Seenotretter unter Druck

Kriminalisierung, beschlagnahmte Schiffe, geschlossene Grenzen und Häfen erschweren den zivilen Hilfsorganisationen im Mittelmeer die Arbeit. Der innereuropäische Machtkampf um die Flüchtlingspolitik wird auch mittels der Blockade der Seenotretter ausgetragen.
Seenotrettung

Die Zivilgesellschaft macht Druck von unten und erklärt demonstrativ ihre Aufnahmebereitschaft - auch auf dem Land. Inzwischen wollen 161 Städte und Gemeinden in Deutschland mehr Geflüchtete aufnehmen.

Moritz Wichmann
EU-Asylpolitik

In der Europäischen Union wird über die Verteilung von Geflüchteten auf die Mitgliedsstaaten und eine Reform des Asylsystems heftig gestritten. Deutschland nutzt die Ratspräsidentschaft für eine politische Initiative.

Peter Steiniger
Seenotrettung

SOS Méditerranée fordert, dass europäische Staaten Verantwortung bei der Seenotrettung übernehmen. Die NGO stellte am Dienstag Auszüge aus dem Logbuch ihres Rettungsschiffes vor. Diese zeigen, wie widerwillig verschiedene Akteure rund um die Fluchtroute Mittelmeer mit privaten Seenotretter*innen zusammenarbeiten.

Marion Bergermann
EU-Militäroperation IRINI

Bis zu 300 Bundeswehr-Soldat*innen sollen die neue EU-Militäroperation IRINI unterstützen. Am Donnerstag soll der Bundestag entscheiden. Was verbirgt sich hinter IRINI, welche Interessen werden verfolgt?

Özlem Alev Demirel
Seenotrettung

Wer mit dem Auto eine Panne hat, ruft den ADAC. Aber was macht man auf dem Meer? Da muss man sich darauf verlassen können, dass andere Schiffe Menschen in Seenot helfen, sagt Stephanie Lehmann, Kapitänin des Seenotrettungsschiffs »Eleonore«.

Tom Mustroph
Städte sicherer Häfen

Mehr als hundert Städte und Landkreise fordern die Erlaubnis vom Bundesinnenministerium, mehr Geflüchtete aufnehmen zu dürfen. Bisher ist nicht viel passiert.

Marion Bergermann
Claus-Peter Reisch

Das kam überraschend. Kapitän Claus-Peter Reisch will vorerst keine Seenotrettungseinsätze mehr fahren. Erst letzte Woche hatte der berühmt gewordene Schiffs-Chef einen Gerichtsprozess in Malta gewonnen. Jetzt möchte er an Land bleiben, bis zwei Gerichtsprozesse in Ital...

Marion Bergermann
Seenotrettung

Sie setzen bei Wind und Wetter in überfüllten, oft untauglichen Booten über - erneut sind auf Flüchtlingsrouten im Mittelmeer Migranten bei der Überfahrt ums Leben gekommen.

Claus-Peter Reisch

Er rettete 234 Menschen vor dem Ertrinken und wurde in Malta wegen angeblich falscher Registrierung seines Schiffes verurteilt. Der Widerspruch des »Lifeline«-Kapitäns hat sich gelohnt.

Marion Bergermann
EU-Asylpolitik

Im März gab die EU bekannt, dass die Seenotrettungsmission »Sophia« eingestellt wird. Seit Juli 2018 bereits war »Sophia« an keiner Seenotrettung mehr beteiligt. Problem ist die Verteilung der Geretteten.

Uwe Kalbe
Seenorettung

Seit der Einstellung der Seenotrettung durch die EU-Staaten sind die zivilen Helfer noch wichtiger geworden. Mitarbeiter wie Stefanie Hofstetter versorgen nicht nur Wunden, sondern 
erfahren hautnah, warum die Menschen nicht nach Libyen 
zurückgebracht 
werden sollten.

Marion Bergermann
Seenotrettung

Die 213 Migranten auf dem Rettungsschiff »Ocean Viking« sollen erstmalig nach dem Abkommen von Malta verteilt werden. Die beteiligten Länder beantragten dies bei der EU-Kommission.

Seenotrettung

Bisher scheiterte die Bereitschaft der Solidarity City Berlin, aus Seenot gerettete Flüchtlinge aufzunehmen, am Bundesinnenministerium. Eine neue Bundesratsinitiative soll das künftig verhindern.

Marie Frank
Seenotrettung

Gleich zwei Initiativen des Landes Berlin für den Bundesrat wurden am Dienstag vom rot-rot-grünen Berliner Senat beschlossen - eine zum Aufenthaltsrecht und eine zur Grundsteuer. Bereits im Koalitionsvertrag waren über ein Dutzend Bundesratsinitiativen zwischen SPD, LIN...

Martin Kröger
Claus-Peter Reisch
ndPlus

Das Szenario ist hinlänglich bekannt: Rettungsschiffen wird tagelang das Anlegen verweigert, bis sich die Zustände an Bord dramatisch verschlechtern.

Lea Schönborn
Pia Klemp

Eine Kapitänin sticht mit einer Crew aus Hippies, Punks, Weltverbesserern und »2200 PS wahrer Liebe« in See. »Eigentlich darf man niemandem erzählen, was hier abgeht«, schreibt Kapitänin Pia Klemp am Anfang ihres Romans »Lasst uns mit den Toten tanzen«, der Anfang September erscheint.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung

Nach zwei Wochen Ungewissheit kann die »Ocean Viking« endlich einen europäischen Hafen anlaufen. Malta erlaubte den 356 geretteten Flüchtlingen an Land zu gehen. Die maltesische Regierung nimmt allerdings selbst keinen einzigen Flüchtling auf.

Lea Schönborn

Der SV Babelsberg ist bekannt für sein Engagement gegen Rassismus und Diskriminierung. Jetzt geht der Viertligist noch weiter: Auf seinen Trikots wirbt er für ein zivilgesellschaftliches Bündnis. Und statt Geld dafür zu nehmen, spendet er noch welches.

Simon Volpers
Seenotrettung

Mehrere Schiffe mit geretteten Migranten an Bord warten bisher vergebens auf dem Mittelmeer auf einen sicheren Hafen. Einige Menschen brauchen besonders schnell Hilfe. In Frankreich und in Italien stehen weitere Schiffe zum Ablegen bereit.

Fabian Hillebrand
Juventa

Die Stadt Potsdam, seit einem Jahr an der Gemeinschaftsaktion »Sichere Häfen« beteiligt, ehrte die Crew des Seenotrettungsschiffs »Iuventa« mit einem Preis für Zivilcourage und gelebte Demokratie.

Wilfried Neiße
Sterben im Mittelmeer

Geht es um die Behinderung der Seenotrettung im Mittelmeer schauen alle auf die rechte Regierung Italiens. Dabei geht das sozialdemokratisch regierte Spanien deutlich härter gegen die zivilen Seenotretter vor.

Ralf Streck
Seenotrettung

Die Kriminalisierung von Seenotrettungsorganisationen durch italienische Behörden macht die Einsätze der Helfer*innen schlechter planbar. Vor allem ausgebildete Freiwillige werden gesucht.

Marion Bergermann
Seenotrettung

Die Ereignisse der vergangenen Tage im Mittelmeer machen klar, wie sehr zivile Helfer allein gelassen werden - und dass die Beschlagnahmung etlicher ihrer Schiffe unmittelbar die Zahl der Toten erhöht. Jeder Ertrunkene ist eine Schande für die EU.

Jana Frielinghaus
Seebrücke

Vor einem Jahr gingen in Deutschland Zehntausende gegen die Abschottungspolitik der EU auf die Straße. Am Samstag fanden erneut in 90 Städten Demos des Seebrücke-Bündnisses statt.

Philip Blees
Verband Deutscher Kapitäne

Seenotrettung ist Jahrhunderte alte maritime Tradition, »Völkergewohnheitsrecht« und in mehreren Übereinkommen kodifiziert. Deswegen fordert der Verband Deutscher Kapitäne endlich eine europäische Lösung bei der Seenotrettung.

Sebastian Bähr
Sea-Watch 3

Sie bietet dem italienischen Innenminister die Stirn, um 42 Menschen in Sicherheit zu bringen. Auch eine Haftandrohung und diverse andere im Raum stehende Strafen können sie nicht verschrecken: Die 31-jährige »Sea-Watch 3« Kapitänin Carola Rackete.

Fanny Carrier
Iuventa

Mithilfe zur illegalen Einwanderung wird in Italien hart bestraft. Auch Seenotretter sollen so kriminalisiert werden. Hendrik Simon ist einer der »Iuventa10«, gegen die seit einem Jahr ermittelt wird. Anklage wurde noch nicht erhoben.

Johanna Treblin
Ausstellungsansicht "Kein Land in Sicht für die Seenotrettung", ...
Ausstellung

In den letzten drei Jahren hat sich das Bild der Seenotrettung massiv geändert. Wir haben mehrere Rettungsmissionen journalistisch im Zeitraum 2015 bis heute begleitet. Daraus ist diese Ausstellung entstanden, die nun durch Deutschland tourt und die ihr auch bei euch zeigen könnt. Mehr Informationen dazu findet ihr hier! +++aktuell zu sehen in Leipzig: 16.9. bis 18.10. in den Räumen der RLS Sachsen, Demmeringer Str. 32 +++

Seenotrettung

Erst nach einer Überarbeitung sendete das ZDF den Wahlwerbespot der Satirepartei Die PARTEI. Und nein, ein Werbespot für die EU ist er nicht. Im Gegenteil. Er holt die Bilder ins Wohnzimmer, die das Staatenbündnis möglichst vermeiden will.

Alina Leimbach
Sea-Eye

Das Rettungsschiff »Alan Kurdi« wartet mit 63 Flüchtlingen an Bord auf einen sicheren Hafen in Europa. Gorden Isler, Vorstand der Betreiberorganisation Sea-Eye, berichtet im »nd«-Interview von der Odyssee im Mittelmeer.

Sebastian Bähr
Mittelmeer

Die Nichtregierungsorganisation hat die in Seenot gerateten Menschen an Bord genommen. Jetzt ist noch offen, in welchen Hafen sie einfahren dürfen.

Marion Bergermann
Seenotrettung

Flüchtlinge sollen vor Libyen einen Tanker unter ihre Kontrolle gebracht haben. Auch von Anwendung von Gewalt ist die Rede. Zweifel sind angebracht.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung

45 Flüchtlinge starben bei dem Versuch, das Mittelmeer nach Spanien zu überqueren. Unter ihen waren auch schwangere Frauen. Das erfuhr das »nd« von spanischen Seenotrettungsaktivisten, die sich auf die Berichte von Überlebenden des Unglücks berufen.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung im Mittelmeer

Die spanische Regierung hat mit Marokko eine Einigung über eine teilweise Rücknahme von im Mittelmeer aufgegriffenen Migranten erzielt. Die spanische Küstenwache befürchtet, die neue Regelung bringe mehr Tote.

Fabian Hillebrand
Sea-Watch

Die Seenotretter haben es erst aus den Medien erfahren: Die italienische Küstenwache hat das Rettungsschiff der Organisation Sea-Watch am Freitag festgesetzt und lässt es nicht auslaufen. Die Blockade des letzten noch verbliebenen Rettungsschiffes im Mittelmeer erfolgte...

Fabian Hillebrand
»Solidarity City«

Berlin ist jetzt ganz offiziell eine solidarische Stadt. Die Bereitschaft zur Aufnahme von aus Seenot geretteten Flüchtlingen scheitert jedoch an der Abschottungspolitik des Bundes. Kritiker*innen sehen noch ganz andere Probleme.

Marie Frank
Kapitänin Pia Klemp

Bewegt von der Tragödie im Mittelmeer wandte Kapitänin Pia Klemp sich 2015 der privaten Seenotrettung zu. Seitdem haben sie und ihre Crew mehr als 1000 Flüchtende vor dem Ertrinken gerettet. Dafür wird nun gegen sie ermittelt.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung

Möglichst wenig wollte jedes der beteiligten Länder von der »Fracht« abhaben. Es ging um 47 Menschen an Bord der »Sea-Watch 3«, die seit über zehn Tagen vor Sizilien ausharrten, weil ihnen die Regierung in Rom verbot, an Land zu gehen. Menschen, die die Mannschaft als S...

Uwe Kalbe
Operation »Sophia«

Die Bundeswehr wird sich ab Anfang Februar »bis auf Weiteres« nicht an der EU-Mittelmeer-Operation »Sophia« beteiligen. Vor einer Wiederaufnahme müssten Rahmenbedingungen geklärt werden.

René Heilig
EU-Mission »Sophia«

Die Bundeswehr wird sich ab Anfang Februar »bis auf Weiteres« nicht an der EU-Mittelmeer-Operation »Sophia« beteiligen. Ein verantwortungsloser Rückzug, der zu noch mehr Toten auf dem Mittelmeer führen wird.

Fabian Hillebrand
Proactiva Open Arms

117 Geflüchtete ertranken am Freitag vor der libyschen Küste. Jenes Gebiet im Mittelmeer, wo die Hilfsorganisation »Proactiva Open Arms« eigentlich Schiffbrüchige rettet. Doch die Seenoretter liegen weiterhin zwangsweise vor Anker.

Elisabeth Voß, Barcelona
Luigi de Magistris
ndPlus

Neapels Bürgermeister wurde europaweit bekannt mit einem Brief an das Rettungsschiff »Sea-Watch«, in dem er die Öffnung des Hafens für Geflüchtete in Aussicht stellte. Indes leben Migranten in der Stadt unter prekären Bedingungen.

Nina Böckmann und Maurizio Coppola, Neapel
Luigi de Magistris

Mehrere Bürgermeister in Italien haben sich gegen die flüchtlingsfeindliche Politik des rechten Innenministers Matteo Salvini verbündet. Zu den »Rebellen« gehört auch Luigi de Magistris aus Italien.

Fabian Hillebrand
Am 22. Dezember 2018 hatte die die Crew von Sea-Watch 3 mehr als...
Seenotrettung im Mittelmeer

Zwei Rettungsschiffe treiben seit Tagen mit Dutzenden Schutzsuchenden im Mittelmeer. Die Europäische Union streitet über ihre Aufnahme. Derweil erklären sich mehrere Städte zur Aufnahme bereit.

Sebastian Bähr und Fabian Hillebrand
Griechenland

Drei Migranten retteten Griechen während der schweren Waldbrände im Juli 2018 das Leben. Dafür erhalten sie nun die Staatsbürgerschaft. Wer Geflüchtete rettet, wird dagegen kriminalisiert.

Lou Zucker
Asylpolitik

Während die EU beim Thema Migration beklemmend eindrucksvoll ihre ethische Volatilität unter Beweis stellte, wurden in zahlreichen Mitgliedsstaaten das Asylrecht geschleift und restriktivere Regeln für Migranten eingeführt.

Nelli Tügel
Festung Europa

Nur 166.000 Menschen haben im Jahr 2017 in Deutschland Asyl beantragt. Kein Grund zur Freude, denn diese Politik fordert ihre Opfer weit weg von den Kernländern Europas: auf dem Mittelmeer und in den Wüsten Afrikas.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung im Mittelmeer

Italien will sie partout nicht mehr auf dem Meer haben. Nun fordern Hilfsorganisationen die Regierung in Rom erneut heraus. Deutsche, italienische und baskische Seenotretter haben neue Schiffe aufs Mittelmeer geschickt.

Fabian Hillebrand
Asylpolitik

Anlässlich des Tags des Flüchtlings am Freitag ziehen die Menschenrechtsorganisationen Pro Asyl und Amnesty International eine Bilanz der derzeitigen Asylpolitik und decken zahlreiche Rechtsverstöße auf.

Marie Frank
Seebrücke-Proteste

Zehntausende Menschen gehen in ganz Deutschland im Rahmen der #Seebrücke-Proteste auf die Straße. Doch was ist ihr Hintergrund? Was ist das Potenzial der Bewegung? Protestforscherin Leslie Gauditz im Gespräch mit »nd«.

Sebastian Bähr
"Spende Menschlichkeit"

Mehr als 30 deutsche Künstler haben sich in Rettungswesten fotografieren lassen, um Solidarität mit den Seenot-Rettern im Mittelmeer zu zeigen. Anlass für die Fotos war das erneute Auslaufen des Rettungsschiffs »Aquarius«.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung im Mittelmeer

Der »NGO-Wahnsinn« muss beendet werden, forderte jüngst Sebastian Kurz. Auch in Deutschland werden die Rettungsschiffe im Mittelmeer von höchster Stelle als »Shuttle« für Migranten bezeichnet. Was ist dran an den Vorwürfen?

Fabian Hillebrand
Flüchtlingsbeauftragter Stefan Schmidt
ndPlus

Er war der Kapitän der Cap Anamur, rettete Geflüchtete und stand dann wegen vermeintlicher Schlepperei vor Gericht. Auch heute noch engagiert sich Stefan Schmidt für Asylsuchende, als Flüchtlingsbeauftragter auch ganz offiziell.

Dieter Hanisch
Die "Zeit" und Seenotrettung

Die »Zeit« fragt, ob die Seenotrettung von Geflüchteten im Mittelmeer legitim ist. Das ist kein journalistischer Pluralismus, sondern Anbiederung an gesellschaftliche Stimmungen.

Niklas Franzen
Seenotrettung

Was unter dem Stichwort Seebrücke passiert, erinnert an den kurzen Spätsommer der Willkommenskultur 2015. Ein Wiederentdecken der Solidarität, die für viele kaum noch sichtbar war. Nun gilt es, Beharrlichkeit zu zeigen.

Robert D. Meyer
Initiative Seebrücke

Sein Schiff auf Malta festgesetzt, private Seenotretter wie er als Kriminelle verfolgt: Philipp Hahn glaubt dennoch fest an seine Mission und die menschliche Seite der Zivilgesellschaft.

Josephine Schulz
Konferenz von Évian
ndPlus

Im Juli 1838 suchten 32 Staaten in Évian nach einer »Lösung« für die jüdischen Flüchtlinge, die vor dem Naziterror flohen. Heute sucht die EU nach einer »Lösung der Flüchtlingskrise«. Wie vor 80 Jahren stehen die Zeichen auf Egoismus und Scheitern.

Heiko Kauffmann
Sterben im Mittelmeer

Obwohl alle Schiffe festliegen, rüsten sich Ehrenamtliche der Initiative »Sea-Eye« für weitere Rettungsmissionen von Flüchtlingen im Mittelmeer. Die Zahl der Ertrunkenen steigt wieder.

Leonie Mielke
Flüchtlingshilfe

Tausende Menschen haben in mehreren deutschen Städten für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer demonstriert. Auf Transparenten hieß es unter anderem »Stoppt das Sterben im Mittelmeer«.

Seenotrettung im Mittelmeer

Sie war nach Malta gekommen, um mit einem Schiff auf dem Mittelmeer Menschen vor dem Ertrinken zu bewahren. Stattdessen sitzt sie auf dem Festland fest. Die Freiwillige Neeske Beckmann berichtet von ihrem derzeitigen Aufenthalt in Malta.

Neeske Beckmann
Protest gegen Asylpolitik

Breites Bündnis gegen Abschottung: Am Samstag wollen in mehreren Städten Aktivist*innen gegen die europäische Asylpolitik auf die Straße gehen. Bislang hat sich die Linke schwer getan, größere Proteste zu diesem Thema zu organisieren.

Niklas Franzen
Seenotrettung im Mittelmeer

Es war der zweite Tag im Verfahren gegen den deutschen Kapitän des Rettungsschiffs »Lifeline«, Claus-Peter Reisch. Die Vorwürfe sind dünn. Doch Schiff und Kapitän müssen vorerst weiter in Malta bleiben.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung im Mittelmeer

Das Vorgehen gegen das Rettungsschiff »Lifeline« ist nur der jüngste Fall von Behinderung ziviler Helfer im Mittelmeer. Grünen-Politiker Erik Marquardt fordert die EU-Staaten auf, ihrer menschenrechtlichen Verantwortung in der Flüchtlingspolitik nachzukommen.

Katja Herzberg
Seenotrettung im Mittelmeer

Der Kapitän des Rettungsschiffs »Lifeline«, Claus-Peter Reisch, ist am Freitag erneut von der maltesischen Polizei befragt worden. Nach Angaben der Tageszeitung »Malta Today« wird damit gerechnet, dass er gegen Kaution auf freiem Fuß bleiben darf. Die »Lifeline« ha...

Fabian Hillebrand
Solidarische Städte

Die Verfechter der Abschottung geben derzeit in Europa den Ton an. Beim EU-Gipfel scheint es nur noch um die Frage zu gehen, bei welcher Grenze die Geflüchteten gestoppt werden. Dass sie dem Kontinent fernbleiben müssen, darin besteht unter den teilnehmenden Staatschefs...

Sebastian Bähr
Seenotrettung im Mittelmeer

Die Berliner Landesregierung ist bereit, Geflüchtete vom vor Malta liegenden Rettungsschiff »Lifeline« aufzunehmen. Allerdings braucht das Land dafür die Erlaubnis der Bundesregierung.

Seenotrettung im Mittelmeer

Nach drei Tagen Ungewissheit durfte das dänische Containerschiff »Alexander Maersk« mit 108 Flüchtlingen an Bord am Montagabend in einem italienischen Hafen anlegen. Auch im Fall der »Lifeline« mit 230 Geretteten gibt es Bewegung.

Seenotrettung im Mittelmeer

Hilfsorganisationen drängen vor dem EU-Migrationsgipfel auf eine diplomatische Lösung für Rettungsschiffe vor der europäischen Küste. Die italienische Regierung erklärte sich für Rettungen vor Libyen nicht länger zuständig.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung im Mittelmeer

Seit die neue rechte Regierung in Italien im Amt ist, steigt der Druck auf die zivile Seenotrettung. Innenminister Salvini spricht von Geflüchteten als einer »Ladung Menschenfleisch« und will zwei Schiffe beschlagnahmen lassen.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung im Mittelmeer

Das Rettungsschiff »Aquarius« legte am Sonntag im Hafen von Valencia an, nachdem Italien und Malta das Schiff abgewiesen hatten. Verena Papke von SOS Méditerranée kritisiert den Machtkampf, der auf »dem Rücken von Geflüchteten« ausgetragen wird.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung im Mittelmeer

Kriminalisierung von Rettungseinsätzen, gesunkenes mediales Interesse und abebbende Spendengelder: Es steht nicht gut um die Seenotrettung im Mittelmeer. Wer sind die Helfer, die allen Widerständen zum Trotz vor der Küste Afrikas kreuzen?

Fabian Hillebrand
Seenotrettung im Mittelmeer

Erst übergibt die italienische Küstenwache Hunderte Bootsflüchtlinge an die privaten Retter von SOS Mediterranée, dann darf das Schiff keinen Hafen des Landes anlaufen. Zahlreiche Organisationen warnen vor einer humanitären Katastrophe.

Sebastian Bähr

Regelmäßig geraten die libysche Küstenwache und zivile Rettungsorganisationen aneinander. Eine Chronik der wichtigsten Ereignisse.

Fabian Hillebrand
Seenotrettung auf dem Mittelmeer

Wenn sich im Sommer die Wogen auf dem Mittelmeer glätten, starten in Libyen Boote voll mit Flüchtenden. Unser Autor war bei der ersten Mission des zivilen Rettungsschiffes Sea-Eye im Jahr 2018 dabei.

Fabian Hillebrand, Valletta
Kein Land in Sicht für die Seenotretter? Freiwillige auf der Sea...
Flucht übers Mittelmeer

Wenn sich im Sommer die Wogen auf dem Mittelmeer glätten, starten in Libyen wieder Boote voll mit Geflüchteten. Unser Autor war auf einer der ersten Missionen des Rettungsschiffes Sea Eye im Jahr 2018 dabei.

Fabian Hillebrand
Rettung im Mittelmeer

Seenotretter sind wütend. Das oberste italienische Gericht hat entschieden, dass die »Iuventa« nicht freigegeben wird. Acht Monate nach der Beschlagnahmung gibt es dabei keine Anklage gegen den Verein.

Sebastian Bähr
Flüchtlingsabwehr in der EU

Was wir in Europa derzeit sehen, ist keine »Flüchtlingskrise«, sondern eine Solidaritätskrise. Obwohl nur ein kleiner Teil der weltweit 65 Millionen Schutzsuchenden überhaupt nach Europa strebt, werden Flucht und Migration zunehmend kriminalisiert. Die Schutzbedürfnisse...

Florian Westphal
Flüchtlinge im Mittelmeer

Immer häufiger scheint Italien die Verantwortung für Rettungseinsätze an die libysche Küstenwache abzugeben. Zivilgesellschaftliche Organisationen sind besorgt – sie befürchten eine wachsende Gefahr für sich und die Geflüchteten.

Sebastian Bähr
Küste von Malta
Seenotrettung auf dem Mittelmeer

Die Moonbird ist zurück aus der Winterpause. Sie unterstützt Rettungsschiffe bei der Suche nach Schiffbrüchigen aus der Luft. Ohne Hilfe schaffen es überfüllte Gummiboote nicht nach Europa.

Johanna Treblin

Marseille. Dem Sterben im Mittelmeer will Klaus Vogel nicht länger zusehen. »Es wäre verrückt, nichts zu unternehmen«, sagt der deutsche Kapitän angesichts der zahllosen Flüchtlinge, die auf dem Weg nach Europa ertrinken. Es gilt keine Zeit zu verlieren, auf mehr Einsat...

Francois Becker, Marseille

Menschen, die fliehen wollen, müssen fliehen können. Die EU muss ihre derzeitige Politik ändern, fordert Florian Westphal von Ärzte ohne Grenzen. Doch den europäischen Staaten ist es wichtiger, Schleuser zu bekämpfen.

Florian Westphal

Die Crew der von dem Brandenburger Unternehmer Harald Höppner initiierten »Sea-Watch« ist seit dem Frühjahr auf See. Jetzt haben sie knapp hundert Flüchtlinge vor der libyischen Küste retten können.

Der Tag der UN soll die Seefahrer ehren. Er weist aber auch auf all diejenigen hin, die auf See Flüchtlingen in Not helfen.

Celestine Hassenfratz

Andere Initiativen vor Ort bemühen sich bereits seit vielen Jahren, die inhumanen Umstände der Flucht über das Mittelmeer in den Fokus der Öffentlichkeit zu rücken. Doch das Projekt »Sea- Watch« will nun mit Hilfe von Livebildern als »ziviles Auge auf dem Mittelmeer die Problematik in einer noch nie da gewesenen Art in die Öffentlichkeit bringen«.

Sarah Ulrich und Christoph Hedtke

Auch dieses Jahr werden wieder Tausende bei dem Versuch sterben, übers Mittelmeer nach Europa zu flüchten, schätzt Harald Höppner. Mit Gleichgesinnten und einem alten Fischkutter will er ihnen helfen.

Matthias Benirschke, Hamburg