/ Politik

»Wer nicht ertrinkt, wird weggesperrt«

Berliner Schüler planen Protest gegen EU-Flüchtlingspolitik

Das Berliner Schulstreikbündnis ruft für den kommenden Samstag zu einer eigenen Demonstration gegen die Flüchtlingspolitik der EU auf. Danach schließen sie sich der »Europa.Anders.Machen.«-Demonstration an.
Von Elsa Köster

Die »Europa-Anders.Machen.« Demonstration am 20. Juni bekommt Zufluss – und zwar aus den Reihen von Schülern und Studenten. Das »Refugee Schul- und Unistreikbündnis Berlin« ruft unter dem Motto »Stop Killing Refugees!« für den kommenden Samstag um 12 Uhr zu einer eigenen Demonstration gegen Rassismus, Asylgesetzverschärfung und Festung Europa auf. Der Demonstrationszug soll an der SPD-Zentrale vorbeiführen und sich dann am Oranienplatz mit der Demonstration für ein anderes Europa vereinen.

Die Schüler-Demo wendet sich gegen das Massensterben im Mittelmeer sowie gegen die geplante Asylrechtsverschärfung im Bundestag. »Wer nicht ertrinkt, wird weggesperrt. Von den «Menschenrechten», von denen CDU und SPD gerne reden, kann keine Rede sein«, konstatierte Lina Kaufmann vom Refugee Schulstreikbündnis. Die Lage der Geflüchteten spitze sich weiter zu. Das Bündnis wolle nun zeigen, dass sie als Jugendliche mit dieser Flüchtlingspolitik nicht einverstanden seien.

Für Freitag ruft das Schulstreikbündnis anlässlich des Flüchtlingsdrama vom 19.04.2015, bei dem in einer Nacht über 700 Menschen im Mittelmeer starben, zu einer zentralen Schweigeminute um 12 Uhr auf. Am 26. Juni veranstaltet das Bündnis außerdem einen Schüler- und Studierendenkongress unter dem Motto »Flucht, Migration, Rassismus - Perspektiven einer solidarischen
Gesellschaft«.

Die Autorin

Elsa Koester absolviert zur Zeit ein Redaktionspraktikum beim neuen deutschland und ist im Blockupy Bündnis sowie in den Vorbereitungen für die Demonstration “Europa.Anders.Machen.“ aktiv.

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