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Stephan Fischer

Jetzt muss auch mal schlecht sein

Der linke Haken sitzt noch nicht: Damit die Coronakrise nicht auf Kosten des Sozialstaats geht, müssen Linke sich jetzt zusammenraufen und auf wenige Themen konzentrieren, die alle angehen. Lesen Sie auch, wie eine Rente geht, die nicht arm macht, und wie das Virus die Lage in Gefängnissen verschärft.Der linke Haken sitzt noch nicht: Damit die Coronakrise nicht auf Kosten des Sozialstaats geht, müssen Linke sich jetzt zusammenraufen und auf wenige Themen konzentrieren, die alle angehen. Lesen Sie auch, wie eine Rente geht, die nicht arm macht, und wie das Virus die Lage in Gefängnissen verschärft.

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Simon Poelchau

Nicht aus dem Forderungsbausteinkatalog

Ob Eurobonds oder eine Vermögensabgabe zur Finanzierung der Kosten der Coronakrise - derzeit werden auch von linker Seite viele Konzepte und Forderungen wieder ausgepackt, die schon während der Eurokrise lautstark proklamiert wurden. Böse Zungen könnten sagen, das sei lediglich alter Wein in neuen Schläuchen. Aber bekanntlich ist alter Wein nicht unbedingt etwas Schlechtes, sondern kann sogar herv...

Susanne Romanowski

Klicken fürs Klima

Vom WG-Zimmer aus die Umwelt retten: Die Pandemie hat den Klimastreik von »Fridays for Future« ins Netz gezwungen. Ganz auf analoge Aktionen wollen sie und andere Klimabewegungen aber nicht verzichten.

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Eva Roth und Jana Frielinghaus

Ein Mittel gegen »permanenten Frust«

Das Rentenniveau sinkt seit Jahrzehnten. Gert G. Wagner ist Mitglied der von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil eingesetzten Rentenkommission und erläutert im Gespräch mit »nd« deren Vorschläge und eigene Ideen für eine armutsfeste Altersversorgung.

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Wolfgang Hübner

Kohls bester Mann

Mit seiner Frohnatur war Norbert Blüm das soziale Aushängeschild einer Regierung, die genau wusste, zugunsten welcher Klasse sie Politik machte. Als Politrentner wurde Blüm zum Rebellen auch gegen die eigene Partei

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Stephan Kaufmann

Afrika wird angesteckt

Vor dem Virus ist die Krise schon in vielen Ländern des globalen Südens angekommen. Etwa in Nigeria, das seinen Haushalt zu 90 Prozent aus dem Ölverkauf finanziert. Viele Länder in Afrika erwarten heftige Einbrüche ihrer Wirtschaftsleistung.

René Heilig

Erst Panzer, dann Pandemie

Wie wär’s mit einem medizinischen Hilfskorps statt Soldaten für Mali? In Anbetracht der Pandemie sollten Deutschland und andere europäische Länder die Zusammenarbeit mit ihren afrikanischen Partnern dringend überdenken.

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Stephan Kaufmann

Die Kosten der Krise

Die EU-Staaten befinden sich in der tiefsten Wirtschaftskrise seit der Großen Depression. Um ihrem Wachstum wieder auf die Beine zu helfen, brauchen die hoch verschuldeten Länder Unterstützung. Doch die lässt auf sich warten.

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Hermannus Pfeiffer

Krise des Krisengipfels

Europaskeptiker dürften sich bestätigt fühlen. Die EU-Staats- und Regierungschefs haben sich in der Nacht auf Freitag nicht auf die Finanzierung eines bis zu 1600 Milliarden Euro schweren Corona-Wiederaufbaufonds verständigt.

Lisa Ecke

Hilfsprogramm ist keine Hilfe

Bedürftige Schüler*innen sollen einen Zuschuss von 150 Euro für die Anschaffung von technischer Ausstattung erhalten. Das ist viel zu spät: Bereits seit über einem Monat sind die Schulen geschlossen. Für nur 150 Euro ist außerdem kein geeignetes Endgerät zu erhalten.

Philip Malzahn

Täter, die schweigen

Ein großer Schritt, um das Assad-Regime für seine Verbrechen zur Rechenschaft zu ziehen. So oder so ähnlich wurde in vielen Medien der Prozessauftakt am Donnerstag gegen zwei Ex-Geheimdienstmitarbeiter der syrischen Regierung bezeichnet.

Wilfried Neiße

Gestrauchelter

In Krankenhäusern geht es tagtäglich um Leben und Tod. Doch, was nun dem Potsdamer Klinikchef Steffen Grebner vorgeworfen wird, ist äußerst selten: Die Staatsanwaltschaft prüft, ob sie gegen ihn wegen »fahrlässiger Tötung« ermitteln muss. Und das gleich in mehr als drei Dutzend Fällen. Am Donnerstag wurde Grebner, immerhin seit 2007 Geschäftsführer des Ernst-von-Bergmann-Klinikums (EvB), von Potsd...

Leo Fischer

Stärkt die Heimwerker-Medizin!

Die Coronakrise ist dort angekommen, wo sie am besten zu lösen ist: unter deutschen Dächern. Ein alter Fön und ein Wackelkontakt finden sich schließlich immer - und auch jemanden, der Jens Spahn mimt.

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Christof Meueler

Hip-Hop für Erwachsene

Früher war Hip-Hop viel besser, sagen die Erwachsenen. Früher haben sich Kinderzimmer Productions aufgelöst. Jetzt sind sie wieder da: Mit »Todesverachtung to go« kämpfen sie gegen das Dumpfe und Dumme im Deutschrap

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Max Böhnel und Moritz Wichmann

Leere Rhetorik oder Zugehen auf Parteilinke?

Bernie Sanders unterstützt jetzt offiziell Joe Biden. Doch was macht der? Geht er auf die Parteilinke bei den US-Demokraten zu? Dafür gibt es Anzeichen, doch bisher sind die Zugeständnisse klein. Doch Biden ist auch Opportunist.

Thomas Blum

Birth, School, Work, Death

Bov Bjerg hatte mit seiner Coming-of-Age-Erzählung »Auerhaus« einen Bestseller. Sein neuer Roman »Serpentinen« erzählt nun von der Reise eines Vaters mit seinem Sohn, von Depressionen und vom Nichtvergehen der deutschen NS-Vergangenheit.

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Volker Surmann

Es gibt Eis, Baby!

»Sind Sie Türkin?«, fragte mich ein nuschelnder alter Mann in einer Kneipe. Dass ich niemandem eine Antwort schuldig bin, dass solche Fragen mehr als »nur« Neugier sind, dass es nicht meine Aufgabe ist, jedes rassistische Vorurteil abzubauen: All dies war mir zu jenem Zeitpunkt nicht bewusst und daher antwortete ich dummerweise auf die Frage.

Demba Sanoh

Von Keks und Kausalität

Werbung als Spiegel der Gesellschaft: Rassismus wird durch Kampagnen und Produktbezeichnungen noch immer reproduziert. Was vor 60 Jahren schon rassistisch war, ist es auch heute noch.

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Oliver Eberhardt

Fragwürdige Auslegung

Israel will bald erhebliche Teile des Westjordanlandes annektieren. Zur Begründung verweist die dortige rechte bis heute auf die Ergebnisse der Konferenz von San Remo.

Oliver Eberhardt

Unehrliche Makler

Nach dem Ersten Weltkrieg wurde in San Remo der nahe Osten aufgeteilt. Offiziell ging es um die Schaffung unabhängiger Staaten, doch tatsächlich teilten Frankreich und Großbritannien das Erbe des Osmanischen Reiches unter sich auf. Das hat bis heute Folgen.

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Velten Schäfer

Brot und Butter

Manche scheinen das zu hoffen, doch wird die jetzt gelebte Solidarität nicht von selbst in eine solidarischere Ordnung münden. Darum muss energisch gekämpft werden - sonst endet das Jahr des Virus in einem drastischen sozialpolitischen Rollback.

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Bakterium killt Blaumeisen

Als Grund für den Tod ungewöhnlich vieler Blaumeisen in den vergangenen Wochen haben Experten jetzt ein Bakterium ausgemacht. »Die bei uns untersuchten Tiere sind alle an einer Lungenentzündung gestorben, für die das Bakterium Suttonella ornithocola der Auslöser war«, sagte eine Sprecherin des niedersächsischen Landesamts für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (Laves). Das Bakterium war ...

Klimakatastrophe im Jura

Mithilfe von Fossilien haben Paläontologen des Museums für Naturkunde Berlin und Kollegen aus Großbritannien für einen rund 182 Millionen Jahre zurückliegenden Zeitabschnitt für einzelne Meeresbereiche in Südeuropa einen relativ raschen Temperaturanstieg ermittelt. Dafür hatten sie verschieden schwere Sauerstoffatome in fossilen Schalen von Muscheln und anderer Organismen gemessen. Die Treibhausph...

Mit »Brille« auf Zeitreise durchs All

Das »Geburtstagskind« sieht aus wie ein Kanonenrohr, ist gut 13 Meter lang und rast seit nunmehr 30 Jahren um die Erde - mit 28 000 Kilometern pro Stunde. Seit seinem Start am 24. April 1990 revolutionierte das Weltraumteleskop »Hubble« mit atemberaubenden Bildern aus dem All die Astronomie. Seine Aufnahmen, die auch Laien einen völlig unerwarteten Blick auf das Universum eröffnet haben, gehö...

Michael Lenz

Trotz Panzer leichte Beute

Viele Europäer lernten den Pangolin erst als vermuteten Zwischenwirt von Coronaviren kennen. Heute leben in Afrika und Asien nur noch zehn Prozent der einstigen Zahl der wegen ihres Schuppenpanzers auch Tannenzapfentiere genannten Säuger. Vielleicht hilft ihnen das Verbot der Wildtiermärkte infolge der Covid-19-Pandemie.

Seite 15
Detlev H. Krüger

Winzig und heimtückisch

Derzeit macht mal wieder ein Virus - Sars-CoV2 - Furore. Die Winzlinge genießen einen üblen Ruf als tückische Krankheitserreger. Doch Viren taugen auch zur Bekämpfung von Bakterien und hatten sogar Anteil an der Herausbildung des komplexen Genoms höherer Lebewesen.

Seite 16
Christof Meueler

Warum ist der 1. Mai rot?

Seit mehr als 100 Jahren feiert die Arbeiterbewegung den 1. Mai mit roten Fahnen. nd-Wissenschaftsredakteur Steffen Schmidt erklärt, wie es dazu kam.

Sven Gerner

Waffenkunde in Moskau

Eine Oper, ein Theaterstück, ein Dokumentarfilm, eine Radiosendung, ein Tanzstück und ein Spielfilm tragen ihren Namen. Eine Kindertagesstätte, eine Jugendherberge und eine Senioreneinrichtung wurden in Deutschland nach ihr benannt. Eine Skulptur auf dem Gelände der Mahn- und Gedenkstätte Ravensbrück hat sie zum Vorbild. Mit etwa 18 Jahren verlässt sie ihre politischen Freundinnen und Freunde...

Seite 17
Claudia Krieg

Ausgegrenzte Hochrisikogruppe

Für schätzungsweise 50 000 Menschen ohne Papiere verschärft sich in Berlin die Situation in der Coronakrise auch deshalb massiv, weil sie nur eingeschränkten Zugang zur Gesundheitsversorgung haben. Manchen von ihnen versucht das Medibüro zu helfen.

Seite 18
Andreas Fritsche

Schutzvisiere made in Fürstenberg

Das Bildungsprojekt Verstehbahnhof musste in der Coronakrise schließen. Die Bundestagsabgeordnete Anke Domscheit-Berg (Linke) und ihr Mann Daniel nutzten Zeit und Raum, um Schutzvisiere herzustellen - eine Geschichte von Selbsthilfe und Solidarität.

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Jérôme Lombard

Heimweh in der Coronakrise

Schätzungsweise 10000 israelische Staatsbürger leben in Berlin. Die Community, die den Austausch zwischen alter und neuer Heimat gewohnt ist, wird durch die Pandemie vor besondere Herausforderungen gestellt.

Seite 21
Frank Hellmann, Frankfurt

Als nächstes sind die Frauen an der Reihe

Je 300 000 Euro für ein halbes Dutzend Frauen-Bundesligisten haben mehr als nur symbolischen Wert. Ihr Spielbetrieb soll laut DFB-Beschluss in Zeitverzögerung zur Männer-Bundesliga ebenfalls fortgesetzt werden.

Ullrich Kroemer, Leipzig

»Ohne uns wäre Fußball unmöglich«

Am Donnerstag präsentierte die Deutsche Fußball Liga ihre Pläne, wie die Saison mit je 300 Leuten im Stadion fortgesetzt werden kann. Ordner, Ticket- und Bratwurstverkäufer aber haben ihre ausgelagerten Jobs verloren. Einen Ausgleich bekommen sie nicht.

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Maresi Starzmann

Gesundheitsrisiko Gefängnis

Gefängnisse in den USA sind überbelegt, die meisten Häftlinge haben Vorerkrankungen, die Zustände bei der Essensausgabe sind unhygienisch. Was in normalen Zeiten eine Zumutung war, wird nun zum flächendeckenden Gesundheitsrisiko für die Insassen. 

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Mascha Malburg

Die Katastrophe ist hier der Normalzustand

Thomas-Dietrich Lehmann arbeitet seit zehn Jahren als evangelischer Gefängnisseelsorger in der Justizvollzugsanstalt Berlin-Moabit. Mit ihm sprach Mascha Malburg über die Situation von Insassen während Corona.

Philip Malzahn

Der Aufstand als Prävention

Die überfüllten Gefängnisse in Nahost sind der ideale Nährboden für das Coronavirus - das wissen Häftlinge wie auch die Regierungen. In den vergangenen Wochen sind Dutzende Gefängnisinsassen im bei Aufständen gestorben.

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Gaston Kirsche

»Ich habe keine Angst«

Die Hamburger Linke-Politikerin Christiane Schneider wurde Anfang des Jahres von 
Nazis bedroht. Das hält sie nicht davon ab, sich weiter 
antifaschistisch zu engagieren. Am 1. Mai will sie mit einem breiten Bündis gegen eine Versammlung von Nazis demonstrieren.

Seite 25
Mario Pschera

Bild und Selbstbild

Die Klage über die Jugend ist eigentlich eine Klage über das Verschwinden der eigenen Jugend. Ewige Jugend aber ist ein faltenbefreiter Albtraum. Das Altern in Würde scheitert oft am Misstrauen in eigenen Erfahrungen...

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Jungs und Mädchen mit Attitüde

Die Tür zu Brunos Altbauwohnung liess sich nur schwer öffnen. Man musste mit einem Ruck daran ziehen, damit das schwere Holzteil aufschwang und es sogleich wieder abbremsen, damit die Klinke nicht in die Wand einschlug. Davon, dass dies nicht jedem gelang, zeugte ein tiefes Loch in der Rigips-Platte dahinter. Brunos Technik bestand darin, die Tür mit viel Impuls zu öffnen und sie nach einem Griffw...

Seite 27

Public Girls With Guitars

Letztens in der Kneipe. Wir trinken Bier, rauchen und reden darüber, was wir so machen. Ich erzähle von diesem Buch. Und direkt kommt die Frage: Ist Künstlerin X dabei? Nein. Und Künstlerin Y? Nein. Und Künstlerin Z? Nein. Der Freund zeigt sich enttäuscht. Janet Jackson, echt nicht? Und ja, es ist offensichtlich. Dieses Buch ist unvollständig. Und das wäre es auch noch, wenn es doppelt oder d...

Seite 28

Der Iwan und die Platte

Wie sehr habe ich mir doch in den letzten Monaten diesen Moment so inbrünstig herbeigesehnt. Jetzt ist es soweit … unwiderruflich. Ich presse meine Stirn an das kalte Fensterglas und genieße jeden Stoß, den die eisernen Räder von den Schienen in den Waggon übertragen. Tack … tack … tack … immer schneller … immer schneller. Mein Herz und mein Puls nehmen diesen Takt auf und schlagen im gleichen Tem...

Seite 29

Fahrräder für den Westen

Im September 1979, so früh wie in jedem der vorangegangenen Jahre, hatte für Regina Meyer die wenig erbauliche Vorweihnachtszeit begonnen. Um reiche Gabentische zum bedeutendsten Fest des Jahres bemüht, waren die meisten Eltern monatelang gezwungen, sich die Hacken abzulaufen. Ohne derlei Beharrlichkeit wären ihnen enttäuschte Kinderaugen vor dem Weihnachtsbaum beschert worden. Das galt es zu...

Seite 30

Blitzableiter und Postologen

»Verdrängter Humanismus - verzögerte Aufklärung« lautet der Titel eines Standardwerks zur Geschichte der österreichischen Philosophie, und was für die lichten Höhen philosophischer Geistesanstrengungen gilt, lässt sich auch ganz konkret anhand der Geschichte der mit Jahrzehnten Verspätung erfolgten Montage eines Blitzableiters am Wiener Stephansdom zeigen. Dabei hätte es auch hierzulande die Mögli...

Seite 31

Der zarte Gesang der Xanthippen

Vollständige und faire Liste aller Dinge, die ich hasse Ich hasse Hoden. Wie es Lebewesen mit so etwas zwischen den Beinen geschafft haben, Frauen zu beherrschen, wird mir ein ewiges Rätsel bleiben. So eine Lächerlichkeit von Organ am eigenen Körper zu haben und dabei noch aufrecht und selbstbewusst durch die Straßen zu gehen. Dabei nicht ständig zu erröten. Tragt einen Hodenhalter, bei dem G...

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Wiederentdeckung der Leichtigkeit

Als ich neun Jahre alt war, lernte ich schwimmen. Meine Mutter brachte es mir im Traum bei, da war sie schon tot. In dem Traum spielten der Nachbarsjunge und ich mit Murmeln. Ich war gut und hatte schon mehrere Runden gewonnen, als meine Mutter mich rief. Sie stand unten an der Straße. Ich unterbrach das Spiel sofort, ließ die kostbaren Glasmurmeln liegen und lief zu ihr. Sie drückte mich an ...

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Wenn der Postmann nicht mehr klingelt
Katja Choudhuri

Wenn der Postmann nicht mehr klingelt

Was ist eigentlich, wenn wir es wegen Corona nicht mehr bis in den Briefkasten der Leserinnen und Leser schaffen? Dann ist es Zeit für das digitale »nd«. Denn auch im Netz sind wir für Sie da. Eine Übersicht.

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Trotz allem hatten wir riesiges Glück
Heidi Diehl

Trotz allem hatten wir riesiges Glück

Mitte März waren der Fotograf Thomas Billhardt und 18 nd-Leser unterwegs in Vietnam - auf der letzten Leserreise, bevor Corona alles lahmlegte. Wir sprachen darüber mit Thomas Billhardt.

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Michael Müller

... und sie laufen doch!

Der 48. Rennsteiglauf wurde auf den 8. Mai 2021 verschoben. Doch die Laufgemeinde ist erfinderisch. Sie ist jetzt bei Aktionen wie »16,5 mal 7« und in Kürze dann bei »Rennsteigläufer at Home« unterwegs.

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Über Mosambik nach Brandenburg
Andreas Fritsche

Über Mosambik nach Brandenburg

»Nach sechs Wochen im Homeoffice wird man langsam blöde im Kopf«, findet Redakteur Tomas Morgenstern. So lange arbeitet er nun schon nicht mehr an seinem Schreibtisch im nd-Ressort Hauptstadtregion, sondern daheim in seinem winzigen Arbeitszimmer. Seinen akribisch recherchierten Texten merkt es der Leser nicht an, aber Morgenstern fehlt doch der direkte Kontakt zu den Menschen, über die er schreib...

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Modus: Corona

Modus: Corona

Wir wollten wissen, wie sich Ihr Leben in Zeiten von Corona verändert hat. Viele Leserinnen und Leser haben uns geschrieben, wie sie nunmehr den Alltag meistern. Hier Auszüge aus den Zuschriften.

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Molly unterwegs

Berlin! Berlin! Und schon wieder Berlin! Es ist schon Ende April, und ich sitze immer noch in der Hauptstadt fest. So langsam sehne ich mich nach den guten alten Zeiten zurück. Ich schwelge nahezu in Erinnerungen: Beinahe beginne ich sogar, vierzig Grad im Schatten und Sonnenschein zu verklären, die nur durch tägliches Baden im Mittelmeer zu ertragen waren. Und nicht mal das war täglich möglich! S...

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Katja Choudhuri

Whataboutism

Wenn Diskussionsteilnehmer mit unliebsamer Kritik konfrontiert werden und kein Interesse an der sachlicher Auseinandersetzung haben, heißt es für sie: Ablenkung. Dazu nutzen sie Gegenfragen oder den Themenwechsel, auch Whataboutism genannt.

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»Ich bin ein notorischer Optimist«

Über Gustav Adolf Schur, von allen liebevoll »Täve« gerufen, muss man den meisten von Ihnen, liebe Leserinnen und Leser, nicht viel erzählen. Er ist, wie er selbst formulieren würde, »bekannt wie ein bunter Hund«. Für mich war er in der Kinder- und Jugendzeit ein Idol, wie wahrscheinlich für viele unserer Generation. Täve und Friedensfahrt, das waren irgendwie Synonyme. Und wir sollten vielleicht ...

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Buchgewinne

Lösungseinsendungenfür »Drei mal drei magisch«: Donnerstag, 30. April, für alle anderen Aufgaben: Montag, 4. Mai. Jede Lösung kann auch einzeln geschickt werden, denn für jede richtige gibt es eine Buchauslosung! (»kurz & knackig« gilt als eine Aufgabe!)Per E-Mail an: ndCommune@nd-online.de oder per Post unter Kennwort »nd.Commune/Denkspiele« an neues deutschland, Franz-Mehring-Platz 1, 10243 Berl...

mim

kurz & knackig

Wie heißt die neunstellige Primzahl, in der in irgendeiner Reihenfolge die Ziffern von 1 bis 9 jeweils einmal vorkommen?Warum muss mindestens einer von zwei ganzzahligen Faktoren des Produkts 75 größer als 8 sein?20 Personen, Männer, Weiber und Jungfrauen, stellen eine Festlichkeit an, die ihnen auf 20 Thaler zu stehen kömmt; jeder Mann giebt 2 Thlr., jede Frau 1 Thlr. und jede Jungfrau 1/2 Thlr. ...

nd

Die flinke Lisa

Für die Rubrik erbitten wir von Ihnen laufend neue Denkspielvorschläge. Für jede veröffentlichte Aufgabe erhalten Einsenderin bzw. Einsender ein Buch (Mail- und Postadresse siehe links unten). Diesmal ist Georg Sattler aus Leipzig an der Reihe. Er bringt auch ein bisschen Physik mit ins Spiel, nämlich das Gesetz der gleichförmigen Bewegung (Geschwindigkeit gleich Weg durch Zeit; v = s/t): Wenn Lis...

Drei mal drei magisch im Quadrat

Der Chemnitzer Mathelehrer Thomas Jahre veröffentlicht bei www.schulmodell.eu wöchentlich eine Aufgabe, die sich an Schüler sowie alle mathematisch Interessierten richtet. Wir übernehmen immer eine aktuelle Wochenaufgabe. Die heutige ist bei www.schulmodell.eu die Nr. 639.Diesmal geht es um das Thema magische Quadrate*. Es gibt eins mit der Kantenlänge 1, keins mit Kantenlänge 2, auch nur eins mit...

Mike Mlynar

Entdeckung der Neuzeit

Zurzeit machen sich viele Sorgen um sich, die Familie, die Freunde, auch um das Leben in unserem Land, ja, in der Welt. Denn: die Seuche geht um. Sicher nicht für immer, aber momentan mächtig gewaltig. Sie hat vieles Gewohnte lahmgelegt oder gar auf den Kopf gestellt. Es wird nicht mehr gereist, die Theater sind zu, die Restaurants, die Schulen und Kindergärten geschlossen oder im äußersten Sparmo...