Gastautoren

Kathrin Gerlof

Kathrin Gerlof
Gerlof ist Schriftstellerin und Journalistin. Im Wechsel mit Andreas 
Koristka und Bernd Zeller schreibt sie die Kolumne "Flattersatz". 

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Aktuelle Beiträge von Kathrin Gerlof

»Statistik weiß …

… wie es um uns steht, aber nicht, dass einer untergeht.« Mit diesen Worten beginnt Daniel Pennacs Roman »Schulkummer«. Er handelt von dem Schmerz, nichts zu begreifen und von den damit verbundenen Kollateralschäden. Manchmal rückt einem dann die Rechtsprechung den Kopf...

Die Rolle der Erde

Handelskrieger, Wirtschaftsführer, Parteisoldaten: Im westlichen Blick erscheint China oft als Männerangelegenheit. Das ist ein Fehler.

»Schule ist jenes Exil …

… in dem der Erwachsene das Kind so lange hält, bis es imstande ist, in der Erwachsenenwelt zu leben, ohne zu stören.« Eigentlich konnte die Reformpädagogin Maria Montessori (sie starb 1952) nicht viel darüber wissen, wie hierzulande der Zustand des Systems Schule im Ja...

Bällebad statt Revolution

Generationen bekommen Namen. Damit wird die Geschichte ihrer Zeit erzählbar. Vor fast 20 Jahren erschien Florian Illies’ »Generation Golf« über die spätbundesrepublikanische Jugend der 1980er Jahre.

Glanz, Gloria, AfD-Wähler

Die einen haben »König Kurt«, die anderen »König Nachbar«: Wenn auch unterschiedlich ausgeprägt, findet man in Sachsen wie in Brandenburg eine starke regionale Bindung der Bevölkerung und das Bedürfnis nach möglichst wenig Veränderung.

»Nicht alles, was vorstellbar ist …

… darf auch politisch gangbar gemacht werden. Es gelten die Grenzen des Grundgesetzes. Die lassen sich nicht überspringen wie ein Gartenzaun.« Als unser zwölfter Bundespräsident, Frank-Walter Steinmeier, 2007 in einem Interview mit dem »Stern« diese kühne Behauptung wag...

»Nichts fürchtet der Mensch mehr ….

Was macht eigentlich die Bundestagsfraktion der AfD? Sie schickt seit einiger Zeit dutzendweise sinnlose Anfragen an die Bundesregierung raus - auf der Suche nach Fake News. Da fragen genau die Richtigen.

Der ökonomische Faktor

Befreiter Sex, befreite Gesellschaft? Warum es nicht ausreicht, oft Ficken zu sagen, und was uns die DDR noch immer über das Politische am Genuss erzählt.

Kochfest statt reizend

Unterstützung bei Ausscheidungen: 2,80 Euro. Ganzkörperwäsche (Dusche inklusive Mund- und Zahnpflege): 20,68 Euro. Aufsuchen/Verlassen des Bettes: 14,53 Euro. Begleitung bei Aktivitäten (Zeittakt 15 Minuten): 8,39 Euro. Umfangreiche Hilfe und Unterstützung bei Ausscheid...

Moral setzt die Deckung…

Die Gefahr, unter Mindestlohn bezahlt zu werden, ist im Hotel- und Gastrogewerbe besonders hoch. Das Prekäre an den betreffenden Jobs will die FDP jetzt noch forcieren. Die Zauberformel heißt «Arbeit auf Abruf».

Am Anfang steht das Wort

Es gibt gerade die Chance auf eine grundlegende Debatte. Vorausgesetzt, Menschen, die reden wie Kevin Kühnert, werden nicht immer gleich niedergebrüllt. Debattiert wird, ob Eigentümer enteignet werden sollen. Das ist Zündstoff und Treibstoff.

»Ein Flüchtlingslager ist …

Acht von 152 SPD-Bundestagsabgeordneten haben dem jüngsten Hau-ab-Gesetz »zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht« von Asylsuchenden die Zustimmung verweigert. Könnte das nicht die Keimzelle einer erneuerten, wahren Sozialdemokratie werden, die sich ihrer Geschichte erinnert?

Aufwendungen in gebotenem Umfang

Wer nichts »leisten« darf, bekommt »Leistungen«: Über die Sprache der Sozialgesetzgebung und einen Leitfaden, der Zeugnis verachtender Regelungswut ablegt.

»Die Zeit verwundet alles ...

Die FDP-Bundestagsfraktion hat sich mit ihrem Antrag »›Wohlstand für alle‹ auch im 21. Jahrhundert« ins Buch der Superlative eingetragen. Wer traut sich denn sonst noch, alle beglücken zu wollen und dafür auch noch einen Plan zu haben? Keiner, oder?

»Erwarten Sie nicht, dass sich Politiker …

… anders als Sie verhalten. Sie verhalten sich ihren Interessen entsprechend.« James Buchanan gehörte zu den Verfechtern der Public-Choice-Theorie. Einfach gesagt behaupteten diese Leute, dass Politiker erstens auch nur Menschen sind und sich deshalb zweitens meist wie ...

»Die Ordnungsparameter …

So sieht ein Ordnungsparadigma in unserer Gesellschaft heißt: Lebensmittel wegschmeißen ist erlaubt, Lebensmittel retten ist verboten. Das ist absurd angesichts von 18 Millionen Tonnen jährlich weggeworfener Lebensmittel in Deutschland.