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unten links

Nach Anstrengungen unbekannten Ausmaßes ist es dem Unternehmen Verivox, einem sogenannten Vergleichsportal, gelungen, die Einkommen in 64 Ländern auf allen Kontinenten mit den Preisen für neue iPhones in Beziehung zu setzen. Man kreierte dafür nichts weniger als den »iPhone-Index«. Danach können die Liechtensteiner im Schnitt von ihrem Monatseinkommen zwölf Apple-Smartphones kaufen, die Deutschen,...

Rainer Balcerowiak

UFO in Position der Stärke

Noch vor einigen Wochen lehnte der Lufthansa-Konzern Verhandlungen mit der Flugbegleitergewerkschaft UFO kategorisch ab. Zwei Tage Streik mit 1500 ausgefallenen Flügen und zweistelligen Millionenverlusten schienen dann aber auszureichen, dem Konzern die Aussichtslosigkeit dieser Strategie zu verdeutlichen. Ziemlich kleinlaut bot Lufthansa ein Schlichtungsverfahren für die Tarifauseinandersetzung a...

ndPlusAert van Riel

NATO rüstet für Kriege im Weltraum auf

In der NATO gehen die Meinungen auseinander, welche Strategie das Bündnis künftig verfolgen sollte. Mit dieser Frage könnte sich bald ein Expertengremium beschäftigen.

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ndPlusJana Frielinghaus

Big Brother in Hamburg

Beim G20-Gipfel in Hamburg ging die Polizei mit großer Brutalität gegen Demonstranten vor. Der rot-grüne Senat will die Befugnisse der Beamten erneut stark erweitern.

Philip Blees

Rechtswidrige Behinderung der Berichterstattung

Vor allem linke Reporter*innen wurden während des Gipfels in Hamburg vom Bundespresseamt in ihrer Arbeit vom Presseamt behindert. Ein Berliner Gericht bewertet dessen Vorgehen als rechtswidrig.

Sebastian Bähr

Die geheimnisvolle Festnahme

Sicherheitsbehörden hatten 32 Journalisten beim G20-Gipfel in Hamburg erteilte Akkreditierungen entzogen, unter ihnen auch zwei »nd«-Redakteure. Einer von ihnen klagt gegen den Verfassungsschutz.

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Unsicherheit an der Abbruchkante

In Deutschland kann Erwerbsminderungsrente beziehen, wer aufgrund einer Krankheit oder Behinderung für einen nicht absehbaren Zeitraum täglich keine drei Stunden unter den üblichen Bedingungen des allgemeinen Arbeitsmarktes erwerbstätig sein kann. So lautet das Gesetz. Die Statistik zeigt es klar: Betroffene sind überdurchschnittlich oft von Armut betroffen. Damit befinden sie sich in einem Trend,...

Sei doch zufrieden
ndPlusUwe Kalbe

Sei doch zufrieden

Die Große Koalition ist froh, dass sie sich nach langem Hin und Her endlich auf die Grundrente geeinigt hat. Doch ein Grund zum Feiern ist diese längst nicht für jeden, dem sie eigentlich helfen sollte.

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ndPlusStefan Otto

Mangelverwaltung in den Kitas bleibt

Hessen ist das letzte Bundesland, das den Vertrag zum »Guten-Kita-Gesetz« unterzeichnet hat. Auch wenn der Name es suggerieren mag, wird damit keinesfalls der Notstand in den Kitas behoben werden.

Lotte Laloire

Ein neuer Fall für die Sexistenjägerin

Zuletzt gewann Kersten Artus vor Gericht gegen den Abtreibungsgegner und Antifeminist Yannic Hendricks. Ihre neueste Strafanzeige gegen das sexistische Prangerportal »wikiMANNia« erhebt sie wegen Urheberrechtsverletzung.

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ndPlusKurt Stenger

Verhaftet auf der Luxusjacht

Eine Journalistin versuchte, Korruptionsstrukturen auf Malta aufzudecken, und bezahlte dies 2017 mit ihrem Leben. Werden nun endlich die Hintergründe ermittelt?

Steuern auf Rente steigen rasant

Berlin. Die Steuerbelastung von Rentnern ist innerhalb von zehn Jahren teilweise um rund das Fünffache gewachsen. Das geht aus einer Antwort des Bundesfinanzministeriums auf eine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die Deutsche Presse-Agentur in Berlin berichtet und die auch »neues deutschland« vorliegt. So werden bei Neurentnern auf eine monatliche Bruttorente von 1500 Euro jetzt 430 Euro ...

Sebastian Haak, Erfurt

Vermittler, Trickser und Taktierer

Nach der Landtagswahl versuchen die Thüringer Parteien, politische Mehrheiten zu organisieren. Das wird nicht leicht. Vieles hängt nun auch am Geschick der an den Gesprächen beteiligten Politiker.

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ndPlusMartin Ling

Neue Tote in Bolivien

Die Demonstranten in El Alto forderten den Rücktritt von Jeanine Áñez, die sich nach dem Rücktritt von Evo Morales zur Präsidentin Boliviens erklärte. Bis zu 100 Menschen sollen bei den Auseinandersetzungen verletzt worden sein. Zwei seien durch Schüsse gestorben.

Ian King, London

Niedrige Erwartungen erfüllt

Am 12. Dezember wird in Großbritannien ein neues Unterhaus gewählt. Zuvor lieferten sich Oppositionsführer Jeremy Corbyn und Premier Boris Johnson ein Fernsehduell.

ndPlusFelix Jaitner

Balance halten zwischen Russland und China

In Kasachstan herrschte über 30 Jahre Präsident Nursultan Nasarbajew. Seit März ist sein Nachfolger Kasym-Schomart Tokajew im Amt. Was überwiegt seitdem: Veränderung oder Kontinuität? Kasachstan und Zentralasien befinden sich in einem Dreieck zwischen Russland, China und der islamischen Welt. Die kasachische Regierung verfolgt deshalb eine multivektorale Außenpolitik, das heißt, es geht darum...

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Christoph Butterwegge

Die Globalisierung der Ungleichheit

In der alten Bundesrepublik galt lange ein soziales Aufstiegsversprechen: Wer sich anstrengt, wird mit Wohlstand belohnt. Diese Hoffnung der Mittelschicht ist längst der Angst gewichen.

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Haidy Damm

Immer wieder rechtswidrig

Beim G20-Gipfel in Hamburg wurde mehreren Journalist*innen die Akkreditierung verweigert. Dadurch wurden sie aktiv an der Berichterstattung gehindert. Es ist sehr wahrscheinlich, dass diese Praxis beim nächsten Großevent erneut angewandt wird.

Katharina Schwirkus

Zu späte Distanzierung von Hallam

Der deutsche Ableger von »Extinction Rebellion« hat sich von dem Mitgründer der Klimabewegung, Roger Hallam, distanziert, nachdem dieser den Holocaust relativierte. Die Distanzierung ist richtig, kommt aber zu spät.

Uwe Kalbe

Umsteuern tut not

Wer sich im Alter auf seine Rente freut, sollte etwas genauer hinsehen. Grund sind unter anderem die progressiv wachsenden Steuern auf die Rente, die sich in den letzten zehn Jahren teilweise verfünffacht haben. Die Frage, ob man mit seiner Rente auskommt, ist deshalb mit einem Blick auf die regelmäßige Information der Deutschen Rentenversicherung noch nicht beantwortet. Doch der Steueraufwuchs fo...

ndPlusAndreas Fritsche

Netter Realo

Dass die Grünen seit Mittwoch in Brandenburg den hier wichtigen Agrarminister stellen, beunruhigt etliche Landwirte, die ökonomisch nachteilige Einschränkungen beispielsweise beim Einsatz von Pestiziden und bei der Tierhaltung befürchten. Wolfgang Scherfke, Hauptgeschäftsführer des Landesbauernverbandes, hatte die Mitglieder im Vorfeld mit der bezeichnenden Äußerung zu beruhigen versucht, die Baue...

Christopher Wimmer

Organisierung, nicht Organisation

Zur Zeit brennen Barrikaden in Chile und Hongkong, auch in Libanon und Irak gehen Menschen auf die Straße. Doch was eint diese Proteste? Christopher Wimmer meint: Sie bringen die Frage nach einer gesellschaftlichen Alternativen aufs Tableau.

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Nicolas Šustr

Es braucht viel Optimismus

Es ist ein optimistisches Bild, das das Bündnis »Berliner Straßen für alle« für die Zukunft entwirft. Ein starker öffentlicher Nahverkehr soll flächendeckend schnelle und bequeme Verbindungen sichern. Für kürzere Distanzen oder sperrige Güter soll es nicht nur in der Innenstadt entsprechende Leihangebote geben. Der Lieferverkehr soll ökologisch und effizient abgewickelt werden. Die Stadt soll leis...

ndPlusTomas Morgenstern

Messerstecher tötet Klinikchef bei Vortrag

Aus Publikum eines Fachvortrags in einer Berliner Klinik heraus greift ein Mann unvermittelt den Referenten mit einem Messer an. Sein Opfer, der Arzt Fritz von Weizsäcker, stirbt.

Nicolas Šustr

Halb so viele Autos bis 2030

»In was für einer Stadt wollen wir leben? Das ist die Schlüsselfrage«, sagt Frank Masurat vom Fahrradclub ADFC. Für ihn und das Bündnis »Berliner Straßen für alle« ist klar: Autos müssen Platz verlieren.

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Bosse Kröger

Bannerträger der Meinungsfreiheit

Reduziert ein politisches Transparent am Balkon den Wert eines Hauses? Und kann der Eigentümer deswegen die Meinungsfreiheit des Mieters beschneiden? Darüber wurde in Berlin vor Gericht verhandelt.

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ndPlusJeanette Bederke

DDR-Kunst gelangt vom Wohnzimmer ins Museum

Das Eberswalder Museumsdepot bekommt ein neues Domizil. Vor dem Umzug werden rund 10 000 Objekte erfasst und gesäubert. Was dabei zum Vorschein kommt, war Anstoß für eine Sonderausstellung.

Wilfried Neiße

Ministerpräsident gewählt

Brandenburgs neue Regierungskoalition kann nicht zaubern, verspricht aber eine märchenhafte Zukunft.

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ndPlusHans-Gerd Öfinger

Bierbrauer wehren sich

Im Rahmen eines 24-stündigen Warnstreiks haben die Beschäftigten der Brauerei Gilde in Hannover und ihre Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) am Mittwoch eine Kundgebung vor Niedersachsens Landtag durchgeführt. Dabei solidarisierte sich auch der Abgeordnete und frühere NGG-Bundesstreikbeauftragte Jürgen Hinzer mit den Beschäftigten, die seit Monaten im Konflikt mit dem Management stehen. ...

Hagen Jung

Bremen verbietet Naziverein

Konsequent hat Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) auf die Umtriebe der Nazi-Clique »Phalanx 18« reagiert: Er verfügte am Mittwoch das Verbot der Gruppierung. Es gab Durchsuchungen in ihren Reihen.

Volker Stahl, Hamburg

Schlachter als Tierpfleger

Nach der Aufklärungsarbeit eines verdeckten Ermittlers der SOKO Tierschutz steht das Tierversuchsunternehmen LPT unter Druck.

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Inga Dreyer

Muss das wirklich weg?

«Der Hype um die DDR-Kunst ist größer denn je», sagt der Cottbusser Architekt Martin Maleschka. Er ist gefragt, wenn es um Ostmoderne geht. Denn er dokumentiert und bewahrt baubezogene Kunst aus dem Osten.

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ndPlusWalter Kaufmann

Betreuer und Betreute

Da hat die Tochter eines ins Alter gekommenen Vaters und einer kränkelnden Mutter aufgeschrieben, was sie über lange Jahre bedrückte - ein Albtraum, der sich ins Unerträgliche steigerte. Die Eltern waren zu einem Betreuungsfall geworden, wurden Zwängen ausgesetzt, die einer Haftstrafe glichen: ihre Wohnung mussten sie verlassen, sich mit einem beengten Zimmer in einem schier unerträglichen Pflegeh...

Adrian Schulz

Im Funkloch des Sturms

Ich bin ja jetzt auch schon ein paar Jahre auf der Welt, und mache mir meine Gedanken. Zum Beispiel habe ich immer noch nicht verstanden und werde von der Frage belastet: ob man denn nun im Zug »telefonieren kann« oder nicht? Wenn man es »kann«, ist mir schleierhaft, warum es bei meinen Versuchen so oft nicht klappt, die Verbindung auf einmal abbricht. Wenn man es »nicht kann«, ist mir noch schlei...

Ulrike Wagener

Berlin abschaffen

Die Familie der Hohenzollern fordert Entschädigung von der Bundesrepublik Deutschland. Jan Böhmermann hat nun die vier geheimen historischen Gutachten zum Rechtsstreik geleakt. Und fordert auf, anders über den Fall nachzudenken.

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ndPlusGabriele Summen

Leugnen und leisten

Der hauptsächlich aus Briefen und E-Mails zusammengesetzte Roman »Where’d You Go, Bernadette« der Sitcom-Autorin Maria Semple (»Verrückt nach Dir«) war 2012 ein Riesenerfolg. 50 Wochen stand der Roman über die Lebenskrise einer sensiblen und überaus kreativen Frau und Mutter auf der Bestseller-Liste der »New York Times«. Kein Wunder, denn die Frage, was mit Menschen geschieht, die ihre kreative Ad...

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ndPlusBjörn Hayer

Die Ermüdung des Geistes

Sie ist ein Popstar der Intellektuellen, die Ikone der Gender Studies, die allen voran der Frauenbewegung aus der verstaubten Alice Schwarzer-Ecke heraushalf. Ja, sie ist ohne Zweifel eine der wichtigsten Denkerinnen unserer Epoche: Judith Butler, gefeiert von den einen, skeptisch beäugt von den anderen. An ihren wegweisenden Thesen, insbesondere ihrer zum postmodernen Klassiker avancierten Schrif...

ndPlusFelix Jaitner

Undogmatisches Denken

Die Klimakrise, immer rasanter verlaufende Technologiesprünge und die zunehmende soziale Ungleichheit stellen die gesellschaftliche Linke aktuell vor neue Herausforderungen. Doch die befindet sich auch 30 Jahre nach dem Fall der Mauer in einer »postsozialistischen Depression«. Stattdessen profitieren die Rechten und eilen von Wahlsieg zu Wahlsieg, jüngst in Thüringen, davor in Brandenburg und Sach...

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Ralf Klingsieck, Paris

Todesgefahr Brückenquerung

Zwischen 200 000 bis 250 000 Brücken gibt es in Frankreich. 25 000 von ihnen sind laut einer Studie des Senats in einem »strukturell schlechten Zustand« und stellen ein Sicherheitsrisiko dar.

Seite 18
ndPlusHaidy Damm

Permanente Bewertung am Arbeitsplatz

Eine Software zur Personalbewertung beim Onlinehändler Zalando sorgt für Kritik. Die permanente Bewertung erzeuge »ein Gefühl der Überwachung, Leistungsdruck und Stress«, so eine neue Studie.

ndPlusRainer Balcerowiak

Weniger Gülle, besseres Wasser

Bund und Länder sind verpflichtet, das Grundwasser sauber zu halten. In der Ems-Region überschreiten die Nitrat-Verschmutzung die Grenzwerte teilweise ums Dreifache.

Nadine Müller

Gute Arbeit muss erkämpft werden

Damit technische Innovationen auch zu gesellschaftlichem Fortschritt werden, müssen Produktivitätsgewinne der Digitalisierung gesellschaftliche Bedarfsfelder finanzieren.

Seite 19

Lieber lüften

Zimmerpflanzen galten lange Zeit als prima Luftfilter. Eine Studie bringt diese Annahme ins Wanken. Die Forscher empfehlen Pflanzen in Wohnräumen dennoch.

ndPlusHermannus Pfeiffer

Kliniken geht es wieder schlechter

Deutschlands Krankenhäusern droht eine Insolvenzwelle. In manchen Regionen gibt es dagegen Überkapazitäten. Richtig fit sind die Kliniken vor allem im Osten. Noch.

Seite 20
Alexander Ludewig

Nehmen, wie es kommt

Was lehrt uns die UEFA mit ihrer EM an zwölf Austragungsorten: Auch im Fußball gibt es Risikostaaten. Zumindest dann, wenn man das perfekte Event inszenieren will.

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Gute Argumente für bessere Rechte
Evelyn Bahn, INKOTA

Gute Argumente für bessere Rechte

Überall glitzert und funkelt es, es riecht nach Glühwein und die Menschen schieben sich von Stand zu Stand, um Schokolade und andere Köstlichkeiten zu probieren. Es ist Adventszeit und in Tübingen findet ein großes Schokoladenfestival statt. Elizabeth Osei Agyei trinkt zum ersten Mal in ihrem Leben eine heiße Schokolade. Sie ist Kakaobäuerin aus Ghana und auf Einladung von INKOTA in Deutschland, u...

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Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft
Evelyn Bahn, INKOTA

Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft

»Wenn wir über die Zukunftsfähigkeit des Kakaoanbaus sprechen, müssen wir soziale und ökologische Probleme zusammen denken«, erklärt Sandra Kwabea Sarkwah von SEND-Ghana. In Ghana gibt es Nichtregierungsorganisationen (NRO), die sich der Kinderarbeitsproblematik widmen. Andere beschäftigen sich mit der Abholzung des Waldes durch den Kakaoanbau oder dem Verlust von Biodiversität. Zudem gibt es eine...

Seite 25
Widerstand gegen Landraub

Widerstand gegen Landraub

Über die Hälfte der 16 Millionen Einwohner Senegals lebt von der Landwirtschaft. Doch diese Existenzgrundlage ist zunehmend gefährdet: Im Zuge der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise nach 2008 ist es in dem Sahel-Staat wie auch in anderen afrikanischen Ländern zu einer Welle von Landaneignungen durch ausländische Investoren gekommen, denen die lokalen Gemeinschaften oft wenig entgegensetzen kö...

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Marie von Schlieben, Weltfriedensdienst

Die Last des Klimawandels

Senegal gilt als politisch stabiles Land und wird durch seine strategisch günstige Lage am Atlantik oft als Eingangstor zu Westafrika bezeichnet. Die Wirtschaft ist in dem Sahel-Staat in den vergangenen Jahren stetig gewachsen, aber das Land ist zunehmend vom Klimawandel bedroht, mit weitreichenden Folgen für das Einkommen und die Ernährungssicherung der lokalen Gemeinschaften. Über die Hälft...

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Katja Neuendorf, SODI

Verfassung sichert Recht auf Ernährung

Auf dem Papier sieht es nicht schlecht aus: In der 2007 verabschiedeten Übergangsverfassung Nepals wurde das Recht auf Nahrungssouveränität bereits angedacht - ein Jahr nach Ende des zehnjährigen Bürgerkriegs. Acht Jahre später wurde es schließlich durch das Engagement nepalesischer Aktivist*innen und internationaler Organisationen im Artikel 36 Absatz 3 in das Grundrecht der neuen Verfassung aufg...

Der Hunger trifft Frauen am stärksten
Katja Neuendorf, SODI

Der Hunger trifft Frauen am stärksten

Jeder sechste Mensch in Nepal leidet an Unterernährung. Für die Essenszubereitung sind auch in Nepal meist die Frauen zuständig. Trotzdem sind sie stärker von Hunger betroffen. In kulturellen Rangfolgen, die den Frauen als Letzten eine Mahlzeit zugestehen, bleibt von dem Wenigen, das viele Familien in der SODI-Projektregion Distrikt Dailekh in Westnepal an Nahrung besitzen, für Frauen fast nichts ...