Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Seite 2

Reiskorn schlägt Lebkuchenhaus

Früher war es mal angesagt, seinen Namen auf ein Reiskorn schreiben zu lassen. Das wurde dann in einem (Plexi-)Glasröhrchen an einem Lederband um den Hals gehängt. Aber es geht noch kleiner: Ein kanadischer Forscher hat das vermutlich kleinste »Lebkuchenhaus« der Welt gebastelt - mit allem, was dazugehört. Allerdings aus Silizium. Es hat einen geziegelten Schornstein, weihnachtliche Verzierungen u...

ndPlusStephan Fischer

Kaum Tage, fast nur Nächte

Am Anfang war harte Arbeit. Kein Wunder, dass die schwere Geburt zur Metapher und das Zur-Welt-Kommen eines Wanderpredigers vor 2000 Jahren Anlass für ein religiöses Fest wurde. Von Jesus widerständiger Mutter und seinem sozialen Vater kann man heute noch einiges lernen. Acht vorweihnachtlichen Sonderseiten zum Thema Geburt.

Seite 3
ndPlusSebastian Bähr

Kein Einzelfall

Der wegen Neonazi-Kontakten in Kritik geratene CDU-Lokalpolitiker aus Sachsen-Anhalt, Robert Möritz, ist aus der Partei ausgetreten - wenige Stunden nach einem Ultimatum der CDU zur Offenlegung aller Kontakte zur extrem rechten Szene. Der 29-jährige Kreisvorstand teilte seine Entscheidung am Freitagmorgen schriftlich mit, wie Generalsekretär Sven Schulze gegenüber Medien sagte. Möritz erklärte dem...

Hendrik Lasch

Ohne Kompass in Kenia

Nach drei Jahren ist die Koalition aus CDU, SPD und Grüne in Sachsen-Anhalt im Krisenmodus. In Sachsen steht die dreier Konstellation erst am Anfang.

Seite 4

Sanktionen gegen China

Das EU-Parlament hat gezielte Sanktionen gegen China wegen der Unterdrückung der uigurischen Minderheit gefordert. In einer Resolution fordern die Abgeordneten den Europäischen Rat unter anderem auf, Vermögenswerte chinesischer Beamter einzufrieren, »die für die schwere Unterdrückung der Grundrechte in Xinjiang verantwortlich sind«. Experten werfen Peking Menschenrechtsverletzungen in der mehrheit...

Verfassungsschutz kopflos

Das Land Brandenburg braucht einen neuen Verfassungsschutzchef. Frank Nürnberger, bisheriger Leiter der Verfassungsschutzabteilung im Innenministerium, ist am Donnerstag überraschend entlassen worden. In einer am gleichen Abend in Potsdam veröffentlichten Mitteilung heißt es in dürren Worten, der 48-Jährige sei »mit sofortiger Wirkung von der weiteren Dienstausübung entbunden«. Grund für diese Ent...

Puigdemont im EU-Parlament

Kataloniens Exilpräsident Carles Puigdemont hat recht behalten: »Diejenigen, die darüber zu entscheiden haben, wer sie im Europaparlament vertritt, wer Abgeordneter wird und wer nicht, sind die Wähler. Die Abgeordneten werden mittels der Verkündung des Ergebnisses durch die Wahlleiter benannt. Das ist ausreichend.« So äußerte er sich im nd-Interview vor den EU-Wahlen am 26. Mai 2019. Am Freitag sc...

Peter Stäuber

Brexit auf Raten

Sein Wahlsieg ist gerade erst eine Woche her, schon treibt Boris Johnson den EU-Ausstieg voran. Das Brexit-Gesetz ist vom britischen Unterhaus gebilligt worden. Am 31. Januar scheidet Großbritannien aus der EU aus. Doch entschieden ist damit nichts.

Seite 6
Johannes Simon

Effizient und eiskalt

Das Amtsenthebungsverfahren gegen Trump erregt weltweit Aufsehen. Weniger Beachtung fand, wie die US-Regierung die Gesellschaft umgebaut hat - zielstrebig, grausam und legal.

Seite 7
ndPlusVelten Schäfer

Bullshit und Budenzauber

Nun ist es beschlossen, das Impeachment gegen Donald Trump. Doch wird er darüber nicht stürzen. Denn das Prozedere ist am Ende politisch: Es wird mit vom Repräsentantenhaus eröffnet, das Urteil müsste im Senat fallen.

Seite 8
Sebastian Bähr

Nichts gelernt

Der sachsen-anhaltinische Politiker Robert Möritz wurde nach einer hitzigen Kontroverse über Neonazi-Kontakte von der CDU aufgefordert, seine Aktivitäten in der extrem rechten Szene offenzulegen. Offenbar war ihm sein Bekenntnis zur »Schwarzen Sonne« wichtiger - er entschied sich dafür, die Partei zu verlassen. Die Christdemokraten atmen tief durch, der »Fall ist gelöst«, wie es in Medien heißt. E...

Uwe Kalbe

Wunder der Diplomatie

Gas ist ein Energieträger, der nur noch ein paar Jahrzehnte von Bedeutung sein wird. Umso erstaunlicher, wie verbissen der Kampf um dessen Verteilung gerade jetzt geführt wird. Ein Teil des Feindbilds Russland erklärt sich daraus.

Aert van Riel

Zu viel Harmonie

Die SPD-Chefs Saskia Esken und Norbert Walter-Borjans haben in Bezug auf die Große Koalition viel versprochen. Doch ihr erster Koalitionsausschuss hat gezeigt, dass sie keineswegs schnell die Konfrontation mit der Union suchen wollen.

ndPlusAlexander Isele

Krisenfest?

Der designierte libanesische Ministerpräsident Hassan Diab will eine Regierung der Nationalen Einheit formen. Doch die Sunniten wollen ihn nicht, damit gewinnt die Hisbollah an Einfluss.

Leo Fischer

Das nächste Katastrophenbuch

Das Buchgenre »Germanokalypse« floriert. Die jüngste Neuerscheinung heißt »Deutschland verdummt«. Ein Werk, das beinahe schon selbst der Beweis ist für die eigene These.

Seite 9
Christof Meueler

Außerplanetarische Opposition

«Wir müssen die Vergangenheit endlich Hitler uns lassen» heißt das erste Buch des Hamburger Popmusikers Knarf Rellöm. Darin gibt es seinen «heavy heavy No-Deutschland-Sound» zum Mitlesen und Mittanzen.

Seite 10

Ossis Tagebuch

Neu: Spektakuläre Offenbarungen aus dem geheimen Tagebuch eines Bürgers der DDR aus dem Jahr ’89. Die Kolumne unter: dasND.de/tagebuchGrafik: The Noun Project/Gregor Cresnar...

ndPlusMatthias Reichelt

»Das Trotz-alledem existiert«

»Die Kinder des Sisyfos« ist wieder erschienen. In vier Romanen erzählt Schriftsteller Erasmus Schöfer über die Kämpfe der westdeutschen Linken von 1968 bis 1989.

Seite 11
Robert Rescue

Was Tee manchmal für eine Wirkung haben kann

»Herr Rescue, wie ich leider sehen muss, haben Sie noch immer keinen Job.« Mein Fallmanager, Herr Magenta, hat jedes Mal eine nette Begrüßung für mich parat. Wie üblich wahre ich meine Mischung aus Naivität, aufgesetzter Höflichkeit und einem Hauch von Interesse an seiner Tätigkeit. »Wie meinen Sie das?« »Ganz einfach. Wenn Sie zum Termin nicht erscheinen, sind Sie entweder ausgewan...

Seite 12
ndPlusSimone Barrientos und Karsten Krampitz

»Ein unverzeihliches Unrecht«

Weihnachten 1949 hält Heinrich Grüber Gottesdienst im Internierungslager Sachsenhausen. Sein Bericht unterscheidet die damaligen Lager von den KZs der Nazis - und wird zum Politikum.

Seite 13
Christopher Wimmer

Das Tom-Sawyer-Prinzip

Seit Friedrich Schiller feierte man das Spielen als zweckfreie Tätigkeit. Nun aber werden Spielelemente in Arbeitsprozesse eingebaut: Sie gelten als kreativer und fördern die Hingabe an das Problem - ein Essay über »Gamification« und Weihnachtsgeschenke.

Seite 14
ndPlusPhilip Jokić , Robert Putzbach (Texte) und Johanna-Maria Fritz (Fotos)

Spiel mit Grenzen

Alltäglich versuchten Geflüchtete aus dem Lager bei der bosnischen Kleinstadt Velika Kladuša über Kroatien weiter nach Westeuropa zu kommen. »Neues Spiel, neues Glück«, lautet ihr Motto bei jedem weiteren Versuch.

Seite 15
Seite 16

Cast Away – Verschollen

Chuck Noland (Tom Hanks, Foto) muss die gemeinsame Weihnachtsfeier mit seiner Freundin Kelly verschieben, weil er dringend eine Geschäftsreise machen muss. Sein Flugzeug gerät jedoch über dem Südpazifik in eine Luftnotlage und stürzt ab. Noland landet auf einer unbewohnten Insel im Pazifik. Nach vier Jahren gelingt es ihm, ein Floß zu bauen und die Insel zu verlassen. Er kehrt zurück und alles ist...

Seite 17
Stephan Kaufmann

Bloß ausgedacht

Der griechische Göttervater Zeus soll ein machtbewusstes Wesen gewesen sein. Als seine erste Geliebte Metis mit zwei Kindern von ihm schwanger war, wurde Zeus prophezeit, eine Tochter sei ihm ebenbürtig, ein Sohn werde ihn stürzen. Um dem zu entgehen, verschlang Zeus seine Geliebte samt Nachwuchs. Als ihn daraufhin starke Kopfschmerzen plagten, bat Zeus den göttlichen Schmied Hephaistos, seinen Ko...

Seite 18
ndPlusKatja Herzberg

Schnitt ins Leben

Weltweit ist die Zahl der Schnittentbindungen in den vergangenen Dekaden in die Höhe geschnellt. Doch regional gibt es große Unterschiede - nicht überall kommt die vermeintlich fortschrittliche Geburt an.

ndPlusUlrike Henning

Anstrengend, aber sinnvoll

Hormone, mechanische Reize, Stress: Der Geburtsvorgang ist ein komplizierter Prozess, in dem jedes Detail seinen Sinn hat. Ohne Not sollte auf die natürliche Geburt nicht verzichtet werden.

Seite 19
ndPlusInes Wallrodt

»Woher weiß das dein Körper?«

Elsa, 6 und Amanda, 3, gehen in die erste Klasse bzw. in die Kita. Auf fast jede Frage wissen sie eine Antwort – und wenn doch nicht, fragen sie ihre Mutter. Ines Wallrodt stellte ihnen Fragen rund um die Geburt.

ndPlusKatja Herzberg

Mit dem Po voran

Liegt das Kind kurz vor der Geburt mit dem Kopf nach unten, ist das ideal. Doch auch mit dem Po oder Fuß voran können Babys natürlich entbunden werden. Ein Kaiserschnitt ist nur eine von mehreren Optionen.

Seite 20
Ulrike Wagener

»Unsere Körper passieren uns«

Schwangerschaft und Geburt bedeutet Ausgeliefertsein an die eigene Körperlichkeit. Und danach soll bei Frauen alles so sein, als wäre nichts gewesen.Leaky Bodies, undichte Körper, das ist der Horror der Gegenwart.

Seite 21
ndPlusInes Wallrodt

Zur Sicherheit lieber abchecken

Überwachung der Herztöne des Ungeborenen, bei Komplikationen Kaiserschnitt, umfassende Aufklärungsgespräche über die Risiken während einer Geburt - all das folgt medizinischen Leitlinien, die dafür da sind, das Wohlergehen von Mutter und Kind zu schützen. Oder nicht? Zumindest nicht allein. Im Zweifel sichern solche Maßnahmen auch Ärzte und Hebammen ab. Falls etwas passiert, können sie darauf verw...

Stephan Kaufmann

Gebären für das Wachstum

Dem Kapital können es die Frauen kaum recht machen. Mal gebären sie zu viele Kinder und es herrscht Überbevölkerung. Dann wieder droht Bevölkerungsrückgang und Arbeitskräftemangel. Diese Klagen erzählen viel über die Funktionsweise unseres Wirtschaftssystems.

Seite 22
Thomas Blum

Wo nichts ist, kann auch nichts stören

Die Vorzüge des Nichtgeborenwerdens liegen auf der Hand: Was es nicht gibt, kann auch nicht nerven. Dennoch pflanzen die Mitmenschen, die nichts anderes sind als »traurige Folgen einer unterlassenen Fruchtabtreibung« (Karl Kraus), sich weiter fort. Traurig.

ndPlusRegina Stötzel

Schwanger auf eigene Gefahr

»Bei dir ist es bestimmt auch bald soweit!« Ein Kinderwunsch wird bei Frauen gern vorausgesetzt. Ob sie den verspüren oder nicht: Sich für Nachwuchs zu entscheiden, ist nicht leichter geworden in den vergangenen Jahren.

Seite 23
ndPlusSteffen Schmidt

Dafür ist Sex nicht unbedingt nötig

Einer der »Väter« der Pille, der 2015 verstorbene österreichisch-amerikanische Biochemiker Carl Djerassi, war sich kurz vor seinem Tod sicher, dass sich die Menschen in den Industrieländern bei der Fortpflanzung in nächster Zukunft von den Zwängen der Biologie befreien würden. Hatte die hormonelle Verhütung in den 1960er Jahren dafür gesorgt, dass der Geschlechtsverkehr nicht zwangsläufig zur Zeug...

ndPlusCordula Ackermann, Barbara Imholz und Julia Lis

Stille Nacht? Von Maria lernen!

Von Jesu Geburt bis zu pränataler Diagnostik: Linke Christinnen analysieren die Lage werdender Mütter und ihr Selbstbestimmungsrecht in patriarchalen Zeiten.

Seite 24
ndPlusKatja Herzberg

»Bleibend großartig«

Oft hadern werdende Väter damit, ihre Frauen bei der Geburt ihres Kindes leiden zu sehen. Robert Grund-Hoffmann konzentrierte sich darauf, für die werdende Mutter da zu sein. Und ist »nachhaltig beeindruckt von der Stärke, die eine Entbindung vermitteln kann«.

Seite 25
Betongold schlägt Handwerk
ndPlusNicolas Šustr

Betongold schlägt Handwerk

Der größte Berliner Anbieter von Gewerbeflächen GSG zieht die Mieten an. Nicht nur Handwerksbetriebe werden damit aus der Stadt verdrängt. Das Land Berlin hat kaum Handhabe, wurde das Unternehmen doch 2007 privatisiert.

Seite 26
Jérôme Lombard

Ein Tunnel für mehr Lebensqualität

Deckel drauf und Schluss ist mit Lärm und Schmutz: Autobahnüberdeckelungen haben viele Vorteile. In der Umsetzung sind die Tunnel häufig kompliziert und teuer. Ob sich ein Deckel für Berlin eignet, lässt der Senat jetzt mit einer Machbarkeitsstudie prüfen.

Seite 27
Andreas Fritsche

Aus Liebe zu Kyritz

In nur sechs Monaten lernte der Syrer Ahmad Alsayed sehr gut Deutsch. Auf die deutsche Staatsbürgerschaft muss er sechs Jahre warten. Dabei werden Lehrer in ländlichen Regionen wie an seiner Schule in Kyritz dringend gesucht.

Seite 28
Alexander Ludewig

Vorbildlich - unter Vorbehalt

Der Spielabbruch in der Regionalliga Nordost durch das U16-Team von Hertha BSC sorgt weiter für Schlagzeilen. Während sich der VfB Auerbach gegen den Vorwurf »rassistischer Beleidigungen« wehrt, wurde eine geplante Ehrung der Berliner Fußballer verschoben.

ndPlusUllrich Kroemer, Leipzig

Der Bessermacher

In der vergangenen Saison hatte Vorgänger Ralf Rangnick nach dem Motto Die Null muss stehen» gute Erfolge erzielt. Jetzt kassiert RB deutlich mehr Gegentore, hat mit Hurra-Fußball und Rekordsiegen wie dem 8:0 gegen Mainz aber die meisten Treffer erzielt: 45.

Seite 29
Oliver Kern

Es gibt kein Wunder-Gen

Wenn schwarze Sportler schneller laufen oder höher springen, suchen weiße rassistische Pseudowissenschaftler gern nach genetischen Ursachen für die eigene Unterlegenheit. Derlei Studien werden in einem bemerkenswerten Buch reihenweise widerlegt.

Seite 30
ndPlusManfred Lädtke

Weihnacht, wie sie im Buche steht

Nach ein paar Saunagängen fangen auch die schweigsamsten Finnen zu reden an. Unter Dampf und Schweiß zeigen auch sie plötzlich Gefühle.

Seite 32
ndPlusChristin Odoj

Die Schönheit des Mopskuchens

Übrig bleibt immer etwas. Niemals geht man so ganz. Die Fensterbänke sind nach all den Jahren immer noch golden besprüht, was ihre Idee war. Die Umrisse vom alten Namensschild, damals mehr hastig als professionell auf die Leuchtreklametafel geklebt, sind auch nach zehn Jahren noch zu erkennen. Martina Leisten steht vor einem Schaufenster in der Gärtnerstraße in Berlin-Friedrichshain. Handgemachte ...