Redaktionsübersicht

Thomas Blum

Thomas Blum

Thomas Blum, Jahrgang 1968, hat an der Freien Universität Berlin Neuere deutsche Literatur, Theater-, Film- und Fernsehwissenschaft sowie Allgemeine Erziehungswissenschaft studiert. Mehrere Jahre arbeitete er als Assistent für schwerbehinderte Menschen. Seit 1999 arbeitet er als freier Autor für verschiedene Zeitungen und Zeitschriften (u.a. „Konkret“, „Berliner Zeitung“, „Stadtrevue Köln“). Von 1999 bis 2011 war er in der Redaktion der linken Wochenzeitung „Jungle World“ tätig, zuletzt als Redakteur im Ressort Dossier. 2011 kam er für ein Jahr als Inlandsredakteur zum „neuen deutschland“. Seit 2013 ist er Redakteur im Feuilleton.

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Aktuelle Beiträge von Thomas Blum

Neues vom Kunstexperten

Donald Trump, der sich bereits auf den Gebieten Philosophie, Geschichte und Rassenkunde verhaltensauffällig wurde, betätigt sich seit neuestem auch als Filmkritiker. Auf seinem neuen Fachgebiet scheint er ähnlich kundig zu sein wie auf all seinen anderen.

340 neue Filme wollen auf der Berlinale gesehen werden: Es wäre also jetzt an der Zeit, sich aus Netflix raus- und ins Kino reinzubewegen.

Auf der Suche nach einer neuen Sprechblase

Heute beginnen die 70. Berliner Filmfestspiele, unter neuer Leitung und mit einer neuen Sektion (»Encounters«), die sich als Ergänzung zum »Wettbewerb« versteht.

Regisseur Roman Polanski während der Vorstellung seines Films

Ist das Kunst? Das kann weg!

Die Kontroverse ist eine alte: Kann man das Werk eines Künstlers oder einer Künstlerin auch dann wertschätzen, wenn der oder die Betreffende Verbrechen begangen hat oder durch menschenfeindliche Überzeugungen aufgefallen ist? Derzeit wird über diese Frage am Beispiel de...

»Falls Sie wissen wollen, ob ich Juden mag: Nein.« Oberstleutnant Marie-Georges Picquart (l.) und Hauptmann Alfred Dreyfus (r.)

Unter unelastischen Männern

Wir befinden uns im Jahr 1895. Und wir sehen: Männer. Militärs in Uniformen und Gehröcken, mit Zigarre und Cognacglas, mit gestärktem Hemdkragen, am Schreibtisch sitzend, strammstehend, mit schneidender Stimme redend, Befehle erteilend, Urteile fällend. Sie tragen alles...

Erst Explosion, dann Emanzipation

Wir müssen die ganze Stadt ausmisten«, sagt die resolute Polizistin am Ende des Films. »Kein Stein darf auf dem anderen bleiben.« Woraufhin aus der in einem Texmex-Restaurant versammelten und entspannt an Margaritas nippenden Frauenrunde, zu der sie gehört, der Kommenta...

Zeugen reden

Einen Schlussstrich unter die NS-Vergangenheit wollte man hierzulande schon recht früh ziehen, nämlich am 10. Mai 1945. Die Tinte, mit der das Deutsche Reich die Kapitulationserklärung unterzeichnet hat, war noch nicht trocken, da wollte es schon nicht mehr an seine Ver...

Die ganze Geschichte der Musik

Experiment, Euphorie, Ekstase: Der Dokumentarfilm »Where Does a Body End?« zeichnet den Werdegang der ebenso einflussreichen wie radikalen US-amerikanischen Band Swans nach.

Grönland! Du bist am Schmelzen!

Alle sind sie zuverlässig wieder da, auf der Bühne, wie jedes Jahr: Angela Merkel, Annegret Kramp-Karrenbauer, Jogi Löw, Herbert Grönemeyer, Ursula von der Leyen. Dieses Jahr neu dazugekommen ist Nowabo. Ja, Sie haben richtig gelesen: Nowabo. Norbert Walter-Borjans. Den...

Nicht einverstanden

Als einer der letzten Nichteinverstandenen und Störer im besten Sinne verband der »Konkret«-Herausgeber Hermann L. Gremliza satirische Sprach- und Ideologiekritik mit unabhängigem gesellschaftskritischen Journalismus. Ein Nachruf.

Wo nichts ist, kann auch nichts stören

Die Vorzüge des Nichtgeborenwerdens liegen auf der Hand: Was es nicht gibt, kann auch nicht nerven. Dennoch pflanzen die Mitmenschen, die nichts anderes sind als »traurige Folgen einer unterlassenen Fruchtabtreibung« (Karl Kraus), sich weiter fort. Traurig.

Auf Klassenfahrt

»Der rot-weiße Schal ist fetischisiertes Kleidungsstück und theologisches Hauptsinnzeichen der Vereinsgemeinde, mit dem sich die Mitglieder als Angehörige desselben Kultes ausweisen.« Feuilletonredakteur Thomas Blum hat zum ersten mal ein Fußballspiel besucht.

Im Lederwams gegen das Böse

Nicht nur Lebkuchenduft in den Supermärkten und wachsende Spannungen in der Familie deuten darauf hin, dass es auf Weihnachten zugeht. Zuverlässig kommt auch kurz vor dem Fest der neue »Star Wars«-Film in die Kinos. Und wie immer hat man an alles gedacht: die volle Ladu...

Unter Emotionsverstärkern

Wenn das als «Kunst» vermarktete obszöne Schmierentheater des Zentrums für Politische Schönheit uns eines zeigt, dann dass die in 60 Jahren rituell zelebrierte deutsche «Vergangenheitsbewältigung» nicht die erhoffte Wirkung hatte.

Gegen Posemuckel!

Einer, der gern nach allen Seiten austeilte und sich mit den humorlosen Kreuzberger Autonomen und linksradikalen »Struppis« (W. Droste) ebenso anlegte wie mit den humorlosen Biedermännern und -frauen des bundesdeutschen Establishments, war Wiglaf Droste, der über viele ...

»Ich bin mehr auf dem Gehenden statt dem Laufenden«

Nicht dass man den alljährlich veranstalteten Medienzirkus um die Vergabe des Literaturnobelpreises nicht schon zur Genüge kennen würde, er findet ja zuverlässig Jahr für Jahr statt. Außer letztes Jahr, in dem die Preisverleiher ausnahmsweise aussetzten, weil es im Umfe...

Papier, das in Papier versteckt ist

Für seine Geisel Deniz Yücel erfand der türkische Präsident Erdogan einen bis dahin nicht existierenden Straftatbestand: Er nannte ihn einen »Agentterroristen«. So lautet jetzt der Titel des neuen Buches des »Welt«-Journalisten.

»Wir haben Frankfurt nach vorne gebumst!«

»Titanic«, das »endgültige Satiremagazin« aus Frankfurt, wird dieser Tage 40 Jahre alt. »Titanic«-Chefredakteur Moritz Hürtgen über die 30 Prozent rechtsextremes Wählerpotenzial in Deutschland, Satire-Millionäre und den Wahrheitsmarkt

Mit dem Mähdrescher durch den Kosmos

Das Dasein als Schaf muss man sich langweilig vorstellen: Viel Zeit vergeht mit Herumstehen, Nichtdenken und dem stumpfsinnigen Tun dessen, was man schon immer getan hat. Praktisch auch nicht anders als in der SPD. Bei den aus Knetmasse geformten Schafen, die in der bri...

Ein Mann muss tun, was er tun muss

Die Actionhelden der 80er Jahre wollen nicht sterben: In »Last Blood«, dem abschließenden Teil der »Rambo«-Filmreihe, begibt sich der Ex-Elitesoldat auf einen finalen Rachefeldzug gegen eine Bande schmieriger Finsterlinge.

In der atonalen Waldhütte

Wer das deutsche Fernsehprogramm mag, der oder die lobt auch eine zuckerfreie Reiswaffel als den höchsten der Genüsse. Alle anderen sollten auf das Fantasyfilmfest gehen, um sich zu vergnügen.