.

Simon Poelchau

Nur konsequent

Mindestlohn sollte angesichts des Booms kein Problem sein. Dem ist nicht so. Finanzminister Schäuble könnte Formen der Ausbeutung durch mehr Personal beim Zoll ein Ende bereiten. Doch daran ist nicht zu denken.

Max Böhnel,

Trump-Verfolger

Kann Eric Schneiderman, der Generalstaatsanwalt von New York, Donald Trump auf dem juristischen Weg einhegen? Zahlreiche US-Medien glauben das. Es wird sogar spekuliert, der 62-Jährige könnte Trump zu Fall bringen - mit einem Amtsenthebungsverfahren. Seit 2011 ist Schneiderman gewählter Innenminister bzw. Generalstaatsanwalt des Staates New York. Trump ist er seit Langem auf der Spur. Er übernahm ...

ndPlusChrista Luft

Deutscher Exportüberschuss am Pranger

Deutschland ist das Land weltweit mit dem größten Exportüberschuss. Dieser Spitzenplatz wurde konnte unter anderem dadurch durch Lohnzurückhaltung und Steuersenkung für Unternehmen erreicht werden.

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Mit harter Hand abschieben

BundesausreisezentrenWeil dem Bund die Abschiebungen - für die die Länder zuständig sind - zu schleppend vorangehen, hat sich Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bereits zu Jahresbeginn dafür stark gemacht, dass der Bund hier Zuständigkeiten erhält. Deren Einführung soll der Bund nun prüfen, wie es im Aktionsprogramm heißt: »Einen Mehrwert könnten insbesondere Bundesausreisezentren schaff...

Uwe Kalbe

Konsequenter unmenschlich

In einem Treffen mit den Ministerpräsidenten der Länder unterbreitete Angela Merkel am Donnerstag den 16-Punkte-Plan der Bundesregierung - er vollendet deren Strategie gegen die »Flüchtlingskrise«.

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US-Minister kommen

München. Eine Woche vor der Münchner Sicherheitskonferenz komplettiert sich die Teilnehmerliste: Die neue US-Regierung von Donald Trump wird mit Vizepräsident Mike Pence und mehreren Ministern vertreten sein. Auch Verteidigungsminister James Mattis, Heimatschutzminister John Kelly und der Nationale US-Sicherheitsberater Michael Flynn hätten ihr Kommen zugesagt, sagte Konferenz-Chef Wolfgang Ischin...

Hagen Jung

Laut Polizei stand ein Anschlag bevor

Punkt fünf Uhr früh fordern Polizeibeamte am Donnerstag in elf Wohnungen und Geschäftsräume in Göttingen sowie ein Haus in Nordhessen Einlass. Beamte des Landeskkriminalamtes sind dabei, Spezialkräfte und auch Hundeführer mit ihren Vierbeinern. Die Räume werden durchsucht, dabei entdecken die Polizisten zwei Männer, die bei den Sicherheitsbehörden als »Gefährder« gelten. Sie werden festgenommen. D...

ndPlusRené Heilig

Vertrauen ist gut. Externe besser?

Verteidigungsministerin von der Leyen (CDU) spricht ihren Rüstungsexperten die Kompetenz ab. Sie will Millionenverträge mit externen Beraterfirmen schließen. Kritiker fürchten eine unzulässige Einflussnahme.

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Alles neu macht die May, das Unterhaus ist mit dabei

London. Die britische Regierung hat die überragende Zustimmung zum Brexit-Gesetz im Unterhaus als historisch gefeiert. Mit dem Votum gaben die Abgeordneten Premierministerin Theresa May die Vollmacht, die Verhandlungen zum Ausstieg aus der Europäischen Union einzuleiten. Der Gesetzentwurf wurde am Mittwochabend vom Unterhaus mit 494 zu 122 Stimmen angenommen. Die Abstimmung gilt als klarer Erfolg ...

Heikel für EU und Türkei

München. Die Christdemokraten im Europäischen Parlament wollen einem EU-Beitritt der Türkei offenbar eine endgültige Absage erteilen. »Nur Länder, die geografisch größtenteils zu Europa gehören, können die EU-Mitgliedschaft erhalten«, heißt es in einem Papier der Fraktion der Europäischen Volkspartei (EVP), aus dem die »Süddeutsche Zeitung« zitierte. Die Türkei könne »keine volle EU-Mitgliedschaft...

Wojciech Osinski, Warschau

Lob aus Warschau für Merkel

»Die polnische Stimme wird in Europa vernommen und unsere Vorschläge werden ernst genommen«, freute sich Polens Außenminister Witold Waszczykowski am Donnerstag im Sejm. Den Besuch der Bundeskanzlerin Angela Merkel führte er dafür als erneuten Beweis an. Angela Merkel und Beata Szydlo hatten sich am Dienstag in Warschau in vielen Fragen einträchtig gegeben, einige Bekundungen ließen jedoch ahnen, ...

ndPlusChristian Selz, Kapstadt

Der Präsident ist nicht präsent

Simbabwes »Kriegsveteranen« distanzieren sich von Staatschef Robert Mugabe. Dessen Ehefrau Grace sieht sich selbst schon als Präsidentin. Das Gerangel um die Nachfolge des 92-Jährigen ist im Gang.

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Thomas Berger

Filipinos greifen zu den Waffen

Die Waffenruhe und der Friedensdialog zwischen der Regierung und kommunistischen Rebellen auf den Philippinen sind zum Freitag aufgekündigt.

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Hagen Jung

VW-Aufsichtsrat in Piëchs Visier

Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil bestreitet, schon im März 2015 vom VW-Abgasskandal gewusst zu haben. Diesen Vorwurf hatte Ex-Aufsichtsratschef Ferdinand Piëch erhoben.

ndPlusRalf Streck

Brand im Atomkraftwerk

Nach zwei Bränden im grenznahen Atomkraftwerk Cattenom soll nun ein Brand in Flamanville eine Explosion ausgelöst haben.

ndPlusFelix Lill, Tokio

Handelspolitik ohne Kanonenboote

Japans Premierminister Shinzo Abe steht vor einer schweren Reise nach Washington. Um ein Freihandelsabkommen mit den USA zu retten, setzt er den Zuspruch seiner Wählerschaft daheim aufs Spiel.

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Lichter aus in Bexbach

Mannheim. Trotz intensiver Verhandlungen von Betriebsrat und Gewerkschaft streicht der US-Mischkonzern General Electric (GE) in Mannheim noch etwa 600 und in Bexbach (Saarland) rund 160 Stellen. Das teilte die Betriebsratsvorsitzende Elisabeth Möller am Dienstag in Mannheim mit. In den Gesprächen mit GE sei es nicht gelungen, die »falsche Umstrukturierung« zu stoppen, sagte sie. Das Werk in Bexbac...

Sebastian Weiermann

»Projekteritis« muss enden

Die Beschäftigten im öffentlichen Dienst führten in den letzten Tagen in zahlreichen Bundesländern Warnstreiks durch. Nächste Woche wird mit den jeweiligen Ländern weiterverhandelt. Zentrale Forderung der Gewerkschaften ist eine Lohnerhöhung um sechs Prozent. Außerdem sollen die Bedingungen der Beschäftigten in verschiedenen Bereichen wie den Pflegeeinrichtungen unter Landesaufsicht an die, im let...

ndPlusNelli Tügel

Gesichter im Aufruhrgebiet

160 Tage lang wehrten sich Stahlkocher in Duisburg-Rheinhausen gegen die Schließung des Krupp-Werkes. Einblicke in diese Zeit des Aufruhrs liefert ein neuer Bildband.

ndPlusHans-Gerd Öfinger

Rettung für die Bau-Sozialkassen

Urlaubsansprüche, Zusatzrenten, Zahlungen bei witterungsbedingten Ausfällen. Es stand viel auf dem Spiel für die Beschäftigten der Baubranche. Die IG BAU rang um den Erhalt der Bau-Sozialkassen. Mit Erfolg.

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Rechte Parolen an Hauswände geschmiert

Vermutlich rechte Täter haben erneut mehrere Hauswände beschmiert. Bereits am Dienstag hätten sich vier Betroffene aus Wedding an die Mobile Beratungsstelle gegen Rechtsextremismus (mbr) gewandt, sagt Bianca Klose von der mbr. Insgesamt gehe sie dort von sechs Fällen aus. In der Nacht von Dienstag auf Mittwoch folgten ähnliche Angriffe in Neukölln: Dort meldeten sich am Mittwoch vier Betroffene vo...

21 Autos in Rigaer Straße zerstört

In der Rigaer Straße in Friedrichshain haben Unbekannte 21 Fahrzeuge in der Tiefgarage eines Neubaus beschädigt. An den meist hochwertigen Autos wurden in der Nacht zu Donnerstag Scheiben eingeschlagen und Reifen zerstochen, sagte ein Polizeisprecher. Ein Anwohner hatte die Polizei alarmiert, nachdem er gegen 1 Uhr in der Nacht Geräusche von zersplitterndem Glas und Autoalarmanlagen gehört hatte. ...

ndPlusEllen Wesemüller

Religion: Bitte diskriminieren

Ein Kopftuch ist nicht neutral und soll es auch gar nicht sein. Genauso wenig neutral ist jedoch das Kreuz an der Wand - das Kruzifix-Urteil von 1995 blieb praktisch ohne Folgen und hängt heute noch in Klassenzimmern.

Johanna Treblin

20 Polizisten tragen Taser

Seit Montag testet Berlin zunächst für drei Jahre Elektropistolen im Streifendienst. Am Donnerstag erklärten Einsatzleiter, wie sie funktionieren.

ndPlusNicolas Šustr

Dramatischer Wagenmangel bei der U-Bahn

Die Berliner U-Bahn ist am Limit. Tag für Tag fehlen nämlich zehn Prozent der Wagen, die für einen fahrplanmäßigen Betrieb nötig wären, sagt die Gewerkschaft ver.di. Schuld soll auch das Wartungskonzept sein.

ndPlusPeter Kirschey

Lehrerin mit Kopftuch bekommt Entschädigung

Ist es Diskriminierung oder Neu᠆tralität, wenn eine Frau mit Kopftuch keine Stelle als Grundschullehrerin bekommt? Das Landesarbeitsgericht entschied am Donnerstag, dass sie benachteiligt wurde.

Nicolas Šustr

Mehr Kontrolle für Landeseigene

Die Instanz, die den landeseigenen Wohnungsunternehmen auf die Finger schauen soll, ist endlich arbeitsfähig. Zu feiern gibt es nichts: Der Arbeitsplan ist straff - und die Befugnisse sind beschränkt.

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Ein Drittel der Drittklässler schwach im Rechnen

Seit 2004 werden Schüler auf ihre Fähigkeiten beim Lesen und Rechnen getestet. Das soll Lehrern helfen, sie zu fördern - löst aber in der Politik regelmäßig Bestürzung über das niedrige Niveau aus.

Andreas Fritsche

Acht Jahre Haft für NPD-Politiker

Das Landgericht Potsdam verdonnerte am Donnerstag zwei Neonazis für die Zerstörung einer Turnhalle im brandenburgischen Nauen und weitere Delikte zu langer Haft. Vier Mitangeklagte kamen mit Bewährung davon.

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Bremer Straßenschlucht

Bremen. Traditionsreiche Hansestadt an der Weser: Blick auf den mächtigen Bremer Dom, fotografiert durch eine Lücke zwischen zwei Bürgerschaftsgebäuden. Das Bild ist einer Ausgabe der Publikation »Klein Mexiko« entnommen. Diese wird seit 20 Jahren selbstverlegerisch erstellt in einem der rund 400 kleinen Häuser der Bremer Westfalen-Siedlung. Das heute vorwiegend kleinbürgerliche Quartier wurde ab ...

Wattwurm bis Meeresschildkröte

Stralsund. Mitarbeiter von Ozeaneum und Meeresmuseum in Stralsund haben ihre Schützlinge - vom Wattwurm bis zur Meeresschildkröte - gezählt. Demnach leben in den Aquarien des Meeresmuseums 839 Wirbeltiere von 180 Arten, wie die Einrichtung mitteilte. Im Vergleich zum Vorjahr ist damit die »Artenvielfalt« der Wirbeltiere im Meeresmuseum um 17 Arten geschrumpft, während sie im Ozeaneum um vier auf 9...

500 000 Kubikmeter Sand sind weg

25 Millionen Euro will das Land Mecklenburg-Vorpommern für die Beseitigung der jüngsten Sturmflutschäden bereitstellen. An einem schwer beschädigten Abschnitt begannen nun die Reparaturarbeiten.

Hans-Gerd Öfinger, Wiesbaden

Brummis unter Draht

Schnellstraßen mit Oberleitungen für Lastkraftwagen? Was bislang eher wie ein Science-Fiction-Film wirkte, soll im realen Fahrbetrieb erprobt und für einen großflächigen Einsatz vorbereitet werden. Hierzu werden jetzt in zwei Bundesländern entsprechende Teststrecken auf viel befahrenen Bundesautobahnen eingerichtet. So sollen nach dem Willen der schwarz-grünen Landesregierung in Hessen die Tests a...

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Im Namen der Raute

Merkel hat den amerikanischen Präsidenten zu einem Treffen ins exklusive Hotel Adlon geladen. BND, CIA, NSA & Co. überschlagen sich mit den Vorbereitungen, als schlagkräftige Indizien darauf hinweisen, dass eine Entführung geplant ist. Wer wen wann und warum entführt, bleibt zunächst unklar. Übermotivierte Sicherheitsleute, überfordertes Personal und übellaunige Politiker jagen durch die Katakombe...

UdK bekommt neue Kanzlerin

Ulrike Prechtl-Fröhlich soll neue Kanzlerin der Universität der Künste Berlin (UdK) werden. Sie tritt damit die Nachfolge von Wolfgang Abramowski an, der Ende Mai 2017 nach zehn Jahren Amtszeit in den Ruhestand geht. Das verkündete UdK-Präsident Martin Rennert am Dienstag im Akademischen Senat.Die 44-jährige promovierte Germanistin Prechtl-Fröhlich wechselte nach ihrem Studium an der Universität A...

Film + Debatte über Donezk

Der Donbass ist ein Mysterium für viele. Ein blinder Fleck, wenn es um die alltägliche Realität geht. Man weiß von Artilleriebeschuss, von humanitärer Katastrophe und Leid, man weiß von »militärischer Lage«. Man weiß von Sensationen und Emotionen. Was sonst weiß man? Nichts! Niemand kennt die wirklichen Details. Sie werden nicht thematisiert in den Abendnachrichten oder in Reportagen zur besten Se...

Bitte die Lippen benetzen und zuhören!

»Wortspiele kennzeichnen die Texte und Kolumnen von Max Goldt«, behauptet frech der Deutschlandfunk, wo man, wie so oft, nicht die Spur einer Ahnung hat, denn wenn es eines gibt, das die Texte und Kolumnen von Max Goldt nicht kennzeichnet, dann sind es Wortspiele. Vermutlich hasst er Wortspiele sogar, zumindest jene sattsam bekannten »anspielungsreichen« bzw. »lustigen« Wortspiele, bei denen der A...

ndPlusAndreas Gläser

ND gelesen - dabei gewesen

Die Werbebotschaft aus Urzeiten hielt sich viele Jahre und wird von älteren Lesern noch heute mit einem verschmitzten Lächeln erwähnt. Wann ich diese Zeitung das erste Mal gelesen habe, kann ich nicht sagen, doch dabei gewesen bin ich seit meiner Geburt am 17. Januar 1965. An jenem Sonntag berichtete die Ausgabe von der traditionellen Luxemburg-Liebknecht-Ehrung, wobei in einem Kommentar verm...

Hendrik Lasch, Dresden

Symphonie der tausend Handwerker

Dresdens Kulturpalast ist ein Wahrzeichen der Nachkriegsmoderne. Seit 2012 wurde er saniert. Nun stehen die Arbeiten vor dem Abschluss. Ende April wird das Haus wieder eröffnet - sogar mit Orgel.

ndPlusHans-Dieter Schütt

Die Scherben leuchten

Zu sehen, dass Leben wehtut, genügt doch - um sich selber zu fühlen im Theater. Ja sicher, viel Süßlich-Schwärmerisches, viel Verträumtes und viel Kränkliches in dieser Geschichte aus den US-Südstaaten. »Die Glasmenagerie« von Tennessee Williams. Die Vierziger des vergangenen Jahrhunderts: Mutter Amanda hängt Vergangenheiten nach, in der es noch einen Ehemann gab. Tochter Laura, lebensuntüchtig, p...

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ndPlusTobias Riegel

Philosophie und Russophobie

Es war nur eine kurze Szene bei der Vorstellung der internationalen Jury der Berlinale für die Presse am Donnerstag. Doch sie offenbarte die tiefe und verstörende Wirkung der antirussischen Medien-Indoktrination auf die internationalen Journalisten. Und sie relativierte schlagartig das höchst selbstzufrieden zelebrierte kosmopolitische Getue und Geschwafel auf und unter dem Podium: Ein russischer ...

Gunnar Decker

Kunst trifft Kolportage

Weniger ausmalend-beliebige Erfindung, mehr dokumentarische Präzision – und »Django« wäre nicht so langweilig-konventionell geworden, wie es diese halbherzige Annäherung an den genialen Musiker Django Reinhardt ist.

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ANNOTIERT

»Wahlen sind heutzutage primitiv. Eine Demokratie, die sich darauf reduziert, ist dem Tode geweiht.« Dies meint der belgische Historiker David Van Reybrouck in seiner Streitschrift »Gegen Wahlen. Warum Abstimmen nicht demokratisch ist« (Wallstein, 200 S., br., 17,90 €). Uns im Westen geht es gut, weil es den meisten Menschen anderswo schlecht geht. Wir lagern systematisch Armut und Ungerechti...

ndPlusFranz Schandl

Staatsbürgerkunde in akademischer Überlänge

Bei der Fülle an Demokratierettungsbüchern muss es der Demokratie wirklich schlecht gehen. Dass da etwas nicht richtig läuft, ist inzwischen Konsens. Abhilfe ist jedoch, nach Pierre Rosanvallon, in Sicht und gar nicht so schwierig: das Schlecht-Regiertwerden (»mal-gouvernement«) sollte durch ein »gutes Regieren« ersetzt werden. Das Demokratiedefizit sei beseitigbar, indem man von einer bloßen »Gen...

Heinz Niemann

Um die ewige Kanzlerin zu verhindern?

»Ein bisschen Marx geht genauso wenig wie ein bisschen schwanger«, kommentiert nd-Rezensent Heinz Niemann das neue Buch des SPD-Vordenkers Uli Schöler. Letzterer fordert von der Sozialdemokratie eine »Vergewisserung der eigenen Geschichte und Identität«.

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Bund lässt die Bären los

Die Filmbranche in Deutschland bekommt mehr staatliche Unterstützung. Der Deutsche Filmförderfonds (DFF) wird in diesem Jahr um 25 Millionen Euro auf 75 Millionen Euro aufgestockt, wie Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU) anlässlich der Berlinale-Eröffnung am Donnerstag mitteilte. Sie sei »sehr zuversichtlich«, in den Gesprächen mit Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) über den Kul...

Thomas Blum

Im Mondschein

Wiederholt wurde, um der besinnlichen Musik des Essener Pop-Trios Festland gerecht zu werden, eine der deutschesten aller deutschen Bands, nämlich Kraftwerk, als Vergleichsgröße herangezogen: »Deutsche Kühlheit im Sinne Kraftwerks« (»Spex«) wurde der Gruppe dann etwa attestiert. Auch die »Taz« meinte, die Band klinge, als habe man »Kraftwerk die Synthesizer weggenommen«. Und tatsächlich wird ...

ndPlusJürgen Amendt

»NZZ«, Kant, Twitter und die Aufklärung

Wer früher einen Leserbrief veröffentlichen wollte, benötigte mindestens eine Schreibmaschine und einen Kopierer. Heute reicht ein Zugang zum Internet. Eine Beteiligung am Erkenntnisprozess geht damit aber nicht automatisch einher.

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Zum Auftakt Gold

Vanessa Hinz, Laura Dahlmeier, Arnd Peiffer und Simon Schempp setzen sich vor Frankreich und Russland durch.

ndPlusChristiana Mansfeld, Gangneung

Extrem schnelle Bahn

Patrick Beckert war so schnell wie nie, doch reichte das nur zu Platz sieben. Und ohne Claudia Pechstein waren auch die deutschen Eisschnellläuferinnen zum WM-Auftakt in Gangneung chancenlos.

Oliver Kern

Klagedrohung und Dopingrazzia

Die IBU will Tjumen die WM 2021 entziehen, doch die Russen wehren sich. Ein Machtkampf im Weltverbands scheint möglich, und bei den Kasachen findet Österreichs Polizei verdächtige Medikamente.

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ndPlusSusanne Steffen, Tokio

Kein Willkommen im Klub

Jener japanische Golfklub, auf dessen Gelände im Sommer 2020 bei Olympia Golf gespielt wird, schließt Frauen von einer ordentlichen Mitgliedschaft aus. Auch Appelle von IOC und Regierung halfen nichts.

WM: Die UEFA fordert drei Plätze mehr

Erst dreizehn plus drei, dann die halbe Miete: Die UEFA ist mit einem interessanten Rechenspielchen in den Poker um die WM-Startplätze eingestiegen. Für die erste Weltmeisterschaft mit 48 Teilnehmern fordert die Europäische Fußball-Union (UEFA) zwar »nur« 16 Tickets (bisher 13) die Teams aus Europa sollen aber auf alle 16 Dreiergruppen verteilt werden, um direkten Duellen zunächst aus dem Weg zu g...

ndPlusRoland Leroi, Lotte

Lotte im Pokalrausch

Bremen, Leverkusen und nun 1860 München: Die Drittligakicker von Außenseiter Lotte sorgen im DFB-Pokal weiter für Furore. Als Belohnung kommt im Viertelfinale nun Borussia Dortmund ins Frimo-Stadion.

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Gualeguaychu feiert Karneval

Gualeguaychu. Wenn von Karneval die Rede ist, denken viele zuerst an Orte wie Rio de Janeiro oder an Venedig. Doch auch das argentinische Gualeguaychu kommt noch bis Anfang März sehr bunt und sehr fröhlich daher. Der Karneval in der Provinzstadt 235 Kilometer nördlich der Hauptstadt Buenos Aires gelegen, gilt als der bedeutendste in Argentinien. Er verwandelt für zwei Monate ein verschlafenes Städ...

Im Nordosten der USA droht Wintersturm

Washington. Nach kurzem Frühlings Erwachen erwartet der Nordosten der USA eine Rückkehr des Winters mit voller Wucht. Temperaturen um 20 Grad hatten die Menschen in Washington und Umgebung am Mittwoch in kurzärmeliger Kleidung aus ihren Häusern gelockt. Am Donnerstag sollte nun ein gewaltiger Wintersturm die nördliche Ostküste hinauf bis nach Kanada erfassen.Seit Mittwoch wurden mehr als 2700 Flüg...

Von der Arktis zurück in die Schweiz

Zürich. Nach einer Woche unfreiwilligem Zwischenstopp in der Arktis ist eine Maschine der Swiss am Donnerstag in die Schweiz zurückgekehrt. Die Boeing 777 war am 1. Februar auf dem Weg von Zürich nach Los Angeles gewesen, als sich ein Triebwerk nach einer Störungsmeldung abgeschaltet hatte. Maschinen können zwar mit einem Triebwerk sicher fliegen, doch der Pilot hatte sich zur Landung auf dem Mini...

Martin Oversohl

Kronkorken bringt Freundeskreis vor Gericht

Ein Auto im Tausch gegen einen Kronkorken - da sollte die Freude groß sein. Doch der von einem jungen Mann aus dem Sauerland bei einem Gewinnspiel gewonnene Wagen beschäftigt nun die Justiz.