Redaktionsübersicht

Leo Fischer

Leo Fischer
Der gebürtige Münchener war von 2008 bis 2013 Chefredakteur der 
Satirezeitschrift "Titanic". Er ist regelmäßiger Autor mehrerer 
Zeitungen - für "neues deutschland" schreibt er die vierzehntägige 
Kolumne "Das kann weg". 

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Aktuelle Beiträge von Leo Fischer

Leitartikelschreiber Mathias Döpfner und Vorstandsvorsitzender der Axel Springer SE.

Ein wirres Manifest

Leo Fischer über einen Medienkonzern, dessen Chef verzweifelt nach rechts drängt: »Man kann es als Versuch bezeichnen, ein Nazipublikum möglichst so zu bedienen, dass die Mehrheitsgesellschaft, die man mit liberalen Leitartikeln blendet, davon nichts spitzkriegt«.

Sigmar Gabriel

Zehn Jahre lang hat Sigmar Gabriel erfolgreich das Erbe Schröders verteidigt, hat die SPD mit brachialer Gewalt in Große Koalitionen gedrängt, in denen ihre Substanz verbraucht wurde. An der unglaublichen personellen Leere der Partei hat er gehörig Mitschuld.

Umarmung voller Emotion und Wertschätung.

Herrenumarmung

Wenn Männer sich zur Begrüßung umarmen, ist dies meist eine Geste ohne Innigkeit. Sie wollen strikt den Eindruck vermeiden, dass hier irgendwelche über das Platonische hinausgehenden Gefühle im Raum stünden.

Kretschmer

Tobias, Daniel, Andreas wer? Es ist die Zeit der Platzhalter-Ministerpräsidenten, die einem nichts sagen, die es gar nicht gibt - oder die eine Landes-CDU verkörpern, die sogar der Bundes-CDU peinlich ist.

Generation 60+

Leute aus der Generation 60+ empfinden sich als Rebellen gegen die eigenen Kinder. Feminismus bspw. war für sie gut, als sie ihn noch selbst gemacht haben - das heute ist in ihren Augen kein echter Feminismus.

Social-Media-Trolle

Im Internet gibt ein ebenso aufgeblähter wie teilautomatisierter Chor von Social-Media-Kommentatoren den Ton an, die unter jeden Beitrag zum Thema »2015 und Flüchtlinge« speien, als wäre dies ein Beitrag zur Debatte.

Alarmismus

Ändern muss sich wegen des Klimawandels einiges, das sagen viele. Aber man soll es weder sehen noch hören noch fühlen. Auf die Konsumgewohnheiten soll es keine Auswirkungen haben. Nur ändern soll sich etwas, sonst nichts.

Normal

Der Mord an Walter Lübcke wird von Rechtsradikalen offen gebilligt. Überall da, wo dieser Mord als natürliche Reaktion eines irgendwie aufgewühlten Volkskörpers stehen gelassen wird, lädt man erneut zu ihm ein.

Nationalismus

Heute Washington, morgen Budapest – AfDler wie Weidel und Gauland sind der Jetset des Nationalismus, sie führen das Leben derer, die sie ständig kritisieren. Die Nationalisten von heute wollen die Welt selbst gar nicht, die sie propagieren.

Das kann weg: SPD

Die SPD ist tot, das sagen alle. Sie ist aber noch lange nicht tot genug, um nicht noch in ihrem Niedergang immensen Schaden anzurichten.

Über die Unmöglichkeit eines Wildpferds

Es gibt zu viele da draußen. Sie fressen sich selbst ihr Zuhause weg.« In dem Marvel-Film »Avengers: Infinity War« und dem Sequel »Avengers: Endgame« zieht der Bösewicht Thanos durch die Galaxis, um eine Möglichkeit zu finden, das in seinen Augen überbevölkerte Universu...

Korruption

Niemand in den Rechtsparteien macht sich ernsthaft Illusionen über die Korrumpierbarkeit der eigenen Elite - Hauptsache, man kann mit ihrer Hilfe nach unten treten. Daran ändern auch zehn Strache-Videos nichts.

Irgendwie Mittelschicht

In Deutschland halten sich die Reichen für arm, und die Armen glauben immer noch, sie könnten irgendwann reich werden. Einfach fürchterlich.

Abfall

Die allgemeine deutsche Satirefreiheit beruht auf einem stillen Konsens: Satire darf zwar alles, aber nicht alle dürfen Satire. Kommt ganz auf den Nachnamen an. Da ist sich eine breite Koalition von Spiegel Online bis AfD einig.