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unten links

BoJo traf sich am Montag mit Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker. BoJo, so nennen Leute den britischen Premier, die vorgeben, dass sie mit ihm vertraut sind. Oder es gern wären. Boris Johnson ist ein Typ wie Donald Trump. Ähnlich unberechenbar und ähnlich frisiert. Juncker aber kommt mit Donald Trump immer gut zurecht. Wegen seiner vertraulichen Art, vermutlich. Und weil er Trump ordentlich z...

Aert van Riel

Todsichere Geschäfte

Politiker der Union wollen die saudische Diktatur wieder mit deutschem Kriegsmaterial versorgen. Nach den Angriffen auf die wichtigste Ölraffinerie in Saudi-Arabien forderte der CDU-Außenpolitiker Jürgen Hardt ein Ende des ohnehin befristeten Rüstungsexportstopps und die Lieferung »defensiver Waffensysteme«. Dass die Luftwaffe des Königshauses nicht nur Huthi-Rebellen in Jemen, sondern auch unbete...

Rauchzeichen am Golf

Berlin. Nach den Angriffen vom Wochenende auf die weltweit größte Ölaufbereitungsanlage des saudischen Staatskonzerns Aramco und das Ölfeld Khurais bewegt die Frage nach den Verantwortlichen die internationale Politik. Die jemenitischen Huthi-Rebellen, die von Iran unterstützt werden, bezeichneten ihre Attacken als Vergeltung für den von Riad angeführten Militäreinsatz in Jemen. Die Huthi-Rebellen...

ndPlusAert van Riel

Johnson will keinen Brexit-Aufschub

Die Unterhändler des Vereinigten Königreichs und der EU wollen sich bald täglich treffen, um über den Brexit zu verhandeln. Wichtigster Streitpunkt ist weiter der sogenannte Backstop.

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Lea Schönborn

Problem mit dem Selbstbild

Im israelischen Wahlkampf ging es vor allem um Netanjahu und das Thema Sicherheit. Linke Parteien waren derweil auf Themen- und Wählersuche.

Oliver Eberhardt, Tel Aviv

Wahlkampf um den rechten Rand

Zum zweiten Mal innerhalb von fünf Monaten wird in Israel am Dienstag ein neues Parlament gewählt. Ob Langzeitregierungschef Netanjahu im Amt bleiben kann, ist offen, denn das rechte Lager ist gespalten.

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ndPlusHermannus Pfeiffer

Machtkampf um das schwarze Gold

Trotz zunehmender außenpolitischer Spannungen ist bis auf weiteres genug Erdöl auf dem Weltmarkt. Donald Trump spielt derweil sein eigenes Spiel.

ndPlusPhilip Malzahn

Alte Vorwürfe neuer Dimension

US-Satellitenbilder sollen beweisen, dass Iran hinter den Angriffen in Saudi-Arabien steckt. Huthi-Rebellen erklären, die Anschläge als Vergeltung für Angriffe auf jemenitische Zivilisten ausgeübt zu haben.

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Guaidó bricht Dialog ab

Die Worte von UN-Menschenrechtskommissarin Michelle Bachelet finden in Venezuela kein Gehör. Erst vergangene Woche hatte die ehemalige chilenische Präsidentin bei der 42. Sitzung des Menschenrechtsrates der Vereinten Nationen im schweizerischen Genf die Konfliktparteien im Land zu einer politischen Lösung aufgerufen. Statt die unterbrochenen Gespräche mit der Regierung von Nicolás Maduro wieder au...

ndPlusTobias Lambert

Chávez’ Erbe ist postkapitalistisch

Vertreter*innen mehrerer Basisorganisationen haben sich in Caracas unter dem Motto «Dialoge für eine chavistische Überwindung der Krise» getroffen. Worum geht es dabei? Als Kollektive und Bewegungen wollen wir unseren bescheidenen Beitrag leisten. Wir sehen das radikaldemokratisch-sozialistische Programm des Chavismus heute sowohl durch die von den USA angeführte Rechte als auch die Regierung...

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ndPlusSebastian Bähr

Länder fordern Verbot von Combat 18

Die Innenminister von Niedersachsen, Thüringen und Hessen dringen darauf, die extrem rechte Organisation «Combat 18» zu verbieten. Der Innenminister von Niedersachsen Boris Pistorius (SPD), sagte am Montag gegenüber Medien: «Wenn wir ›Combat 18‹ verfassungsfest verbieten können, sollten wir das so schnell wie möglich tun.» Der thüringische Innenminister Georg Maier (SPD) und der hessische Innenmin...

Robert D. Meyer

Höcke oder doch Hitler?

Björn Höcke hat ein Interview mit dem ZDF vorzeitig beendet, in dem es um NS-Begriffe ging, die der AfD-Politiker verwendet. Der eigentlich entscheidende Inhalt des Gesprächs ging durch den Eklat beinahe unter.

Jörn Boewe

Streik ist keine Option

Vor den Tarifverhandlungen in der Leiharbeitsbranche sind die Positionen klar: Während die DGB-Gewerkschaften deutlich mehr Gehalt fordern, halten das die Arbeitgeber für »vollkommen überzogen«.

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ndPlusEwgeniy Kasakow

Russlands rebellische Städte

Es ist das zweite Mal innerhalb einer Woche, dass Oleg Badmajew von Unbekannten angegriffen wurde. Gegenüber der Webseite »ovdinfo.org« erzählte der Aktivist aus Ulan-Ude am Samstag, Angreifer hätten ihn zu Boden geschlagen und versucht, in ein Auto zu zerren. Im letzten Moment gelang ihm die Flucht. Zwei Tage zuvor fand bereits ein erster Entführungsversuch statt. Über ihre Motive gaben die Angre...

Jindra Kolar, Prag

Punktsieg für Babiš

Die Prager Staatsanwaltschaft hat das Ermittlungsverfahren wegen Subventionsbetrug im Fall des Wellnessressorts »Storchennest« gegen den tschechischen Regierungschef Andrej Babiš eingestellt.

ndPlusMartin Reischke

Bukele lässt Fragen offen

El Salvadors Präsident Nayib Bukele hat versprochen, das Land umzukrempeln. Nach drei Monaten im Amt kann er einen ersten Erfolg präsentieren.

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Besser essen

Vielerorts wird versucht, wieder ein lokales, umweltfreundliches und gerechtes Ernährungssystem aufzubauen. Das am 1. Oktober erscheinende Buch »Genial lokal« zeigt die Energie dieser Vernetzung auf und will dazu beitragen, dass sich Städte wieder aus der sie umgebenden Region ernähren.Billig-Tomaten aus Spanien, Äpfel aus Neuseeland - unsere Lebensmittel haben eine weite Reise hinter sich, ehe si...

Bratwürste aus dem Automaten

Rohr. Thüringer können auch nach Ladenschluss die Lebensmittel vieler Händler kaufen - im Automaten. »Es gibt eine ganze Reihe von Agrargenossenschaften, die das machen«, sagt Thomas Mäuer, stellvertretender Vorsitzender des Vereins »Freunde der Thüringer Bratwurst e.V.«. Wie die Bratwurst, ist auch der Bratwurstautomat beliebt im Freistaat. »Einige Fleischer haben das als kostengünstige Alternati...

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René Heilig

Kumpanei mit der Macht

Mehr denn je brauchen unsere Gesellschaften Menschen, die sich verantwortlich fühlen für Recht und Moral, die solidarisch sind mit Menschen, die sich alleine nicht wehren können gegen die Allmacht von Staaten, Konzernen und Parteien. Kurzum, die Welt braucht mehr Whistleblower vom Schlage eines Edward Snowden. Der öffnete uns 2013 - mit belegbaren Fakten - die Augen über die globalen elektronische...

Uwe Kalbe

Kühl kalkuliert

Seit dem Höhepunkt im Jahr 2015 sinken die Zahlen der Flüchtlinge, die nach Deutschland kommen, beständig. Die Angaben des Statistischen Bundesamts über sinkende Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz sind ein Spiegel dieser Entwicklung. Sie sagen allerdings nichts darüber, wie erfolgreich die gleichzeitigen Bemühungen sind, Menschen von Asylverfahren fernzuhalten, ihnen in Auffanglagern ...

Robert D. Meyer

Hey AfD, merkt ihr selbst, oder?

Der Fall Höcke zeigt: Die AfD will eigentlich ihr genehme Berichterstattung, bei der sie die Rahmenbedingungen absteckt. Ließen sich Journalisten darauf ein, könnten sie gleich die Mitteilungen der AfD-Pressestelle abdrucken

ndPlusJana Frielinghaus

Kosmopolitin

Sie ist eines der bekanntesten Gesichter von »Fridays for Future« (FFF) hierzulande. Vor einigen Tagen sagte Carla Reemtsma einen Auftritt bei der Automesse IAA in Frankfurt am Main ab. Sie wolle nicht für solches »Greenwashing« zur Verfügung stehen - also für Bestrebungen der Industrie, sich durch die Einladung an sie als »zukunftsbereit und klimafreundlich« darzustellen, begründete sie das. ...

Kathrin Gerlof

»Schule ist jenes Exil …

… in dem der Erwachsene das Kind so lange hält, bis es imstande ist, in der Erwachsenenwelt zu leben, ohne zu stören.« Eigentlich konnte die Reformpädagogin Maria Montessori (sie starb 1952) nicht viel darüber wissen, wie hierzulande der Zustand des Systems Schule im Jahr 2019 ist. Die einen sagen so, die anderen so. Alle sagen: nicht gut. Bis auf diejenigen, die den Zustand gerade zu verantworten...

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Martin Kröger

Guter Schritt für den Klimaschutz

Die Richtung stimmt. Mit dem Vorhaben, bis 2030 aus der Steinkohle auszusteigen, handeln der Senat und Vattenfall vernünftig. Die Steinkohle-Dreckschleudern des schwedischen Staatskonzerns zählen nämlich zu den größten Klimakillern in der Region. Dass sie perspektivisch vom Netz gehen, ist notwendig. Dass die Kohlekraftwerke bis spätestens 2030 abgeschaltet werden sollen, mag angesichts des K...

Martin Kröger

Steinkohle bis 2030 passé

Berlin kann den Kohleausstieg bis zum Jahr 2030 schaffen. Dazu müssen die drei Steinkohlekraftwerke Vattenfalls vom Netz gehen. Klimaaktivisten sind die Ziele des Senats nicht ambitioniert genug.

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Bauarbeiten für House of One können losgehen

Für das geplante Drei-Religionen-Haus »House of One« ist am Montag in Berlin der Abschluss der Gründungsarbeiten für das Fundament gefeiert worden. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) gab zusammen mit Architekt Wilfried Kuehn, Rabbiner Andreas Nachama, Pfarrer Gregor Hohberg und Imam Kadir Sanci den Startschuss zum Einpflocken des letzten der insgesamt 71 Gründungspfähle, auf de...

Georg Sturm

Waffenlobby im Regierungsviertel

Eine neue Führung macht die Rüstungsindustrie in der Stadt sichtbar und zeigt auf, wie Konzerne Einfluss auf Politik und Kunst nehmen.

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ndPlusAndreas Fritsche

Volkssolidarität kühlt mit Wasser

An der Carl-Drinkwitz-Straße in Luckenwalde ersetzte die Wohlfahrtsorganisation Volkssolidarität ihr altes Domizil durch einen 2,1 Millionen Euro teuren Neubau. Klimatisiert wird er mit Grundwasser.

ndPlusAndreas Fritsche

Lauter parteilose Bürgermeister

In Hoppegarten verlor Bürgermeister Karsten Knobbe (LINKE) am Sonntag mit 32,5 Prozent die Stichwahl, in der Gemeinde Schorfheide unterlag die Kandidatin Katharina Slanina (LINKE) mit 49,6 Prozent.

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ndPlusGerd Dolge

Das grausame Schlachten

In Dornheim im heutigen Ilm-Kreis führte ein Pfarrer im Dreißigjährigen Krieg Tagebuch. Ein Ehepaar aus Kiel hat seine Chronik in aufwendiger Kleinarbeit zugänglich gemacht.

ndPlusBritta Schultejans und Michael Evers

»Da verschiebt sich was«

In Bayern nahmen im vergangenen Jahr noch drei Viertel der Schüler am katholischen oder evangelischen Religionsunterricht teil. Vor zehn Jahren waren es aber noch 86 Prozent.

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Hans-Dieter Schütt

Taschentuch in Todeszonen

Der letzte große Abenteurer unserer Zeit: Reinhold Messner ist 75. Der war der Erste auf dem Mount Everest ohne Sauerstoffmaske - im Alleingang. Er hat das Solo kultiviert. In wahnsinnsfördernder Höhe.

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ndPlusJürgen Hofmann

Arbeit auf dem Land

Dass sich 55 Teilnehmerinnen und Teilnehmer für die 55. Konferenz der Internationalen Tagung der HistorikerInnen der Arbeiter- und anderer sozialer Bewegungen (ITH) eingeschrieben hatten, mag wohl Zufall sein. Sie rückte dieses Jahr einen Gegenstand ins Zentrum der Debatte, der oft vernachlässigt ein Schattendasein in der historischen Forschung fristet: die Arbeit auf dem Land, deren Akteure und Z...

Tim Wolff

Berlin direkt

Vielleicht werde er »mal eine interessante politische Person in diesem Land« werden, drohte der Neonazi Björn Höcke im ZDF-Interview. Das Problem ist: Höcke ist das schon, nicht zuletzt wegen Einladungen zu solchen Interviews.

ndPlusInga Dreyer

Rosafarbene Zungen auf Birkenholz

Eingekringelt liegen sie da: drei große, glänzende, rosafarbene Zungen. Platziert auf abgesägten Birkenstämmen wirken sie, als könne jederzeit eine Axt durch die Luft schnellen und sie zerhacken. »Vulnerable Lingual« (verletzliche Zungenlaute) heißt die ebenso unangenehm wie faszinierend wirkende Arbeit der aus Norwegen stammenden Künstlerin Camilla Steinum, die die Berliner Galerie Soy Capitán fü...

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ndPlusMichael Wolf

Gemetzel mit Konfetti

Donald Trump masturbiert mit links. Die Hand umschließt seine Erektion, er grinst verkniffen, angestrengt. Neben ihm lachen seine Vorgänger John F. Kennedy und Bill Clinton spöttisch. Auch sie sind nackt, auch sie legen Hand an. Bei Kennedy sind Spritzer von Sperma am bereits abschwellenden Gemächt zu erkennen. Offenbar hat der amtierende Präsident mit den »big, powerful hands« in diesem Wichs-Wet...

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ndPlusAndreas Schirmer, Darmstadt

Medaillenkampf um Mitternacht

Der Deutsche Leichtathletik-Verband schickt bei der WM in Doha 71 Sportler an den Start. Neben einigen Medaillenkandidaten ist auch der umstrittene Diskus-Olympiasieger Christoph Harting dabei.

Tom Mustroph, Madrid

Slowenische Fiesta in Spanien

Der erste slowenische Gesamtsieg überhaupt bei einer Grand Tour war ein Gemeinschaftswerk von Primoz Roglic und Tadej Pogacar.