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Martin Hatzius

Ressort: Feuilleton
Martin Hatzius

Martin Hatzius, geboren 1976 in Berlin-Kaulsdorf, studierte Germanistik und Musikwissenschaft in Berlin und Galway. Während des Studiums arbeitete er u.a. als Programmgestalter eines Kulturhauses, war Mitherausgeber einer Literaturzeitschrift und der Anthologie „Dokumente aus Babel. Berliner Monentaufnahmen“. Seit 2002 ist er, zunächst als freier Journalist, später als fester Redakteur, im nd-Feuilleton tätig. In der nd-Buchreihe erschien 2011 sein Gesprächsband „Dietmar Dath – alles fragen, nichts fürchten“.

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Aktuelle Beiträge von Martin Hatzius

286 Arten von Regen

Wie wenig die lustige, krachige, schräge Show, die da am Donnerstagabend im Berliner BKA-Theater über die Bühne ging, mit der Realität zu tun hat, war schon am Wetter abzulesen. Hatten die Uraufführungsbesucher sich schweißnass aus der Kreuzberger Dürre in den Saal gesc...

So kann man sich irren

Als er fünf Jahre als war, ist der heute erwachsene Mohsen Hassanis mit seiner Familie aus Afghanistan geflohen - zunächst nach Iran, wo der Junge als »Schlitzauge« und als »dreckig« beschimpft wurde, später nach Deutschland. Mohsen ist Angehöriger der Hazara, einer sch...

poesie

Ja, Nora Gomringer, 38, Bachmann-Preisträgerin und Direktorin des Bamberger Künstlerhauses Villa Concordia, ist »die Tochter von ...«. Und ja, der Zufall, als Kind eines Lyrikers und einer Germanistin geboren worden zu sein, mag ihrer Liebe zur Dichtung zuträglich gewes...

The Times They Are A-Changin’

Mit ihrer Entscheidung, die Verleihung des diesjährigen Literaturnobelpreises auf 2019 zu verschieben, beweist die durch Missbrauchsfälle und Korruption in Verruf geratene Schwedische Akademie immerhin eines: die Fähigkeit zur gewissenhaften Textanalyse. »Sprecht nicht ...

Biss zur Erkenntnis

Nach Büchern etwa über Hermann Hesse oder Gottfried Benn hat Gunnar Decker sich nun – der Fledermaus zugewandt. In seiner lesenswerten Monografie steht die Frage im Mittelpunkt, wie das Tier in den Ruf eines Vampirs geriet.

Wir sind die Guten

Das Schicksal der Paschtunin Malala Yousafzai ist so beeindruckend, dass die Kunde davon um die Welt ging. Weil sie in ihrer pakistanischen Heimat den frauen- und bildungsfeindlichen Geboten der Taliban trotzte und nicht nur weiterhin zur Schule ging, sondern in einem B...

Ein lyrisches Lehrstück

Die Lyrik erblüht in Nischen, bemerkt allenfalls von verstreuten Bewunderern. Normalerweise. Dass ein Gedicht derart viel Aufmerksamkeit auf sich zieht wie jüngst Eugen Gomringers Konstellation »avenidas«, ein Gründungsdokument der Konkreten Poesie, dürfte kaum je vorge...