Redaktionsübersicht

Johanna Treblin

Johanna Treblin hat Politikwissenschaft an der Freien Universität Berlin studiert. Von Februar 2015 bis Oktober 2018 Ressort Berlin/Brandenburg, seit November 2018 Redakteurin im Feuilleton, zuständig für Reportagen und Portraits. Schwerpunkte: Flucht, Asyl, Soziales.

Folgen Sie Johanna Treblin:

Aktuelle Beiträge von Johanna Treblin

Florian Günther ist ausgebildeter Drucker. Den Job kündigte er nur drei Monate nach Ende seiner Lehre und schlug sich als Totengräber, Bauarbeiter und Chauffeur durch. Seit 2010 gibt er die »lesbare« Literaturzeitschrift »DreckSack« heraus. Günther schreibt selbst einige der Texte, gestaltet das Heft und fotografiert. Im Dezember musste die Zeitschrift beinahe eingestellt werden, weil die Druckerei pleiteging.

»Für mich ist alles Literatur!«

Florian Günther ordert noch eine Brause. Später gesteht er, dass Wodka-Lemon im Glas ist. Es ist morgens um 10 Uhr, wir treffen uns in seinem »Büro«, dem »Eberty Treff« in Friedrichshain, eine 24-Stunden-Kneipe. Hier produziert Günther seine lesbare Literaturzeitschrift, den »DreckSack«.

Hendrik Simon

»Uns drohen 20 Jahre Knast«

Mithilfe zur illegalen Einwanderung wird in Italien hart bestraft. Auch Seenotretter sollen so kriminalisiert werden. Hendrik Simon ist einer der »Iuventa10«, gegen die seit einem Jahr ermittelt wird. Anklage wurde noch nicht erhoben.

Verdrängt, verschwiegen

Ein spießbürgerlicher Vorort im London der 50er Jahre. Ein Tennisclub, in den nur aufgenommen wird, wer sich höflich und rücksichtsvoll gibt und bloß nicht zu sehr gewinnen möchte. Es ist die Idee seiner Mutter, dass der 19-jährige Student Paul in den Tennisclub eintrit...

»Ohne uns kann hier niemand arbeiten«

Wer ins Berliner Abgeordnetenhaus hineingeht, kommt an ihnen nicht vorbei: den Mitarbeitern vom Ordnungsdienst. Martina Alter ist am längsten dabei: seit 19 Jahren. Ein Gespräch über Arbeitszeiten, Taschenmesser und die Namen der Abgeordneten.

Berlin kann Eigenbedarf begrenzen

Berlin könnte bald einen Mietendeckel einführen. Mietrechtsanwalt Henrik Solf denkt noch einen Schritt weiter. Er meint: Die Bundesländer könnten auch den Eigenbedarf einschränken. »Der Mietendeckel muss der Anfang sein und nicht das Ende.«

»Mütter müssten auf die Straße gehen«

Die Politik hat es seit Jahren verschlafen, ausreichend Hebammen auszubilden, erklärt die freiberufliche Hebamme Lene Hoffmann im Interview. Die Leidtragenden seien vor allem die schwangeren Frauen

»Es passierte einfach so«

In der »taz« gibt es neuerdings eine Quote für die Kommentare. Die wurden mehrheitlich von Männern geschrieben. Nun hat sich das Verhältnis umgekehrt - ein Gespräch mit der Ressortleiterin Johanna Roth.

Erfolg für uns alle

Die Klage von Jan Böhmermann gegen Angela Merkel und ihre Bewertung des Schmähgedichtes des TV-Satirikers über den türkischen Präsidenten ist abgewiesen worden. Trotzdem ist das ein Erfolg für die Kunstfreiheit in Deutschland.

Imagerin

Es ist Mittwoch, der 10. April 2019. Zum ersten Mal überhaupt wird das Bild eines Schwarzen Lochs öffentlich gezeigt. Katie Bouman, heute 29 Jahre alt, hat mehrere Jahre darauf hingearbeitet. Bouman ist Informatikerin.

Vorne rein, hinten raus

Berlin-Zehlendorf. Stephan Mann zieht eine Atemschutzmaske über den Kopf, schwingt seine Beine über den Rand eines Abwasserschachts und steigt hinab. Dort ist kein riesiges Gewölbe, sondern nur ein fußballgroßes Rohr. Ein Besuch in der Kanalisation.

Chaos mit System

Es ist Halbzeit für die Bezirksparlamente in Berlin. Seit zweieinhalb Jahren sitzt die AfD nicht nur im Abgeordnetenhaus, sondern auch in allen zwölf BVVen. In Neukölln vermittelt sie den Eindruck einer Chaostruppe.

Hasen, Bären und ein Mord

Eine Frau um die 30, die letzten Wochen vor der Amtseinführung von Donald Trump; Männer, die zu viel reden (aka Mansplaining); Hasen und Bären, ein Berg und eine Wüste. Klingt nach Stichworten für einen Kurs im kreativen Schreiben? Das könnte es sein. Oder aber der neue...

Freitags sind die Gymnasien leer

Breite Teile der Gesellschaft haben erkannt, dass der Klimawandel unsere Zukunft gefährdet, vor allem junge Menschen. Doch wer sind die protestierenden Jugendlichen? Beobachtungen zusammen mit Jugendforscher Klaus Hurrelmann.

Manipulator

Ein Afroamerikaner erschleicht sich mit etwas Geschick einen Mitgliedsausweis des Ku-Klux-Klans. Die Geschichte von Ron Stallworth, die der oscarprämierte Film »BlacKkKlansman« derzeit in den Kinos zeigt, hat sich in den 1970er Jahren im US-amerikanischen Bundesstaat Co...

Die Welt in Schwarz-Weiß

Martina Kräuter hat Achromatopsie: Sie kann keine Farben erkennen, sieht sehr schlecht und ist stark lichtempfindlich. Schon früh hat sie Strategien entwickelt, um damit umzugehen.

Still loving Kirchenasyl

Success Johnson und Diana Namusoke sollen abgeschoben werden. Doch in Uganda und Nigeria, ihren Herkunftsländern, sind die lesbischen Frauen nicht sicher. Nun warten sie im Berliner Kirchenasyl auf eine Revision der Entscheidung. Dabei helfen soll eine Petition.

Abschiebestopper

Es war eine Nacht im März 2017, als eine Gruppe von Menschen sich am Londoner Flughafen Stansted an ein Flugzeug kettete, um einen Abschiebeflug zu verhindern. Nun mussten sich die »Stansted 15« vor Gericht verantworten.

Warten auf den Präzedenzfall

Ein Berufungsgericht hat am Donnerstag die Klage eines rumänischen Bauarbeiters des Einkaufszentrums Mall of Berlin abgewiesen. Nächste Etappe ist das Bundesarbeitsgericht.

»Ein bisschen Familienanschluss«

Martin war sieben Wochen lang Asylgeber für eine Familie aus Afghanistan. Anders als beim Kirchenasyl wohnen die Geflüchteten in Privatwohnungen. Bisher ist nicht geklärt , ob das legal ist. Im Interview spricht er über seine Erfahrungen.

Lieber privater Leerstand als Obdachlosenunterkunft

Mit einer kreativen Aktion haben Besetzer auf ein leerstehendes Ladenlokal aufmerksam gemacht. Sie richteten dort eine gemütliche Obdachlosenunterkunft ein - bis die Polizei die Aktion unterband.