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Die Linkspartei und die Wahlen 2017

Rechtsruck, starke AfD, Jamaika und eine SPD auf dem Weg in die Opposition: Wie die Linkspartei nach den Bundestagswahlen 2017 über ihre Strategie diskutiert.

Debatte in der LINKEN
Christian Baron

Getrennte Lebenswelten

Sahra Wagenknecht und Katja Kipping repräsentieren gesellschaftliche Gruppen, die sich nichts mehr zu sagen haben

In dem Streit zwischen den Linksparteipolitikerinnen Katja Kipping und Sahra Wagenknecht spiegelt sich ein Dilemma: Die kosmopolitischen Großstädter und die sogenannten Abgehängten haben den Bezug zueinander verloren.

Kultursenator Klaus Lederer
Die LINKE nach der Bundestagswahl
Klaus Lederer

Urban sein reicht nicht aus

Die Linkspartei muss Strategien gegen die AfD finden und auch auf dem Land attraktiv werden, sagt Berlins Kultursenator Klaus Lederer. Ein Gastbeitrag.

Die LINKE ist im urbanen Milieu stärker geworden, hat dafür aber auch (neue) Schwächen: Im Osten verliert sie, auch an die AfD, und im Westen ist sie für Wähler auf dem Land wenig attraktiv. diese Schwächen muss sie angehen - ohne die neuen Stärken zu gefährden. Ende der »nd«-Debatte.

Fraktionsklausur in Potsdam
Aert van Riel

LINKE-Spitze rauft sich zusammen

Fraktions- und Parteiführung schließen Kompromiss. Wagenknecht und Bartsch werden bei Klausur wiedergewählt

Die Fraktionschefs Dietmar Bartsch und Sahra Wagenknecht haben sich teilweise durchgesetzt. Bei einer Klausurtagung wurden Anträge, die ihnen nicht genehm waren, entschärft oder zurückgezogen.

Vorhang auf für neues Theater in der LINKEN? Matthias Höhn schei...
Die LINKE nach der Bundestagswahl
Aert van Riel

Das Ende des Burgfriedens

Bei der Fraktionsklausur der LINKEN brechen alte Konflikte zwischen Partei- und Fraktionsführung wieder aus

Die Klausur der Linksfraktion wurde von Rücktrittsdrohungen der Vorsitzenden Sahra Wagenknecht überschattet. Sie erhob schwere Vorwürfe gegen die beiden Linksparteichefs. Im Wahlkampf wurden viele Konflikte unter der Decke gehalten, die nun offen ausbrechen.

Linkspartei nach der Wahl
Nicole Gohlke, Hubertus Zdebel und Christine Buchhholz

Rassismus ist das Problem, nicht Geflüchtete

Wir leben in einer Überflussgesellschaft, in der die Grenzen der Belastbarkeit von Wohnraum, Arbeit oder Bildung noch nicht annähernd erreicht sind

Oskar Lafontaine beklagt zu Recht, dass die LINKE unter den abhängig Beschäftigten an Anhängerschaft verloren habe. Es ist jedoch irreführend, dafür die Flüchtlingspolitik der LINKEN verantwortlich zu machen.

Wagenkencht und Bartsch sollten die Bundestagsfraktion weiter fü...
Die LINKE nach der Bundestagswahl
Robert D. Meyer

4000 LINKE für Wagenknecht und Bartsch

Unterzeichner*innen eines Offenen Briefes plädieren für ein Festhalten an der bisherigen Fraktionspitze im Bundestag

Während auf der Klausurtagung der Linksfraktion im Bundestag in Potsdam der Streit um die Fraktionsspitze offenbar eskaliert, schalten sich nun Teile der Parteibasis in den Konflikt ein. Die Botschaft ist eindeutig.

Flüchtlinge auf dem Gelände einer Erstaufnahmestelle im thüringi...
Linkspartei nach der Wahl
Andreas Wehr

»Richtige Antworten« der LINKEN auf dem Prüfstand

Oskar Lafontaine hat Recht! Die Linkspartei braucht eine andere Flüchtlings- und Migrationspolitik

Der Fraktionschef der LINKEN im saarländischen Landtag, Oskar Lafontaine, hat eine Flüchtlingsdebatte begonnen - und viel Widerspruch erhalten. Dabei hat Lafontaine Recht! Die Linkspartei braucht eine andere Flüchtlingpolitik.

Die LINKE nach der Bundestagswahl
Özlem Alev Demirel

Was die 2. Internationale zu linker Flüchtlingspolitik sagte

Seit über 100 Jahren weiß die Linke, dass Spaltung einer Klasse nicht weiterhilft - sie muss zusammenhalten

Die Debatte um Flüchtlingspolitik ist mit Lafontaines Beitrag nach der Bundestagswahl neu entfacht. Doch neu ist sie nicht: Schon 1907 wurde von der 2. Internationalen die volle rechtliche Gleichstellung von Ausländern gefordert.

Die LINKE nach der Bundestagswahl
Stephan Lessenich

Der Rassismus im lafonknechtschen Wagentainment

Der Soziologe Stephan Lessenich beginnt zu glauben, dass die LINKE ein Problem hat

Wie kann Lafontaine derart anti-internationalistisch daherkommen? Man muss beginnen zu glauben, dass auch all die Wagentaines und Lafonknechts in der LINKEN und um sie herum nicht sauer sind, sondern Rassisten.

In der Nähe des Checkpoints bei Roszke, Ungarn.
Die LINKE nach der Bundestagswahl
Astrid Schramm

Lafontaine hat das Recht auf Asyl nicht in Frage gestellt

Das Konzept der offenen Grenzen kommt den Gewinnern im Neoliberalismus zugute, sagt die saarländische LINKEN-Chefin Astrid Schramm

Die Aufnahme von Fluchtsuchenden ist richtig und wichtig. Aber viele der Benachteiligten fragen sich, wie derselbe Staat, der ihnen seit Jahren bessere Sozialleistungen und höhere Renten mit Verweis auf fehlendes Geld verweigert, nun auf einmal Geld für zusätzliche Aufgaben haben kann.

Bundestagswahl 2017
Felix Pithan

Mehr als blinder Protest

Ein Großteil der Wähler habe bewusst sein Kreuz bei der AfD gemacht, meint Felix Pithan

Wie ist der Wahlerfolg der AfD zu erklären? Mit dem Protestwillen der Menschen? Wohl kaum!, meint Felix Pithan. Ein Großteil der Wähler habe bewusst sein Kreuz bei der Rechtspartei gemacht. So wie vorher 400.000 bei der LINKEN.

Die LINKE nach der Bundestagswahl
Juliane Nagel

Lafontaine und Wagenknecht liegen falsch

Die sächsische LINKE-Politikerin Juliane Nagel fordert einen kosmopolitischen Kurs für ihre Partei ein - die nicht trotz, sondern wegen ihrer Flüchtlingspolitik gewählt wird

In der Debatte um die LINKE nach der Bundestagswahl fordert Juliane Nagel einen konsequent kosmopolitischen Kurs ein. In der Position Oskar Lafontaines sieht sie einen Angriff auf den Gründungskonsens der Partei.

Gegen den Rechtsruck
Jakob Migenda

Links für ein städtisches progressives Milieu

Verankerung in antirassistischen Bewegungen, progressiven akademischen Milieus und bei Erwerbslosen: Gastbeitrag von Jakob Migenda zur Debatte um die Strategie der Linkspartei

Wir haben eine wachsende Basis in unterschiedlichen Milieus. In antirassistischen Bewegungen, im progressiven akademischen Milieus und bei Erwerbslosenkönnen können wir linke Politik stärken. Diese Strategie hält und vertieft den Kurs – eine opportunistische Wende ist nicht nötig.

Die LINKE nach der Bundestagswahl
Alexander Fischer

Rein ins Offene, raus Richtung Zukunft

Hat es sich die Linkspartei in der Flüchtlingsfrage und gegenüber der AfD zu leicht gemacht? Nein, es gilt: »Die sind rechts, wir sind links«. Beitrag zur Debatte über die linke Strategie von Alexander Fischer

Die LINKE wird gesamtdeutscher, weiblicher - und sie wird immer mehr von Menschen gewählt, die »links« nicht allein sozioökonomisch, sondern kulturell definieren. Gut so. Es gibt keinen Grund, der Linkspartei von 2009 hinterherzutrauern.

Jürgen Amendt

Wo Oskar Lafontaine irrt

Tragen die sozial Benachteiligten die Last von Migration und Flucht? Eine Überlegung zu den Thesen Oskar Lafontaines

Lafontaine irrt: Zuwanderung ist kein Problem für die sozial Benachteiligten, sondern eines für die Arrivierten. Die AfD erzielte ihre höchsten Stimmenergebnisse im Osten, wo so gut wie keine Migranten leben.

Janine Wissler und Axel Gerntke

Praktische Solidarität organisieren

Neuausrichtung der Flüchtlingspolitik? Nein: Stärkung der linken Gewerkschaftsarbeit! Ein Gastbeitrag von Janine Wissler und Axel Gerntke

Oskar Lafontaines Vorstoß zur Änderung unserer Flüchtlingspolitik ist inhaltlich falsch und würde auch nichts bringen. Wir sollten das Wahlergebnis lieber zum Anlass nehmen, um über linke Gewerkschaftsarbeit reden.

Die beiden Ko-Vorsitzenden der LINKEN: Bernd Riexinger und Katja...
Neue Arbeiterklasse
Bernd Riexinger

Gegen die Haltung »Deutsche zuerst«

In der Debatte um Flüchtlings- und Sozialpolitik in der LINKEN stellt der Vorsitzende Bernd Riexinger klar: In diesen Zeiten muss die Partei soziale Milieus verbinden

Nach der Wahl ist nichts wie zuvor. Im Land herrscht eine Haltung von »Deutsche zuerst«. In diesen Zeiten muss die LINKE Brücken schlagen und für eine Solidarität sorgen, die verbindet, schreibt Bernd Riexinger in einem Gastbeitrag.

Die LINKE nach der Bundestagswahl
Christine Buchholz

Wider die Normalisierung!

Für eine klare politische und organisatorische Abgrenzung zur AfD im Bundestag: ein Gastbeitrag von Christine Buchholz

Mit der AfD sind erstmals seit mehreren Jahrzehnten Nazis in den deutschen Bundestag eingezogen. Christine Buchholz fordert in einem Gastbeitrag die politische Isolierung der Partei und ihrer Neonazis.

Die LINKE nach der Bundestagswahl
Gregor Gysi

Links ist an der Seite der Schwachen

Eine Abkehr vom Kurs in der Flüchtlingsfrage wäre das Ende der LINKEN als linke Partei. Eine Antwort auf Oskar Lafontaine von Gregor Gysi

Es gibt weder einen Grund für Schuldzuweisungen an die Vorsitzenden noch darf die Linkspartei ihren klaren Kurs in der Flüchtlingsfrage ändern, warnt Gregor Gysi: Dies wäre ihr Ende als linke Partei.

Saar-Fraktionschef der Partei die LINKE: Oskar Lafontaine
LINKE verliert bei Erwerbslosen
Oskar Lafontaine

Wenn Flüchtlingspolitik soziale Gerechtigkeit außer Kraft setzt

Nur 11 Prozent der Erwerbslosen haben ihr Kreuz bei der Linkspartei gemacht - liegt es an einer verfehlten Politik zu Krieg und Flucht? Ein Gastbeitrag von Oskar Lafontaine

Die LINKE hat mit 9,2 Prozent ihr zweitbestes Ergebnis bei einer Bundestagswahl erreicht. Unter Erwerbslosen schwindet ihre Unterstützung jedoch. Das liege auch an der verfehlten Flüchtlingspolitik, meint Oskar Lafontaine.

Linkspartei nach der Wahl
Tom Strohschneider

Krasser Shit

Die Linkspartei freut sich nach der Wahl über viele Neueintritte - und hat viel zu debattieren: Wie weiter im Osten, wie weiter mit der SPD, wie weiter gegen die AfD?

Verluste im Osten, Zuwächse im Westen, eine starke AfD und eine SPD in der Opposition: Die Wahl hat der Linkspartei einige neue Denksportaufgaben gestellt - und einige schon ältere noch einmal ins Hausaufgabenheft geschrieben.

Aber was dann?
Bundestagswahl 2017
Tom Strohschneider

Eine Wende. Auch ein Anfang?

Rechtsverschiebung, Ende der »Volksparteien«, neue linke Opposition, Osten als Problemzone, Fragen an uns Medien: Überlegungen zum Ausgang der Wahl

Die kommenden vier Jahre werden ein Klärungsprozess sein. Es wird auch darum gehen, ob in absehbarer Zukunft alternative Gestaltungsperspektiven durchsetzbar sind. Progressive Politik braucht einen Neuanfang.

Bundestagswahl

Linkspartei holt Direktmandat in Sachsen

Pellmann gewinnt in Leipzig / Pau, Lötzsch, Gysi und Liebich verteidigen Wahlkreise in Berlin / Meiser nur knapp in Kreuzberg geschlagen / Ramelow: AfD-Ergebnis im Osten eher aus Protest

Erstmals hat die Linkspartei bei der Bundestagswahl ein Direktmandat in Sachsen geholt. In Berlin verteidigte sie vier Wahlkreise und scheiterte in Kreuzberg nur knapp. Derweil sorgt das hohe AfD-Ergebnis im Osten für Nachdenken.

LINKE nach der Wahl
Tom Strohschneider

»Beschissene Zeiten«: Linkspartei stagniert

Fraktion im Bundestag schrumpft / Verluste im Osten / Erschrecken über AfD-Ergebnis / Höhn: Jetzt klare Kante gegen Rechts und Rassismus

Kaum prozentualer Zuwachs, Verluste im Osten, Verlust der Oppositionsführerschaft – bei der Linkspartei gab es am Sonntagabend nicht allzu viel Grund zum Jubeln. Zum Nachdenken dafür umso mehr.

Bundestagswahl 2017

Italiens Linke ruft zur Wahl der Linkspartei auf

Strömungsübergreifender Appell: Nur eine andere Perspektive für Deutschland könne ganz Europa die Hoffnung auf Wandel zurückgeben

Zahlreiche italienische Linke haben strömungsübergreifend zur Wahl der Linkspartei in Deutschland aufgerufen. Ein starkes Abschneiden am Sonntag könne »ganz Europa die Hoffnung auf einen Wandel« zurückgeben.

Tom Strohschneider

Ein neues »Wir«: Linkes Reden über Migration

Die kommende Weltgesellschaft und die Boten des Wandels: Katja Kipping hat in Berlin über Flucht und Integration gesprochen

Utopischer Überschuss und reale Tagesprobleme: Linkes Reden über Asyl und Einwanderung hat immer etwas von einem übergroßen Brückenschlag. Anmerkungen anlässlich Katja Kippings »Berliner Rede zur Integrationspolitik«.

Linkspartei will AfD von Platz drei fernhalten

Kipping: Wahl zum Votum »gegen Stichwortgeber von Hass und Gewalt« nutzen / Gysi: Mehr über Ökologie reden / Bartsch kritisiert Merkel wegen Abgasbetrug

Die Linkspartei will sich gegen den Rechtsruck und eine starke AfD im Bundestag stemmen. Ein Papier für den Endspurt im Wahlkampf nennt fünf politische Schwerpunkte - Motto: sozialer Aufbruch statt »Weiter so«.

Tom Strohschneider

Nahles, Wagenknecht und der »Talkshow-Sozialismus«

Ankommen in der Wirklichkeit: Warum die Arbeitsministerin etwas selbstkritischer über das Maximale und das Machbare reden sollte

Es ist schon wahr, es bringt keine linken Punkte, sich vorrangig an der SPD abzuarbeiten. Dass die aber schon auf die nächste Rekordwahlpleite zusteuert - daran war sicher nicht zu viel Talkshow-Sozialismus Schuld.

Anne Steckner

Wir müssen miteinander reden

... und der Haustürwahlkampf ist dabei erst der Anfang. Ein Gastbeitrag über linke Mobilisierung und Menschen, die von Politik nichts mehr erwarten

Um den Wahlkampf an der Haustür gibt es einigen Wirbel in den Medien und sozialen Netzwerken. Was bringt’s? Dabei kann das Potenzial von Haustürgesprächen für linke Politik aus dem Blick geraten.

Linkspartei mit guten Prognosen im Westen

Umfragen vor der Bundestagswahl sagen für Hamburg, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg Plus gegenüber 2013 voraus

Wie schneidet die Linkspartei in den Bundesländern ab? Aus einigen gibt es aktuelle Umfragen. Und auch bundesweit machen knapp zwei Wochen vor der Bundestagswahl neue Zahlen die Runde.

Linkspartei: »Leben soll nicht um die Arbeit kreisen«

Kurze Vollzeit, Recht auf Mindeststundenzahl, gleiche Bezahlung und mehr Gewerkschaftsrechte: Riexinger und Ernst zum »neuen Normalarbeitsverhältnis«

Die Linkspartei hat ihre Überlegungen zu einem »neuen Normalarbeitsverhältnis« in Berlin vorgestellt – sie sollen eine linke Antwort auf die Zukunft der Arbeit in einer sich technologisch und sozial wandelnden Gesellschaft bieten.

Sebastian Gerhardt

Oder doch eine Welt zu gewinnen?

Das Rätsel »Merkel« und der Kapitalfetisch der Linken. Über den Zusammenhang zwischen der Lage der Arbeitenden und verändernder Politik

Macht des Kapitals? Wer in der entfremdeten Form des Reichtums nicht das Produkt der Arbeitenden erkennt, der bleibt noch hinter dem Alltagsverstand zurück. Eine Antwort auf Alban Werner und Thomas Kuczynski.

Van Aken: Werden Kampf gegen Waffenexporte gewinnen

Abgeordneter der Linkspartei vor Abschied aus dem Parlament: »Job im Bundestag verändert einen nicht zum Guten«

Er war nicht nur die außenpolitische Stimme der Linksfraktion in den vergangenen Jahren. Nun verlässt Jan van Aken den Bundestag: mit linkem Optimismus, Kritik an parlamentarischen Mühlen - und einem Wunschkanzler.

Tom Strohschneider

Der Linkswähler, das unbekannte Wesen

Im Vergleich jünger, eher an Gerechtigkeit interessiert, gar nicht soweit weg von sozialdemokratischen Anhängern: Was in neueren Studien steht

Wer wählt eigentlich die Linkspartei? Sind das vornehmlich ostdeutsche Rentner? Oder längst vor allem emanzipierte Großstädter mit Unibiografie? Was denken diese Menschen? Und was lässt sich daraus schließen?

Vincent Körner

Wie die SPD den Osten umwirbt

Martin Schulz zieht in Parchim »den Hut« vor den Nachwende-Leistungen – und dabei geht es auch um Geländegewinn gegenüber der Linkspartei

2013 waren die Sozialdemokraten in Ostdeutschland mit weniger als 20 Prozent nur drittstärkste Kraft hinter CDU und Linkspartei geworden. Das will die Partei ändern. Doch reichen dazu ein paar Wahlkampfauftritte?

Alban Werner

Der »Merkelismus« und die Linke

Ist die Wahl schon gelaufen? Und wenn ja, wer stört sich noch daran? Über das Politikdefizit der Linken und die Methode der Kanzlerin

Gegen die Anspruchsdeflation in der Ära Merkel hilft nur ein radikaler, deutlicher und mit einer glaubwürdigen Zukunftsperspektive verbundener Bruch mit der Methode Merkel. Ein Beitrag zur Debatte um die Strategie der Linken.

Gysi rät der LINKEN zu Kompromissen für Rot-Rot-Grün

Früherer Linksfraktionschef fordert seine Partei auf, in strittigen Fragen der Außen- und Verteidigungspolitik auf SPD und Grüne zuzugehen

Der frühere Linksfraktionschef Gregor Gysi ruft seine Partei zu Kompromissen auf, um eine rot-rot-grüne Koalition im Bund möglich zu machen. »Wir müssen Wege finden, aufeinander zugehen, verhandeln.« Die LINKE wolle regieren.

Jan Korte und Olaf Miemiec

Fundamentale Ungleichheiten

Abstand bei den Löhnen, wirtschaftliche Lage, Selbstverständnis: Warum die »neuen Länder« ein linkes Thema bleiben. Ein Gastbeitrag

Der Osten braucht mehr Selbstbewusstsein - nicht gegen andere, sondern aus Solidarität, um die eigene Lage zu verbessern. Denn die ist auch 27 Jahre nach der Wende gegenüber dem Westen nicht hinnehmbar.

Tom Strohschneider

Das langsame Verschwinden des Ostens

In den Wahlprogrammen der meisten Parteien spielen die »neuen Länder« keine besondere Rolle mehr

Der Osten ist sozial und ökonomisch weiter eine Problemzone. In den Wahlprogrammen ist das kaum noch Thema - Ausnahme: bei der Linkspartei. Doch auch die plakatiert nicht mehr »Der Osten wählt rot«.

Linkspartei will »Lust auf Gerechtigkeit« machen

Rosafarbene Herzen, knappe Sprüche, schlichte Plakate: Wahlkampagne in Berlin vorgestellt / Bartsch: Wollen drittstärkste Kraft bleiben

Die Linkspartei hat am Freitag ihre Wahlkampagne vorgestellt - sie will sich als Alternative zu allen anderen Parteien empfehlen. Mit rosafarbenen Herzen, knappen Sprüche und Botschaften, die Hoffnung wecken sollen.

Wagenknecht: »Nicht aus Prinzip Opposition«

Linkspolitikerin bereit für Sondierungsgespräche mit SPD und Grünen / Jamaika-Bündnis aber wahrscheinlichere Variante

»Natürlich wollen wir nicht aus Prinzip Opposition sein, im Gegenteil«, sagt Sahra Wagenknecht. Sondierungsgespräche nach der Wahl im Herbst kann sich die Linkspolitikerin vorstellen. Sie bleibt aber skeptisch.

Uwe Kalbe

Schulterschluss mit Nina Hagen

Linksfraktion im Bundestag stimmt sich auf anstehenden Wahlkampf ein und präsentiert Forderungspapier

Die Linkspartei begibt sich in den Wahlkampfmodus. Eine Bilanzveranstaltung der Fraktion wurde zur Selbstermutigung - und zur Ansage an potenzielle Koalitionspartner. Ein Fünf-Punkte-Konzept gibt es auch noch.

Plattform will mehr grünes Profil der Linkspartei

Ökofragen kämen im Wahlprogramm zu kurz / Allein mit sozialen Themen würden zu wenige Wähler angesprochen

Die ökologische Plattform der Linkspartei drängt darauf, umweltpolitische Fragen stärker im Wahlkampf zum Thema zu machen. Allein mit sozialen Themen würden im Wahlkampf zu wenige Wähler angesprochen.

Vermögensteuer: SPD gründet erstmal eine Kommission

Parteispitze will im Streit um höhere Abgaben für Reiche auf zwei Urteile warten und dann Machbarkeit prüfen / Linkspartei drängt

Wenn man nicht mehr weiter weiß, gründet man 'nen Arbeitskreis, hieß es früher. Bei der SPD wird erst einmal eine Kommission gegründet - um den Rufen nach einer Vermögensteuer im Wahlprogramm die Spitze zu nehmen.

Linkspartei verliert in Umfrage deutlich

Bundestagswahl in Brandenburg: CDU würde stärkste Kraft bleiben, SPD büßt nur gering ein, Rechtsaußenpartei AfD bei 15 Prozent

Die Linkspartei dürfte nach einer neuen Umfrage bei der Bundestagswahl in Brandenburg deutlich schlechter abschneiden als noch 2013. Laut einer aktuellen bundespolitischen Umfrage kommt sie nur noch auf 15 Prozent.

Schwarzer Osten mit etwas Rot

Umfrage vor der Bundestagswahl in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: CDU weit vorn, Linkspartei auf zweitem Platz, AfD rutscht ab

Drei Monate vor der Bundestagswahl kommen neue Zahlen aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: Die drei Länder ticken bundespolitisch schwarz, die Linkspartei steht trotz Verlusten auf Platz 2 - und die AfD rutscht ab.

Kipping für »neues Leitbild« bei Arbeitszeit

WZB-Studie: Jeder Zweite würde gern längere Auszeit vom Job nehmen / Linkspartei: Sabbaticals »wichtiger Baustein für wirkliche Zeitsouveränität«

Nahezu jeder zweite Bundesbürger würde gern einmal eine längere Auszeit vom Job nehmen. Doch es gibt kaum Möglichkeiten dazu. Ein Rechtsanspruch könnte das ändern, den fordert auch die Linkspartei.

Tom Strohschneider

Keine Torte

Die Linkspartei hat Geburtstag. Wie ist das, wenn man noch erwachsen werden muss? Im Selbstgespräch mit einer Zehnjährigen

Vor zehn Jahren gründete sich die Linkspartei. Mehr oder weniger kritische Bilanzen gibt es genug, Chroniken ebenso. Wir haben uns überlegt: Wie redet man mit einer Zehnjährigen? Und was kommt für sie dabei heraus?

»Gelacht, geweint, wieder gelacht«

Die Linkspartei wird zehn Jahre alt / Riexinger sieht Zeit der Grabenkämpfe überwunden / Gleiss: Kurs der Stellvertreterpolitik hat Grenzen

Zehn Jahre nach ihrer Gründung schaut die Linkspartei »mit Stolz und vielleicht mit etwas Wehmut« zurück. Parteichef Riexinger spricht von »Reife«, andere zählen die Baustellen auf, die nun »angepackt werden müssen«.

Tom Strohschneider

Klasse? Aber bitte kritisch, nicht heroisch

Das lange Echo Eribons: Von »neuer Klassenpolitik« und alten Fragen, Möglichkeitsräumen und falschen Entgegensetzungen

Es wird wieder mehr über Klassenpolitik gesprochen. Aber worum geht es da eigentlich? Und welche altlinken Fehler sollte man unbedingt vermeiden. Über das neue Debattenheft der »Sozialistischen Linken«.

Siegerin des Linksparteitags: Angela Merkel

Nach dem Delegiertentreffen in Hannover: Ein linkes Wahlprogramm liegt vor, aber was kommentieren die Zeitungen? Ein Überblick

Die einen sagen so, die anderen so: Nach dem Linksparteitag in Hannover begutachten die Kommentatoren vor allem den Zustand von Rot-Rot-Grün. Liegt das »Traumgebilde« nun in »Trümmern«? Und wo steht die Linkspartei?

LINKE: Ende von Kampfeinsätzen Bedingung für Rot-Rot-Grün

Wagenknecht setzt enge Kriterien für Regierungsbeteiligung / Beschluss zu Kirchenstaatsverträgen zurückgenommen

Auf dem Linksparteitag steht am Sonntag ein umfassendes Programm für die Bundestagswahl zur Schlussabstimmung. Wenige Stunden zuvor musste die Parteiführung in Hannover noch eine Schlappe einstecken.

Tom Strohschneider

Das neue Europa

Krise, welche Krise? Und wo bitteschön geht’s zum Notausgang? Über die progressive Linke in einer Zeit des Übergangs

Die europäische Krise ist auch das Ergebnis der wachsenden Kluft zwischen politischer Form und transnationalen kapitalistischen Verhältnissen. Eine Linke, die wieder handlungsfähig werden will, muss darauf reagieren.

Düsseldorf: Feuer im Hinterhof von Linkspartei-Büro

3.000 Wahlplakate brennen, Kleinbus ausgebrannt / Brand an Wahlkreisräumen von Fraktionschefin Wagenknecht / Staatsschutz ermittelt

3.000 Wahlplakate brennen, ein Kleinbus wird zerstört: Die Feuerwehr hat im Hinterhof des Büros der Linkspartei in Düsseldorf einen Brand gelöscht. Nun ermittelt unter anderem der Staatsschutz - in alle Richtungen.

Bartsch: Wünsche mir Mitte-Links

Kipping: Werden aber keinen Regierungswahlkampf machen / Wagenknecht: »Lieber gute Opposition« / Gysi: »Müssen kompromissfähig sein«

Vor dem Hintergrund des Linksparteitags in Hannover geht die Debatte über eine Regierungsbeteiligung und die Bedingungen dafür weiter. Und ein ein Wunsch wird geäußert: dass die SPD einen deutschen Corbyn aufgestellt hätte.

SPD: »Wollen keinen harten Verteilungskampf«

Ministerpräsident Weil gegen Rot-Rot-Grün / Weitergehende Umverteilungsforderungen »mit der SPD nicht zu machen«

Absagen an Rot-Rot-Grün gibt es viele - ob aus der Linkspartei oder der SPD. Ein Sozialdemokrat begründet nun sein Nein: Ein harter Verteilungskampf, wie die Linken ihn wollen, sei mit der SPD nicht zu machen.

Linkspartei will Mindestsicherung statt Hartz

Parteitag beschließt Forderungen: Längeres Arbeitslosengeld I / Anhebung des Mindestlohns auf 12 Euro / Rentenniveau soll auf 53 Prozent steigen

Die Linkspartei zieht mit der Forderung nach einer Mindestsicherung von 1050 Euro anstelle von Hartz IV in den Bundestagswahlkampf. Der Mindestlohn soll von 8,84 auf 12 Euro steigen, das Rentenniveau auf 53 Prozent.

»Rabatte statt rabotten«

Die AG Delegiertenmandat, der »Swag« und die innerlinke Demokratie

Bundesweite Zusammenschlüsse können bei der Linkspartei Delegiertenmandate bekommen. Das passt nicht jedem, weil die Grundidee »One member, one vote« verletzt wird. Nun machen die Kritiker mobil. Und das ist sehr lustig.

Tom Strohschneider

Die Qual der Wahlprogramme

Parteien werben mit Katalogen ihrer politischen Ziele um Stimmen. Oder geht es in Wahrheit um etwas ganz anderes?

Das wissenschaftliche Urteil ist bekannt: Wahlprogramme sind oft unverständlich und zu lang. Wozu gibt es sie überhaupt? Anmerkungen zu einer spannungsgeladenen Gattung der Politliteratur.

Tom Strohschneider

Neustart? Ausstieg? Republik?

Europa und der Linksparteitag: Über Euro-Fragen, Absagen an Veränderungschancen und die Idee, die EU selbstbewusst besser zu machen

Was für eine EU will die Linkspartei? Die Frage ist nicht erst seit gestern eine von vielen Kontroversen - und so rückt das Thema vor dem Hannoveraner Parteitag einmal mehr auf die innerlinke Agenda.

Tom Strohschneider

»Es muss nicht immer Kampf sein«

Rot-Rot-Grün und der Linksparteitag: Vom strikten Nein zu »illusorischen Träumereien« bis zum Bekenntnis, regieren zu wollen

Wie will die Linkspartei ihre Forderungen nach der Wahl durchsetzen? Die leidige Regierungsfrage bleibt auch 2017 umstritten. Ein Überblick über den Stand der Debatte vor dem Hannoveraner Parteitag.

Tom Strohschneider

Rot-rot-grüne Pendelschläge

Bartsch: Politikwechsel ist weiter erreichbar / Wagenknecht sieht Bündnis kaum noch als möglich an / Hoff: Schon wieder diese Abgrenzungsrituale

Per Fernäußerung führen Politiker von SPD und Linkspartei ihre Diskussion über Möglichkeiten und Grenzen einer Kooperation auf Bundesebene weiter. Vor allem: über Grenzen. Das entfacht nun auch Sorgen in den Ländern.

Ende von Bundeswehreinsätzen wäre »Befreiung« für SPD

Linksfraktionschef Bartsch fordert kollektives Sicherheitssystem mit Russland / NATO ist Bündnis »des vergangenen Jahrhunderts«

Bundeswehreinsätze im Ausland? Auch für die SPD wäre die Beendigung diverser Mandate laut Linksfraktionschef Bartsch »eine Befreiung«. Viele ihrer Abgeordneten stimmten schon heute dagegen.

Opposition verlangt große TV-Debatte zur Wahl

Offener Brief von Linkspartei, Grünen und FDP an Fernsehsender: Nicht nur ein »Kanzlerduell« zwischen Merkel und Schulz

Eine gemeinsame Fernsehdebatte mit den Spitzenkandidaten aller relevanter Parteien statt nur ein Kanzler-Duell mit Merkel und Schulz - das fordern nun Linkspartei, Grüne und FDP in einem offenen Brief.

Tom Strohschneider

Die gefährliche Unkultur der Direktwahlfrage

Kanzler werden aus gutem Grund vom Parlament bestimmt. Gegen die demoskopische Befeuerung des populistischen Bonapartismus

Wöchentlich werden wir mit Ergebnissen einer Direktwahlfrage zum Amt des Bundeskanzlers behelligt, die in letzter Konsequenz populistischen Bonapartismus fördert und die Legislative schwächt. Das ist nicht hinnehmbar.

Höppner führt Linkspartei in Sachsen-Anhalt

Appell zu mehr Angriffslust / Bundestagsvize Pau warnt vor Ablenkung durch Koalitionsfragen: »Führen Wahlkampf für unsere Ziele und für nichts anderes«

In Halle hat die sachsen-anhaltische Linkspartei einen neuen Landeschef gewählt: Andreas Höppner. Auch die Bundestagswahlen spielten eine Rolle - und natürlich auch die große Frage nach Rot-Rot-Grün.

Kipping: Wir sind Partei der Mittelschicht

Linkspolitikerin verweist auf Konzepte zu Steuern, Rente, Gesundheit: »Das muss sich noch viel mehr rumsprechen« / Warnung vor Rückzug aufs Nationale

Linksparteichefin Kipping sieht bei ihrer Partei »in ganz besonderem Maße konkrete Vorschläge zur Besserstellung der Mittelschicht«. Damit es damit etwas werde, müsse man »in Europa einen anderen Kurs einschlagen«.

Kipping nennt SPD-Programm »hochnotpeinlich«

Linkspolitikerin kritisiert sozialpolitische Forderungen im sozialdemokratischen Entwurf als »zutiefst ängstlich« / Ultimatum an Schulz wegen Rot-Rot-Grün

Erst hatte die SPD »keine Inhalte«, wie Politiker der Linkspartei in Richtung des Spitzenkandidaten Schulz gern beklagten - nun haben die Sozialdemokraten etwas vorgelegt, doch die Kritik wird deshalb nicht leiser.

Alban Werner

Links? Rechts? Merkel!

Anspruchsdeflation und sozial-räumliche Spaltung: Über den »tieferen« Rechtsruck und Hausaufgaben für die Linken. Ein Debattenbeitrag

Nicht die Union ist es, die gewinnt, sondern die Merkel-CDU. Dafür gibt es Gründe. Die Herausforderungen für die gesellschaftliche Linke wachsen. Anmerkungen zur politischen Lage nach den Frühjahrswahlen.

Tom Strohschneider

Der »bittere Erfolg« der Linkspartei

Für den Landtag in NRW reicht es nicht - trotz Verdoppelung der Zweitstimmen und Zuwachs in den Städten / Kritik vor allem an der SPD: »komplett verzockt«

Der Linken fehlen in NRW nur 8.500 Stimmen zum Einzug. Nun kritisiert die Partei vor allem die SPD, die das »Geschäft von Mitte-Rechts« betrieben habe. Die Aussicht auf Rot-Rot-Grün im Bund dürfte an Rhein und Ruhr untergegangen sein.

Experte: Krafts Absage an Linkspartei ist »Panik«

Politologe Korte: Bundespolitische Rolle der NRW-Wahl nicht überschätzen / »Ganz ganz schwierige« Ausgangslage für die Grünen

Überall ist jetzt von »Hochspannung« die Rede. Aber ist die NRW-Abstimmung wirklich so prägend für die Bundestagswahl? Ein Parteienexperte glaubt: Vier Wochen nach der Wahl interessiere »das NRW-Ergebnis kaum noch«.

Tom Strohschneider

Rot-rot-grüne Märchen – und wahre Geschichten

Tom Strohschneider über asymmetrische Mobilisierung zugunsten der CDU durch Angstmache - und wie die SPD eine funktionierende Erzählung preisgibt

Dass die Aussicht auf Mitte-Links-Mehrheiten auch mehr Wähler der Union in die Stimmlokale lockt, ist so richtig, wie es für die SPD kein Grund sein müsste, über das Stöckchen auch zu springen, dass die CDU da hinhält.

Tom Strohschneider

Linkspartei: Das kleine Wunder ist ausgeblieben

Enttäuschung über Wahlausgang im Norden / Kolter: Haben aber Stimmenzahl deutlich erhöht / Bartsch: »Im Herbst wollen wir zweistellig werden«

Umfragen hatten Hoffnung genährt, den Wiedereinzug in den Kieler Landtag zu schaffen - doch unter dem Strich kam die Linkspartei der Fünfprozenthürde nicht einmal nahe. Nun wird bereits auf die nächsten Wahlen geblickt.

Anne Steckner

»Die Asys« und der »bizarre Alltagsverstand«

Wie geht antirassistische Klassenpolitik jenseits sozialer und politischer Spaltung? Über linke Haustürbesuche jenseits akademischer Echo-Kammern

Das viel beschworene Mitte-unten-Bündnis zu schmieden, ist kein Zuckerschlecken. Was passiert, wenn Linke bei Leuten an der Tür klingeln, die rassistische Ressentiments im Kopf haben? Ein Erfahrungsbericht.

Hendrik Lasch, Glauchau

Kein »einfacher Frieden« bei sächsischer Listenwahl

Kipping wird Spitzenkandidatin / Partei will Ost-Interessen stärken und für »Republik Europa« werben - Vision soll ins Wahlprogramm der Bundespartei

Die Linkspartei zieht in Sachsen mit Bundeschefin Katja Kipping als Spitzenkandidatin in den Bundestagswahlkampf. Um weitere Plätze auf der Liste gab es ein hartes Ringen politischer Schwergewichte.

Schluss mit den selbstbezogenen Ritualen

Ist Rot-Rot-Grün ein totes Pferd? Wenn man weiter so wie bisher meist darüber redet, bestimmt. Ein Gastkommentar von Alexander Fischer

Der Fall der Thüringer Abgeordneten Marion Rosin sagt viel über Eitelkeiten, manches über die SPD, aber gar nichts, was man als Erkenntniszuwachs für die Debatte über rot-rot-grüne Bündnisse ableiten könnte. Eine Replik.

Mario Candeias

Schulz und die alte Tante

Zur Erneuerung(un)fähigkeit der Sozialdemokratie. Ein Beitrag zur Debatte um mögliche Strategien für einen linken Kurswechsel

Die Sozialdemokratie erweist sich als Grenze eines linken Projekts. Ihre mangelnde Erneuerungsfähigkeit ist die entscheidende Blockade für einen Richtungswechsel. Aber gegen die Sozialdemokratie geht ein solcher kaum.

Schulz und die Schrittchen

Jetzt bald alles gerechter? Wie die Strömungen der Linkspartei auf den SPD-Wahlkampf reagieren - ein Überblick

Die Kür von Martin Schulz als Spitzenkandidat der SPD hat die Voraussetzungen im Wahlkampf verändert. Mit Äußerungen, die als Agenda-Selbstkritik interpretiert wurden, hat er ein Thema gesetzt: die Gerechtigkeitsfrage. Wie reagiert die Linkspartei?

Christian Baron

Die Frage von Eigentum, Asylpolitik und Rassismusschleuder

Christian Baron über guten und schlechten Populismus

Oft geht unter, dass Wagenknecht und Lafontaine ein sozialpolitisches Programm propagieren. Nur über die Infragestellung struktureller Eigentumsverhältnisse kann linker Populismus erfolgreich sein.

Jürgen Klute

Weshalb Oskar Lafontaine falsch liegt

Jürgen Klute über die Haltung der LINKEN in der Flüchtlingspolitik

Es geht Lafontaine bei seinen Äußerungen zur Flüchtlingspolitik um eine Strategie, um einen weiteren Zuwachs der AfD zu stoppen. Das Anliegen als solches ist unstrittig. Fragwürdig ist hingegen die vorgeschlagene Strategie.

Fabian Lambeck

Konsequenter abschieben mit Lafontaine

Ehemaliger LINKE-Vorsitzender plädiert für die Rückführung illegal eingereister Asylbewerber

Oskar Lafontaine spricht sich im Gespräch mit der »Welt« für Abschiebungen aus und verweist auf negative Folgen offener Grenzen. »Pro Asyl« sieht Lafontaine auf der gleichen Linie wie die Union und rechte Sozialdemokraten.

Lafontaine: SPD und Grüne stehen für Kriege und Sozialabbau

LINKE-Politiker hält Rot-Rot-Grün auf Bundesebene für unwahrscheinlich: Programmatische Unterschiede seien zu groß

Lafontaine war früher selbst einmal SPD-Vorsitzender. Ein rot-rot-grünes Bündnis mit seiner ehemaligen Partei auf Bundesebene sieht er heute jedoch skeptisch. Dafür müsse es einen Politikwechsel geben.

Martin Kröger

LINKE-Direktkandidat soll alten Ströbele-Wahlkreis erobern

Sozialisten wollen bei der Bundestagswahl vier Bundestagsdirektmandate verteidigen / Gysi will nicht mehr auf Landesliste antreten

Die Wahl der Bewerber der Linkspartei für Direktwahlkreise zur Bundestagswahl ist in vollem Gange. Die Partei will die bei der vergangenen Wahl 2013 gewonnenen Direktmandate verteidigen.

Wolfgang Hübner und Eva Roth

»Die Angst ist doch da«

Sahra Wagenknecht über Flüchtlinge und Konkurrenz, Rot-Rot-Grün und soziale Politik, Trump und die NATO

Wagenknecht steht bei vielen Linken in der Kritik. Im nd-Interview stellt sie klar: Das Asylrecht kennt keine Obergrenzen. Es darf nicht gegen Flüchtlinge Politik gemacht werden, sondern gegen Konkurrenz und Armut.

Sascha Stanicic

Inhaltliche Klärung in der Wagenknecht-Debatte nötig

Entscheidend für die Politik der LINKEN im Bundestagswahlkampf sollten nicht die SpitzenkandidatInnen sein, sondern das Programm, meint Sascha Stanicic

Die Debatte um Sahra Wagenknechts Äußerungen zur Flüchtlings- und Sicherheitspolitik nimmt bizarre Züge an. Der Versuch eines Appells für eine an Inhalten orientierte Debatte.

Florian Wilde

Die LINKE ist mehr als Wagenknecht

Florian Wilde zur Debatte über Äußerungen von Sahra Wagenknecht zur Flüchtlings- und Sicherheitspolitik in Deutschland

Kritik an der Fraktionsvorsitzenden habe ihre Berechtigung. Boykottaufrufe und Austrittsbekundungen seien jedoch übertrieben. Schließlich sei Wagenknecht die »bedeutendste Stimme gegen den Neoliberalismus«.

Fabian Lambeck

LINKE präsentiert ihren Plan gegen den Rechtsruck

Reichensteuer, mehr Mindestlohn, Investitionsprogramm, Verteidigung des Asylrechts: Partei stellte am Sonnabend den Entwurf ihres Bundestagswahlprogramms vor

Reichensteuer, mehr Kindergeld, 12 Euro Mindestlohn und ein milliardenschweres Investitionsprogramm: In ihrem Programmentwurf für die Bundestagswahl bleibt sich die LINKE treu - auch in der Flüchtlingspolitik.

Bernd Riexinger

Riexinger: Soziale Einwanderungsgesellschaft statt Obergrenze

Statt Flüchtlinge zu bekämpfen muss in Bildung und Wohnen investiert werden. Ein Gastbeitrag des LINKE-Chefs zur Debatte um Sahra Wagenknecht

Sahra Wagenknecht hat mit ihren Äußerungen zur Mitverantwortung Angela Merkels für den Berliner Terroranschlag für Diskussion gesorgt - auch innerhalb der LINKEN. Nun meldet sich der Ko-Vorsitzende Bernd Riexinger zu Wort.

Michael Prütz

Raus aus dem politischen Exil: mit Sahra Wagenknecht

Dass in der Linken jedes kritische Hinterfragen der Migrationsfrage als rassistisch gilt, wird ihr nicht weiterhelfen, meint Michael Prütz

Ja, es stimmt: Man muss Sahra Wagenknecht keineswegs immer zustimmen. Man muss sich als Linke aber auch den aktuell drängenden Problemen und Herausforderungen unserer Zeit stellen. Und das tut sie.

Jan Ole Arps

Eine LINKE mit Sahra Wagenknecht kann ich nicht wählen

Jan Ole Arps sieht in der Rhetorik der Spitzenkandidatin das populistische Strickmuster der Rechten

Anfang Dezember hat die Linkspartei ihre Spitzenkandidat_innen für die Bundestagswahl 2017 gekürt. Sahra Wagenknecht und Dietmar Bartsch sind es geworden. Ich gehöre zu den Wählern, die die Linkspartei damit verliert.

Wolfgang Hübner

Die Stimme der Abgeschriebenen

Die Linkspartei-Vorsitzenden bringen das soziale Thema in die Debatte über Rot-Rot-Grün

Mit einer ausführlichen Wortmeldung skizzieren Katja Kipping und Bernd Riexinger Grundlinien für den LINKE-Wahlkampf 2017. Damit werden auch rote Haltelinien in die weitere Diskussion über Rot-Rot-Grün im Bund eingezogen.

Raul Zelik

Macht Gegenmacht!

Was bleibt, wenn weder klassischer Reformismus noch Revolutionsrhetorik weiterhelfen? Plädoyer für einen radikalen Perspektivenwechsel. Von Raul Zelik

Nach den Berlin-Wahlen ist wieder viel von rot-rot-grünen Koalitionen die Rede. Es gehe um realistische Perspektiven, heißt es, die Linke müsse Hoffnung auf Veränderung wecken. Das Argument würde schon einleuchten - wäre es denn richtig. Das Problem ist nämlich, dass Mi...

Tom Strohschneider

Zwischentöne auf Nebengleisen

Differenzen um die Wahlstrategie, Zoff um Spitzenkandidaturen, Streit über den Umgang untereinander: Die Linkspartei kreist knirschend um sich selbst

In der Linkspartei herrscht Unruhe. Und die ist keineswegs produktiver Art, wie alle Beteiligten beklagen - natürlich jeder aus seiner Sicht. Es steckt mehr dahinter als bloß ein Konflikt um Personalien.

Tom Strohschneider

»Selbstkrönung«? Linke uneins über Spitzenkandidatur

Wagenknecht und Bartsch machen Ambitionen auf Wahlkampf-Spitze geltend / Riexinger: »Sind am Anfang eines Prozesses« / Rufe nach Mitgliederentscheid

Doppelspitze? Und wenn ja: Wer? Oder doch ein Quartett für den Wahlkampf? Und wird es vielleicht einen Mitgliederentscheid geben? Die Linkspartei debattiert über das Spitzenpersonal zur Bundestagswahl.

Joachim Bischoff und Björn Radke

Linker Schwung statt stagnierende Kräfteverhältnisse

Die Koordinaten nach links verschieben – aber wie? Mit Inhalten. Joachim Bischoff und Björn Radke zur Debatte über die Strategie der Linkspartei

Rot-Rot-Grün in Berlin könnte Schwung in die stagnierenden Kräfteverhältnisse bringen – auch im Bund. Dazu bedarf es aber die Bereitschaft der Neuausrichtung der drei Beteiligten, die die herrschende Ratlosigkeit überwindet.

Tom Strohschneider

So unabhängig wie nie

Gregor Gysi will 2017 noch einmal antreten. Als Direktkandidat in Berlin. Tom Strohschneider über die Zeit nach Bielefeld und einen historischen Auftrag

Gregor Gysi will es noch einmal wissen. Der kleine, große Mann der Linkspartei startet in eine fünfte politische Karriere - er sieht sich in historischem Auftrag und wäre unabhängiger denn je. Auch gegenüber seiner Linkspartei.

Tom Strohschneider

Die Hoffnung und die linke Seite

Was tun gegen den Rechtsruck? Politik muss wieder einen Unterschied machen, sagen Klaus Lederer und Gregor Gysi

Der wahlpolitische Rechtsruck setzt sich auch im Nordosten fort. In der Linkspartei fragt man sich händeringend, wie eine entgegengesetzte Dynamik progressiver Veränderung entfacht werden könnte.

Klaus Lederer und Gregor Gysi

Holen wir die Hoffnung wieder auf die linke Seite

Wieder hat die Linkspartei eine Niederlage erfahren, wieder hat die AfD Erfolg gehabt. Was jetzt zu tun ist: Gastbeitrag von Klaus Lederer und Gregor Gysi

Wir brauchen linke Veränderung, um den Menschen die Hoffnung wiederzugeben, dass die Gesellschaft politisch, nach ihren Interessen, durch sie selbst, gestaltbar ist: demokratisch, gerecht, solidarisch.

Linke »sehr verärgert« über Wagenknecht

Kritik an Äußerungen der Fraktionsvorsitzenden hält an / Van Aken: Rückhalt der Politikerin in Fragen der Asylpolitik »sehr, sehr gering«

In der Diskussion um die Äußerungen von Linksfraktionschefin Sahra Wagenknecht zum Anschlag von Ansbach hält die Kritik aus den eigenen Reihen an - sie kommt nicht zuletzt vom linken Flügel der Partei.