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Seenotretter unter Druck

Kriminalisierung, beschlagnahmte Schiffe, geschlossene Grenzen und Häfen erschweren den zivilen Hilfsorganisationen im Mittelmeer die Arbeit. Der innereuropäische Machtkampf um die Flüchtlingspolitik wird auch mittels der Blockade der Seenotretter ausgetragen.
Ausstellungsansicht "Kein Land in Sicht für die Seenotrettung", ...
Ausstellung

Kein Land in Sicht für die Seenotrettung

In den letzten drei Jahren hat sich das Bild der Seenotrettung massiv geändert. Wir haben mehrere Rettungsmissionen journalistisch im Zeitraum 2015 bis heute begleitet. Daraus ist diese Ausstellung entstanden, die nun durch Deutschland tourt und die ihr auch bei euch zeigen könnt. Mehr Informationen dazu findet ihr hier!

Hendrik Simon
Iuventa
Johanna Treblin

»Uns drohen 20 Jahre Knast«

Mithilfe zur illegalen Einwanderung wird in Italien hart bestraft. Auch Seenotretter sollen so kriminalisiert werden. Hendrik Simon ist einer der »Iuventa10«, gegen die seit einem Jahr ermittelt wird. Anklage wurde noch nicht erhoben.

Ausstellungsansicht "Kein Land in Sicht für die Seenotrettung", ...
Ausstellung

Kein Land in Sicht für die Seenotrettung

In den letzten drei Jahren hat sich das Bild der Seenotrettung massiv geändert. Wir haben mehrere Rettungsmissionen journalistisch im Zeitraum 2015 bis heute begleitet. Daraus ist diese Ausstellung entstanden, die nun durch Deutschland tourt und die ihr auch bei euch zeigen könnt. Mehr Informationen dazu findet ihr hier!

Seenotrettung
Alina Leimbach

Das ist keine Europa-Wahlwerbung

Erst nach einer Überarbeitung sendete das ZDF den Wahlwerbespot der Satirepartei Die PARTEI. Und nein, ein Werbespot für die EU ist er nicht. Im Gegenteil. Er holt die Bilder ins Wohnzimmer, die das Staatenbündnis möglichst vermeiden will.

Sea-Eye
Sebastian Bähr

»Wir wurden gedemütigt«

Das Rettungsschiff »Alan Kurdi« wartet mit 63 Flüchtlingen an Bord auf einen sicheren Hafen in Europa. Gorden Isler, Vorstand der Betreiberorganisation Sea-Eye, berichtet im »nd«-Interview von der Odyssee im Mittelmeer.

Mittelmeer
Marion Bergermann

Sea-Eye rettet 64 Geflüchtete

Die Nichtregierungsorganisation hat die in Seenot gerateten Menschen an Bord genommen. Jetzt ist noch offen, in welchen Hafen sie einfahren dürfen.

Seenotrettung
Fabian Hillebrand

Nicht zurück in die Hölle

Flüchtlinge sollen vor Libyen einen Tanker unter ihre Kontrolle gebracht haben. Auch von Anwendung von Gewalt ist die Rede. Zweifel sind angebracht.

Seenotrettung
Fabian Hillebrand

Schiffsunglück im Mittelmeer

45 Flüchtlinge starben bei dem Versuch, das Mittelmeer nach Spanien zu überqueren. Unter ihen waren auch schwangere Frauen. Das erfuhr das »nd« von spanischen Seenotrettungsaktivisten, die sich auf die Berichte von Überlebenden des Unglücks berufen.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

»Die Todesfälle werden in die Höhe schießen«

Die spanische Regierung hat mit Marokko eine Einigung über eine teilweise Rücknahme von im Mittelmeer aufgegriffenen Migranten erzielt. Die spanische Küstenwache befürchtet, die neue Regelung bringe mehr Tote.

Sea-Watch
Fabian Hillebrand

Kleinmütige Kriminalisierung

Die Seenotretter haben es erst aus den Medien erfahren: Die italienische Küstenwache hat das Rettungsschiff der Organisation Sea-Watch am Freitag festgesetzt und lässt es nicht auslaufen. Die Blockade des letzten noch verbliebenen Rettungsschiffes im Mittelmeer erfolgte...

»Solidarity City«
Marie Frank

Solidarität als Feigenblatt

Berlin ist jetzt ganz offiziell eine solidarische Stadt. Die Bereitschaft zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen scheitert jedoch an der Abschottungspolitik des Bundes. Kritiker*innen sehen noch ganz andere Probleme.

Kapitänin Pia Klemp
Fabian Hillebrand

»Die Vorwürfe sind knüppelhart«

Bewegt von der Tragödie im Mittelmeer wandte Kapitänin Pia Klemp sich 2015 der privaten Seenotrettung zu. Seitdem haben sie und ihre Crew mehr als 1000 Flüchtende vor dem Ertrinken gerettet. Dafür wird nun gegen sie ermittelt.

Seenotrettung
Uwe Kalbe

Feilschen um Schiffbrüchige beendet

Möglichst wenig wollte jedes der beteiligten Länder von der »Fracht« abhaben. Es ging um 47 Menschen an Bord der »Sea-Watch 3«, die seit über zehn Tagen vor Sizilien ausharrten, weil ihnen die Regierung in Rom verbot, an Land zu gehen. Menschen, die die Mannschaft als S...

Operation »Sophia«
René Heilig

Humanität am Ende

Die Bundeswehr wird sich ab Anfang Februar »bis auf Weiteres« nicht an der EU-Mittelmeer-Operation »Sophia« beteiligen. Vor einer Wiederaufnahme müssten Rahmenbedingungen geklärt werden.

EU-Mission »Sophia«
Fabian Hillebrand

Verantwortungsloser Rückzug

Die Bundeswehr wird sich ab Anfang Februar »bis auf Weiteres« nicht an der EU-Mittelmeer-Operation »Sophia« beteiligen. Ein verantwortungsloser Rückzug, der zu noch mehr Toten auf dem Mittelmeer führen wird.

Proactiva Open Arms
Elisabeth Voß, Barcelona

Seenotretter müssen dem Sterben zusehen

117 Geflüchtete ertranken am Freitag vor der libyschen Küste. Jenes Gebiet im Mittelmeer, wo die Hilfsorganisation »Proactiva Open Arms« eigentlich Schiffbrüchige rettet. Doch die Seenoretter liegen weiterhin zwangsweise vor Anker.

Luigi de Magistris
Nina Böckmann und Maurizio Coppola, Neapel

Eine raue Stadt und ihr Nachwuchsrebell

Neapels Bürgermeister wurde europaweit bekannt mit einem Brief an das Rettungsschiff »Sea-Watch«, in dem er die Öffnung des Hafens für Geflüchtete in Aussicht stellte. Indes leben Migranten in der Stadt unter prekären Bedingungen.

Luigi de Magistris
Fabian Hillebrand

Rebellischer Bürgermeister

Mehrere Bürgermeister in Italien haben sich gegen die flüchtlingsfeindliche Politik des rechten Innenministers Matteo Salvini verbündet. Zu den »Rebellen« gehört auch Luigi de Magistris aus Italien.

Am 22. Dezember 2018 hatte die die Crew von Sea-Watch 3 mehr als...
Seenotrettung im Mittelmeer
Sebastian Bähr und Fabian Hillebrand

Bundesinnenministerium blockiert Aufnahme

Zwei Rettungsschiffe treiben seit Tagen mit Dutzenden Schutzsuchenden im Mittelmeer. Die Europäische Union streitet über ihre Aufnahme. Derweil erklären sich mehrere Städte zur Aufnahme bereit.

Griechenland
Lou Zucker

Grundrechte sind keine Ehrenauszeichnung

Drei Migranten retteten Griechen während der schweren Waldbrände im Juli 2018 das Leben. Dafür erhalten sie nun die Staatsbürgerschaft. Wer Geflüchtete rettet, wird dagegen kriminalisiert.

Asylpolitik
Nelli Tügel

Mehr Rechte, weniger Recht

Während die EU beim Thema Migration beklemmend eindrucksvoll ihre ethische Volatilität unter Beweis stellte, wurden in zahlreichen Mitgliedsstaaten das Asylrecht geschleift und restriktivere Regeln für Migranten eingeführt.

Festung Europa
Fabian Hillebrand

Der Preis der Abschottung

Nur 166.000 Menschen haben im Jahr 2017 in Deutschland Asyl beantragt. Kein Grund zur Freude, denn diese Politik fordert ihre Opfer weit weg von den Kernländern Europas: auf dem Mittelmeer und in den Wüsten Afrikas.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Neue Flüchtlingsretter im Mittelmeer

Italien will sie partout nicht mehr auf dem Meer haben. Nun fordern Hilfsorganisationen die Regierung in Rom erneut heraus. Deutsche, italienische und baskische Seenotretter haben neue Schiffe aufs Mittelmeer geschickt.

Asylpolitik
Marie Frank

Abschottung um jeden Preis

Anlässlich des Tags des Flüchtlings am Freitag ziehen die Menschenrechtsorganisationen Pro Asyl und Amnesty International eine Bilanz der derzeitigen Asylpolitik und decken zahlreiche Rechtsverstöße auf.

Seebrücke-Proteste
Sebastian Bähr

Orangener Widerstand gegen den Rechtsruck

Zehntausende Menschen gehen in ganz Deutschland im Rahmen der #Seebrücke-Proteste auf die Straße. Doch was ist ihr Hintergrund? Was ist das Potenzial der Bewegung? Protestforscherin Leslie Gauditz im Gespräch mit »nd«.

"Spende Menschlichkeit"
Fabian Hillebrand

Künstler zeigen Solidarität mit Seenot-Rettern

Mehr als 30 deutsche Künstler haben sich in Rettungswesten fotografieren lassen, um Solidarität mit den Seenot-Rettern im Mittelmeer zu zeigen. Anlass für die Fotos war das erneute Auslaufen des Rettungsschiffs »Aquarius«.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

»Warum bringt ihr die Menschen nicht nach Afrika?«

Der »NGO-Wahnsinn« muss beendet werden, forderte jüngst Sebastian Kurz. Auch in Deutschland werden die Rettungsschiffe im Mittelmeer von höchster Stelle als »Shuttle« für Migranten bezeichnet. Was ist dran an den Vorwürfen?

Flüchtlingsbeauftragter Stefan Schmidt
Dieter Hanisch

»Fakten und Humanität in den Fokus rücken«

Er war der Kapitän der Cap Anamur, rettete Geflüchtete und stand dann wegen vermeintlicher Schlepperei vor Gericht. Auch heute noch engagiert sich Stefan Schmidt für Asylsuchende, als Flüchtlingsbeauftragter auch ganz offiziell.

Die "Zeit" und Seenotrettung
Niklas Franzen

Man sollte es lassen

Die »Zeit« fragt, ob die Seenotrettung von Geflüchteten im Mittelmeer legitim ist. Das ist kein journalistischer Pluralismus, sondern Anbiederung an gesellschaftliche Stimmungen.

Seenotrettung
Robert D. Meyer

Anstand von unten

Was unter dem Stichwort Seebrücke passiert, erinnert an den kurzen Spätsommer der Willkommenskultur 2015. Ein Wiederentdecken der Solidarität, die für viele kaum noch sichtbar war. Nun gilt es, Beharrlichkeit zu zeigen.

Initiative Seebrücke
Josephine Schulz

Damit der Wind dreht

Sein Schiff auf Malta festgesetzt, private Seenotretter wie er als Kriminelle verfolgt: Philipp Hahn glaubt dennoch fest an seine Mission und die menschliche Seite der Zivilgesellschaft.

Konferenz von Évian
Heiko Kauffmann

Wiederkehr der Schande

Im Juli 1838 suchten 32 Staaten in Évian nach einer »Lösung« für die jüdischen Flüchtlinge, die vor dem Naziterror flohen. Heute sucht die EU nach einer »Lösung der Flüchtlingskrise«. Wie vor 80 Jahren stehen die Zeichen auf Egoismus und Scheitern.

Sterben im Mittelmeer
Leonie Mielke

Seenotretter bilden weiter aus

Obwohl alle Schiffe festliegen, rüsten sich Ehrenamtliche der Initiative »Sea-Eye« für weitere Rettungsmissionen von Flüchtlingen im Mittelmeer. Die Zahl der Ertrunkenen steigt wieder.

Flüchtlingshilfe

Tausende demonstrieren für Seenotrettung

Tausende Menschen haben in mehreren deutschen Städten für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer demonstriert. Auf Transparenten hieß es unter anderem »Stoppt das Sterben im Mittelmeer«.

Seenotrettung im Mittelmeer
Neeske Beckmann

Wie verdreht kann diese Welt nur sein?

Sie war nach Malta gekommen, um mit einem Schiff auf dem Mittelmeer Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Stattdessen sitzt sie auf dem Festland fest. Die Freiwillige Neeske Beckmann berichtet von ihrem derzeitigen Aufenthalt in Malta.

Protest gegen Asylpolitik
Niklas Franzen

Eine Brücke zu sicheren Häfen

Breites Bündnis gegen Abschottung: Am Samstag wollen in mehreren Städten Aktivist*innen gegen die europäische Asylpolitik auf die Straße gehen. Bislang hat sich die Linke schwer getan, größere Proteste zu diesem Thema zu organisieren.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Leben retten als Straftat

Es war der zweite Tag im Verfahren gegen den deutschen Kapitän des Rettungsschiffs »Lifeline«, Claus-Peter Reisch. Die Vorwürfe sind dünn. Doch Schiff und Kapitän müssen vorerst weiter in Malta bleiben.

Seenotrettung im Mittelmeer
Katja Herzberg

Es ist ein Muss, die Menschen zu retten

Das Vorgehen gegen das Rettungsschiff »Lifeline« ist nur der jüngste Fall von Behinderung ziviler Helfer im Mittelmeer. Grünen-Politiker Erik Marquardt fordert die EU-Staaten auf, ihrer menschenrechtlichen Verantwortung in der Flüchtlingspolitik nachzukommen.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Hilfsschiffe in Malta festgesetzt

Der Kapitän des Rettungsschiffs »Lifeline«, Claus-Peter Reisch, ist am Freitag erneut von der maltesischen Polizei befragt worden. Nach Angaben der Tageszeitung »Malta Today« wird damit gerechnet, dass er gegen Kaution auf freiem Fuß bleiben darf. Die »Lifeline« ha...

Solidarische Städte
Sebastian Bähr

Zwei, drei, viele solidarische Städte

Die Verfechter der Abschottung geben derzeit in Europa den Ton an. Beim EU-Gipfel scheint es nur noch um die Frage zu gehen, bei welcher Grenze die Geflüchteten gestoppt werden. Dass sie dem Kontinent fernbleiben müssen, darin besteht unter den teilnehmenden Staatschefs...

Seenotrettung im Mittelmeer

Berlin könnte Geflüchtete der »Lifeline« aufnehmen

Die Berliner Landesregierung ist bereit, Geflüchtete vom vor Malta liegenden Rettungsschiff »Lifeline« aufzunehmen. Allerdings braucht das Land dafür die Erlaubnis der Bundesregierung.

Seenotrettung im Mittelmeer

»Lifeline« soll nun doch in Malta anlegen

Nach drei Tagen Ungewissheit durfte das dänische Containerschiff »Alexander Maersk« mit 108 Flüchtlingen an Bord am Montagabend in einem italienischen Hafen anlegen. Auch im Fall der »Lifeline« mit 230 Geretteten gibt es Bewegung.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Hilfsschiffe liegen weiter auf dem Meer fest

Hilfsorganisationen drängen vor dem EU-Migrationsgipfel auf eine diplomatische Lösung für Rettungsschiffe vor der europäischen Küste. Die italienische Regierung erklärte sich für Rettungen vor Libyen nicht länger zuständig.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Italien will »Seefuchs« und »Lifeline« beschlagnahmen

Seit die neue rechte Regierung in Italien im Amt ist, steigt der Druck auf die zivile Seenotrettung. Innenminister Salvini spricht von Geflüchteten als einer »Ladung Menschenfleisch« und will zwei Schiffe beschlagnahmen lassen.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

»Europa hat sich von humanitären Werten wegbewegt«

Das Rettungsschiff »Aquarius« legte am Sonntag im Hafen von Valencia an, nachdem Italien und Malta das Schiff abgewiesen hatten. Verena Papke von SOS Méditerranée kritisiert den Machtkampf, der auf »dem Rücken von Geflüchteten« ausgetragen wird.

Seenotrettung im Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Die letzten Helfer

Kriminalisierung von Rettungseinsätzen, gesunkenes mediales Interesse und abebbende Spendengelder: Es steht nicht gut um die Seenotrettung im Mittelmeer. Wer sind die Helfer, die allen Widerständen zum Trotz vor der Küste Afrikas kreuzen?

Seenotrettung im Mittelmeer
Sebastian Bähr

Diplomatischer Streit auf Flüchtlingskosten

Erst übergibt die italienische Küstenwache Hunderte Bootsflüchtlinge an die privaten Retter von SOS Mediterranée, dann darf das Schiff keinen Hafen des Landes anlaufen. Zahlreiche Organisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe.

Fabian Hillebrand

Konfrontation auf hoher See

Regelmäßig geraten die libysche Küstenwache und zivile Rettungsorganisationen aneinander. Eine Chronik der wichtigsten Ereignisse.

Seenotrettung auf dem Mittelmeer
Fabian Hillebrand, Valletta

Sie wollen retten, aber sie können nicht

Wenn sich im Sommer die Wogen auf dem Mittelmeer glätten, starten in Libyen Boote voll mit Flüchtenden. Unser Autor war bei der ersten Mission des zivilen Rettungsschiffes Sea-Eye im Jahr 2018 dabei.

Kein Land in Sicht für die Seenotretter? Freiwillige auf der Sea...
Flucht übers Mittelmeer
Fabian Hillebrand

Sie wollen retten, aber sie können nicht

Wenn sich im Sommer die Wogen auf dem Mittelmeer glätten, starten in Libyen wieder Boote voll mit Geflüchteten. Unser Autor war auf einer der ersten Missionen des Rettungsschiffes Sea Eye im Jahr 2018 dabei.

Rettung im Mittelmeer
Sebastian Bähr

Rettungsschiff »Iuventa« bleibt beschlagnahmt

Seenotretter sind wütend. Das oberste italienische Gericht hat entschieden, dass die »Iuventa« nicht freigegeben wird. Acht Monate nach der Beschlagnahmung gibt es dabei keine Anklage gegen den Verein.

Flüchtlingsabwehr in der EU
Florian Westphal

Solidaritätskrise im Mittelmeer

Was wir in Europa derzeit sehen, ist keine »Flüchtlingskrise«, sondern eine Solidaritätskrise. Obwohl nur ein kleiner Teil der weltweit 65 Millionen Schutzsuchenden überhaupt nach Europa strebt, werden Flucht und Migration zunehmend kriminalisiert. Die Schutzbedürfnisse...

Flüchtlinge im Mittelmeer
Sebastian Bähr

Seenotretter in Bedrängnis

Immer häufiger scheint Italien die Verantwortung für Rettungseinsätze an die libysche Küstenwache abzugeben. Zivilgesellschaftliche Organisationen sind besorgt – sie befürchten eine wachsende Gefahr für sich und die Geflüchteten.

Küste von Malta
Seenotrettung auf dem Mittelmeer
Johanna Treblin

»Wir sind ein Auge für alle«

Die Moonbird ist zurück aus der Winterpause. Sie unterstützt Rettungsschiffe bei der Suche nach Schiffbrüchigen aus der Luft. Ohne Hilfe schaffen es überfüllte Gummiboote nicht nach Europa.

Francois Becker, Marseille

Der Plan von Kapitän Vogel

Marseille. Dem Sterben im Mittelmeer will Klaus Vogel nicht länger zusehen. »Es wäre verrückt, nichts zu unternehmen«, sagt der deutsche Kapitän angesichts der zahllosen Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa ertrinken. Es gilt keine Zeit zu verlieren, auf mehr Einsat...

Florian Westphal

Wer fliehen will, muss fliehen können

Menschen, die fliehen wollen, müssen fliehen können. Die EU muss ihre derzeitige Politik ändern, fordert Florian Westphal von Ärzte ohne Grenzen. Doch den europäischen Staaten ist es wichtiger, Schleuser zu bekämpfen.

»Sea-Watch« rettet 98 Mittelmeer-Flüchtlinge

Die Crew der von dem Brandenburger Unternehmer Harald Höppner initiierten »Sea-Watch« ist seit dem Frühjahr auf See. Jetzt haben sie knapp hundert Flüchtlinge vor der libyischen Küste retten können.

Celestine Hassenfratz

Mayday im Meer

Der Tag der UN soll die Seefahrer ehren. Er weist aber auch auf all diejenigen hin, die auf See Flüchtlingen in Not helfen.

Sarah Ulrich und Christoph Hedtke

Flüchtlingshilfe mit dem Fischkutter

Andere Initiativen vor Ort bemühen sich bereits seit vielen Jahren, die inhumanen Umstände der Flucht über das Mittelmeer in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Doch das Projekt »Sea- Watch« will nun mit Hilfe von Livebildern als »ziviles Auge auf dem Mittelmeer die Problematik in einer noch nie da gewesenen Art in die Öffentlichkeit bringen«.

Matthias Benirschke, Hamburg

Schwimmende Notrufstelle

Auch dieses Jahr werden wieder Tausende bei dem Versuch sterben, übers Mittelmeer nach Europa zu flüchten, schätzt Harald Höppner. Mit Gleichgesinnten und einem alten Fischkutter will er ihnen helfen.