Redaktionsübersicht

Thomas Blum

Ressort: Feuilleton
Thomas Blum

Thomas Blum, Jahrgang 1968, hat an der Freien Universität Berlin Neuere deutsche Literatur, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Allgemeine Erziehungswissenschaft studiert. Mehrere Jahre arbeitete er als Assistent für schwerbehinderte Menschen. Seit 1999 arbeitet er als freier Autor für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften (u.a. „Konkret“, „Berliner Zeitung“, „Stadtrevue Köln“). Von 1999 bis 2011 war er in der Redaktion der linken Wochenzeitung „Jungle World“ tätig, zuletzt als Redakteur im Ressort Dossier. 2011 kam er für ein Jahr als Inlandsredakteur zum „neuen deutschland“. Seit 2013 ist er Redakteur im Feuilleton.

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Aktuelle Beiträge von Thomas Blum

Popper und Atomkrieg

Klaus Ungerer liest

Man möchte ja gerne helfen, besonders den Armen, Schwachen, Bedürftigen, aber da gibt es mindestens ein Problem: »Das Helfen bleibt an denen mit dem guten Willen und den schlechten Finanzen hängen. Mir zum Beispiel. Ich sitze dann zu Hause und studiere Waisenkinderprosp...

Der Mann, der den 360-Grad-Klang erfand

Der US-amerikanische Gitarrist, Komponist und Sänger Jimi Hendrix wäre heute 75 Jahre alt geworden

Die Zähmung und Kanonisierung des Sperrigen und Unversöhnlichen ist seit je eine Aufgabe der Kulturindustrie: Den Gegenwärtigen gilt der Musiker Jimi Hendrix, der an diesem Montag 75 Jahre alt geworden wäre, als »Gitarrengott Nummer 1« (»Bild«), als »der größte Gitarris...

Work faster!

Lali Puna / Lars Eidinger

Aufgepasst, Buchstabenfüchse! Die bayrische Popgruppe Lali Puna bitte nicht verwechseln mit der portugiesischen Sängerin, Gitarristin und Lyrikerin Lula Pena! Die ersten Takte des neuen Lali-Puna-Albums, des ersten seit sieben Jahren, deuten es an: Von Techno und H...

Nick Cave will nicht mehr für seine Sympathie mit Israel beschimpft werden.

Landliebhaber

Nick Cave will nicht mehr für seine Sympathie mit Israel beschimpft werden

Der Ex-Pink-Floyd-Musiker Roger Waters, der in den vergangenen Jahrzehnten weniger aufgrund seiner fragwürdigen künstlerischen Erzeugnisse von sich reden als durch wiederholtes antiisraelisches Gekeife auf sich aufmerksam gemacht hat, gefällt sich ja schon länger darin,...

Berlin! Beton!

Neues aus Westberlin

Volker Hauptvogel, Berliner, 61 Jahre alt, ist vielerlei: Gastronom, Schriftsteller, Schauspieler, Sänger. Und er »ist Zeuge einer Zeit, als man in den vorderen U-Bahn-Waggons noch rauchen durfte und als in Kreuzberg die westliche Welt noch zu Ende war. Jetzt ist das Ra...

Indieviduell

Zimt & Zwanie Jonson

In Zeiten der durchgenormten Mitklatschmusik für die Massen bewahren sie immerhin den Charme der Einfachheit und des unbekümmerten Drauflosmusizierens: Das vor zwei Jahren in Augsburg gegründete Trio Zimt mutet zwar ein bisschen so an, als hätten seine Mitglieder ihre I...

Im Wald sitzen und arbeiten

Epigonaler Indie-Rock aus England und Black Metal aus den USA, der der Schöpfung huldigt

Wolf Alice spielen »Alternative Rock«. Zugegeben, das klingt ein wenig, als sagte man: Wolf Alice sammeln Stickdeckchen.Der »New Musical Express« hält das Quartett Wolf Alice dennoch oder gerade deswegen für die derzeit »beste Band Großbritanniens«. Und das, obwohl natü...

Schwarze Roben und karierte Baumwollhemden

Es gibt sie noch, die Gitarre: Belgischer Post-Metal und Indie-Rock eines ehemaligen Sonic-Youth-Gitarristen

Von Brumm- und Leiergitarren: Die belgische Post-Metal-Band Briqueville und der New Yorker Sonic-Youth-Gitarrist Lee Ranaldo haben neue Alben veröffentlicht, auf deren Covern auch grüne Laubbäume eine Rolle spielen.

Wah wah wah

Rock’n’Roll-Musiker Antoine «Fats» Domino ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Er spielte den Rock‘n‘Roll schon, bevor er offiziell erfunden wurde: Der Blues- und Boogie-Mann mit den Goldringen und pastellfarbenen Anzügen ist tot. Der Pianist und Sänger Fats Domino starb im Alter von 89 Jahren.

Was man zum Herbst im Kapitalismus wissen sollte

Thomas Blum über die nasskalte Jahreszeit

Wenn Sie keine Fenster haben (kann passieren im Kapitalismus), empfiehlt es sich, möglichst windstille, trockene Orte aufzusuchen (z.B. Kaufhaus, Unterführung, Altpapiertonne).

»Weil es ungemütlich wird«

Matheus Hagedorny über Pseudorevolten, Schönwettergenossen und die neuen Rechten

Die gesellschaftliche Linke hat derzeit kein Rezept gegen den Aufstieg der neuen Rechten. Die »Salonkommunisten« wollen das ändern. Das »nd« sprach mit einem von ihnen, dem Philosophen und Historiker Matheus Hagedorny.

Wacht auf und riecht das Östrogen!

Das Pornfilmfestival zeigt ab heute Filme mit nackten Menschen, darunter auch Komödien und Dokumentarfilme

»Wir freuen uns, die letzte Episode der Serie NEUROSEX PORNOIA zu präsentieren, ein queeres und transfeministisches Science-Fiction-Projekt, das eine neuroanarchoqueere Szene und deren Verwendung von Gehirnimplantaten zwecks Lust- und Sexoptimierung darstellt.« Sind Sie...

Erotischer Einrichtungsgegenstand

St. Vincent

Zu behaupten, dass die aus Texas stammende New Yorker Künstlerin Annie Clark alias St. Vincent zu Extravaganz und Selbstinszenierung neigt, wäre eine Untertreibung. Dass sie sich weigert, dem Klischee der harmlose Weisen trällernden und dabei verliebt guckenden Hupfdohl...

»Die Antifa hat provoziert«

Ein Gespräch mit Kathrin Grün von der Frankfurter Buchmesse über Rechte, Linke und Meinungsfreiheit

»Da waren Gruppierungen, z. B. die Antifa, die diese Veranstaltung gestört haben, sie haben geschrien und verbal provoziert.« Ein Gespräch mit der Leiterin der Kommunikationsabteilung der Frankfurter Buchmesse, Kathrin Grün.

Wie aus zwölf Zeilen über Nacht drei Zeilen werden

Nicht immer gilt das gesprochene Wort: Über Interviews, wie sie entstehen und was am Ende aus ihnen gemacht wird

»Eine zuvor zwölf Zeilen lange Antwort war nur noch drei Zeilen lang, und dieser Drei-Zeilen-Stummel enthielt zweieinhalb Zeilen Text, die im Interview gar nicht gesagt worden waren.« Darüber, wie heute Interviews entstehen, ärgert sich Thomas Blum.

Warten auf die Erleuchtung

Wenn auf einer kleinen Clubkonzertbühne eine vergleichsweise große Zahl von Musikerinnen und Musikern dazu genötigt ist, dicht gedrängt nebeneinanderzustehen, -zusitzen oder -zukauern, ist das kein Zuckerschlecken für die Beteiligten. Schließlich soll sich ihr Tun nicht...

Working Man

Maurice Summen

Deutschland ist international bekannt für seine Automobilindustrie, seine hohen Umweltschutzstandards, seine Humorlosigkeit und seine unbestrittenen historischen Leistungen auf den Feldern Weltkrieg und Massenmord. Dass es das Kernland von Soul-Pop, Disco und Funk wäre,...

Das war der Sound

The Jesus & Mary Chain spielen im Astra-Kulturhaus

Früher, das heißt vor über 30 Jahren - in der Popgeschichte ist das, wie man weiß, ein Zeitraum, der ungefähr der Ewigkeit gleichkommt -, waren die Gebrüder William und Jim Reid ein granteliges Jungmännerduo aus Glasgow, das bevorzugt schwarz gekleidet und mit dunklen S...

Wie irische Wiesen

»Romeo oder Julia«, der neue Roman von Gerhard Falkner

Ein Schriftsteller, Kurt Prinzhorn, reist zu einem Schriftstellerkongress nach Innsbruck. Sonderbare Dinge geschehen in der Folge: In der Badewanne seines Hotelzimmers finden sich Haare, die nicht seine sind. Ist jemand in seiner Abwesenheit in sein Zimmer eingedrungen?...

Musik zur Zeit

Alte und neue Hipster: Pere Ubu

Ben Frost ist bärtiger Junghipster mit einem Hang zu dystopischer Weltdeutung. David Thomas ist bärtiger Althipster mit Altherrenhut und einem Hang zu dystopischer Weltdeutung. Beide machen sie Musik zur Zeit.