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Leo Fischer

Leo Fischer
Der gebürtige Münchener war von 2008 bis 2013 Chefredakteur der 
Satirezeitschrift "Titanic". Er ist regelmäßiger Autor mehrerer 
Zeitungen - für "neues deutschland" schreibt er die vierzehntägige 
Kolumne "Das kann weg". 

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Aktuelle Beiträge von Leo Fischer

Weltraum ohne Hoffnung

Weltraumforschung? Wozu? Einen Weltraum, »in dem wieder nur die alten Arschgesichter von der Erde das große Wort führen«, den braucht Kolumnist Leo Fischer »ganz sicher nicht«.

Generation 50 plus: Die Schontoten

Ob Klimawandel oder Demografie – von Leuten hört man oft: »Da bin ich hoffentlich schon tot.« Sie beklagen sich über diejenigen, die sich noch nicht aufs Ende eingestellt haben. Die »Fridays for Future«-Kritik ist da nur der Gipfel.

Tränen

In Zeiten, da Versetzungen ans andere Ende der Welt Einstellungsvoraussetzung und Schwangerschaften das Ende der Karriere bedeuten, darf auf keinen Fall der Eindruck entstehen, an alledem sei irgendwas auszusetzen. Schon gar nicht sollte man losheulen.

Ewige Jugend

Alte Konservative regen sich über die klimastreikenden Schüler auf. Dabei tun die letztlich nichts anderes, als den wissenschaftlichen Konsens der letzten 30 Jahre pointiert zusammenzufassen.

Kriegsgedenken

Am Dresden-Gedenktag wird an nichts Bestimmtes mehr gedacht, sondern ganz allgemein zu »Versöhnung« aufgerufen - eine Art ökumenisches Gedenken, das die gesittete Teilnahme von Nazis und ihren Opfern gleichermaßen gestattet.

Wurst

Aus Thüringen stammt die Idee, auf dem Gelände des ehemaligen KZ Buchenwald das Deutsche Bratwurstmuseum neu anzusiedeln. Opferverbände kritisierten die Idee scharf. Leo Fischer zitiert bei seiner Kritik Adorno: »Jeder ist sich selbst ein Würstchen.«

Der nächste Kompromiss

Der Bundestag hat die Liste der so genannten sicheren Herkunftsländer verlängert. Wohin man notfalls wirklich gern fliehen würde - dazu fällt Leo Fischer eine eher theoretische Antwort ein.

Unfassbar

Die »Bild«-Zeitung skandalisiert einen Asylfall und ruft letztlich nach Sicherheitsformen, die nur eine Diktatur bieten kann. Geld verdienen mit Fremdenhass - da fällt einem bloß noch ein: Enteignet Springer!

CDU

Der Kompromiss zum sogenannten Werbeverbot bei Abtreibungen wird eines Tages als Beispiel einer CDU-Politik nach Merkel gelten; einer Politik, die nach der Zerschlagung der SPD keinen Feigenblatt-Liberalismus mehr nötig hat.

Helden

Sich nichts anmerken lassen, Start-up-Vibe verströmen: Die »Helden«-Figuren der digitalen Dienstleistungsgesellschaft überdecken martialisch Selbstausbeutung, Härte und Herrschaft in der Produktion - doch die sind nichts Neues.

Die neue CDU

Die neue CDU ist die alte CDU, nur ohne sozialdemokratische Konkurrenz. Gilt der österreichische Fahrplan weiter, dann wird sie in ein, zwei Jahren mit der AfD koalieren können.

Arbeitslosigkeitserhaltungsarbeit

Die Erhaltung der Armut ist ein Bestseller. Je selbstverständlicher man mit ihr Geld verdienen kann, umso unwahrscheinlicher ist ihre Abschaffung. Das System Hartz IV hat einen ganzen Wirtschaftszweig etabliert.