Redaktionsübersicht

Thomas Blum

Ressort: Feuilleton
Thomas Blum

Thomas Blum, Jahrgang 1968, hat an der Freien Universität Berlin Neuere deutsche Literatur, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Allgemeine Erziehungswissenschaft studiert. Mehrere Jahre arbeitete er als Assistent für schwerbehinderte Menschen. Seit 1999 arbeitet er als freier Autor für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften (u.a. „Konkret“, „Berliner Zeitung“, „Stadtrevue Köln“). Von 1999 bis 2011 war er in der Redaktion der linken Wochenzeitung „Jungle World“ tätig, zuletzt als Redakteur im Ressort Dossier. 2011 kam er für ein Jahr als Inlandsredakteur zum „neuen deutschland“. Seit 2013 ist er Redakteur im Feuilleton.

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Aktuelle Beiträge von Thomas Blum

Schwebt nicht erst seit

Der Mann, der alle Winkel ausfüllt

Wer ist der Mann, der manchmal im Fernsehen sitzt und unverständliche Laute von sich gibt? Es ist Markus Söder (CSU), Bayerns gegenwärtiger Ministerpräsident. Eine Autobiografie hat er noch nicht geschrieben, trotzdem gibt es jetzt eine.

Eck und Kante

Die Verdienste des sich als antifaschistisch verstehenden Musiklabels Audiolith sind bekannt: Ihm verdanken wir etwa den politisch zwar schwer engagierten, formal jedoch wenig ambitionierten Bierzeltrock von Feine Sahne Fischfilet oder den anti-völkischen Pop von Egotro...

Alles drin

Angeblich heißt die Hochzeitskapelle deswegen Hochzeitskapelle, weil sie sich einst, vor ungefähr sechs Jahren, tatsächlich spontan nur zu dem Zweck zusammengefunden hat, um für die musikalische Untermalung einer Hochzeitszeremonie zu sorgen. Die Begleitmusik zur Hochze...

Ich weiß nicht, was tun

Das gibt es nicht oft: ein deutscher Film, der nicht lieblos heruntergekurbelt wurde wie eine ZDF-Vorabendserie. »Styx« erzählt die Geschichte einer Ärztin, die alleine auf einen Kutter mit Geflüchteten stößt. Hilfe kommt keine.

Heute nur gute Nachrichten, bitte!

Welches Filmgenre vermittelt traditionell Zuversicht und überschäumende Lebensfreude? Wo wird gesungen, getanzt, gesprungen, dass einem nur so das Herz im Leibe lacht? Klar: im Teenie-Musical. Und wo spritzt literweise Kunstblut, wird mit Baseballschlägern auf Köpfe ein...

Kokoswasser

Hätte man beim Eintreten in das Speiselokal genau hingeschaut, hätte man im Grunde schon stutzig werden müssen: Hat sich nicht früher in dieser Straße an genau dieser Stelle die einigermaßen annehmbare, seinerzeit angenehm dunkle Saufgaststätte »Freies Neukölln« befunde...

Wie krieg’ ich den Schlüssel aus dem Hund?

Ein bisschen berühmt geworden ist der Regisseur Detlev Buck hierzulande einst mit seinem recht wortkargen Post-DDR-Roadmovie »Wir können auch anders ...« (1993), das das deutsche Kinopublikum zum Lachen brachte. Bis dahin gab es ja im deutschen Nachkriegskino eher ...

Keine schöne Geschichte

Der Film »Nach dem Urteil« hat einen eskalierenden Sorgerechtsstreit zum Thema. Und er ist ein sozialrealistisches Horrordrama, wie es im braven, mutlosen und verschnarchten deutschen Sentimentalitätskino derzeit undenkbar ist.

Oh, Freedom, Yeah, Freedom!

Aretha Franklin kämpfte auf ihre Art für die Gleichberechtigung der Menschen. Es war der Schrei nach Freiheit, die Forderung nach Unabhängigkeit für Frauen.

Flash Gordon mit Goldbären

Ausgerechnet nach seinem großen Erfolg 2014 verschwand der Londoner Musiker Ben Khan von der Bildfläche. Nun ist er zurück mit einem retrofuturistischen Album. Sehr schön, das alles.

Chk-Chk-Chk!

»Dancing helps relieve the pain/Soothes your mind, makes you happy again«, heißt es in dem Disco-Stück »Everybody dance« aus dem Jahr 1977. Der Band Chic, 1976 in New York gegründet und erstmals 1983 wieder aufgelöst, in den 90er Jahren wiedergegründet und wieder aufgel...

Nie wieder Pluralismus!

In einer Demokratie muss, auf der immerwährenden Suche nach dem Konsens oder der konstruktiven Diskussion, der freie Meinungsaustausch oberste Priorität haben. Unsere mündigen Bürgerinnen und Bürger nehmen traditionell auch gern an der politischen Willensbildung teil - ...

Frau mit bandagiertem Kopf

Die libanesische Mossad-Informantin Mona ist in Gefahr. Weil sie Libanesin ist und als Mossad-Informantin enttarnt worden ist. Also muss sie so rasch als möglich an einem möglichst fernen Ort gut versteckt und bewacht werden, zum Beispiel in Hamburg (eine Ortswahl, die ...

Hat Herr A. versucht, der Katze ein Bein abzuschneiden?

Nun könnte man sagen, es handele sich hier um schnöde Gerichtsreportagen. Aber was ist damit gesagt? Dass einer mit einem Stift und einem Notizblock in der Hand, nach Art des ganz alten Journalistenhandwerks, in die Welt hinaus- bzw. ins Kriminalgericht hineinzieht, um ...

Die Frisur sitzt

Als Geheimdienstmitarbeiter hat man es gut: Man kommt viel herum, lernt andere gut aussehende, uninteressante Leute kennen und sagt Sätze, die man als Superagent eben so sagt. Der sechste Film der »Mission: Impossible«-Reihe kommt ins Kino.

Knödeln im Bastelkeller

Nur gute Menschen können die Freiheit wahrhaft lieben; die anderen lieben nicht die Freiheit, sondern die amtliche Genehmigung.« Das ist zweifelsohne ein trefflicher Satz des englischen Aufklärers und Humanisten John Milton (1608 - 1674). Miltons in Blankversen geschrie...

Im Bierkasten

In «Ant-Man and the Wasp», dem zweiten Kinoabenteuer des Marvel-Superhelden, gleiten Menschen in Insektengröße, die drollige Fetischmonturen tragen und Technikquatschdialoge führen, auf fliegenden Ameisen durch die Lüfte.

Männer mit bis zum Nabel aufgeknöpften Hemden

Mani Neumeier, von Haus aus Freejazzer, Schlagzeuger und Perkussionist, 77 Jahre alt, Krautrocker der ersten Stunde, ist einer, der noch »Scheibe« sagt, wenn er eine Schallplatte oder eine CD meint. Und vielleicht sagt er ja auch »Schießbude«, wenn er von seinem Schlagz...

Der Klang des Besiegtwerdens

In dem Biopic «Nico, 1988», das von den wenig erbaulichen letzten Lebensjahren der ehemaligen Velvet-Underground-Sängerin Nico erzählt, geht es um das Vergehen der Zeit und das Altern, um Enttäuschungen und das Scheitern.