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unten links

Außer Krach machen können sie nichts. Ihre Eltern sind Ausländer, die nur fressen und auf der faulen Haut liegen. Die Bundeskanzlerin hat die Bande nicht nur ins Land gelassen, sondern quasi selbst hergeholt. Als Erstes bekamen sie die reinste Luxuswohnung in den … also, hingestellt. Seither haben sie auch nur Geld gekostet: eine Million US-Dollar pro Jahr, schon ohne Nachwuchs. Der wurde natürlic...

Griechenland bringt 600 Flüchtlinge auf Festland unter

Moria. Die griechische Regierung hat am Montag mehr als 600 Flüchtlinge aus dem berüchtigten Lager Moria aufs Festland verlegt. Die 635 Afghanen drängten sich am Vormittag vor dem seit Jahren überfüllten Flüchtlingslager auf der Ägäisinsel Lesbos in die wartenden Busse der Polizei, wie eine AFP-Korrespondentin berichtete. Am Hafen von Mytilini bestiegen sie dann ein Schiff, das sie in die nordgrie...

Uwe Kalbe

Halbherzig

Uwe Kalbe über notwendige Konsequenzen in der Linkspartei nach den Ergebnissen der Landtagswahlen in Sachsen und Brandenburg.

Einbruch Ost

Berlin. Die LINKE steht nach ihrem enttäuschenden Abschneiden bei den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen vor prinzipiellen Debatten. Bundestagsfraktionschef Dietmar Bartsch sprach von einem «beispiellosen Desaster» und erklärte, die Partei müsse strategische, programmatische und weitere Grundfragen stellen und beantworten«. Sie werde nicht mehr als erste Adresse der Vertretung von Ostintere...

ndPlusIan King, London

Wettlauf gegen die Zeit

Nach der Entscheidung von Premierminister Boris Johnson, das britische Parlament in eine Zwangspause zu schicken, kämpfen die Gegner eines No-Deal-Brexits gegen die Zeit.

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Im Dorf kein Blumentopf

Jenseits der drei Großstädte gibt es in Sachsen quasi nur noch ein Zweiparteiensystem. Drei von vier Wählern entscheiden sich dort für CDU oder AfD; die anderen Parteien spielen kaum noch eine Rolle. Noch drastischer sind die Zahlen in Ostsachsen. Im Wahlkreis Görlitz 3, der die ehemalige Kreisstadt Löbau umfasst, bringen es LINKE, SPD, Grüne, Freie Wähler und FDP zusammen auf 22,3 Prozent. In Bau...

ndPlusHendrik Lasch

»Erst mal Ruhe auf diesem Kanal«

LINKE, SPD und Grüne kamen zusammen bei sächsischen Landtagswahlen nie auf eine Mehrheit. Doch jetzt erscheint diese ferner denn je: Das linke Lager ist zusammen schwächer, als die AfD. Das heißt, dass es Wähler an die Rechtsaußenpartei verloren hat.

Hendrik Lasch

An Kenia führt kein Weg vorbei

Die AfD ist in Sachsen nur von der Regierung fernzuhalten, wenn sich CDU, SPD und Grüne zusammenraufen. Deswegen steuert Sachsen auf die bundesweit zweite Kenia-Koalition zu. Die Verhandlungen zwischen CDU, Grünen und SPD dürften schwierig werden.

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ndPlusAndreas Fritsche

Die LINKE ist ausgeblutet

Brandenburgs LINKE muss sich nach einem Rekordtief entscheiden, was besser ist für Brandenburg und besser für die Partei: Oppositionsarbeit oder doch lieber versuchen, an die Regierung zu kommen. Erstmal scheint Galgenhumor angesagt.

Wilfried Neiße und Andreas Fritsche

Brandenburgs SPD neigt jetzt zur CDU

Vor der Brandenburger Landtagswahl schloss die SPD ein Bündnis mit der CDU nicht aus, betonte aber, lieber mit linken Parteien regieren zu wollen. Doch jetzt favorisiert sie die CDU-Option, weil Rot-Rot-Grün die denkbar geringste Mehrheit errungen hat.

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Robert D. Meyer

Bestimmt keine Protestwähler

Die AfD konnte bei den Wahlen vor allem Nichtwähler mobilisieren. Befragungen zeigen: Die These vom Protestwähler lässt sich nicht halten. Viele Unterstützer haben konkrete politische Vorstellungen.

Uwe Kalbe

LINKE am Boden

Die Linkspartei hat bei den Landtagswahlen am Wochenende in Brandenburg und Sachsen schwere Verluste hinnehmen müssen. Sie landet bei je rund zehn Prozent. Jetzt ist das Entsetzen groß. In die Erklärungsversuche mischen sich erste Erneuerungsrufe.

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ndPlusLea Schönborn

Und wieder grüßt das Murmeltier

Das Szenario ist hinlänglich bekannt: Rettungsschiffen wird tagelang das Anlegen verweigert, bis sich die Zustände an Bord dramatisch verschlechtern.

Aert van Riel

Das Bündnis der Verlierer

CDU und SPD haben in Sachsen und Brandenburg an Zustimmung verloren. Die sozialdemokratischen Gegner der Großen Koalition haben nun mehr Argumente, warum das Bündnis beendet werden muss.

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ndPlusKarin Leukefeld

Gefährliche Scharmützel

Am späten Sonntagnachmittag hatte die Hisbollah mit bis zu drei Panzerabwehrraketen auf einen militärischen Beobachtungsposten der israelischen Streitkräfte in dem Ort Avivim auf der israelischen Seite der Grenze zerstört. Die Besatzung des Militärfahrzeugs sei getötet oder verletzt worden, berichtete der Nachrichtensender Al Manar, der der Hisbollah nahesteht. Kurz darauf feuerte die israelische ...

ndPlusRené Heilig

»Familientreffen« in Warschau

»Schulter an Schulter« stehe man für die Freiheit, verkündete der US-Vizepräsident in Warschau und Polens Präsident versprach erneut treue Gefolgschaft. Auch beim Kauf von Waffen und Gas.

ndPlusJulian Seeberger

Justizskandal am Sperrbezirk

Urteile am Rande des G7-Gipfels verdeutlichen den Abbau des Rechtsstaats in Frankreich. Aufgrund einer schwarzen Liste mit politische Aktivisten sind auch drei junge Deutsche zu mehreren Monaten Präventivhaft verurteilt worden.

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Argentinien begrenzt Devisenhandel

Buenos Aires. Inmitten der wirtschaftlichen Turbulenzen in Argentinien hat die Regierung in Buenos Aires eine Einschränkung des Devisenhandels beschlossen. Die Regierung des wirtschaftsliberalen Staatschefs Mauricio Macri veröffentlichte am Sonntag ein Dekret, wonach große Exporteure künftig eine Erlaubnis der Notenbank für den Kauf von Fremdwährungen und zur Überweisung von Devisen ins Ausland ei...

Ulrike Henning

Assistenten ohne Perspektive

Die Bundesregierung will die Ausbildung der Apothekenassistenten reformieren. Den wirklichen Anforderungen werden die Pläne indes nicht gerecht, meinen Betroffene. Mitarbeitern in Apotheken bleibt auch nach Ausbildungsreform nur ein »Sackgassenberuf«.

ndPlusHans-Gerd Öfinger

Rekrutierungsoffensive der Bahn

Sehr viele offene Stellen will die Deutsche Bahn demnächst besetzen. Doch es fehlt an qualifiziertem Personal. Daran hat das bundeseigene Unternehmen auch selbst Schuld.

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Aert van Riel

Auf dem Weg zur Kleinpartei

Das Landtagswahlergebnis in Sachsen ist mit 7,7 Prozent für die SPD dramatisch. Es zeigt, dass die Sozialdemokraten in Ländern, wo sie schon immer strukturelle Probleme hatten, zur Kleinpartei schrumpfen können. Wichtige Ursachen für die Schwäche der SPD liegen in der Bundespolitik. Zwar behauptet die Partei, eine Vorkämpferin für soziale Gerechtigkeit zu sein, aber als Juniorpartnerin der Union l...

Marion Bergermann

Weg von »ferner liefen«

So wie junge Wähler*innen in Sachsen und Brandenburg abstimmten, sollte der unscheinbare »Sonstige«-Balken genauer aufgeschlüsselt werden. Es ist Zeit, zu benennen, was da an Parteien drin steckt. Das graue Ende der Wahlabbildungen ist bei den unter 30-Jährigen, so die bisherigen Ergebnisse, jeweils im zweistelligen Bereich. Sie wählten kleine Parteien, die darunter fallen und denen es nicht ...

Robert D. Meyer

AfD hat ihre Stammwähler gefunden

Man musste schon politisch völlig unwissend sein oder ein naiver Träumer, der an Wunder in letzter Minute glaubt, um das Abschneiden der AfD bei den Landtagswahlen schockierend zu finden. Das Ergebnis war bis auf wenige Prozentpunkte Abweichung seit Monaten in den Umfragen absehbar und es sagt viel aus, wenn sich Vertreter der politischen Konkurrenz nun ernsthaft freuen, dass die extreme Rechte in...

ndPlusBahareh Ebrahimi

Abwesender

Vor dem 76. Filmfestival von Venedig war vor allem von einem Regisseur die Rede: Roman Polanski. Zum einen wurde gefragt, warum der französisch-polnische Filmemacher, dem bei Auslieferung in die USA eine Anklage wegen Vergewaltigung droht, überhaupt um den Goldenen Löwen konkurriert. Zum anderen wurde spekuliert, ob der 86-Jährige nun zur Premiere seines neuen Films »J’accuse« nach Italien kommt. ...

Bernd Zeller

Allerhand Ferienjobs

Boris Johnson will das britische Parlament in eine Zwangspause schicken. Keine schlechte Idee auch für Deutschland, findet Bernd Zeller. Und wüsste auch schon, wo sich die Abgeordneten in den Ferien nützlich machen könnten.

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Tomas Morgenstern

Endlich mal was Schönes, oder?

Kinder und Tiere gehen immer. Nach der periodisch wiederkehrenden Eisbärenmanie um Knut oder später Hertha darf man sich nun also auf drollige Panda-Zwillinge gefasst machen.

Jörg Meyer

Kaum Lohn und keine Alterssicherung

Eine neue Untersuchung zeigt die Entwicklung der Solo-Selbstständigkeit in Berlin auf. Die Job-Anzahl ist rapide gestiegen, Dienstleistungen machen den Löwenanteil aus, oft ist die Selbstständigkeit prekär.

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Hohe Wellen in der Bucht
Claudia Krieg

Hohe Wellen in der Bucht

Es sah nach Räumung aus, dann gab es wieder Entwarnung. Die akute Besorgnis und Unruhe der Bewohner*innen in der Rummelsburger Bucht angesichts ihrer drohenden Verdrängung am Ostkreuz bleibt.

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ndPlusSebastian Haak

Autobahnfeeling in der Kleinstadt

Hunderte Menschen aus Brotterode-Trusetal wehren sich dagegen, dass täglich Tausende Lkw durch die Stadt rollen. Die Maut für die nahe Bundesstraße ist ein Grund für den zunehmenden Schwerlastverkehr.

ndPlusUwe Kraus, Quedlinburg

Nicht ganz so plötzlich König

Auf dem Schlossberg wird in der Sonderausstellung »Heinrich I. in Quedlinburg« erlebbar gemacht, wie der sächsische Herzog Heinrich vor 1100 Jahren in den Königsstand erhoben wurde.

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Tim Wolff

Hurra, keine Katastrophe!

Für die Demokratie muss der Erfolg der AfD in Brandenburg und in Sachsen keine Katastrophe sein. Warum? Angeblich beginnt die Republik nun «besser zu verstehen, was gegen den Populismus hilft.» Lernt man das auf der Journalistenschule?

ndPlusStefan Gärtner

Deutschstunde

Das Überraschendste an Ulrich Wickerts wesensmäßig überraschungsarmem neuem Buch - »Identifiziert euch! Warum wir ein neues Heimatgefühl brauchen«, na, »wenn das mal nichts mit dem System zu tun hat!« (Blumfeld) - ist, dass nicht jeder Satz und jede Vorstellung vorderhand falsch sind, wenn Nation »nicht mehr ›Vaterland‹« sein soll, sondern »Heimat für alle, die unter den Bedingungen des humanen St...

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ndPlusCornelia Domaschke und Daniela Fuchs

Geteilte Erinnerung

Stolpersteine sind in vielen europäischen Städten integraler Teil der Erinnerungskultur an die Opfer und Verfolgten des »Nationalsozialismus«. In der Republik Polen heißen sie »Steine der Erinnerung« (kamienie pamięci). Während sich das Projekt des deutschen Künstlers Gunter Demnig seit 1992 in vielen Städten Deutschlands und in zahlreichen europäischen Orten sprunghaft verbreitete - Ende 2018 war...

Berthold Seliger

Berlioz kommt uns ins Haus

Hector Berlioz (1803-1869) war ein Visionär, das moderne Orchester ist ohne ihn nicht denkbar. Und er war utopischer Sozialist, weshalb er hierzulande meist verachtet wird. Zum Glück steht er im Mittelpunkt beim Musikfest Berlin!

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ndPlusFlorian Neuner

Ist das normal?

In aller Regel klafft ein tiefer Graben zwischen den tagesaktuellen Kommentaren zur Weltlage und den fundierteren wissenschaftlichen Analysen, die womöglich irgendwann - jedenfalls erst sehr viel später - geschrieben werden, wenn längst schon wieder ganz andere Säue durch die Dörfer getrieben werden. Während Erstere oft zu sehr an der Oberfläche kratzen und sich mit der Artikulation von Meinungen ...

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Martin Moravec, Lodz

Die Kirsche obendrauf

Die deutschen Volleyballerinnen haben ihren Höhenflug bei der EM fortgesetzt. Gegen Außenseiter Slowenien gab es im Achtelfinale ein klares 3:0 (25:21, 25:15, 25:19).

Oliver Kern, Shenzhen

Wir haben da mal was vorbereitet

Der Bundestrainer sieht im Duell mit der Dominikanischen Republik das entscheidende Gruppenspiel. Sein Team gilt als favorisiert, ist allerdings zum Siegen verdammt. Der Gegner kann dagegen bereits die Zwischenrunde erreichen.