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Wolfgang Hübner

Ressort: Chefredaktion
Wolfgang Hübner

Wolfgang Hübner, stellv. nd-Chefredakteur, Jahrgang 1959, Journalistik-Studium an der Karl-Marx-Uni Leipzig 1981-85, Volontariat bei der Sächsischen Zeitung Dresden, seit 1985 beim "nd", zunächst im Ressort Bildung, ab 1990 Innenpolitik, dort seit 1998 Ressortleiter, seit 2005 Mitglied der Chefredaktion. Mitautor des Buchs »Lafontaines Linke«

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Aktuelle Beiträge von Wolfgang Hübner

Mosekunds Montag

Als das Herbstfest der Hausgemeinschaft am Sonntagnachmittag beginnen sollte, stellte sich heraus, dass der für die Bratwurst zuständige Nachbar vergessen hatte einzukaufen. Die Läden waren geschlossen, und schuldbewusst fuhr der Nachbar mit seinem Auto los, um an der T...

Ein Fall von Dreistigkeit

Der Beschluss des Bundestags, die staatlichen Zuwendungen an Parteien um 25 Millionen Euro zu steigern, ist ein Lehrbeispiel für politische Dreistigkeit. Genau eine Woche verging zwischen der Einreichung des Antrags und der Beschlussfassung. So schnell kann es gehen, we...

So richtig zufrieden können sie nicht mit ihrem Ergebnis sein: Bernd Riexinger und Katja Kipping, Bundesvorsitzende der LINKEN

Ein Fall für 007

In Zeiten einer innerparteilichen Zerrissenheit wurde Katja Kipping und Bernd Riexinger in Leipzig als LINKE-Vorsitzende bestätigt - allerdings nicht mit berauschenden Ergebnissen.

Mosekunds Montag

Beim Arbeitseinsatz im Wohngebiet versuchte Herr Mosekund, sich nützlich zu machen. Er beobachtete das Geschehen und wartete eine Gelegenheit zur Mitwirkung ab. »Kannste hier mal anfassen?«, fragte ein Mann, der ein paar lange Bretter zu ihrem Bestimmungsort tragen woll...

Sahra Wagenknecht, die Fraktionsvorsitzende der Partei Die Linke im Bundestag, spricht beim Bundesparteitag der Partei Die Linke.

Von Angesicht zu Angesicht

Eineinhalb Tage blieb in Leipzig die Form der Höflichkeit gewahrt. Dann kam am Sonntag die Rede von Fraktionschefin Sahra Wagenknecht. Der seit Monaten offen ausgetragene Streit brach sich Bahn. Ein Kommentar

Die Stimmung im Saal: euphorischer Jubel hier, Schweigen da, Buhrufe dort

Zwei Tage Klartext

Die Debatte auf dem Leipziger Messegelände machte die Differenzen in der Führungsetage und den Kampf um politische Selbstbehauptung deutlich.

Katja Kipping geht trotz - oder gerade wegen? - der aktuellen innerparteilichen Auseinandersetzung mit Vorfreude in den Bundesparteitag an diesem Wochenende.

Linker Spaßfaktor

Man muss es nicht gleich Richtungsstreit nennen, aber die LINKE wird derzeit von Fragen durchgerüttelt, mit denen sich die gesamte Gesellschaft konfrontiert sieht und die ein paar - namentlich linke - Gewissheiten erschüttern.

Mosekunds Montag

»Kommen Sie mit«, lud Herr Mosekund einen Nachbarn ein, »in der Nähe hat ein originelles Lokal eröffnet. Ich habe gelesen, es soll ungewöhnlich, sättigend und preiswert sein.« Der Nachbar willigte ein, und wenig später betraten sie die »Gerüchteküche«. Kaum dass sie sic...

Mosekunds Montag

»Finden Sie diese neuen selbstfahrenden Autos nicht auch faszinierend?«, fragte ein Freund Herrn Mosekund. Herr Mosekund, der derartigen Erfindungen mit Skepsis begegnete, den euphorischen Freund aber nicht verletzen wollte, schwieg. »Bald werden sie auch bei uns herumf...

Mosekunds Montag

»Wie konnte ich mich nur so in ihm täuschen!«, beschwerte sich ein Freund bei Herrn Mosekund über einen Nachbarn. »Seit Jahren kenne ich ihn, und nun muss ich vermuten, dass er die Rabattkarten aus meinen Zeitungen entwendet hat, die er für mich aus dem Briefkasten nehm...

Mosekunds Montag

Am Ende eines kulinarisch unerfreulichen Restaurantbesuchs winkte Herr Mosekund den Kellner heran und fragte, ob er dem Koch eine persönliche Botschaft übermitteln würde. »Selbstverständlich, der Herr«, antwortete der Kellner. Herr Mosekund zückte seinen Füllfederhalter...

Mosekunds Montag

»Kommen Sie mit«, lud Herr Mosekund einen Bekannten ein, »zum Tag des offenen Ateliers, da soll es ein paar interessante Dinge zu sehen geben.« Sie suchten einen Holzbildhauer auf, der grob behauene Stämme mit einer zähen schwarzen Masse bemalte. Es handele sich um eine...

Linker Coup

Die Sensation bei der OB-Wahl in Freiburg lieferte Monika Stein ab - die 48-jährige Lehrerin, die anfangs als Außenseiterin behandelt wurde, war Amtsinhaber Salomon und Martin Horn fast ebenbürtig und erreichte 26,2 Prozent.

Mosekunds Montag

Mit einem Freund hatte Herr Mosekund ein langes Gespräch geführt. Schließlich war alles ausgesprochen, nichts mehr war hinzuzufügen. Schweigend saßen sie beisammen, bis nach einer halben Stunde der Freund sagte: »Selbst wenn man einmal nicht redet, muss es doch keineswe...

Zynisches Angebot

Manchmal geht es bei Angela Merkel ziemlich schnell. Deutschland werde sich an militärischen Aktionen nicht beteiligen, hatte die Kanzlerin zu den Drohungen des US-Präsidenten in Richtung Syrien erklärt. Immerhin, möchte man sagen, denn anderen deutschen Politikern wäre...

Triumph des Kriegsrechts

Frankreich hat den Raketenangriff auf Syrien als rechtmäßig bezeichnet. Welches Recht soll einer solchen willkürlichen Kriegshandung zugrunde liegen? Die französische Verfassung? Die UN-Charta? Wenn überhaupt, dann ist es das nackte, brutale Kriegsrecht.

Mosekunds Montag

Als Herr Mosekund vom Lauf in den Frühling für jedermann gelesen hatte, beschloss er, sich künftig etwas mehr Bewegung zu verschaffen. Vor Beginn betrachtete er all die durchtrainierten Menschen und sagte sich, dass es um nichts als die Teilnahme gehe. Dann fiel der Sta...

Worthülsen und überflüssige Details

Zu den täglichen Pflichten von Redakteuren gehört das Redigieren, zum Redigieren das Kürzen von Artikeln. Nicht immer ist das eine Freude. Aber kürzen kann man letztlich alles – sogar aus Goethes Versen wird dann eine passable Polizeinachricht.

Die soziale Frage betrifft die ganze Menschheit

Gregor Gysi über die Linke in Frankreich und Deutschland, den Konflikt zwischen Sahra Wagenknecht und Katja Kipping und über die Frage einer linken Sammlungsbewegung und was diese mit der AfD zu tun hat.

Mosekunds Montag

Im Kaufhaus ließ sich Herr Mosekund eine Weile durchs Getümmel treiben, dann ging er entschlossen zum Servicepunkt. »Ich finde meinen Bekannten nicht mehr«, erklärte er der Frau am Tresen, »könnten Sie ihn ausrufen? Es ist dringend, fügen Sie das bitte hinzu. Und sagen ...