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Christoph Ruf

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Christoph Ruf, 41, lebt als frei(willlig)er Journalist im sonnigen Südwesten, wo er Bücher und Zeitungstexte über Fußball, Fans und Neonazismus schreibt. Für das nd besonders gerne..

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Aktuelle Beiträge von Christoph Ruf

Trainer Niko Kovac

Geschichten von Schals oder Brillen

Der Sportjournalismus muss sich fragen lassen, ob er nicht auch selbst daran Schuld ist, dass er eine Sinn- und Existenzkrise hat. Christoph Ruf ärgert sich über die simplen Erregungsmuster und die Internethörigkeit mancher Kollegen.

Der Fußball-Bundesligaspieler Franck Ribery vom FC Bayern München steht neben seinem neuen Wagen.

Inferno der Geschmacklosigkeiten

Ein Fußballstar, der in Frankreich unbeliebter ist als Emmanuel Macron. Zwei Traditionsvereine, denen das Wasser bis zum Hals steht. Ein finnischer Fußballspieler, der eine Meinung hat. Wie, um alles Welt, soll das alles zusammenpassen?

Es ist Saure-Tannenzapfen-Zeit

Selbst jammern, wenn die eigenen Daten gehakt wurden und im nächsten Atemzug generell für Fußballstadien videobasierte Gesichtserkennung vorschlagen. Für Politiker aus CDU und SPD kein Problem. Der große Bruder ist gut, wenn er andere ausspäht.

Von Greifswald bis Nottingham

Es gibt ein Mittel, das man anwenden kann, wenn einem die Welt des Fußballs zuwider wird: Schauen Sie sich Aufnahmen aus der Politik oder aus dem Showbiz an. Oscar-Verleihung, neuer Generalsekretär der CDU, »Deutschland sucht ...«, solche Sachen. Geben Sie sich drei Sek...

Die Krone der Schöpfung

Irgendwie ist der Fußball ja wie der Klassenstreber, den keiner mag: Immer dann, wenn alle ihren Gedanken nachhängen und anfangen, selig wegzudämmern, schnippt er mit den Fingern und bettelt um Aufmerksamkeit. Soll doch bloß keiner vergessen, dass die Krone der Schöpfun...

Was auf den Index gehört

Der ganz hervorragende (weiß ich) und mehrfach ausgezeichnete (hoffe ich) Comic-Zeichner Guido Schröter hat sich in den vergangenen Tagen der FIFA gewidmet. Und ihrem Vorsitzenden, der es doch tatsächlich geschafft hat, seinen Vorgänger, den Blatter Sepp, in Sachen Gier...

Wenn der Elefant auf den Baum klettert

Der FC Bayern und Dortmund haben ein in etwa 15 Mal höheren Budget als die Teams am Etat-Tabellenende. Die Herrschaft des Geldes hat im Sport einen eher befremdlichen Namen. Sie nennen es Wettbewerb.

Champions League ist wie »Vapiano«

Ich schaue nicht oft Champions-League-Spiele. Die entsprechenden Decoder fehlen, noch mehr aber ein Minimum an Anteilnahme, ohne die Fußball einfach keinen Spaß macht. Ob Barcelona oder Madrid gewinnt, ob Manchester United oder City, ist mir vollkommen wurst. Champions ...

Aus Schaffners Nähkästchen

Fußballfans sind auch nicht eben des Schaffners liebstes Kind, doch es gibt Zugbegleiter, die ein Jahr vor der Rente stehen und glaubhaft versichern, sie hätten an den letzten 1487 Wochenenden nicht einen einzigen ernsthaften Streit schlichten müssen.

Die Köpfe der Hydra

Es sind nicht nur die Aluhüte und »Compact«-Leser der Republik, die sich darin einig sind, dass DIE Medien ihrer Aufgabe nicht mehr nachkommen, Erwartbares liefern statt unbequem zu sein, dass sie nicht mehr recherchieren, teils aus Mangel an Ressourcen, teils aus Beque...

Derbys und David-Goliath-Partien

Dass es eine Übersättigung an deutschen Wettbewerben im Fußball gibt, kann man kaum von der Hand weisen, zumal vielerorten die Zuschauerzahlen rückläufig sind. Doch wie man das Ganze in der Breite retten kann, wird nicht debattiert.

Der Reiz des Illegalen

Pyrotechnik in Fußballstadien wird sanktioniert. Man kann es gut oder schlecht finden, wenn Ultras mal wieder qualmende Fackeln anzünden: Mit Gewalt jedoch hat das Spektakel nichts zu tun.

Mundtot statt mündig

Es ist dieser Tag viel von Zivilcourage die Rede, von der Notwendigkeit, den Mund aufzumachen, von demokratischen Tugenden und vielem weiterem, was Berufspolitikern und Pastoren so einfällt, wenn Meinungsumfragen anders ausfallen als sie in ihrem Bekanntenkreis ausfalle...

Bewusst laut

Neunmalklug? Großmäulig? So mag der junge Coach manchmal wirken. Langweilig sind er und der Fußball, den er spielen lässt, nicht - wie das 3:3 von Hoffenheim in der Champions League gegen Lyon zeigt.

Einigkeit und Recht und Meinungsfreiheit

Es ist doch schön, wenn sich die Menschen einmal so einig sind, wie sie es seit dem vergangenen Freitag sind: Die soap opera, die die beiden Bayern-Bosse und der Praktikant, der zwischen ihnen saß, da aufgeführt haben, war nicht nur an Lächerlichkeit nicht mehr zu überb...

Gute Zeiten für Schwarzseher

Was ist nur los in diesem Oktober? Um Mitternacht sitzen die Leute noch im T-Shirt in ihren Gärten, das ist schon mal die erste Anomalie. Aber noch merkwürdiger als Temperaturen von 26 Grad Celsius ein paar Wochen vor Weihnachten sind ja die Ergebnisse aus Sport und Pol...

Auf der Jagd nach einem Betttuch

Beim Thema Fußballstadion macht die Polizei manchmal besonders merkwürdige Sachen. Erboste Fans zeigten ihren Unmut und hängten ein Transparent auf. Dafür gab es einen Großeinsatz beim Wuppertaler SV.

Das Paradies, das sie meinen

Der zurückliegende Spieltag verlief erfreulich. Dass der FC Bayern mal wieder ein Spiel verliert, hatten ja insgeheim selbst viele Bayern-Fans gehofft. Bayern-Fans, das sind Wesen, die jedem gefühlbegabtem Menschen eigentlich nur leidtun können. Niemand würde sich doch ...

Falsches Ziel im Fadenkreuz

Am Samstag präsentierten BVB-Fans erneut ein großes Transparent, das sie bereits zehn Jahre zuvor gezeigt hatten. Es zeigt den Hoffenheimer Mäzen Dietmar Hopp in einem Fadenkreuz. Die Aufregung war vorporgrammiert.

Dauerschnappatmung

Bayer Leverkusen gehört nicht zu den Vereinen, über deren Wohl und Wehe ich mich von morgens bis abends informiere. Als in der vergangenen Woche die Schlagzeilen auftauchten, wonach deren Trainer Heiko Herrlich »angezählt« sei, glaubte ich zunächst, ich sei in einen die...