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Mundschutz

Auch ich habe mir jetzt zwei Behelfs-Mundschutz-Masken besorgt. Man muss ja aufpassen, wie man die Stoffstücke nennt, die man sich jetzt aus Sorge vor Corona - ob sie nützen oder auch nicht - vor den Mund binden soll. Erste Erkenntnis: Auch die Einheitsgrößen für Mundschutz scheinen sich am mittelgroßen Normalmann zu orientieren. Mir sind sie jedenfalls viel zu groß, anderen wiederum viel zu klein...

Kurt Stenger

Alles vliest

Die Regierung will Mundschutz-Knappheit mittels Abnahmegarantien und Investitionsförderung vermeiden. Die strukturellen Probleme des durch Sparzwänge angeschlagenen Gesundheitssystems bleiben unangetastet.

Birthe Berghöfer

Orbán will Geschlecht vorschreiben

Im Schatten der kürzlich präsentierten Notstandsgesetze legte die ungarische Regierung einen Gesetzentwurf vor, der eine standesamtliche Änderung des Geschlechts verbietet.

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Hagen Jung

27 Corona-Tote in nur einem Heim

Wie sehr Ältere durch die Pandemie gefährdet sind, zeigen Fälle aus Niedersachsen. Dort sind in einem Heim der Diakonie bislang 27 Menschen an Covid-19 gestorben, mehr als die Hälfte der Bewohner ist infiziert.

Hendrik Lasch

»Der Brief erlebt eine Renaissance«

Wegen der Corona-Pandemie herrscht ein Besuchsverbot in Pflegeheimen. Für die Bewohner und ihre Angehörigen ist das nicht einfach. Trotzdem wird versucht, die schwierige Situation für sie zu mildern.

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Giacomo Sini und Dario Antonelli

Ausbeutung abgewählt

Nahe der italienischen Hauptstadt Rom betreiben frühere Erntehelfer eine landwirtschaftliche Kooperative. Auch in der Coronakrise versorgt sie ihre Abnehmer weiter mit Gemüse und Joghurt.

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Markus Drescher

Kreditprogramm und Quarantäne

Die hiesigen und globalen Einschränkungen in der Coronakrise machen der Wirtschaft auch in Deutschland schwer zu schaffen. Für den Mittelstand gibt es nun ein neues Kreditprogramm.

Thomas Gesterkamp

Das Ende der Präsenzpflicht

Viele Unternehmen haben das zeitweise Arbeiten von zu Hause lange blockiert. Jetzt gilt Homeoffice plötzlich als Ultima Ratio. Doch viele Beschäftigte haben damit auch Probleme.

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Sabine Netz

Flüchtlinge im Hungerstreik

Die Lebensbedingungen in der Landes-Aufnahmeeinrichtung (LAE) in Halberstadt in Sachsen-Anhalt sind für Schutzsuchende untragbar geworden. Für die Geflüchteten gibt es seit einer Woche kein Klopapier, keine Seife und keine Schutzmasken.

Daniel Lücking

Europaweite App-Lösung in der Coronakrise

Unterschiedliche Apps sollen in der Coronakrise helfen, die Pandemieausbreitung zu stoppen. Von autoritär bis datenschutzkonform ist vieles denkbar. Was aber wird durchgesetzt?

Fabian Hillebrand

Missstände werden noch sichtbarer

Um die Ausbreitung des Coronavirus zu verlangsamen, werden auch autoritäre Maßnahmen getroffen. kritisch ist, dass dabei bestimmte Menschen mehr ins Raster solcher polizeilichen Maßnahmen fallen als andere.

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Ute Weinmann, Moskau

Datenraub im Zwangsurlaub

Seit über einer Woche befindet sich Russland im Zwangsurlaub; mithilfe von Nutzerdaten will die Regierung das garantieren. Doch was mit den gesammelten Daten in Zukunft geschehen soll, weiß keiner.

Philipp Hedemann

Afrika ist schlecht gewappnet

Noch werden aus den 55 afrikanischen Ländern wenige bestätigte Corona-Fälle gemeldet. Doch für eine Pandemie ist man schlecht aufgestellt.

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Felix Schulz

Hochgefährlich und hochbegehrt

In den USA ändert sich in der Coronakrise die gesellschaftliche Wahrnehmung: Viele Beschäftigte kämpfen mit Wildcat-Streiks dafür, dass zumindest ihr Grundbedürfnis zu überleben Beachtung findet. Sie haben starke Gegner.

Hermannus Pfeiffer

Mit Bazooka und Schrotflinten

»Was auch immer es kosten mag« - dazu bekennen sich die USA und Europa bei ihren Rettungspaketen. Doch in Wirklichkeit reagieren die Regierungen recht unterschiedlich.Von Hermannus Pfeiffer Europa zögert noch, während US-Präsident Donald Trump bereits mit seiner »Bazooka« feuert: Zwei Billionen Dollar will Washington mobilisieren, wie nach kontroversen Verhandlungen zwischen dem Weißen Haus und be...

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Simon Poelchau

Solidarität muss auch etwas kosten

Kein Weg geht an Coronabonds vorbei, will man Spanien und Italien nicht im Coronavirus-Regen allein stehen lassen und ein Auseinanderbrechen der EU riskieren. Solidarität muss eben auch etwas kosten, soll es kein einfaches Lippenbekenntnis sein.

Peter Steiniger

Diktatur auf Raten am Zuckerhut

Brasiliens demokratische Fassade bröckelt längst. Ein stellvertretender Generalstaatsanwalt legt nun Feuer ans Haus: Er stimmte der Klage eines rechten Abgeordneten zu, die zur Streichung der größten Oppositionskraft aus dem Parteienregister führen könnte. Der Arbeiterpartei PT wird darin vorgeworfen, illegal Geld aus dem Ausland erhalten zu haben. Das Gutachten des Anklägers macht diesen Nonsens ...

René Heilig

Soldaten schüchtern Corona nicht ein

Präsident Trump schickt Tausende Militärärzte und -pfleger in das von der Pandemie besonders betroffene New York, Kampftruppen verstärken die Mexiko-Grenze. Zugleich tröstet Trump andere Bundesstaaten, dass er als Oberbefehlshaber ja noch über so viel mehr hilfswillige Truppen gebietet. Welch dümmliche Prahlerei! Das Militär ist zunehmend sein eigenes Problem. Eiligst musste man Camps in die ...

Moritz Aschemeyer

Gegenspieler

»Wenn sie die Alten und chronisch Kranken separieren, bin ich am nächsten Tag beim Bundesverfassungsgericht und klage«, kommentierte Hans-Christian Ströbele einen Vorstoß des Tübinger Oberbürgermeisters Boris Palmer (Grüne) gegenüber dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Palmer hatte als Maßnahme in der Coronakrise vorgeschlagen, ältere Menschen und chronisch Kranke zu isolieren und die anderen wied...

Fabian Goldmann

Corona als politische Waffe

Wie westliche Politik trägt dazu bei, das Leid von Menschen in der Corona-Krise zu erhöhen. Etwa in inran, wo es an Masken, Medikamenten und Beatmungsgeräten mangelt. Grund für diesen Mangel sind nicht iranische Politiker, sondern unsere.

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Rainer Rutz

Schluss mit Homeschooling!

Gestresste Eltern, genervte Kinder: Das in den letzten Wochen notgedrungen erprobte Experiment »Daheimbeschulung« war für alle eine Herausforderung. Nicht wenige Schülerinnen und Schüler werden allerdings auf der Strecke bleiben.

Jonas Wagner

Volksbegehren Enteignung in Warteschleife

Die Initiative »Deutsche Wohnen & Co enteignen« fühlt sich verschaukelt. Trotz gegenteiliger Ankündigungen ist das Volksbegehren immer noch in der rechtlichen Prüfung.

Jonas Wagner

Studium in Gefahr

Mehr als zwei Drittel aller Berliner Studierenden arbeiten nebenbei. Viele von ihnen bringt die Pandemie in Existenznot, weswegen nun Stimmen laut werden, die Hilfe von Land und Bund fordern.

Rainer Rutz

Hurra, die Schule pennt

CDU und FDP meinen, Berlin müsse die Coronakrise nutzen und sich jetzt auf die Schulbauoffensive konzentrieren. Rot-Rot-Grün reagiert verwundert. Denn Krise hin oder her: Es wird ohnehin weiter gebaut.

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Claudia Krieg

Den Ausbruch beherrschen

Die Zahlen positiv auf Covid-19 getesteter Menschen steigen, ebenso die der Todesopfer. Man sei trotzdem knapp vor die Welle gekommen, heißt es in der Sondersitzung vom Gesundheitsausschuss.

Martin Kröger

Kirchen verlieren massiv Mitglieder

Die Coronakrise stellt die Kirchen vor Herausforderungen - auch weil Ostergottesdienste verboten sind. Neue Zahlen zeigen unterdessen, dass die Kirchen 2019 deutlich Mitglieder eingebüßt haben.

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Dinah Rothenberg und Alexandra Kimel

Lager in Angst

In Berliner und Brandenburger Sammelunterkünften leben oft Hunderte Flüchtlinge auf engstem Raum. Bewohner*innen erzählen, wie sie trotzdem versuchen, sich vor dem Coronavirus zu schützen.

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Tom Wohlfarth

Was geht? Das geht:

Was soll man tun, wenn man jetzt so viel zu Hause bleiben muss? Die berühmte soziologische Fantasie entwickeln. Nicht immer nur virologisch reden. Das fordert sogar Christian Drosten. Hier ein paar Angebote.

Tim Wolff

Zurück aufs Liegemöbel, aber zackzack!

Klar: Selbst an würdelosen Tätigkeiten wie Maklerei, Agenturgetue, Fitnessstudiobetreiben und so weiter hängt Existenzielles. Dennoch sollte man aufhören mit dem Schuften. Eines kann man aus der Geschichte lernen: Faulheit ist eine Errungenschaft.

Benjamin Moldenhauer

Ohne Essen ins Bett

Hunderte Ebenen sind untereinandergeschichtet. Wie viele genau es sind, weiß man zu Anfang noch nicht. Eine strenge Hierarchie: Einmal am Tag wird in den Schacht eine große Plattform mit feinstem Essen hinabgelassen, die alle Stockwerke durchläuft: Die auf den oberen Ebenen lebenden Schachtbewohner können sich ohne Ekel satt essen. Kommen die Speisen in der Mitte des Schachts an, ist die Essenspla...

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Thomas Blum

Nichts ist unmöglich

Ein Mann an der Bushaltestelle, auf den Wänden sind Hochglanzbilder mit Frauen, die den Eindruck erwecken, sie ernährten sich von Benzodiazepinen und es habe jemand etwas mit ihren Gehirnen gemacht. »Perfect Beauty« steht daneben.

Marie Hecht

Nicht sterben, nicht lieben

Was haben Kapitalismus, Leonardo DiCaprio und Delfine gemeinsam? Liv Strömquists neuen Comic »Ich fühl’s nicht«. Dieser sorgt für einen Wissensorgasmus der feinsten Art.

Leonhard F. Seidl

Der werdende Mensch

Anarchie oder wie? Alle reden immer nur von Michail Bakunin. Aber was war mit Gustav Landauer? Der hat heute 150. Geburtstag und sagte: »Ich glaube, dass ich etwas unüblich bin und in kein Schubfach hineinpasse«.

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Martin Stolzenau

Auguste Lazar

Ihr wohl bekanntestes Kinderbuch, »Sally Bleistift in Amerika«, erschien unter Pseudonym. Verfasst noch in Nazideutschland, hatte Auguste Lazar das Manuskript über Gesinnungsfreunde in die Sowjetunion schmuggeln lassen, wo es 1935 mit der Autorenangabe Mary Macmillan gedruckt wurde. Ihr Romanerstling trat von Moskau aus seinen internationalen Siegeszug an. Die literarische Protagonistin Sally Blei...

Jan Freitag

Einhorn unter Eseln

Einhörner sind die denkbar liebenswertesten Geschöpfe - gerade weil sie, nüchtern betrachtet, reine Fantasie sind. So gesehen ist es nur logisch, dass Menschen auf Partnersuche jene Männer als Einhörner bezeichnen, die es im Grunde eigentlich auch gar nicht gibt: verwitwete Väter diesseits der Midlife-Crisis, denen das eigene Ego unwichtiger ist als der Rest des Universums zusammen, die sensibel s...

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Ruth Leiserowitz

»Frauen für den Frieden« in der DDR

Der Kalte Krieg kehrte Anfang der 80er Jahre nach Europa zurück - in West und Ost. Gegen das neue Wehrdienstgesetz und die Hochrüstung regte sich in der DDR Widerstand.

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Wolfgang Müller und Ulrike John

Monatlich bluten und trotzdem Leistung bringen

Das US-Team berücksichtigte für die letzte Fußball-WM den Zyklus der Spielerinnen im Training. Auch der FC Chelsea hat erkannt, dass körperliche Veränderungen die Leistungen beeinflussen können.

Oliver Kern

Wenn die Religion pausiert

Alte Klassiker auf Youtube oder eSports statt echtem Stadionerlebnis. Sportanhänger können ihre Stars derzeit nur noch im Netz verfolgen. Um die ging es den echten Fans aber nie.