Gastautoren

Leo Fischer

Leo Fischer
Der gebürtige Münchener war von 2008 bis 2013 Chefredakteur der 
Satirezeitschrift "Titanic". Er ist regelmäßiger Autor mehrerer 
Zeitungen - für "neues deutschland" schreibt er die vierzehntägige 
Kolumne "Das kann weg". 

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Aktuelle Beiträge von Leo Fischer

Normal

Der Mord an Walter Lübcke wird von Rechtsradikalen offen gebilligt. Überall da, wo dieser Mord als natürliche Reaktion eines irgendwie aufgewühlten Volkskörpers stehen gelassen wird, lädt man erneut zu ihm ein.

Nationalismus

Heute Washington, morgen Budapest – AfDler wie Weidel und Gauland sind der Jetset des Nationalismus, sie führen das Leben derer, die sie ständig kritisieren. Die Nationalisten von heute wollen die Welt selbst gar nicht, die sie propagieren.

Das kann weg: SPD

Die SPD ist tot, das sagen alle. Sie ist aber noch lange nicht tot genug, um nicht noch in ihrem Niedergang immensen Schaden anzurichten.

Über die Unmöglichkeit eines Wildpferds

Es gibt zu viele da draußen. Sie fressen sich selbst ihr Zuhause weg.« In dem Marvel-Film »Avengers: Infinity War« und dem Sequel »Avengers: Endgame« zieht der Bösewicht Thanos durch die Galaxis, um eine Möglichkeit zu finden, das in seinen Augen überbevölkerte Universu...

Korruption

Niemand in den Rechtsparteien macht sich ernsthaft Illusionen über die Korrumpierbarkeit der eigenen Elite - Hauptsache, man kann mit ihrer Hilfe nach unten treten. Daran ändern auch zehn Strache-Videos nichts.

Irgendwie Mittelschicht

In Deutschland halten sich die Reichen für arm, und die Armen glauben immer noch, sie könnten irgendwann reich werden. Einfach fürchterlich.

Abfall

Die allgemeine deutsche Satirefreiheit beruht auf einem stillen Konsens: Satire darf zwar alles, aber nicht alle dürfen Satire. Kommt ganz auf den Nachnamen an. Da ist sich eine breite Koalition von Spiegel Online bis AfD einig.

Weltraum ohne Hoffnung

Weltraumforschung? Wozu? Einen Weltraum, »in dem wieder nur die alten Arschgesichter von der Erde das große Wort führen«, den braucht Kolumnist Leo Fischer »ganz sicher nicht«.

Generation 50 plus: Die Schontoten

Ob Klimawandel oder Demografie – von Leuten hört man oft: »Da bin ich hoffentlich schon tot.« Sie beklagen sich über diejenigen, die sich noch nicht aufs Ende eingestellt haben. Die »Fridays for Future«-Kritik ist da nur der Gipfel.

Tränen

In Zeiten, da Versetzungen ans andere Ende der Welt Einstellungsvoraussetzung und Schwangerschaften das Ende der Karriere bedeuten, darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, an alledem sei irgendwas auszusetzen. Schon gar nicht sollte man losheulen.

Ewige Jugend

Alte Konservative regen sich über die klimastreikenden Schüler auf. Dabei tun die letztlich nichts anderes, als den wissenschaftlichen Konsens der letzten 30 Jahre pointiert zusammenzufassen.

Kriegsgedenken

Am Dresden-Gedenktag wird an nichts Bestimmtes mehr gedacht, sondern ganz allgemein zu »Versöhnung« aufgerufen - eine Art ökumenisches Gedenken, das die gesittete Teilnahme von Nazis und ihren Opfern gleichermaßen gestattet.

Wurst

Aus Thüringen stammt die Idee, auf dem Gelände des ehemaligen KZ Buchenwald das Deutsche Bratwurstmuseum neu anzusiedeln. Opferverbände kritisierten die Idee scharf. Leo Fischer zitiert bei seiner Kritik Adorno: »Jeder ist sich selbst ein Würstchen.«

Der nächste Kompromiss

Der Bundestag hat die Liste der so genannten sicheren Herkunftsländer verlängert. Wohin man notfalls wirklich gern fliehen würde - dazu fällt Leo Fischer eine eher theoretische Antwort ein.