Netzwoche

Goldene Kartoffel

Reichelts Kartoffelbrei

Julian Reichelt wirft den Preisstiftern der »Goldenen Kartoffel« vor, Rassismus gegen Weiße zu betreiben. Die Empörung des »Bild«-Chef erinnert an jene Männer, die sich Sexismus ausgesetzt sehen.

Von Robert D. Meyer
Krise der Zeitungen

Mediale Marktkonzentration

Drei große Verlage bestimmen in der Schweiz den Zeitungsmarkt. Weil immer mehr Berichterstattung über sogenannte Zentralredaktionen läuft, nimmt die Viefalt der Meinungen ab, warnen Forscher in einer Studie.

Von Robert D. Meyer
ARD & ZDF

Quotenwahnsinn

Wie stark dürfen ARD und ZDF auf die Quote schauen? Ein neues Gutachten sagt: Die Politik darf bei der grundsätzlichen Ausrichtung des Programms durchaus stärkere Vorgaben machen. Heißt das in Zukunft mehr Doku und weniger Krimi?

Von Robert D. Meyer
Kampagnenjournalismus der »Bild«

Krieger der AfD

Die »Bild« habe sich zu einer Vorfeldorganisation der AfD entwickelt. Seit Monaten bespielt das Blatt die politische Agenda der AfD. Fast jede Gewalttat eines Flüchtlings wird zur schreienden Schlagzeile, meint ein ehemaliger Chefredakteur.

Von Robert D. Meyer
Show-Journalismus

Merkel-Dämmerung

Zweifel und Zögerlichkeiten in journalistischen Analysen sind nicht gefragt. Schon Kohl war vor seiner Kanzlerschaft am Ende, Angela Merkel ebenso. Dieser Show-Journalismus hat zur Folge, dass das Vertrauen der Leserschaft verloren geht.

Von Robert D. Meyer
Schlecky Silberstein

Humorbefreite AfD

Autoritäre Bewegungen reagieren oft aggressiv, wenn sie sich angegriffen fühlen. Kommt dabei Satire zum Einsatz, verstehen sie selten Spaß - selbst wenn die Pointe nicht einmal allein auf ihre Kosten geht. Metaebenen? Viel zu kompliziert!

Von Robert D. Meyer
EU-Urheberrechtsreform

Original oder Parodie

Nach langem Ringen verabschiedete das EU-Parlament seine Position zur Reform des Urheberrechtes. Besonders umstritten ist die geplante Regelung, wonach Betreiber von Plattformen jedes von Nutzern hochgeladene Bild, jede Tonaufnahme und jedes Video prüfen müssen.

Von Robert D. Meyer
Berichterstattung über Chemnitz

Kardinalfehler

In der Berichterstattung zu den Vorfällen in Chemnitz haben viele deutsche Medien schwere Fehler gemacht. Statt über rechtsradikale Gewalt schrieben sie lieber über Zusammenstöße zwischen Linken und Rechten. Auch Fake-News wurden kolportiert.

Von Jürgen Amendt
Jan Ullrich

Klicks mit Ullrich

Es gibt viele Prominente, die der Boulevard liebt. Jene, die ganz oben stehen, das Blitzlichtgewitter gezielt suchen. Noch lieber sind den Klatschreportern nur die Stars, deren Stern am Verglühen ist - so wie Jan Ullrich.

Von Robert D. Meyer
heute journal

Keine Wahlwerbung für die FDP

In Deutschland gibt es laut Familienministerium mehr als 2,2 Millionen alleinerziehende Mütter. Da dürfte das »heute journal« nicht darauf angewiesen sein, ausgerechnet eine Protagonistin zu begleiten, die mit dem Thema mitten im bayerischen Landtagswahlkampf steckt.

Von Robert D. Meyer
Fußballweltmeisterschaft

Schäbige Kampagne

Beim Thema Mesut Özil hat die »Bild« sich rassistischer Klischees bedient und die Wahrheit verdreht. Bei Kritik reagiert die Redaktion allerdings dünnhäutig, wie jetzt ein FAZ-Redakteur erfahren musste.

Von Jürgen Amendt
Rundfunkbeitrag

Schon GEZahlt?

Woran lassen sich jene erkennen, die den öffentlich-rechtlichen Rundfunk mindestens mit großer Skepsis sehen, vielleicht sogar völlig abschaffen würden, wenn sie es könnten? Sie reden noch immer von »GEZ« und »Zwangsgebühren«.

Von Robert D. Meyer
Berichterstattung zum Drama in Thailand

Mitgefühl, das nichts kostet

Die Welt bangte über Wochen mit einer Gruppe Jungen, die in einer thailändischen Höhle festsitzen. Der Ausdruck von so viel Empathie hat auch mit der Berichterstattung zu tun. In anderen Fällen gibt es keine emotionale Liveberichtersttaung.

Von Robert D. Meyer
Fußballweltmeisterschaft

Deutsche Medien und Mesut Özil

Mesut Özil und Ilkay Gündogan hatten sich Anfang Juni mit dem Staatspräsidenten Erdogan getroffen. Schon damals war die Kritik an den beiden türkischstämmigen Nationalspielern mit fremdenfeindlichen Ressentiments gespickt.

Von Jürgen Amendt
Meiungsfreiheit beim ORF

Journalist als Mikrofonständer

Der ORF will Verhaltensregln für Journalisten in den sozialen Netzwerken einführen. Die Regeln sollen allerdings auch für Äußerungen als Privatperson gelten. Kritiker warnen, dass die Meinungsfreiheit im Sinne der FPÖ eingeschränkt werde.

Von Robert D. Meyer
Mythos von der Grenzöffnung

Moderne Dolchstoßlegende

Kaum zu glauben: Es ist nur drei Jahre her, da wollte selbst »Bild« Geflüchtete in Deutschland mit Freuden begrüßen. Davon will Julian Reichelt heute nichts mehr wissen. Stattdessen wütet er, wenn Kollegen Fakten zur Asylpolitik berichten.

Von Robert D. Meyer
"Unterwerfung" in der ARD

Maischberger frei von jeder Metaebene

Mit Metaebenen ist das immer so eine Sache: Wer diese bei der Rezeption eines Werkes ignoriert, kann bisweilen einer Fehlinterpretation erliegen. Die Redaktion von »Maischberger« hätte Michel Houellebecqs Roman »Unterwerfung« besser lesen sollen.

Von Robert D. Meyer
Journalistische Unabhängigkeit

Journalisten als politische Eunuchen?

Am vergangenen Sonntag protestierten in Berlin Zehntausende Menschen gegen einen Aufmarsch der AfD, darunter in ihrer Freizeit auch Journalisten. Ein Kollege der »Zeit« fragte: Sollten Medienmacher so etwas tun?

Von Robert D. Meyer
Zuckerberg vor EU-Parlament

Facebooks Desaster

Der Auftritt von Mark Zuckerberg vor dem Europa-Parlament wird vielfach als PR-Erfolg des Facebook-Chefs gewertet. Am Ende könnte allerdings die EU der Sieger sein und ein Exempel an dem US-Konzern statuieren.

Von Jürgen Amendt
Antisemitische Karikatur

Bibi und die Bombe mit dem Davidstern

Was sollte eine gute Karikatur leisten? Zuspitzen, mehrere Inhaltsebenen ansprechen, zur Debatte anregen. Die »Süddeutsche Zeitung« hat anlässlich des Sieges der israelischen Sängerin Netta eine Zeichnung veröffentlicht, die von vielen als antisemitisch betrachtet wird.

Von Robert D. Meyer
Berichterstattung zum Tod von DJ Avicii

Wie die Aasgeier

Neulich in der Morgenkonferenz irgendeiner Boulevardredaktion: »Hey, habt ihr gehört? Dieser bekannte DJ Avicii soll Suizid begangen haben?«. Ein anderer entgegnet: »Ja, aber wir berichten doch normalerweise nicht darüber.« Doch der Chef stellt klar: »Aber der ist doch ein Promi!«

Von Robert D. Meyer
Debatte um Echo

Danke, Kollegah!

Der »Echo« ist Geschichte. Die Musikindustrie hat nach dem Eklat um die Auszeichnung zweier Deutschrapper, denen Antisemitismus vorgeworfen wurde, das Aus für den Preis erklärt. Wir sagen: Danke, Kollegah!

Von Jürgen Amendt
Medienkritik

Verdammter Rechtsstaat

Wenn es etwas gibt, was die Kollegen des Springer-Verlags noch mehr hassen als die 68er-Bewegung, dann ist das diese Erfindung namens Rechtsstaat. Zumindest wenn selbiger für Verdächtige muslimischen Glaubens mit Migrationsgeschichte gelten soll.

Von Robert D. Meyer

Falsches und Gefaktes

Vor einem Jahr ging der Faktenfinder der »Tagesschau« erstmals online. Eines kann aber auch das ARD-Portal unmöglich schaffen: Den Unterschied zwischen Falschnachricht und gefälschter Meldung immer klar identifizieren.

Von Jürgen Amendt

Twitternde Beamte

Für Journalisten ist die Sache theoretisch klar. Im Pressekodex heißt es, Medienvertreter sollten die Zugehörigkeit zu Minderheiten nur dann erwähnen, wenn ein begründetes öffentliches Interesse daran vorliegt. Für die Polizei gilt das nicht. Ein Problem.

Von Robert D. Meyer