Redaktionsübersicht

Johanna Treblin

Johanna Treblin hat Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin studiert. Von Februar 2015 bis Oktober 2018 Ressort Berlin/Brandenburg, seit November 2018 Redakteurin im Feuilleton, zuständig für Reportagen und Portraits. Schwerpunkte: Flucht, Asyl, Soziales.

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Aktuelle Beiträge von Johanna Treblin

Silke und Holger Friedrich haben die «Berliner Zeitung» gekauft.

Was sie wollen, weiß man nicht

Das Ehepaar Friedrich, das sich die »Berliner Zeitung« gekauft hat, hat dort ein Editorial in XXL veröffentlicht. Nicht alles, was da drin steht, ist per se falsch. Nur leider bis zur Unverständlichkeit geraunt.

Maueröffnung am Grenzübergang Invalidenstraße - Jörn Konrad und sein Trabbi.

Schnurstracks zu Burger King

Mit Stempel, Sekt und einem Stadtplan wurde Jörn Konrad am 9. November 1989 in Westberlin begrüßt. Er war einer der ersten, die nach der legendären Pressekonferenz von Günther Schabowskie mit dem Trabi über die Grenze fuhren. Sein Ziel: Burger King am Ku‘damm.

Wie es so ist, mit einem linken Ministerpräsidenten?

Die CDU hat 24 Jahre lang regiert, bis 2014, seitdem konnten die Thüringer nun fünf Jahre lang herausfinden, wie es so ist, mit einem linken Ministerpräsidenten. Wir haben unterschiedliche Menschen nach ihrer Bilanz von Rot-Rot-Grün gefragt.

Betrug am Bau

Dass Bauarbeiter nicht bezahlt werden, zu wenig Geld bekommen oder in illegalisierte Arbeitsverhältnisse gedrängt werden, ist ein gängiges Phänomen auf deutschen Baustellen. Oft trifft es Ausländer, die wegen mangelnder Sprach- und Rechtskenntnisse leichter auszubeuten sind.

Enttäuschung nach der Urteilsverkündung vor dem Bundesarbeitsgericht in Erfurt.

Ein Investor haftet nicht

Das Ende eines langes Weges: Fünf Jahre, nachdem zwei rumänische Arbeiter auf der Baustelle eines Berliner Shoppingcenters um ihren Lohn geprellt wurden, wies das Bundesarbeitsgericht ihre Klagen gegen den Investor ab.

Gesetz nachbessern

Die Chancen standen nicht schlecht: Das Gesetz erlaubt, auch Bauherren für ausbleibende Löhne, die Subunternehmen hätten zahlen sollen, haftbar zu machen. Doch das Bundesarbeitsgericht, das am Mittwoch die Klage von zwei rumänischen Bauarbeitern verhandelte, die 2014 au...

Vor dem Bundesarbeitsgericht

»Ich will, dass der Boss sich entschuldigt«

Am 16. Oktober ist es so weit: Ovidiu Mindrila, Bauarbeiter aus Rumänien, klagt gegen den Investor der Mall of Berlin. Weil er vor fünf Jahren auf der Baustelle arbeitete, die Subunternehmen ihn aber nicht bezahlten. Mindrila will sein Geld - und Gerechtigkeit.

Eine Frage der Haftung

Das Baugewerbe ist durch Subunternehmerketten geprägt. An oberster Stelle steht in der Regel der Bauherr oder Investor: Das ist die Firma, die das Bauvorhaben finanziert. Im Falle der Mall of Berlin war das die HGHI Leipziger Platz GmbH & Co. KG. Die Abkürzung HGHI ...

Weil er nicht bezahlt wurde, zerstörte Daniel Neagu die Häuser, die er gerade gebaut hatte.

Wut am Bau

Daniel Neagu wurde um seinen Lohn geprellt. Um seinen, und den von fünf seiner Kollegen. Die glaubten ihm nicht, drohten ihm. Neagu bekam Angst, ging zur Polizei, wurde weggeschickt. Dann stieg er wieder auf den Bagger. Heute sitzt er im Gefängnis. Wir haben ihn dort besucht.

Der mit den Häftlingen duscht

Der Skandal um Claas Relotius hat das Leben von Juan Moreno verändert und den »Spiegel« erschüttert. In seinem Buch »Tausend Zeilen Lüge«, das das »System Relotius« entlarvt, bedient sich Moreno aber selbst der Methoden, die er eigentlich kritisiert.

Das queere Schöneberg

Es begann mit einem Kuss – dem längsten schwulen Filmkuss im deutschen Kino: Nach der Aufführung von Rosa von Praunheims »Nicht der Homosexuelle ist pervers« entstand 1971 die Berliner Schwulenbewegung. Eine Comicreportage über Orte queeren Lebens.

Das Meer an der Küste von Fairbourne steigt. Das Dorf ist bedroht.

Das Dorf der Verlorenen

Fairbourne soll «stillgelegt» werden. Der Meeresspiegel steigt, und in den nächsten 30 bis 40 Jahren könnte der Ort regelmäßig überflutet werden. Die Bewohner des Badeorts an der walisischen Küste sollen ihr Dorf verlassen.

»Für mich ist Schluss mit Gequatsche«

Birgit Huber verdiente ihr Geld zunächst mit Putzen, dann als Krankenschwester. Heute leitet sie eine Klinik. Seit Kurzem geht sie wieder demonstrieren – weil Klima, Wohnungsnot und der Hass auf Flüchtlinge zu große Themen sind, um sie zu ignorieren.

Spiel und Ernsthaftigkeit am Theater

»Irgendwann bin ich jeden Morgen mit Magenkrämpfen ins Theater gegangen.« Eine afrodeutsche Schauspielerin am Berliner Theater an der Parkaue sah sich fast täglich rassistischen Witzen ausgesetzt. Der Vorfall wurde nie richtig aufgearbeitet, kritisieren Mitarbeiter*innen des Theaters.

Am Beispiel der Papaya

Absaugmethode anschaulich gemacht: An Papayas üben Studierende der Medizin, wie man Schwangerschaftsabbrüche durchführt. Mit ihren selbstorganisierten Workshops wollen die Medical Students for Choice Berlin den Lehrplan der Charité ergänzen.

»Für mich ist alles Literatur!«

Florian Günther ordert noch eine Brause. Später gesteht er, dass Wodka-Lemon im Glas ist. Es ist morgens um 10 Uhr, wir treffen uns in seinem »Büro«, dem »Eberty Treff« in Friedrichshain, eine 24-Stunden-Kneipe. Hier produziert Günther seine lesbare Literaturzeitschrift, den »DreckSack«.

»Uns drohen 20 Jahre Knast«

Mithilfe zur illegalen Einwanderung wird in Italien hart bestraft. Auch Seenotretter sollen so kriminalisiert werden. Hendrik Simon ist einer der »Iuventa10«, gegen die seit einem Jahr ermittelt wird. Anklage wurde noch nicht erhoben.