Redaktionsübersicht

Ines Wallrodt

Ines Wallrodt

Ines Wallrodt, Jahrgang 1977, ist Politikredakteurin, Schwerpunkt 
Gewerkschaften und Arbeitsmarktpolitik. Das ist für sie neu und alt zugleich. Denn bis dahin hat sie viele Jahre lang über außerparlamentarische Bewegungen berichtet, in denen sie vorher noch mehr Jahre selbst politisch aktiv war und zwar thematisch mit Schwerpunkt Wirtschaft und Soziales. Und da schließt sich der Kreis zwischen neuen und alten sozialen Bewegungen. Studiert hat sie auch einmal, und zwar ziemlich lange, aber immerhin zu Ende, und zwar Germanistik, Politikwissenschaft und Publizistik/Kommunikationswissenschaft an der Freien Universität Berlin. Schon sehr bald nach Studienbeginn wurde sie Mitglied bei ver.di, wovon sie als Studentin gar nichts hatte, was sich aber irgendwie gehörte. 

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Aktuelle Beiträge von Ines Wallrodt

Der richtige Maßstab

Zeigen Streiks Wirkung, ist das Geschrei immer groß. Dabei sind es seit fünf Jahren die ersten großen Arbeitsniederlegungen von Sicherheitsleuten an Flughäfen. Mehr als 1800 Tage war Ruhe. Und selbst wenn es anders wäre: Ein Streik, den niemand merkt, bringt nichts. Was...

Problem erkannt, nicht gebannt

Problem erkannt: Thüringens CDU-Chef Mike Mohring warnt vor der wachsenden Zahl von Menschen in Ostdeutschland, die von ihren Renten nicht leben werden können, obwohl sie »ein Leben lang gearbeitet haben« oder weil sie »unverschuldet durch den Zusammenbruch der DDR-Wirt...

Die ursprünglich nackte Werbefigur der Genossenschaft löste Diskussionen über Sexismus aus.

Die passenden Mieter

Bislang sorgte eine Wohnungsgenossenschaft aus Hannover vor allem lokal für Schlagzeilen. Ihre Klage gegen eine unbefristete Sozialbindung von Wohnungen hat nun bundesweite Relevanz.

2018 kamen sechs »nd-Babys« zur Welt, auf eins warten wir noch.

Kinder, Kita, Teilzeitwünsche

»Die nächsten müssen sich das genehmigen lassen«, flachste ein Kollege in Leitungsfunktion. Die Rede ist von weiteren Babys beim »nd«, die Ressortpläne durcheinanderbringen und die Teilzeitquote steigen lassen könnten. Die Zeitung liegt hier mal voll im Mainstream: Seit...

»Mal gucken, was jetzt passiert«

Dr. Steffen Schmidt, Jahrgang 1952, ist Wissenschaftsredakteur des »nd« und der Universalgelehrte der Redaktion. Auf fast 
jede Frage weiß er eine Antwort – und wenn doch nicht, beantwortet er eine andere. Ines Wallrodt fragte ihn nach Handyklecksen.

Eindämmen statt abschaffen

Mit der Arbeitsmarktpolitik will die SPD verspieltes Vertrauen zurückgewinnen. Aber an Niedriglöhnen, Tarifflucht und prekären Arbeitsverhältnissen ändern die bisherigen Reformen wenig.

Anreiz nicht Zwang

Es mag auf den ersten Blick ungerecht wirken, wenn eine große Gewerkschaft zusätzliche Leistungen nur für ihre Mitglieder durchsetzt. Doch das übersieht, dass nach Gesetz Tarifverträge ohnehin nur für Gewerkschaftsmitglieder gelten. Das sieht in der Praxis nur anders au...

»Ich knapse am Schlaf«

Anthony Reichel wohnt in einer Kleinstadt in der Nähe von Chemnitz. Der Bäckerlehrling twittert leidenschaftlich über Nazis, Marx und Pflegekrise. Dazwischen postet er Bilder von den Brötchen, die er gerade gebacken hat.

Von der Paketflut überrollt

Paketdienste haben ihr Personal für das Weihnachtsgeschäft kräftig aufgestockt. Allerdings wird die Suche nach neuen Fahrern immer schwerer, denn die Löhne sind zu niedrig und das Arbeitspensum ist zu hoch.

Fein raus

Paketdienstleister wie Hermes oder DPD haben keine eigenen Zusteller, sondern setzen ausschließlich auf Subunternehmer. Wie die ihre Leute behandeln, scheint die Großen wenig zu interessieren.

Gut beraten

Die Ankündigung stand seit Donnerstag. Doch kaum einer glaubte wirklich an einen spürbaren Ausstand der Eisenbahner. Hätten die kampfeslustigen Lokführer von der GDL dazu aufgerufen, ja, dann, na klar - doch die spielen in dieser Tarifrunde die Friedenstauben. Aber die ...

Mehr Rechte für Fernfahrer

Die Verkehrsminister der Europäischen Union haben sich in der Nacht zum Dienstag auf bessere Arbeitsstandards für Lkw-Fahrer in Europa geeinigt. Wirklich gut werden sie dadurch nicht.

Besser, aber nicht gut

Die Befürchtungen waren groß, dass die Neuregelungen für den Transportsektor in Europa schlechte Arbeitsbedingungen von zwei Millionen Lkw-Fahrern noch schlechter machen könnten. Nach einem Vorschlag von Österreich sollten zum Beispiel Ruhezeiten verkürzt werden; auch a...

»Der Bund muss Wolgast unterstützen«

Die Zukunft einer ganzen Region hängt an der Peene-Werft. Und diese bislang an der Nachfrage nach Kriegsgerät. Der Exportstopp für Rüstungsgüter nach Saudi-Arabien wirft einmal mehr die Frage auf, wie man solchen Abhängigkeiten entkommt.

Das macht die schönste Theorie kaputt

nd-Wissenschaftsredakteur Steffen Schmidt liebt die Theorie. Ein Fan der Empirie ist er dagegen nicht. Zu viel davon macht die schönste Theorie kaputt. Das habe der Asytrophysiker Stephen Hawking schon gewusst.

Stark als gesellschaftliche Kraft

Gewerkschaften haben viel Einfluss verloren. Bei der Herbsttagung der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung plädieren die Forscher dafür, politische Autonomie und Kampagnenfähigkeit auszubauen.

Reinigungskräfte fordern Weihnachtsgeld

Man sieht Reinigungskräfte vor allem, wenn sie nicht da waren: Krankenhäuser, Büros und Schulen blieben am Montag schmutzig, denn die Arbeitgeber lehnen ein 13. Monatsgehalt ab.

Dialektik des Handschlags

Seit 100 Jahren gilt die Tarifautonomie in Deutschland. Allerdings wird das Recht von Unternehmen und Gewerkschaften, ohne den Einfluss des Staates die Löhne auszuhandeln, häufiger beschworen als gelebt.

Chance für Einige

Über eine Million Menschen waren aus der öffentlichen Debatte in Deutschland zuletzt fast vollständig verschwunden, denn sie sind seit mehreren Jahren arbeitslos. Man sonnte sich lieber in einem »Jobmärchen«, das allerdings schon immer zu schön war, um wahr zu sein. Die...

Fahrstuhl nach unten

Immer mehr Menschen vor allem in Ostdeutschland müssen dauerhaft mit sehr wenig Geld klarkommen. Die soziale Polarisierung geht in der Bundesrepublik weiter.