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Ticker

31.03.2020
16:15 Uhr
Demokratische Republik Kongo Politik

Kein Geld für Hamsterkäufe

In armen Ländern hat man eine völlig andere Sicht auf die Coronavirus-Epidemie als hierzulande und vor allem ganz andere Probleme damit. In Zentralafrika gefährden die Maßnahmen die Ernährung.

Von Judith Raupp, Goma
31.03.2020
16:05 Uhr
Coronakrise Wirtschaft und Umwelt

Wenn Konzerne keine Miete zahlen

Handwerkliche Fehler der Bundesjustizministeriums gefährden derzeit die Immobilienwirtschaft. Das dürften dann auch deren Financiers zu spüren bekommen, darunter die Banken.

Von Hermannus Pfeiffer
31.03.2020
15:47 Uhr
Coronavirus Berlin

Eine Maskenbewegung formiert sich

Die Nähmaschinen rattern bei Privaten, Unternehmen und Berufsschulen, um in der Region Berlin und Brandenburg Coronaschutz zu produzieren. In Hackspaces, der modernen Form von Hobbywerkstätten, laufen sogar 3D-Drucker heiß.

Von Jonas Wagner, Marina Mai und Nicolas Šustr
31.03.2020
14:09 Uhr
Corona Berlin

Quarantäne im Container

Ein wirksamer Infektionsschutz ist in Sammelunterkünften mit mehreren Hundert Menschen schwer möglich. Das Bundesland Berlin will daher eine Quarantäne-Unterkunft eröffnen. Der Flüchtlingsrat stellt Bedingungen.

Von Marie Frank
31.03.2020
12:24 Uhr
Berlin-Kreuzberg Berlin

Vorkaufsrecht braucht Krisenhilfe

Ein Immobilieninvestor aus Brandenburg hat zwei Wohnhäuser in Berlin-Kreuzberg gekauft. Die Zusage des Käufers, niemandem zu kündigen, beruhigen die Mieterinnen und Mieter nicht.

Von Nicolas Šustr
31.03.2020
09:23 Uhr
Corona und soziale Folgen Politik

Butterwegge fordert Corona-Rettungsschirm für »Allerärmste«

»Erfahren die Hartz-IV-Bezieher jetzt keine Aufstockung ihres Regelbedarfs, und sei es auch nur für eine Übergangszeit, versündigt sich der Sozialstaat an den Einkommensschwächsten«, sagte Butterwegge.

30.03.2020
19:07 Uhr
Berliner Flughäfen Berlin

Tegel bleibt zunächst offen

Mit der Coronakrise ruht der kommerzielle Passagierverkehr an Berlins Flughäfen weitgehend. Um die finanziellen Lasten einzugrenzen, wurde auch die zeitweilige Schließung des Airports Tegel erwogen.

Von Tomas Morgenstern
30.03.2020
18:57 Uhr
Coronakrise Wirtschaft und Umwelt

Auch fitten Firmen droht Insolvenz

Die Bundesregierung hat diverse Rettungspakete geschnürt, die Unternehmen durch die Coronakrise bringen sollen. Doch für die Zeit danach werden sie nicht ausreichen.

Von Hermannus Pfeiffer
30.03.2020
18:51 Uhr
Coronakrise Kommentare

Worauf es ankommt

Dass die Wirtschaftsleistung aufgrund der Corona-Pandemie einbrechen wird, ist sicher. Wie stark, ist aber noch nicht abzusehen. Deswegen kommt es nicht überraschend, dass die sogenannten Wirtschaftsweisen keine eindeutige Prognose liefern, sondern von einem Szenario zwischen 2,8 und 5,4 Prozent Minus beim Bruttoinlandsprodukt für 2020 ausgehen.

Doch letztlich ist nicht der eine oder andere Prozentpunkt entscheidend. Wichtig ist, dass hinter diesen Zahlen Schicksale stehen, dass Menschen davon betroffen sein werden und schon sind, weil ihre Einkommen wegbrechen. Es kommt jetzt also darauf an, dass auch die Freiberufler, deren Aufträge einbrechen, und die Verkäuferinnen, die in Kurzarbeit geschickt werden, ihre Rechnungen weiter bezahlen können. Bei einem eh schon mickrigen Gehalt reichen aber 60 Prozent Kurzarbeitergeld dafür nicht aus. Da rutschen Menschen im Niedriglohnsektor schnell unter die Armutsgrenze. Deswegen genügen die beschlossenen Maßnahmen nicht, die fast nur den Unternehmen zugutekommen werden. Denn es wird nach Corona vor allem auch darum gehen, eine soziale Krise zu meistern.

Doch so weit denken die meisten Menschen an den politischen Schaltstellen sowie die Mehrheit der Wirtschaftsweisen nicht. Vielleicht auch, weil sie nicht wollen, denn sie sind noch zu sehr in der neoliberalen Logik gefangen. Es wird aber Zeit, dass sie es tun. Oder dass sie ersetzt werden.

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30.03.2020
18:46 Uhr
Preistreiberei Kommentare

Was die Krise lehren sollte

Das passt nun wirklich nicht zusammen: Auf der einen Seite schränken sich während der Corona-Pandemie viele Menschen ein. Nicht nur, um sich selbst zu schützen, sondern auch jene, die zu einer Risikogruppe gehören. Auf der anderen Seite gibt es Firmen, die von der Krise profitieren. Wo es einen Engpass gibt, wie jetzt bei der Schutzkleidung, da steigen die Preise. Zudem wird oft Mangelhaftes geliefert. Asozialer geht es kaum. Aber überraschend ist ein solches Verhalten nicht. Der Markt ist kein soziales Wesen. Seine Mechanismen dienen nur bedingt dem Wohle einer Gesellschaft.

Für die Kliniken braucht es jetzt eine schnelle Lösung. Vor allem der Staat ist gefragt. Der hat angekündigt, große Mengen an Schutzkleidung aufkaufen zu wollen und sie dann zu einem festgelegten Preis abzugeben. Der SPD-Politiker Karl Lauterbach hält das nicht für ausreichend. Er fordert eine Bundesagentur, die dafür sorgt, dass Firmen hierzulande diese raren Güter herstellen.

Es ist interessant, dass solche Autarkie-Gedanken in Zeiten der Coronakrise aufleben, ebenso wie die Idee von einem Gesundheitssystem, das nicht mehr dem Markt überlassen wird, sondern Teil der Daseinsvorsorge ist. Bleibt zu hoffen, dass über Letzteres auch nach dem Abklingen der Viruswelle noch diskutiert und es eine zentrale Erkenntnis aus der gegenwärtigen Krise sein wird.

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30.03.2020
18:04 Uhr
Coronavirus Politik

Zwischen Angst und Trotz

Das Coronavirus bringt das öffentliche Leben auch in New York zum Erliegen. Im Vergleich zu anderen Orten in den USA sind hier die Fallzahlen höher. Die Krankenhäuser arbeiten bereits am Limit.

Von Philipp Hedemann, New York
30.03.2020
17:52 Uhr
Coronavirus in den USA Politik

»Es wird noch schlimmer werden«

Sie fühlen sich allein gelassen und kämpfen ohne ausreichende Schutzkleidung gegen Covid19. Zwei Krankenschwestern aus New York und Atlanta erzählen von ihrer Frustration über den Umgang mit dem Coronavirus in den USA.

Von Moritz Wichmann
30.03.2020
17:41 Uhr
Coronavirus-Pandemie Politik

1,3 Milliarden Inder lahmgelegt

Noch bis Mitte April steht Indien unter strikter Ausgangsbeschränkung, um die Verbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 zu verlangsamen. Hilfen für Arme laufen langsam an.

Von Natalie Mayroth, Mumbai
30.03.2020
17:37 Uhr
Ölförderung Politik

Rosneft steigt aus, Russland nicht

Der russische Ölkonzern Rosneft zieht sich aus Venezuela zurück. Der überraschende Schritt des bisher größten wirtschaftlichen Verbündeten könnte die wirtschaftlichen Probleme Venezuelas vertiefen.

Von Andreas Knobloch, Havanna
30.03.2020
17:31 Uhr
Inka Grings Sport

Allein unter Männern

An diesem Mittwoch ist Inka Grings genau ein Jahr im Amt. 2019 übernahm sie in Straelen als erste Frau ein Männerteam aus den obersten vier Ligen. Ihr Chef ist begeistert, sie selbst hat noch andere Pläne.

Von Wolfgang Müller, Straelen
30.03.2020
17:07 Uhr
Corona-Eindämmung Politik

Freiwillige Corona-App

Ein Gesetzentwurf, der einen Zugriff auf die Smartphones von Corona-Betroffenen ermöglichen sollte, war schon geschrieben. Das Thema wurde wegen Kritik vertagt. Jetzt wird Freiwilligkeit angeboten.

Von Daniel Lücking
30.03.2020
16:37 Uhr
Adidas Kommentare

Boykott im Sinne von Banken und Konzernen

Der Sportartikelhersteller Adidas hatte angekündigt, in der Coronakrise keine Miete zu zahlen, wo seine Geschäfte geschlossen sind. Damit folgt der Konzern nur kapitalistischen Prinzipien. Ein Gut oder Böse gibt es dabei nicht.

Von Philipp Möller
30.03.2020
16:26 Uhr
Coronakrise Wirtschaft und Umwelt

Ausgesetzt und verschoben

Maschinen stehen still, in Kliniken wird jede Hand gebraucht, Demonstrationen sind unmöglich - auch die Tarifpolitik ist von Corona befallen. Doch Gewerkschaften können sich anders beweisen.

Von Ines Wallrodt
30.03.2020
15:17 Uhr
Polen Politik

Corona lässt kaum eine Wahl

Die PiS will die Präsidentenwahl in Polen am 10. Mai bisher unbedingt durchziehen – gegen den Willen der Opposition und vieler Wähler. Und dafür will sie eine »Granate« zünden.

Von Stephan Fischer
30.03.2020
14:35 Uhr
Linke Debatte Kommentare

Corona-Krise: Nicht den Kompass verlieren

Die Linke geht in der Coronakrise in die falsche Richtung, findet Christian Leye. Er meint: Wenn das kaputtgesparte Gesundheitssystem zu kollabieren droht, ist der Schutz der Bevölkerung zuerst und vor allem eine Klassenfrage und erst danach eine Frage nach Freiheitsrechten.

Von Christian Leye
30.03.2020
12:56 Uhr
Geflüchtete Berlin

Kirchenasyl als Virenschutz

Zwar müssen Geflüchtete in der Coronakrise Abschiebungen nur noch in Einzelfällen fürchten, Kirchenasyl gibt es aber weiterhin, auch weil die Menschen hier besser vor dem Virus geschützt sind.

Von Marina Mai
29.03.2020
19:33 Uhr
Coronakrise Politik

Trump verordnet Kriegsproduktion

Washington. Innerhalb der nächsten 100 Tage sollen nach Worten von US-Präsident Donald Trump durch Ankauf oder zusätzliche Produktion 100 000 Beatmungsgeräte beschafft werden. Das entspreche der dreifachen US-Produktion eines normalen Jahres, sagte Trump. »Wir werden viele Beatmungsgeräte produzieren«, erklärte Trump mit Blick auf die Lungenkrankheit Covid-19.

Es sei gut möglich, dass die USA nicht so viele Geräte brauchten. Dann könnten die Maschinen etwa an Großbritannien und Italien weitergegeben werden. Kurz zuvor hatte Trump ein ursprünglich für Kriegszeiten gedachtes Gesetz angewendet, um den Autohersteller General Motors (GM) zur Produktion von Beatmungsgeräten zu zwingen. GM habe Zeit verschwendet und sein Versprechen, für das Land 40 000 Geräte zu produzieren, nicht erfüllt, sagte Trump zur Begründung. Die Herstellung der Beatmungsgeräte gilt für branchenfremde Unternehmen als sehr komplex. Firmen wie GM beteuern, bereits auf Hochtouren an Lösungen zu arbeiten. dpa/nd

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29.03.2020
19:30 Uhr
Politik

Virus bringt EU-Länder auf Abstand

Europa kämpft gegen die Pandemie und ihre gesundheitlichen Folgen. Aber auch die Sorgen um den Bestand der EU wachsen, und das nicht nur im wirtschaftlichen Bereich.

Von Uwe Kalbe
29.03.2020
19:14 Uhr
Erntehelfer Kommentare

Plötzlich nützlich

Albanien, Bosnien und Herzegowina, Serbien oder Montenegro wurden in Deutschland zu sicheren Herkunftsländern gemacht, um Menschen aus diesen Ländern, die bei uns Asyl beantragen, ohne Prüfung ablehnen zu können. Doch jetzt bedroht ein Virus die deutsche Landwirtschaft und plötzlich ist man in der CDU froh, einige von ihnen hier zu haben. Nun soll möglich sein, was Asylrechtsschützer bislang vergeblich forderten: Asylbewerber, die bislang Beschäftigungsverbot hatten, sollen hierzulande arbeiten dürfen. Nur in der Landwirtschaft, selbstredend. Denn die ausländischen Saisonarbeiter, die üblicherweise den schlecht bezahlten Knochenjob auf deutschen Feldern übernehmen, dürfen wegen Corona nicht einreisen.

Und so lobt die Landwirtschaftsministerin nun sogar die Tüchtigkeit von Asylbewerbern. Sie wollten sich »einbringen« und »anpacken«, weiß Julia Klöckner über Albaner, Bosnier und Serben, die in ihrer Partei üblicherweise verdächtigt werden, die deutschen Sozialsysteme ausnehmen zu wollen. Aber um die Existenz unserer Bauern zu sichern, sind auch die am untersten Ende der Hierarchie gut genug. Für die Not der Asylbewerber interessiert sich Klöckner nicht eine Sekunde. Deshalb könnte diese Öffnung auch nur zeitlich befristet sein. Bis unsere Not gebannt ist. Dieser Umgang mit Menschen ist instrumentell und menschenverachtend.

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29.03.2020
19:03 Uhr
soziale Bewegungen Kommentare

Jetzt erst recht Druck machen

Wie kann der Druck von der Straße in Zeiten von Versammlungsverboten aufrecht erhalten werden? Diese Frage stellen sich zurzeit nicht wenige Aktivist*innen. Schließlich sind die Probleme nicht einfach verschwunden. Im Gegenteil: Viele soziale Schieflagen im Neoliberalismus werden durch die Krise noch verschärft.

Umso wichtiger, dass sich soziale Bewegungen nicht in Quarantäne begeben. Am Housing Action Day haben sie gezeigt, dass Protest auch in diesen Zeiten möglich ist. Ob durch achtsame Demonstrationen mit Sicherheitsabstand und Schutzmasken, gemeinsam Lärm machen an Fenstern und Balkonen oder durch coronagerechtes Besetzen, das per Livestream ins heimische Wohnzimmer übertragen wird.

Die Coronakrise ist für soziale Bewegungen also mitnichten der Moment, um sich zurückzuziehen. Auch wenn durch autoritäre Maßnahmen des Staates die Handlungsmöglichkeiten eingeschränkt sind, gibt es noch Spielraum für Protest. Und wo er nicht vorhanden ist, muss er sich genommen werden. Die Krise bietet auch eine Chance, neue Formen des Widerstands auszuprobieren. Sich zu vernetzen und Missstände aufzuzeigen. Die Menschen sehen grade deutlich wie nie die unmenschliche Seite des Kapitalismus. Die Herausforderung besteht darin, dass sie dies auch nach der Krise nicht vergessen. Damit sie, sobald es wieder möglich ist, alle zusammen gegen dieses System auf die Straße gehen.

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29.03.2020
18:53 Uhr
Managergehälter Politik

Staatsstütze für Boni

Mit viel Geld springt der Staat ein, um die Wirtschaft in der Coronakrisenzeit zu stützen. Mit so viel Geld, dass der Bundestag sogar die Schwarze Null über Bord geworfen hat. Wie schon in Zeiten der Bankenkrise springt der Staat jetzt der bedrohten Wirtschaft bei.

Von Uwe Kalbe
29.03.2020
18:33 Uhr
Corona-Betrug Politik

Klorollen-Klau und falsche Ärzte

Straftaten mit Corona-Bezug beschäftigen bundesweit die Polizei. Vom Klopapier-Diebstahl über Betrug im Stil des Enkeltricks bis hin zur Körperverletzung im Supermarkt reichen die Delikte.

Von Hagen Jung
29.03.2020
18:33 Uhr
Corona-Eindämmung Politik

Warten auf den Ansturm

Sie hat den Ernstfall trainiert, alle Szenarien immer wieder durchgespielt. Nun lautet Anna Doblanders bange Frage: Wie ernst wird es wirklich in der Gegend um Imst, wo die Notärztin tätig ist?

Von Stefan Schocher, Wien
29.03.2020
18:26 Uhr
Homeschooling Wirtschaft und Umwelt

»Schule nicht simulieren«

Eltern sind keine Lehrer, und Kinder gehen auch deshalb in die Schule, weil sie dort besser lernen können als zu Hause. Die Frage ist: Was kann man in Zeiten von Corona von Schülern verlangen?

Von Ines Wallrodt
29.03.2020
18:14 Uhr
John Heartfield Kultur

Das Bild vom Ausnahmezustand

Eine nicht eröffnete Ausstellung – jetzt digital im Internet: John Heartfield ist kein Agitator, hat keine fertigen Antworten, zeigt in seinen Fotomontagen den Prozess der 
Wahrnehmung und 
die Lügen derer, die ihn 
verschleiern wollen.

Von Gunnar Decker
29.03.2020
18:03 Uhr
Radsport Sport

Leidensdruck und Windschatten per App

Auf smarten Rollen führt Zwift nicht nur Radsportler beispielsweise hinauf nach Alpe d’Huez - unter fast realen Bedingungen. Auch in anderen Sportarten regiert derzeit die die virtuelle Variante.

Von Tom Mustroph
29.03.2020
18:01 Uhr
Joachim Franke Sport

Zum Glück gezwungen

An diesem Montag wird Joachim Franke 80 Jahre alt. Eine Drei-Zimmer-Wohnung brachte ihn zum Eisschnelllauf. Als Coach feierte er dort neun Olympiasiege. Wütend machen ihn aktuelle Entwicklungen.

Von Frank Thomas
29.03.2020
17:35 Uhr
Coronakrise Berlin

Senat will Hilfen für Unternehmen aufstocken

Zehntausende Anträge von Solo-Selbstständigen und Kleinunternehmen zwangen die Server der zuständigen Investitionsbank Berlin in die Knie. Die bisher freigegebenen Mittel reichen bei Weitem nicht.

29.03.2020
16:49 Uhr
Bürgerrechte in der Krisenzeit Politik

Viele Stimmen müssen einbezogen werden

In rasantem Tempo 
beschließt die Bundesregierung immer neue Maßnahmen, um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen. 
Das harte Vorgehen trifft dabei nicht nur auf 
Zustimmung. Bürgerrechtsorganisationen zeigen sich besorgt.

Von Sebastian Bähr
29.03.2020
16:45 Uhr
Coronavirus Berlin

Mies bezahlter Test-Stress

Die Zahl der Coronavirus-Tests soll erheblich erhöht werden. Steigen sollten auch die Löhne der Laborbeschäftigten. Denn manche verdienen im Berliner Landesbetrieb bis zu 500 Euro weniger als ihre Kollegen.

Von Claudia Krieg
29.03.2020
16:31 Uhr
Besetzung Berlin

Besetzen in Zeiten von Corona

In Corona-Zeiten werden nicht nur Konzerte und Vorträge gestreamt, sondern auch Besetzungen: Am Samstag konnten Interessierte live erleben, wie zehn Wohnungen für Obdachlose besetzt wurden.

Von Marie Frank
29.03.2020
16:24 Uhr
Benny Gantz Kommentare

Gantz rettet Netanjahu

Während der Historiker Yuval Hariri in gewohnt überschwänglicher und generalisierender Manier Israel als die erste »Corona-Diktatur« bezeichnet, kämpft die Politik um den richtigen Umgang nicht nur mit der Krankheit, sondern vor allem mit sich selbst. Allen voran: Netanjahu und Benny Gantz – beide große Profiteure des Coronavirus. Während letzterer mit der Regierungsbildung beauftragt wurde, hatte sich Netanjahu per Notdekret zum Alleinherrscher aufgeschwungen. Sein wegen Korruptionsvorwürfen anstehender Prozess wurde längst wegen des Virus vertagt.

Das nun einjährige Politdrama mit zwei erfolglosen und einer halberfolgreichen Wahlrunde soll ausgerechnet in der Krisenzeit beendet werden, und zwar mit einem Kompromiss: Netanjahu bleibt für anderthalb Jahre der Chef, danach darf der frisch erkorene Parlamentspräsident Gantz ran. Das Problem: Dessen Bekundungswille für eine große Koalition mit dem eigentlichen Erzfeind Netanjahu hatte den Zerfall seines Bündis-Blau-Weiß zur Folge. Gantz bleibt also ohnehin keine Wahl, als Netanjahu den Hintern zu retten und damit auch seinen eigenen. Doch während ein Yuval Harari bei dem ganzen Schlammassel den Untergang des Rechtsstaates beschwört, zeigen die Ereignisse viel mehr: Israel ist und bleibt eine Demokratie, wenn auch keine sehr hoffnungsvolle.

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29.03.2020
15:58 Uhr
Coronakrise Berlin

Hausbesitzer müssen mitzahlen

Mit den Maßnahmen des Bundes zum Mieterschutz in der Coronakrise ist es nicht getan. Über 150 Wissenschaftler fordern eine Beteiligung der Immobilienwirtschaft an den Kosten.

Von Nicolas Šustr
29.03.2020
15:57 Uhr
Mietenwahnsinn Berlin

Scheppern gegen die Wohnungskrise

Wenn es sein muss, geht Demonstrieren auch von Zuhause aus – mit Transparenten und Lärm fand am Samstag ein Wohnungsaktionstag statt. Eine Forderung: die Enteignung großer Immobilienkonzerne.

Von Jonas Wagner
29.03.2020
15:13 Uhr
Unterbrechungen Kommentare

Trennung auf Probe

An alten Gewohnheiten festhalten ist in der Coronakrise nicht möglich. Doch genug Menschen versuchen genau das und rufen schon jetzt nach der Exitstrategie, um zu den alten Gewohnheiten zurückkehren zu können.

Von Christoph Ruf
29.03.2020
14:58 Uhr
Wolfgang Uhlmann Sport

Ein Leben in vollen Zügen

»Schach ist mein Leben«, sagt Wolfgang Uhlmann. Der Dresdner war in den 60er und 70er Jahren einer der weltbesten Spieler und ein Star der Szene. An diesem Sonntag wird er 85 Jahre alt.

Von Alexander Ludewig
29.03.2020
14:47 Uhr
Wirtschaftskrisenfonds Kommentare

Verlogenes Lob

Elogen auf die Helden unserer Tage, Erstaunen über systemrelevante Berufe, die man offenbar bisher gar nicht bemerkt hat – das Lob von Politikern für Leute, die jetzt tun, was sie immer tun, nämlich ihrer meist unterbezahlten Arbeit nachzugehen, wirkt fast peinlich. Und wie sich zeigt, ist es auch verlogen.

Denn der Bundestag konnte sich mehrheitlich nicht dazu durchringen, dem Vorschlag zu folgen, jenen hochgelobten Menschen einen Risikozuschlag zukommen zu lassen. Obwohl der Heldenmut, sich immer wieder in einen Job ohne entsprechende gesellschaftliche Anerkennung zu stürzen, in diesen Tagen durch ein erhöhtes Gesundheitsrisiko wirklich herausgefordert ist. Er ist aller Ehren und vor allem: eine ordentliche Bezahlung wert.

Verlogen ist das folgenlose Lob vor allem aber auch, wenn man es am Agieren derselben beeindruckten Politiker beim Ausgestalten des Wirtschaftskrisenfonds misst. Noch aus der Finanzkrise ist der bittere Nachgeschmack allgegenwärtig, dass Krisenbanken mit Steuergeldern gerettet wurden, die die Krise erst herbeigeführt hatten, ohne Rücksicht auf kriminelle Machenschaften.

Nun geht es um die produzierende Wirtschaft. Niemand kann etwas gegen staatliche Rettungsschirme haben. Und doch scheint der Geist unvermindert am Werk, der die Lasten regelmäßig nach unten verteilt und die Gewinne oben zu retten versucht – ein durchaus systemrelevanter Makel.

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29.03.2020
13:47 Uhr
Demonstration Politik

Seebrücke ruft zur Onlinedemo auf

Trotz der Ausgangsbeschränkungen demonstrierten Menschen am Samstag bei Spaziergängen und unter Einhaltung des Sicherheitsabstandes für eine sofortige Evakuierung der Geflüchteten aus den griechischen Lagern. Die Polizei erteilte Platzverweise. Heute findet ab 16 Uhr eine Onlinedemonstration statt.

29.03.2020
13:44 Uhr
Seniorenheim St. Nikolaus Politik

Zwölf Corona-Tote in Pflegeheim

Im Würzburger Seniorenheim St. Nikolaus geht der Kampf gegen das Coronavirus weiter. Infizierte Bewohner werden in separate Stationen gebracht - evakuiert wird nicht. Oberbürgermeister Schuchardt richtet einen Appell an die Öffentlichkeit.

29.03.2020
11:42 Uhr
Thomas Schäfer Politik

Hessischer Finanzminister Schäfer tot

Der hessische Finanzminister Thomas Schäfer (CDU) ist tot. Nach Angaben von Polizei und Staatsanwaltschaft beging der 54-jährige Politiker offenbar Suizid. Schäfer galt als Favorit für die Nachfolge von Ministerpräsident Volker Bouffier.

28.03.2020
13:52 Uhr
Corona Politik

Bundeswehr fliegt an Covid-19 erkrankte Italiener nach Deutschland

In Norditalien fehlt es an Intensivbetten und Beatmungsgeräten. Hier will Deutschland helfen. Doch auch die Bundeswehr kann mit ihrem Airbus nur sechs beatmete Patienten auf einmal verlegen. Daher stehen in den nächsten Tagen wohl weitere Flüge an.

27.03.2020
18:10 Uhr
Türkei und Griechenland Politik

Brand im Flüchtlingslager an türkischer Grenze

Seit Wochen leben tausende Menschen unter katastrophalen Bedingungen am griechisch-türkischen Grenzübergang Pazarkule. In der vergangene Nach ist nun auch noch ein Feuer ausgebrochen.

Von Fabian Goldmann
27.03.2020
17:37 Uhr
Bernhard Felmberg Politik

Sport und Affären

Das deutsche Militär erhält einen neuen obersten Seelsorger: Bernhard Felmberg übernimmt im Oktober das Amt des evangelischen Militärbischofs. Felmberg hat eine äußerst wechselvolle Karriere hinter sich.

Von Sebastian Weiermann
27.03.2020
17:29 Uhr
Claudia Roth Kultur

»Die Musik war der Held«

Der Ruhraufstand wird 100. Es war der größte Volksaufstand in Deutschland seit dem Bauernkrieg. Rio Reiser und seine Brüder machten darüber 1981 ein heute vergessenes Theaterstück. Ein Gespräch mit Claudia Roth, die damals mitspielte.

Von Tilmann Ziegenhain
27.03.2020
17:28 Uhr
Rentenkommission Politik

Den Schuss nicht gehört

Vor knapp zwei Jahren hatte Hubertus Heil die »Kommission verlässlicher Generationenvertrag« einberufen. Experten und Vertreter der »Sozialpartner« sollten Rentenreformvorschläge für die Zeit nach dem Jahr 2025 erarbeiten. Bis dahin gelten die »Haltelinien«, die im Koalitionsvertrag von CDU, CSU und SPD stehen: Das Niveau der gesetzlichen Rente soll nach 45 Beitragsjahren nicht unter 48 Prozent des Nettoverdienstes fallen, die Rentenbeiträge sollen nicht über 20 Prozent steigen.

Was das Gremium nun vorgelegt hat, ist frei von jeder Idee, wie angesichts der anstehenden gewaltigen Umbrüche in der Arbeitswelt durch Digitalisierung und Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels ein Schutz vor massenhafter Altersarmut zu gewährleisten wäre. Stattdessen gibt es die x-te Variante überholter neoliberaler Rezepte. Zwar konnten sich die wirtschaftsnahen Kommissionsmitglieder nicht mit ihrer Forderung nach einer weiteren Anhebung des Renteneintrittsalters durchsetzen. Doch schon die »Korridore« bei Renten- und Beitragshöhe wären eine weitere Enteignung. Denn würden die Vorschläge umgesetzt, könnte die gesetzliche Rente weiter auf 44 Prozent absinken, während die Beiträge auf bis zu 24 Prozent des Bruttolohns steigen könnten. Zugleich regt der Beraterkreis auch noch an, eine Pflicht zur privaten Vorsorge einzuführen. Angesichts dessen drängt sich der Verdacht auf, dass die von der GroKo beschlossene Grundrente nichts anderes als ein Trostpflaster für das wachsende Heer derer ist, die trotz jahrzehntelanger Maloche Alterseinkünfte auf Hartz-IV-Niveau zu erwarten haben.

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27.03.2020
17:12 Uhr
Coronavirus Politik

Leben mit hohem Risiko

Das Coronavirus trifft nicht alle gleich. Menschen mit bestimmten Vorerkrankungen sind besonders gefährdet. Zehn von ihnen erzählen, wie sich ihr Leben verändert hat und wie sie sich vor einer allgegenwärtigen Gefahr schützen.

Von Fabian Hillebrand
27.03.2020
17:11 Uhr
Claudia Neumann Sport

»Ungesunder Gigantismus«

Die Krise könnte eine Chance für den Profifußball und den Umgang miteinander sein, hofft Claudia Neumann. Darüber, wie sie als erfolgreiche TV-Kommentatorin mit Hass umgeht und wie sehr sie Fußball liebt, hat sie ein Buch geschrieben.

27.03.2020
16:43 Uhr
Coronavirus Brandenburg

Brandenburg verdoppelt Hilfspaket

Mit dem Nachtragshaushalt 2020 soll der Brandenburger Landtag am 
1. April bis zu zwei Milliarden Euro für die Bewältigung der Coronakrise bewilligen.

Von Andreas Fritsche
27.03.2020
16:38 Uhr
Speichel Kultur

Die Rückkehr der Obsessiven

Brauchte es unbedingt eine Pandemie, damit verstanden wird, dass man den Speichel anderer Menschen – und Tiere – nicht überall um und an sich haben will oder süß finden muss? Wenn die Normalität wieder zurückkehrt, bleibt hoffentlich etwas von dieser Social-Distancing-Kultur übrig.

Von Bahareh Ebrahimi
27.03.2020
16:15 Uhr
Rudolf Anschober Politik

»Ein unglaublicher Eingriff«

Österreichs Gesundheitsminister Rudolf Anschober über das Abwägen zwischen demokratischen Grundrechten und dem Schutz der Bevölkerung, über Ungarns Präsidenten Victor Orbán und darüber, warum ein deutscher Exportstopp von Schutzausrüstung eine schlechte Entscheidung war.

Von Stefan Schocher
27.03.2020
16:09 Uhr
Zweckentfremdung Berlin

Die Krise gegen Airbnb nutzen

Der Umsatz von Airbnb in Deutschland hat sich binnen eines Monats halbiert, in der Innenstadt von Dublin ist das Mietwohnungsangebot um zwei Drittel gestiegen. Die Berliner Linke-Abgeordnete Katalin Gennburg warnt, dass diese aus ihrer Sicht erfreuliche Entwicklung nach bald wieder ins Gegenteil umschlagen könnte. Sie will airbnb enteignen.

Von Nicolas Šustr
27.03.2020
15:51 Uhr
Corona Politik

Voreiliger Optimismus

Geschlossene Grenzen, egoistische Nationalstaaten und Geflüchtete, die sich selbst überlassen bleiben: Obwohl man von den Rechten derzeit kaum etwas hört, gehen ihre kühnsten Träume in Erfüllung.

Von Nelli Tügel
27.03.2020
15:47 Uhr
USA und Venezuela Kommentare

Washingtons blutige Geschichte

Die USA haben gegen den venezolanischen Präsidenten Nicolas Maduro Anklage wegen »Drogenterrorismus« erhoben. Dieses politische Manöver ist ein Lehrstück in Sachen US-amerikanischer Doppelmoral.

Von Christian Klemm
27.03.2020
15:46 Uhr
Lindenstraße Kultur

Leb wohl, Panoptikum der Piefigkeit

Die »Lindenstraße« war mehr als eine gewöhnliche Soap. Schöpfer Hans W. Geißendörfer wollte den Alltag ganz normaler Menschen zeigen - mit all ihren Problemen. Am Sonntag läuft die letzte Folge.

Von Marcel Bois Salvador Oberhaus
27.03.2020
15:00 Uhr
Wirtschaftssystem Politik

Geld oder Leben

Wie viel Gesundheitsschutz ist »der Wirtschaft« zuzumuten? Darüber wird jetzt breit diskutiert, dabei gelten die meisten Einschränkungen erst seit Mitte März. »Ja, man darf den wirtschaftlichen Schaden gegen Menschenleben abwägen«, heißt es etwa auf Spiegel-Online. Hier sind Überlegungen dazu von Stephan Kaufmann.

Von Stephan Kaufmann
27.03.2020
14:06 Uhr
Rechte Gewalt in Dortmund Politik

Ein trauriger Jahrestag

Vor 15 Jahren wurde der Dortmunder Punk Thomas »Schmuddel« Schulz von einem Neonazi ermordet. Die Neonaziszene in der Ruhrmetropole war damals aktiv und ist es bis heute - ihre Taktiken gehen aber nicht mehr so gut auf.

Von Sebastian Weiermann
27.03.2020
14:05 Uhr
Corona Politik

Wer hilft China gegen das Virus?

Chinesische Studenten wundern sich, dass in Deutschland - trotz Pandemie-Warnung - noch Karneval gefeiert wurde. Und sie berichten, wer China konkret gegen das Coronavirus hilft. Zum Beispiel Kuba. Wie? Mit Bio-Pharmaka!

Von Reinhard Renneberg
27.03.2020
14:05 Uhr
Politik

Artenschutz als Prophylaxe

Intakte Ökosysteme und ausreichend Abstand zwischen den Lebensräumen wildlebender Tiere reduzieren das Risiko der Entstehung neuer Infektionskrankheiten. Ökologische Studien warnten schon vor rund zehn Jahren vor der Entstehung neuer Infektionskrankheiten, die aus dem Tierreich zum Menschen überspringen.

Von Ingrid Wenzl
27.03.2020
13:44 Uhr
Britney Spears Politik

Genossin Britney

Rote Rosen, »Gemeinschaft über Mauern« und ein Streikaufruf: Popstar Britney Spears begeisterte Linke mit einem Instagram-Post zur Coronavirus-Pandemie. Es ist eine der wenigen politischen Äußerungen der skandalgeplagten Popsängerin.

Von Moritz Wichmann
27.03.2020
13:39 Uhr
Coronakrise Politik

»Der neue Impfstoff kommt nicht so bald«

Dr. Steffen Schmidt, Jahrgang 1952, ist Wissenschaftsredakteur des »nd« und der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast 
jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Wolfgang Hübner fragte ihn nach dem neuen Coronavirus

Von Wolfgang Hübner
27.03.2020
13:27 Uhr
Kultur und Corona Berlin

Die Kultur überlebt im Netz

Was macht man, wenn man wegen der Corona-Pandemie nicht mehr auf Konzerte, ins Theater oder auf eine Lesung gehen kann? Man streamt sie live im Internet! Doch sind die digitalen Angebote die Zukunft der Kulturbranche oder nur ein billiger Ersatz?

Von Inga Dreyer
27.03.2020
13:00 Uhr
Corona Kultur

Politisierte Pandemie

Eine globale Krise wie die Corona-Pandemie könnte die Welt zusammenrücken lassen. Doch stattdessen regieren Bigotterie, Misstrauen und Schuldzuweisungen. So scheint das Virus politische Frontstellungen noch zu vertiefen.

Von Velten Schäfer
27.03.2020
12:41 Uhr
Linke Geschichte Politik

Für jede ein Foto

Klaus Baltruschat ist 85, Handballtrainer und war linker Buchhändler. Ein Neonazi schoss vor über 20 Jahren seinen Arm weg. Es war das erste politische Attentat des Jahres 1997. Danach kam der NSU. Wenn Baltruschat trainiert, lässt er die Politik draußen.

Von Ines Wallrodt
27.03.2020
12:16 Uhr
Coronavirus in den USA Politik

Jetzt sind wir alle Sozialisten

Republikaner, die die Demokraten rhetorisch links überholen, viele Milliarden Dollar Hilfen, die vor allem Firmen zugute kommen: Der Coronavirus ändert die US-Politik gerade atemberaubend schnell.

Von Max Böhnel und Moritz Wichmann
27.03.2020
11:53 Uhr
Gewerkschaften und Corona Wirtschaft und Umwelt

Ausgesetzt und verschoben

Die Gewerkschaften haben es in Zeiten von Corona schwer, ihre Forderungen durchzusetzen. Doch gerade jetzt zeigt sich, wie wichtig sie sind. Es muss schon jetzt über eine Zeit nach der Pandemie nachgedacht werden.

Von Ines Wallrodt
27.03.2020
10:21 Uhr
Venezuela Politik

Maduro reagiert wütend auf US-Anklage wegen Drogenhandels

Der venezolanische Staatschef Nicolás Maduro hat erzürnt auf die in den USA gegen ihn erhobene Anklage wegen Drogenhandels reagiert. »Du bist ein Widerling, Donald Trump!« Die Anklageerhebung bezeichnete Maduro als »extremistisches« Vorgehen.

27.03.2020
09:41 Uhr
Coronavirus Politik

Corona in Geflüchteten-Lagern: Katastrophale Verhältnisse in Moria

Zu wenig Trinkwasser, kaum Nahrungsmittel und kein Zugang zu medizinischer Versorgung: die Berichte aus dem Geflüchteten-Lager in Moria sind schockierend. Wir haben mit Menschen vor Ort gesprochen.

27.03.2020
09:33 Uhr
Coronakrise Politik

Damit kein Arzt selektieren muss

Die deutschen Krankenhäuser befinden sich in einer angespannten Ruhe. Mediziner gehen davon aus, dass die Zahl der Infektionen noch beträchtlich steigen wird und das System möglicherweise an seine Grenzen kommt. So gut es geht, bereiten sich die Spitäler auf diesen Ausnahmezustand vor. Dazu gehört wohl auch die Überlegung, dass womöglich nicht alle Schwerkranken gleichermaßen versorgt werden könnten.

Damit solche Horrorszenarien, wie sie aus spanischen und italienischen Kliniken geschildert werden, hierzulande nicht auch eintreten, steht das öffentliche Leben schon seit Tagen weitgehend still. Die Zahl der Infektionen soll nicht so stark ansteigen, dass das Gesundheitssystem kollabiert. Kein Arzt soll genötigt sein, über Leben und Tod entscheiden zu müssen, weil die medizinischen Ressourcen nicht ausreichen. Das ist das Ziel dieser derzeit beispiellosen gesamtgesellschaftlichen Anstrengung.

Natürlich muss sich der Politikbetrieb schon jetzt Gedanken darüber machen, wie eine Rückkehr zur Normalität aussehen kann. In diese Debatte mischen sich derzeit auch Stimmen, die auf ein baldiges Ende der Beschränkungen dringen, weil ihnen die wirtschaftlichen Folgen ungeheuerlich erscheinen. Oft sind dahinter eigene Interessen zu erkennen. Mehrheitsfähig sind diese Forderungen zum Glück nicht. Angesichts des erwarteten Verlaufs der Epidemie erscheinen sie geradezu aus der Zeit gefallen.

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27.03.2020
07:45 Uhr
Rechte Gewalt Politik

Mehr als 1600 Angriffe gegen Flüchtlinge und Asylunterkünfte in 2019

Berlin. Die Sicherheitsbehörden haben im vergangenen Jahr 1620 Übergriffe auf Flüchtlinge in Deutschland verzeichnet. Dabei wurden 229 Menschen verletzt, wie aus der Antwort der Bundesregierung auf eine Anfrage der Linksfraktion im Bundestag hervorgeht, die den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag) vorliegt. Bei 260 Angriffen auf Asylbewerber nutzen die Täter demnach Sprengsätze, legten Brände oder verwendeten andere Waffen. Unter den Opfern der Angriffe waren laut Innenministerium auch Kinder.

Zudem wurden den Daten zufolge in 128 Fällen Asylunterkünfte angegriffen. Von diesen Attacken gingen 118 auf das Konto von Rechtsextremisten. Die Gesamtzahl der Übergriffe auf Flüchtlinge und Asylunterkünfte im Jahr 2019 liegt damit bei mehr als 1700. Bei den Angaben der Bundesregierung fehlen allerdings noch Nachmeldungen durch die einzelnen Polizeidienststellen.

Erfahrungsgemäß steige die tatsächliche Zahl der rechtsextremen oder rassistisch motivierten Angriffe mit den Nachmeldungen noch einmal um deutlich über 50 Prozent an, sagte die Linken-Politikerin Ulla Jelpke den Funke-Zeitungen. Sie warnte vor dem Hintergrund der jüngsten rechtsterroristischen Anschläge in Halle und Hanau vor einer »tödlichen Gefahr durch Rechtsextremismus und Rassismus«.

Im Jahr 2018 hatten die Sicherheitsbehörden insgesamt 173 Angriffe auf Asylunterkünfte und 1775 Attacken auf Geflüchtete außerhalb der Einrichtungen registriert. Die meisten dieser Taten wurden von Rechtsextremisten begangen. epd/nd

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26.03.2020
17:58 Uhr
Corona Politik

Endspurt vor Beatmung

Noch hat die Corona-Epidemie Deutschland nicht voll erreicht. Politik und Gesundheitswesen nutzen die Frist, um Behandlungskapazitäten zu erhöhen und die Forschung zu stärken.

Von Uwe Kalbe
26.03.2020
17:48 Uhr
Corona in Rojava Politik

Keine einzige Testmöglichkeit

In der nordsyrischen Region Rojava trifft das Coronavirus auf eine bereits stark unter Druck stehende Bevölkerung. Schon bei wenigen Tausend Infizierten könnte zu einer Überlastung des Gesundheitssystems kommen.

Von Sebastian Bähr
26.03.2020
17:45 Uhr
Corona im Mittleren Osten Politik

Corona achtet nicht auf Sanktionen

Der Ausbruch des neuartigen Corona-Virus bringt die schlechte Gesundheitsversorgung im Mittleren Osten an ihre Grenzen.

Von Karin Leukefeld
26.03.2020
17:45 Uhr
Corona Politik

Drehscheibe des Virus

Mit Ausgangssperre, Sperrstunde und Militärpräsenz versucht die Regierung in Ecuador die Verbreitung des Corona-Virus einzudämmen.

Von Knut Henkel
26.03.2020
17:35 Uhr
Hamburg Politik

Infostelle für Geflüchtete geräumt

Das Zelt der afrikanischen Flüchtlingsgruppe im Hamburger Stadtteil St. Georg war bisher eine wichtige Anlaufstelle für viele Menschen ohne legalen Aufenthaltstitel. Nun wurde es geräumt.

Von Reinhard Schwarz, Hamburg
26.03.2020
17:31 Uhr
Linke Politik

Virtuelle Parteitagsvorbereitung

In der Linkspartei kriselt es unabhängig von der Viruspandemie. Ihre Spitze sucht ihr Heil der Ausarbeitung von Papieren. Über Personal wird weiter nicht geredet.

Von Jana Frielinghaus
26.03.2020
17:14 Uhr
Coronakrise Kultur

Ein bisschen Polizeistaat

Ein bisschen geht es zu, wie man es sich in einem Polizeistaat so vorstellt. Kontrollen, Zurechtweisungen und auch übergriffiges Verhalten von Staatsdienern, abseits der gesetzlichen Grundlage. Die erste Netzwoche unter Ausgangsbeschränkung.

Von Daniel Lücking
26.03.2020
17:06 Uhr
Die Sterne Kultur

Zeitreise ins elektronische Herz

Tocotronic waren das Herz der Hamburger Schule. Blumfeld das Gehirn. Die Sterne waren die tanzenden Füße. Sänger Frank Spilker ist der Mann, der von Die Sterne übrig blieb, um eine neue sehr gute Platte zu machen.

Von Jens Buchholz
26.03.2020
16:55 Uhr
Corona Kommentare

Ärzte mit Grenzen

In Deutschland werden schon Psychiater geschult, Coronapatienten zu beatmen. Dazu kursiert der Ärztewitz, man solle sich vor der Krankheit in Acht nehmen, wenn man nicht von einem Neurologen intubiert werden wolle.

Dies zeigt, wie dringend die ohnehin schon viel zu wenigen Ärzte jetzt gebraucht werden, und wie schmerzlich jeder einzelne der rund 280 polnische Kollegen in Brandenburg fehlen wird, der wegen neuer Quarantäne-Regeln aus Warschau die Grenze nicht mehr passieren darf. Eine gute Nachricht hat die Landesärztekammer immerhin: Etwa 70 alte Mediziner haben sich innerhalb einer Woche aus dem Ruhestand gemeldet, um zu helfen. Aber langfristig muss eine Lösung gefunden werden.

Hoffentlich wird nach überstandener Krise endlich für eine angemessene Personalausstattung im Gesundheitswesen gesorgt. Dass es bei der heute üblichen permanenten Unterbesetzung in den Krankenhäusern keine Reserven im Krisenfall geben würde, war absehbar.

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26.03.2020
16:51 Uhr
Pflege und Corona Berlin

Abstand schwer möglich

Menschen, die auf persönliche Assistenz oder Pflege angewiesen sind, stehen in der Corona-Pandemie vor großen Schwierigkeiten. Ebenso wie diejenigen, die sie täglich betreuen.

Von Claudia Krieg
26.03.2020
16:45 Uhr
Corona Berlin

In Quarantäne mit Billigradiator

Alle Berliner sollen aufgrund der Coronakrise zu Hause bleiben - für rund 100 Mieter der Degewo in Kreuzberg eine frostige Angelegenheit. Denn die Heizung streikt. Und das nicht zum ersten Mal.

Von Rainer Rutz
26.03.2020
16:40 Uhr
Treptow Berlin

In der Ferne die brennende Welt

Vom Berliner Südosten in die große weite Welt: Die Rockband Treptow ist nach einer Tournee in Tadschikistan gestrandet. Wegen der Corona-Pandemie können sie nicht mehr nach Deutschland zurück.

Von Jonas Wagner
26.03.2020
16:39 Uhr
Wandlitzsee Brandenburg

Baggern für den Badespaß

Eine komplette Badesaison war das Strandbad Wandlitzsee geschlossen, nachdem im Uferbereich Munition gefunden worden war. Nun läuft die vorerst letzte Runde der aufwendigen Suche und Räumung.

Von Tomas Morgenstern
26.03.2020
16:22 Uhr
Klimadebatte Kommentare

Präzedenzfälle der Coronakrise

Wie wird die Welt nach Covid-19 aussehen? Welche neuen Möglichkeiten gibt es dann für die Klimabewegung, wenn kollektives Handeln wieder möglich ist? Für die Klimadebatte schafft die Corona-Krise mehrere wichtige Präzedenzfälle.

Von Tadzio Müller
26.03.2020
16:21 Uhr
Corona Kommentare

Krisengewinner Amazon

In jeder Krise gibt es natürlich auch Gewinner. In der Coronakrise ist es unter anderem Amazon. Während Läden in den Städten geschlossen bleiben müssen, boomt der Onlinehandel so sehr, dass der Internetkonzern mit den Bestellungen nicht hinterherkommt. Deswegen schafft er nicht nur in den USA 100 000 neue Jobs, sondern auch in Deutschland 350.

Selbst in diesen Zeiten kann darüber keine Freude aufkommen. Denn in den USA und vielen Ländern Europas streiken bereits Amazon-Angestellte, weil auch sie Angst vor dem Virus haben, der Konzern ihnen aber wichtige Schutzmaßnahmen vorenthält. Hierzulande berichten Betriebsräte, dass der Amazon-Chefetage die Gesundheit der Angestellten offenbar herzlich egal ist. Dass sie nun etwas mehr Gehalt bekommen sollen, ist deswegen nur zynisch. Denn was nutzt es einem, wenn der Hungerlohn um ein paar Groschen aufgestockt wird, aber die Gesundheit gefährdet ist oder man am Ende sogar sein Leben dafür gibt, dass der Online-Warenverkehr profitgerecht aufrechterhalten wird? Zumal der Zuschlag nur zeitlich begrenzt ist und Amazon sich weiterhin weigert, in Deutschland seine Angestellten nach dem besseren Einzelhandelstarif zu bezahlen.

Insofern sollen die neuen Jobs nur einer Sache dienen: den reichsten Mann der Welt, Amazon-Chef Jeff Bezos, noch reicher zu machen.

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26.03.2020
16:20 Uhr
Urenco und Gronau Wirtschaft und Umwelt

Atommülltransporte trotz Corona

Nächste Woche soll ein Zug mit Uranabfällen durch Nordrhein-Westfalen fahren. Der Atomkonzern Urenco bestätigt: Transporte werden auch in der Coronakrise nicht ausgesetzt. Politiker von Linken und Grünen kritisieren das.

26.03.2020
16:16 Uhr
Coronakrise Kommentare

Kalter Putsch in Pristina

Nur 51 Tage war der kosovarische Premierminister an der Macht. Albani Kurti hatte sich auf die Fahnen geschrieben hat, mit den alten Eliten aufzuräumen. Viele junge Leute haben deswegen Hoffnung in ihn gesteckt. Doch Kurti standen nicht nur seine großalbanischen Ambitionen im Weg, die jeden Kompromiss mit Serbien verhinderten. Vor allem die kosovarische Schutzmacht USA war mit dem Premier unzufrieden, der sich öffentlich gegen die Anweisung aus Washington stellte, die Strafzölle auf serbische Produkte zu beseitigen.

Zum Sturz Kurtis wurde die weltweite Coronakrise genutzt. Der Premier hatte sich dagegen gesträubt, den Ausnahmezustand auszurufen. Sein Innenminister Agim Veliu stellte sich gegen ihn - und musste deswegen seinen Posten räumen. Die Regierungskoalition war damit Geschichte, mit Hilfe eines Bündnisses der alten, kriminellen Eliten und der USA.

Die Krise in dem Balkanland ist damit lange nicht beendet. Denn Kurti wird wie in den vergangenen zehn Jahren keine Ruhe geben, um wieder an die Regierung zu kommen. Gleichzeitig erheben nicht nur die USA Anspruch auf den Kosovo. Auch Brüssel und vor allem Berlin wollen mitreden und ihre Interessen durchsetzen - im Zweifel gegen Washington.

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26.03.2020
16:01 Uhr
eSport Sport

Zocken für die Solidarität

An diesem Freitag ist Anpfiff: Waldhof Mannheim spielt die Drittligasaison an der Konsole zu Ende - für einen guten Zweck, und für Fans, die so wenigstens etwas Fußballatmosphäre auf dem Sofa bekommen.

Von Michael Wilkening, Mannheim