Gastautoren

Leo Fischer

Leo Fischer
Der gebürtige Münchener war von 2008 bis 2013 Chefredakteur der 
Satirezeitschrift "Titanic". Er ist regelmäßiger Autor mehrerer 
Zeitungen - für "neues deutschland" schreibt er die vierzehntägige 
Kolumne "Das kann weg". 

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Aktuelle Beiträge von Leo Fischer

Spendengesundheit

Spendenaktionen im Internet für Standardoperationen sind nicht nur ein rührendes Zeichen privater Solidarität, sondern auch eines für die zerfallenden Sozialsysteme. Es sollten aber alle Menschen notwendige medizinische Versorgung erhalten.

Neuer

Nun auch noch Manuel Neuer: Der Shampoo-Millionär ist der Letzte, der in der Debatte um Özil, Rassismus und Nationalstolz noch gefehlt hatte. Der Minimalkonsens vom bunten Team wurde längst abgelöst von einem brutalen, neoliberalen Leistungsethos.

Polizeigewalt

Das Verhältnis zwischen den Deutschen und ihrer Polizei stellt sich ein wenig so dar wie ein prügelnder Ehemann in der Familie, meint Leo Fischer. Man beschönigt, vertuscht; er ist ja eigentlich ein Guter, er hat nur viel Stress in letzter Zeit.

Irgendwastun

Irgendwas muss man doch tun, hört man immer wieder. Die Betonung liegt auf irgendwas, ohne dass dieses Irgendwas je durch Etwas ersetzt würde. Man ist sich lediglich einig, dass man sich einig ist. Aber auch irgendwas kann man falsch tun.

Nachbarschaft

Man kriegt ja viel ärgerliche Post, aber dass man jetzt qua Meldeadresse optimistisch und vielseitig zu sein hat, grenzt schon an Nötigung. Nachbarschaft als Gratisarbeit für Stadtentwickler gehört abgeschafft, meint Leo Fischer.

Hosen

Wie schnell die Erinnerungskultur ihr natürliches Ende in der Schwimmbekleidung eines Holocaustrelativierers findet! Über Zwieback, Zivilisationsbruch und die Verteidigung der Sicherheit Deutschlands beim Badespaß.

China

Die »Welt« weint: China hat uns abgehängt. Trotz allem. Leo Fischer erinnert an die gute alte Zeit, als Marktradikale noch wöchentlich in der Sendung »Sabine Christiansen« soziale Schikanen wie Hartz IV fordern konnten.

Wasser

Trinkwasser wird in Deutschland drastisch teurer, seine Reinhaltung wegen der Gülle-Landwirtschaft immer aufwändiger. Das betrifft alle, doch die Grünen begnügen sich mit Wohlfühl-Ökologie für die Mittelschicht, meint nd-Kolumnist Leo Fischer.

Too much information

Macht doch bitte jemand das Licht aus! Muss unbedingt das Elend von Medienmenschen von der Straße zu sehen sein? Leo Fischer über zu viel Glas, zur Schau gestellte Harmlosigkeit und Reflexe aus der Zeit, als wir Spitzmäuse waren.

Heute-lieber-nicht-Liberale

Jens Jessen hat mit einem Beitrag zur Metoo-Debatte für reichlich Gesprächsstoff gesorgt. Tenor: Feminismus ist ein schönes Ideal, soll aber bitte erst einmal Ideal bleiben, denn immerhin bin ich noch da. Diese Haltung gehört dringend weg.

Etikettenschwindel

Verschiedentlich war jetzt aus der SPD zu hören, doch etwas an Hartz IV drehen zu wollen. Wie kommt es, dass nun ein Begriff wie »Grundeinkommen« in einer sozialdemokratischen Debatte auftaucht? Ganz einfach: Es ist überhaupt kein Grundeinkommen gemeint.

Olafs langer Weg

Olaf Scholz hat es geschafft. Er ist Finanzminister. Seine Anwesenheit ist ein Wunder: Nach katastrophalen Wahlniederlagen und sacht aufflackernder Revolutionsstimmung an der Basis sitzen bei der SPD schon wieder exakt die Leute am Ruder, die an der ganzen Misere schuld sind.

Bayern

Bayern gelten als ulkig, verschroben und hinterwäldlerisch: Gerade Linke machen sich keine Vorstellung davon, was ihre exotische Verharmlosung Bayerns in diesem Landstrich anrichtet. Die CSU ist keineswegs das kleinere Übel.

Die Tafeln

Die Tafeln sind fester Bestandteil des Systems Hartz IV, man muss sie schon halbstaatlich nennen. Sie können weg. Und der schmerbäuchige Essener Essensverteiler, dem es offenbar ein Genuss ist, Menschen zu drangsalieren, die noch elender dran sind als er, kann bitte auch gehen.

Lebenslang funktionieren

Sie ist Ausführungsbeamtin und fleischgewordener Ellenbogen. Ihre Identifikation mit der Macht ist total. Ein Portrait über die neue Generalsekretärin der Christdemokraten, Annegret Kramp-Karrenbauer.