Gastautoren

Frank Schirrmeister

Frank Schirrmeister
arbeitet seit 2012 als Fotoredakteur beim nd. Geboren (1968) und aufgewachsen ist er in Berlin. Nach dem Studium der Geschichte, Ethnologie und Filmwissenschaft und langjähriger Arbeit bei den Internationalen Filmfestspielen in Berlin machte Schirrmeister 2005 seine Leidenschaft für die Fotografie zum Beruf und studierte an der Ostkreuzschule für Fotografie. Seit 2007 arbeitet Schirrmeister als freier Fotograf sowie Bildredakteur.

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Aktuelle Beiträge von Frank Schirrmeister

Die »anderen« Deutschen

Als sehr junger fernwehkranker Jugendlicher aus Ostberlin erstand ich 1986 den in erstaunlich großer Auflage erschienenen Bildband »Paris zu Fuß«. In Schwarz-Weiß und in Form klassischer Straßenfotografie präsentierte der Fotograf seine Sicht auf die Stadt, in die man a...

Im falschen Film

Katars schillernde Hauptstadt Doha erzeugt trotz allen Überflusses und spektakulärer Architektur schnell ein schales Gefühl. All der Prunk ist von einem Heer Arbeitsmigranten errichtet worden. Deren Armut ist im Stadtbild allgegenwärtig.

Der Gesichtsverlust

Der Film »Die Maske« zeigt, wie in Polen die Religion in ihrer reaktionären Ausprägung wieder beginnt, das Bewusstsein der Gesellschaft zu formen. Die Regisseurin, Małgorzata Szumowska, zählt zur sogenannten osteuropäischen Nouvelle Vague.

Glotzt nicht so betroffen!

In der Eröffnungsszene jagt ein Hund einen Hasen über freies Feld. Schnitt. Wir sehen, wie der Hund den Hasen verzehrt. Das ist auf jeden Fall schon mal so was von metaphorisch, dass man gespannt sein darf. Allerdings befindet man sich hier einem Film der sogenannten Be...

Im Maschinenraum des Kapitalismus

Der Film «Der Boden unter den Füßen» reiht sich ein, in eine Riege aus Filmen der jüngeren Vergangenheit, die das herrschende Narrativ des homo oeconomicus in Frage stellen. Höchste Zeit für einen Diskurs, der sich gegen dieses neoliberale Menschenbild wendet.

Was, wenn Gott eine Frau wäre?

Dieser Film erzählt von einer Selbstermächtigung. Die einer Frau zumal. Das ist in den patriarchalischen Gesellschaften Osteuropas immer noch ein unerhörter Vorgang. Aber auch in Mazedonien, wo der Film spielt, brechen die alten, seit jeher fest gefügten Geschlechterrol...