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Seenotretter unter Druck

Kriminalisierung, beschlagnahmte Schiffe, geschlossene Grenzen und Häfen erschweren den zivilen Hilfsorganisationen im Mittelmeer die Arbeit. Der innereuropäische Machtkampf um die Flüchtlingspolitik wird auch mittels der Blockade der Seenotretter ausgetragen.
Seebrücke-Proteste
Sebastian Bähr

Orangener Widerstand gegen den Rechtsruck

Zehntausende Menschen gehen in ganz Deutschland im Rahmen der #Seebrücke-Proteste auf die Straße. Doch was ist ihr Hintergrund? Was ist das Potenzial der Bewegung? Protestforscherin Leslie Gauditz im Gespräch mit »nd«.

"Spende Menschlichkeit"
Fabian Hillebrand

Künstler zeigen Solidarität mit Seenot-Rettern

Mehr als 30 deutsche Künstler haben sich in Rettungswesten fotografieren lassen, um Solidarität mit den Seenot-Rettern im Mittelmeer zu zeigen. Anlass für die Fotos war das erneute Auslaufen des Rettungsschiffs »Aquarius«.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

»Warum bringt ihr die Menschen nicht nach Afrika?«

Der »NGO-Wahnsinn« muss beendet werden, forderte jüngst Sebastian Kurz. Auch in Deutschland werden die Rettungsschiffe im Mittelmeer von höchster Stelle als »Shuttle« für Migranten bezeichnet. Was ist dran an den Vorwürfen?

Flüchtlingsbeauftragter Stefan Schmidt
Dieter Hanisch

»Fakten und Humanität in den Fokus rücken«

Er war der Kapitän der Cap Anamur, rettete Geflüchtete und stand dann wegen vermeintlicher Schlepperei vor Gericht. Auch heute noch engagiert sich Stefan Schmidt für Asylsuchende, als Flüchtlingsbeauftragter auch ganz offiziell.

Die "Zeit" und Seenotrettung
Niklas Franzen

Man sollte es lassen

Die »Zeit« fragt, ob die Seenotrettung von Geflüchteten im Mittelmeer legitim ist. Das ist kein journalistischer Pluralismus, sondern Anbiederung an gesellschaftliche Stimmungen.

Seenotrettung
Robert D. Meyer

Anstand von unten

Was unter dem Stichwort Seebrücke passiert, erinnert an den kurzen Spätsommer der Willkommenskultur 2015. Ein Wiederentdecken der Solidarität, die für viele kaum noch sichtbar war. Nun gilt es, Beharrlichkeit zu zeigen.

Initiative Seebrücke
Josephine Schulz

Damit der Wind dreht

Sein Schiff auf Malta festgesetzt, private Seenotretter wie er als Kriminelle verfolgt: Philipp Hahn glaubt dennoch fest an seine Mission und die menschliche Seite der Zivilgesellschaft.

Konferenz von Évian
Heiko Kauffmann

Wiederkehr der Schande

Im Juli 1838 suchten 32 Staaten in Évian nach einer »Lösung« für die jüdischen Flüchtlinge, die vor dem Naziterror flohen. Heute sucht die EU nach einer »Lösung der Flüchtlingskrise«. Wie vor 80 Jahren stehen die Zeichen auf Egoismus und Scheitern.

Sterben im Mittelmeer
Leonie Mielke

Seenotretter bilden weiter aus

Obwohl alle Schiffe festliegen, rüsten sich Ehrenamtliche der Initiative »Sea-Eye« für weitere Rettungsmissionen von Flüchtlingen im Mittelmeer. Die Zahl der Ertrunkenen steigt wieder.

Flüchtlingshilfe

Tausende demonstrieren für Seenotrettung

Tausende Menschen haben in mehreren deutschen Städten für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer demonstriert. Auf Transparenten hieß es unter anderem »Stoppt das Sterben im Mittelmeer«.

Seenotrettung im Mittelmeer
Neeske Beckmann

Wie verdreht kann diese Welt nur sein?

Sie war nach Malta gekommen, um mit einem Schiff auf dem Mittelmeer Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Stattdessen sitzt sie auf dem Festland fest. Die Freiwillige Neeske Beckmann berichtet von ihrem derzeitigen Aufenthalt in Malta.

Protest gegen Asylpolitik
Niklas Franzen

Eine Brücke zu sicheren Häfen

Breites Bündnis gegen Abschottung: Am Samstag wollen in mehreren Städten Aktivist*innen gegen die europäische Asylpolitik auf die Straße gehen. Bislang hat sich die Linke schwer getan, größere Proteste zu diesem Thema zu organisieren.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Leben retten als Straftat

Es war der zweite Tag im Verfahren gegen den deutschen Kapitän des Rettungsschiffs »Lifeline«, Claus-Peter Reisch. Die Vorwürfe sind dünn. Doch Schiff und Kapitän müssen vorerst weiter in Malta bleiben.

Seenotrettung im Mittelmeer
Katja Herzberg

Es ist ein Muss, die Menschen zu retten

Das Vorgehen gegen das Rettungsschiff »Lifeline« ist nur der jüngste Fall von Behinderung ziviler Helfer im Mittelmeer. Grünen-Politiker Erik Marquardt fordert die EU-Staaten auf, ihrer menschenrechtlichen Verantwortung in der Flüchtlingspolitik nachzukommen.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Hilfsschiffe in Malta festgesetzt

Der Kapitän des Rettungsschiffs »Lifeline«, Claus-Peter Reisch, ist am Freitag erneut von der maltesischen Polizei befragt worden. Nach Angaben der Tageszeitung »Malta Today« wird damit gerechnet, dass er gegen Kaution auf freiem Fuß bleiben darf. Die »Lifeline« ha...

Solidarische Städte
Sebastian Bähr

Zwei, drei, viele solidarische Städte

Die Verfechter der Abschottung geben derzeit in Europa den Ton an. Beim EU-Gipfel scheint es nur noch um die Frage zu gehen, bei welcher Grenze die Geflüchteten gestoppt werden. Dass sie dem Kontinent fernbleiben müssen, darin besteht unter den teilnehmenden Staatschefs...

Seenotrettung im Mittelmeer

Berlin könnte Geflüchtete der »Lifeline« aufnehmen

Die Berliner Landesregierung ist bereit, Geflüchtete vom vor Malta liegenden Rettungsschiff »Lifeline« aufzunehmen. Allerdings braucht das Land dafür die Erlaubnis der Bundesregierung.

Seenotrettung im Mittelmeer

»Lifeline« soll nun doch in Malta anlegen

Nach drei Tagen Ungewissheit durfte das dänische Containerschiff »Alexander Maersk« mit 108 Flüchtlingen an Bord am Montagabend in einem italienischen Hafen anlegen. Auch im Fall der »Lifeline« mit 230 Geretteten gibt es Bewegung.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Hilfsschiffe liegen weiter auf dem Meer fest

Hilfsorganisationen drängen vor dem EU-Migrationsgipfel auf eine diplomatische Lösung für Rettungsschiffe vor der europäischen Küste. Die italienische Regierung erklärte sich für Rettungen vor Libyen nicht länger zuständig.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Italien will »Seefuchs« und »Lifeline« beschlagnahmen

Seit die neue rechte Regierung in Italien im Amt ist, steigt der Druck auf die zivile Seenotrettung. Innenminister Salvini spricht von Geflüchteten als einer »Ladung Menschenfleisch« und will zwei Schiffe beschlagnahmen lassen.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

»Europa hat sich von humanitären Werten wegbewegt«

Das Rettungsschiff »Aquarius« legte am Sonntag im Hafen von Valencia an, nachdem Italien und Malta das Schiff abgewiesen hatten. Verena Papke von SOS Méditerranée kritisiert den Machtkampf, der auf »dem Rücken von Geflüchteten« ausgetragen wird.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Die letzten Helfer

Kriminalisierung von Rettungseinsätzen, gesunkenes mediales Interesse und abebbende Spendengelder: Es steht nicht gut um die Seenotrettung im Mittelmeer. Wer sind die Helfer, die allen Widerständen zum Trotz vor der Küste Afrikas kreuzen?

Seenotrettung im Mittelmeer
Sebastian Bähr

Diplomatischer Streit auf Flüchtlingskosten

Erst übergibt die italienische Küstenwache Hunderte Bootsflüchtlinge an die privaten Retter von SOS Mediterranée, dann darf das Schiff keinen Hafen des Landes anlaufen. Zahlreiche Organisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe.

Fabian Hillebrand

Konfrontation auf hoher See

Regelmäßig geraten die libysche Küstenwache und zivile Rettungsorganisationen aneinander. Eine Chronik der wichtigsten Ereignisse.

Seenotrettung auf dem Mittelmeer
Fabian Hillebrand, Valletta

Sie wollen retten, aber sie können nicht

Wenn sich im Sommer die Wogen auf dem Mittelmeer glätten, starten in Libyen Boote voll mit Flüchtenden. Unser Autor war bei der ersten Mission des zivilen Rettungsschiffes Sea-Eye im Jahr 2018 dabei.

Kein Land in Sicht für die Seenotretter? Freiwillige auf der Sea...
Flucht übers Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Sie wollen retten, aber sie können nicht

Wenn sich im Sommer die Wogen auf dem Mittelmeer glätten, starten in Libyen wieder Boote voll mit Geflüchteten. Unser Autor war auf einer der ersten Missionen des Rettungsschiffes Sea Eye im Jahr 2018 dabei.

Rettung im Mittelmeer
Sebastian Bähr

Rettungsschiff »Iuventa« bleibt beschlagnahmt

Seenotretter sind wütend. Das oberste italienische Gericht hat entschieden, dass die »Iuventa« nicht freigegeben wird. Acht Monate nach der Beschlagnahmung gibt es dabei keine Anklage gegen den Verein.

Flüchtlingsabwehr in der EU
Florian Westphal

Solidaritätskrise im Mittelmeer

Was wir in Europa derzeit sehen, ist keine »Flüchtlingskrise«, sondern eine Solidaritätskrise. Obwohl nur ein kleiner Teil der weltweit 65 Millionen Schutzsuchenden überhaupt nach Europa strebt, werden Flucht und Migration zunehmend kriminalisiert. Die Schutzbedürfnisse...

Flüchtlinge im Mittelmeer
Sebastian Bähr

Seenotretter in Bedrängnis

Immer häufiger scheint Italien die Verantwortung für Rettungseinsätze an die libysche Küstenwache abzugeben. Zivilgesellschaftliche Organisationen sind besorgt – sie befürchten eine wachsende Gefahr für sich und die Geflüchteten.