Diese Website verwendet Cookies. Wir können damit die Seitennutzung auswerten, um nutzungsbasiert redaktionelle Inhalte und Werbung anzuzeigen. Mit der Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Unsere Datenschutzhinweise.
Seite 2
Krankmeldung - leicht gemacht
Eva Roth

Krankmeldung - leicht gemacht

Nach dem Brand im Flüchtlingslager Moria dauerte es drei Tage, bis Innenminister Seehofer erklärte, zehn europäische Staaten wollten 400 minderjährige Flüchtlinge aufnehmen – rund drei Prozent der mehr als 12.000 notleidenden Menschen. Nach dem geplanten EU-Migrationskonzept sollen Flüchtlinge am besten ganz draußen bleiben. Dafür werden auch illegale Praktiken hingenommen, kritisiert das Netzwerk Alarmphone.

Seite 3
Verteidiger beschuldigt Ex-Verteidiger
Joachim F. Tornau

Verteidiger beschuldigt Ex-Verteidiger

Wie glaubhaft ist das jüngste Geständnis des mutmaßlichen Lübcke-Mörders Stephan Ernst? In der derzeit gültigen Version seines Geständnisses gibt er zu, auf Lübcke geschossen zu haben. An den Umständen sei aber sein mitangeklagter Freund schuld.

Seite 4
Hinter ihnen das Feuer
Fabian Hillebrand

Hinter ihnen das Feuer

Mehr als 12.000 Menschen sind nach dem Brand des Flüchtlingslagers Moria ohne Obdach. Europäische Länder wollen 400 Minderjährige aufnehmen. Was wird aus den anderen?

Seite 5
Seite 6

Russische Polizei will Nawalny in Berlin befragen

Im Fall des vergifteten russischen Oppositionellen Alexej Nawalny pocht Deutschland gegenüber Russland vorerst auf weitgehende Geheimhaltung. »Die Bundesregierung hat Schritte zur Beweissicherung eingeleitet, die noch nicht abgeschlossen sind«, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert am Freitag in Berlin. Zu beachten seien auch Vertraulichkeitsgepflogenheiten. Russlands Außenminister Sergej Lawro...

Gefährliche Wunderlampe
Kurt Stenger

Gefährliche Wunderlampe

Bis heute fördert Griechenland aber nur in kleinem Stil in der Ägäis, die Türkei gar nicht. Die »Wunderlampe« ist nämlich zu einer Art »Büchse der Pandora« geworden, die alle paar Jahre einen Spalt geöffnet wird. 1976, 1987, 1996 und nun 2020.

Seite 7
Karin Leukefeld

Schwarzer Rauch über Beirut

Erst die verheerende Explosion vom 4. August und jetzt das: Am Donnerstag ist im Hafen von Beirut ein gigantisches Feuer ausgebrochen. Das Land ist in Aufruhr und die Politik schaut hilflos zu, wie sich die Wut in der Bevölkerung ausbreitet.

Polizeihilfe für Rechtsextreme
Spencer Sunshine

Polizeihilfe für Rechtsextreme

Portland ist eine Stadt voller Widersprüche. Es ist eine der liberalsten Städte der USA, aber Oregon als Bundesstaat ist außer weniger liberaler Enklaven sehr konservativ. Seit über 100 Tagen gibt es Black-Lives-Matter-Proteste, obwohl Portland eine der weißesten Städte im Land ist.

Seite 8
Den Arsch des Prinzen gerettet
Philip Malzahn

Den Arsch des Prinzen gerettet

Nach dem Mord an dem Journalisten Jamal Khaschoggi habe US-Präsident Donald Trump dem saudischen Kronprinzen »den Arsch gerettet«. Warum? Offiziell weil dieser Unschuldig sei. Doch die Abwicklung eines gigantischen Rüstungsdeals zwischen Washington und Riad kurz nach dem grausamen Mord, lässt andere Motive vermuten.

Mitgefühl für alle Gewaltopfer
Andreas Fritsche

Mitgefühl für alle Gewaltopfer

Messerattacken werden von der AfD instrumentalisiert, wenn sie in ihre Argumentationslinie passen. Mitgefühl und Hilfe verdienen aber alle Opfer von Gewalt.

Wird nichts bringen
Simon Poelchau

Wird nichts bringen

Das neue Lobbyregister wird nicht zu anderen Entscheidungen führen. Denn das eigentliche Problem ist nicht, dass sich Politiker mit Lobbyisten treffen, sondern dass sie auf diese hören.

Nur Erz, kein Herz
Alexander Isele

Nur Erz, kein Herz

Jean-Sébastien Jacques tritt nach Kritik an der Sprengung 46 000 Jahre alter heiliger Aborigine-Stätten für die Ausweitung einer Eisenerzmine von der Spitze des Bergbauriesen Rio Tinto zurück.

Der bayerische Salvini
Leo Fischer

Der bayerische Salvini

Was genau muss die CDU/CSU eigentlich anstellen, damit die SPD die Koalition verlässt? Einen Angriffskrieg gegen Dänemark beginnen? Leo Fischer über den Willen der SPD, Seehofer unbedingt an der Macht zu halten

Seite 9
»Diktaturen sind nicht lustig«
Bahareh Ebrahimi

»Diktaturen sind nicht lustig«

Die große Melancholie: Eine von Herta Müllers Collagen zieht sich nun durch Berlin. Ein Gespräch mit der Autorin über Populismus in Zeiten der Krise und Wörter, die Halt geben.

Seite 10
Heiko Werning

Halali

Es klingelt. Der DHL-Bote. Aber als ich den Türöffner drücke, ruft er durch die Gegensprechanlage: »Ich komm nicht rein!« »Wie bitte?«, frage ich verwundert. »Ich habe Pakete für die Nachbarn, kannst du rauskommen und die entgegennehmen?« »Was?« »Na, wegen der Ratte!« Ach herrjeh. Der DHL-Bote hat eine Rattenphobie. Und wir haben Ratten im Haus. Als beide Parteien neulich im Hof aufeinandertr...

Black Matters: live
Matthias Penzel

Black Matters: live

Man nannte ihn den »schwarzen Elvis«: Vor 50 Jahren starb Jimi Hendrix. Mit ihm wurde aus Pop endgültig Big Business. Aber warum »schwarzer Elvis«, wenn Elvis doch die weiße Version eines Schwarzen war? Für Hendrix waren Hautfarben uninteressant.

Seite 11
Ich komme nichtbinär in dein Gesundheitssystem
Jeja Klein

Ich komme nichtbinär in dein Gesundheitssystem

Mann? Frau? Seit Ende 2018 gibt es den Geschlechtseintrag »divers«. Diese Realität der Vielfalt ist aber längst noch nicht in den Behandlungszimmern der Ärzt*innen angekommen. Von Demut, Unterhosen und Attesten.

Seite 14
Alternative Fakten
Stephan Kaufmann, Eva Roth und Regina Stötzel

Alternative Fakten

Funk und Fernsehen berichten mehrmals täglich, wie es dem Dax geht. Wieso eigentlich? Auch Lottospielen wird medial gefördert, und noch immer werden Raser vor Blitzern gewarnt. Gibt es echt keine anderen spannenden Fakten? Doch!

Seite 16
Zeit, die nie vergeht
Karsten Krampitz

Zeit, die nie vergeht

Jeden Werktag hatte sich Christiane Meusel in ihrem Büro einzufinden – ohne Handy, ohne Laptop, mit minimalem Kontakt zu Kollegen. Die Isolation trieb sie in die Verzweiflung. Jetzt verklagt sie ihren ehemaligen Arbeitgeber - das Amt für Verfassungsschutz - wegen Mobbing.

Seite 17
Mr. Giga und das Problem der Wertschätzung
Velten Schäfer

Mr. Giga und das Problem der Wertschätzung

Als Elon Musk vor zehn Tagen Brandenburg besuchte, war Tesla noch der »wertvollste Autobauer der Welt«. Das ist inzwischen aber lange her - und am Ende könnte der Visionär nur ein weiteres Spaßbad in der Brandenburger Provinz hinterlassen.

Seite 18
Neue Ernsthaftigkeit
Marcel Lepper

Neue Ernsthaftigkeit

Die Digitale Herausforderung trifft auf den Abschied von der Meisterdeutung - und doch ist auch die Entideologisierung nicht mehr auf der Höhe der Zeit: Literaturtheorie zwischen «neuer Bescheidenheit» und «Neuer Ernsthaftigkeit»: Eine Bestandsaufnahme.

Seite 19
Der Mythos von der Gegenwelt
Fabian Goldmann

Der Mythos von der Gegenwelt

Antirassistische Positionen auch aus migrantischen Perspektiven seien unglaubwürdig, wenn sie sich nicht zu den politischen Konflikten der Diaspora verhielten, schrieb vergangene Woche an dieser Stelle Ilkay Çiçek. Fabian Goldmann antwortet darauf.

Seite 20
Klima des Misstrauens
Alexandra Jaeger

Klima des Misstrauens

Auch in den Gewerkschaften gab es in den 1970er Jahren Sanktionen bis hin zum Ausschluss gegen als »verfassungsfeindlich« erkannte Linke. In einer ersten Studie zum Thema hat nun die Bildungsgewerkschaft GEW diese Zeit untersuchen lassen.

Seite 21
Eilfertig angepasst
Axel Berger

Eilfertig angepasst

Bis heute ist die GEW-Stiftung nach dem ersten Bundeschef der Bildungsgewerkschaft benannt. Eine historische Forschung zu Max Traegers Rolle in der Nazizeit bleibt zwar ambivalent - fördert aber auch potenziell geeignetere Galionsfiguren zu tage.

Seite 22

Extreme Optik

Energiesparendes Bauen, eine Kombination von Optik und Robotik in der Medizin und noch leistungsfähigere Computerchips - darum geht es bei den für den Deutschen Zukunftspreis 2020 nominierten Projekten. Drei Forscherteams stellten am Mittwoch in München ihre Arbeiten vor. Beim Projekt der Unternehmen Zeiss und Trumpf in Baden-Württemberg sowie des Fraunhofer-Instituts IOF in Jena ermöglicht s...

Die Hörner sollen weg
Susanne Aigner

Die Hörner sollen weg

In der Rinderhaltung sind die Hörner der Tiere meist buchstäblich im Weg. Auf engem Raum besteht Verletzungsgefahr. Um das zu vermeiden züchtet man hornlose Rinderrassen. Dabei wird inzwischen auch Gentechnik eingesetzt - mit zum Teil zweifelhafte Ergebnissen.

Seite 23
Zerrreißen, vereisen, kollabieren – alles ist drin
Dieter B. Herrmann

Zerrreißen, vereisen, kollabieren – alles ist drin

Alles geht einmal zu Ende. Doch trifft das auch auf das Universum zu? Einige Astrophysiker erwarten in Jahrmilliarden einen Kollaps des gesamten Weltalls - das Gegenstück zum Urknall. Andere vermuten eher eine Art Kältetod.

Seite 24
Wie hoch sind die Berge auf dem Mars?
Christof Meueler

Wie hoch sind die Berge auf dem Mars?

Dieses Jahr starten vier Missionen zum Mars. Dort gibt es auch Berge. Wie misst man die Höhenmeter, wo es doch gar kein Meer und kein Meeresspiegel gibt?

Seite 25
Das Auto-Privileg muss fallen
Nicolas Šustr

Das Auto-Privileg muss fallen

Die Straßenverkehrsordnung behindert die Verkehrswende massiv. Das Urteil des Berliner Verwaltungsgerichts, das den Abbau der temporären Radwege in der Hauptstadt anordnet, wirft ein Schlaglicht auf die Autozentrierung der Bundesgesetze.

Seite 26
Würgen verboten, Peitschen erlaubt
Josefine Körmeling (Text) und Doro Zinn (Fotos)

Würgen verboten, Peitschen erlaubt

Seit einigen Wochen dürfen Bordelle in Berlin wieder Kund*innen empfangen. Es gelten aber strenge Hygieneregeln und gewisse Beschränkungen. Ein Besuch in einem Domina-Studio.

Seite 27
Am Sonntag ist Wandertag
Andreas Fritsche

Am Sonntag ist Wandertag

Unter den Bedingungen der Coronakrise startet die nd-Wanderung am 13. September von 8 bis 11 Uhr am Berliner S-Bahnhof Hermsdorf. Anders als sonst üblich gibt es diesmal keine Zielfeier in einer Gaststätte.

Seite 28
Und der Zukunft zugewandt
Eckard Galley

Und der Zukunft zugewandt

Dem nd-Reporter Eckhard Galley bescherte das letzte Länderspiel der DDR-Fußballauswahl 1990 in Brüssel gleich zwei dicke Überraschungen: zum einen den 2:0-Sieg der Eduard-Geyer-Elf, zum anderen eine schnöde Brüskierung durch Matthias Sammer.

Seite 29
Arm in Arm im zerrissenen Land
Uli Schember

Arm in Arm im zerrissenen Land

Die Teams setzen Zeichen gegen Rassismus, Fans buhen beim »Moment der Geschlossenheit«, und Titelverteidiger Kansas City um Superstar Patrick Mahomes startet erfolgreich in die Saison. Beim Auftakt in der Footballliga NFL war viel los.

Ein Jahr und ein Tag mit Union
Alexander Ludewig

Ein Jahr und ein Tag mit Union

In seinem neuen Buch »Union rockt die Bundesliga« erzählt Journalist und Fotograf Matthias Koch mit eindrucksvollen Bildern die Geschichten eines besonderen Fußballvereins, die anderen verborgen bleiben.

Seite 30
An einem Tag durch Leipzigs Küche
Steven Hille

An einem Tag durch Leipzigs Küche

Leipzig hat mehr zu bieten als das allseits bekannte Gemüse-Allerlei: Die Küche der Messestadt begeistert vor allem mit süßen Leckereien. Bachtaler, Leipziger Lerchen und Leipziger Räbchen. Und zum Verdauen gibt es Allasch-Schnaps.

Seite 31
Filmreifes Comeback für Rimini
Anja Reinbothe

Filmreifes Comeback für Rimini

Party, Strand und Sonnenbad sind nicht alles. Rimini hat sich in den letzten Jahren gemausert. Da tauchen Schätze auf, wertvoller als in Pompeji und ein Filmemacher, der seine Heimat verehrte. Mit dem Fahrrad auf Streifzug durch die alte Stadt an der Adria, die auch Corona trotzt.

Seite 32
»Es muss nicht jeden Tag Fleisch sein«
Lisa Kuner

»Es muss nicht jeden Tag Fleisch sein«

Gemeinsam mit ihrer Mutter leitet Nora Seitz die Fleischerei Thiele in Chemnitz. Sie stellt Gin-Tonic-Roster her, macht Wurst mit Weihnachtswürzung und kocht auch vegan und vegetarisch.