Redaktionsübersicht

Jirka Grahl

Jirka Grahl

Er arbeitet seit 2003 für “neues deutschland”, 2009 hat er die Leitung des Sportressorts übernommen. Er schreibt vor allem über Sportpolitik, Fußball, Nordischen Skisport und Leichtathletik; am liebsten über die Menschen, die darin eine Rolle spielen. Der Ur-Berliner, der in Prenzlauer Berg groß geworden ist, ist für seine Recherchen viel unterwegs, so dass es durchaus naheliegend war, dass er im Oktober 2018 auch die Verantwortung für die Reiseseiten des “nd” übernommen hat.

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Aktuelle Beiträge von Jirka Grahl

Arsène Wenger (70) geht nicht zum FC Bayern, sondern zur FIFA.

Der Professor geht zur FIFA

Mit einer kleinen Sensation hat sich Fußballtrainer-Legende Arsène Wenger einer unangenehmen Fragestellung entledigt: ob er es selbst war, der sich bei Bayernboss Karl-Heinz Rummenigge nach dem vakanten Platz auf Bayerns Trainerbank erkundigt hat (so jedenfalls stellt e...

Entlang der grünen Grenze

Fast 1400 Kilometer war sie lang, die Staatsgrenze der DDR zur Bundesrepublik Deutschland: Ein monströses Ungetüm aus Streckdrahtzaun, Kolonnenweg, geharktem 10-Meter-Kontrollstreifen und mindestens 500 Metern Sperrstreifen davor. 371 Menschen verloren ihr Leben an...

Rassismus in Englands Fußball

Rassismus ist im Fußball dieser Tage anscheinend allgegenwärtig: Am Freitag erst erklärte der bulgarische Nationaltrainer Krassimir Balakov seinen Rücktritt - vier Tage, nachdem er behauptet hatte, die rassistischen Vorfälle beim Spiel seiner Mannschaft gegen England in...

Leroy Sane (M) von Manchester City jubelt nach seinem Tor gegen Bristol City beim Liga-Pokalspiel am 23.01.2018. Bristol City ergreift Maßnahmen gegen die eigenen Fans wegen rassistischen Anfeindungen.

Rassismus in Englands Fußball

Gerade erst waren englische Fußball-Nationalspieler in Bulgarien Opfer rassistischer Anfeindungen geworden, da erlebte am Wochenende auch die Insel ihren Rassismusskandal. Bei einem Qualifikationsspiel für den FA-Cup verließen alle Spieler des Viertligisten Haringey aus Solidarität mit ihrem kamerunischen Torwart den Rasen.

Aseptisches Spektakel

Erstmals ist ein Mensch die Marathondistanz unter zwei Stunden gelaufen: Ein britischer Konzern hat dafür einen Lauf unter perfekten Bedingungen gesponsert.

Zehn Tage, die die Welt ernüchterten

Sport in der Wüste ist machbar, wenn auch nicht empfehlenswert. Das ist eine Erkenntnis dieser WM. Eine andere: Dopingzweifel laufen, springen und werfen bei starken Leistungen immer mit. Eine Bilanz.

Der alte Mann und das Meer

All die glitzernden Türme, die sie in Doha aus Stahl, Glas und Beton haben bauen lassen, rufen: Zukunft, Zukunft, Zukunft! Doch in ihrer Mitte findet sich ein sentimentaler Platz: Souk Wakif, der alte Markt, den der Vater des jetzigen Scheichs hat errichten lassen.

»Der WM-Zeitplan ist Mist«

Als aktiver Sportler warf Uwe Hohn 1984 den Speer so weit, dass dieser aus Sicherheitsgründen verändert werden musste. Heute trainiert er Indiens Athleten. Mit nd sprach er am Rande der WM in Doha über Trainingsmethoden in Indien und darüber, dass der Weltverband die Titelkämpfe nie nach Katar hätte vergeben dürfen.

Bahn frei für neue Gesichter

Die 100-Meter-Siegerin verzichtete, zwei Favoritinnen waren verletzt: So brachte der 200-Meter-Lauf der Frauen diesen Weltmeisterschaften frischen Wind und neue Namen.

Kleine Wunder, große Party

Weil so wenige Zuschauer kamen, haben die Katarer die Botschaften jener Länder aktiviert, aus denen die meisten migrantischen Arbeitskräfte kommen. Plötzlich wird im Khalifa-Stadion getanzt.

Internationaler Frauentag

Nach der Babypause gewinnen Shelly-Ann Fraser-Pryce die 100 Meter, Allyson Felix Mixed-Gold mit der US-Staffel. Und Sprinterinnen erreichen, dass Startblockkameras nun ihre Intimsphäre schützen.

Glitzern und Gleißen

Sie ist auch ohne Usain Bolt noch ganz lebendig, die gute alte Leichtathletik: Bei der WM in Doha erfreuen auch ein Weitsprungsieger aus Jamaika und eine Langstrecklerin aus den Niederlanden.

Türkische Mandeln

Die Welt ist klein, gerade bei Weltmeisterschaften: Man trifft Leute aus aller Herren Länder. Kübra beispielsweise, die Frau, die in der Nacht von Freitag zu Samstag meine Rettung war, stammt aus der Türkei. Es war kurz vor Mitternacht, schwüle 33 Grad heiß. Ich hatte n...

Laufen und springen gegen den Krieg

Katar wird seit Jahren von vier Nachbarstaaten mit einer Blockade belegt. Das Leben geht dennoch recht normal weiter im Emirat. Dennoch werden Sportereignisse dazu genutzt, die politischen Spannungen möglichst zu entschärfen.

»Eine WM kann nicht immer in Europa stattfinden«

Richard Ringer will bei der WM der Leichtathleten ins Finale über 5000 Meter kommen. Mit Hitze hat er immer große Probleme. Dennoch hat er sich nicht gesondert auf die Titelkämpfe in Katar vorbereitet. Die Klimaanlage im Stadion soll helfen.

Mitternachtsspitzen

An diesem Freitag beginnen in Katar die Leichathletik-Weltmeisterschaften. Wegen der Hitze werden Straßenläufe nachts ausgetragen. Das klimatisierte Stadion wird wohl nur selten voll sein.

Es könnte ein Dreikampf werden

Nach fünf Spieltagen schauen die Leipziger weiterhin von ganz oben auf die Tabelle der Fußball-Bundesliga herab. Das glanzlose, aber souveräne 3:0 in Bremen war ein Indiz für den Schritt zum Topteam.

An die Flaute gewöhnt

Noch vor 10, 15 Jahren zählte Windsurfen zu den angesagten Extremsportarten. Die Gagen waren selbst für weniger erfolgreiche Profis üppig, die Besten machte der Sport reich und berühmt. Doch diese Ära ist vorbei. Heute ist Idealismus vonnöten, will man den Sport professionell bestreiten.

Früchte des Zorns

Der Streit zwischen dem Doping-Opfer-Hilfeverein (DOH) und dem Antidopingkämpfern um Werner Franke ist am Donnerstag eskaliert. Franke platzte in ein Pressegespräch und wurde unsanft aus dem Raum gebracht.

Radeln entlang des Eisernen Vorhangs

Die Grenze zwischen Ost und West war bis 1989 unumstößliche Realität, unüberwindbar noch dazu. Heute kann man auf den alten Grenzstraßen Rad fahren: Über 10 400 Kilometer führt der »Iron-Curtain-Trail«. In Südmähren ist er besonders reizvoll.