Kommentare

Social Media

Zwischen Wut- und Würgesmileys

Jens Spahn zählt nicht zu den Sympathieträgern der Politik. Und das ganz zu recht - man denke an den üblen Satz um »Hartz IV« und »Armut« aus dem Frühjahr. Doch verdient auch jemand Gerechtigkeit, der diese anderen schon mal verweigert: Der aktuell durch das Netz blasen...

Von Velten Schäfer
NATO-Mitglied

Geopolitisches Zündeln

Die Ukraine will um jeden Preis in die NATO und die EU. Präsident Poroschenko behauptet, dass nur die Integration in den euro-atlantischen Raum dem Land »Frieden, Sicherheit und Unabhängigkeit« garantiert. Nun hat das Parlament in erster Lesung beschlossen, das hartnäck...

Von Felix Jaitner
Ditib

Problem erkannt, falsche Lösung

Der Verfassungsschutz prüft eine Überwachung von Ditib, größter Islam-Dachverband in Deutschland und der Religionsbehörde in Ankara unterstellt. Die Ankündigung ist oberflächlich ein Signal kurz vor dem Besuch des türkischen Präsidenten Erdogan in Berlin. Trotz Staatsem...

Von Sebastian Bähr
Wohngipfel der Bundesregierung

Vernachlässigte Großstädte

So richtig ernst nimmt die Bundesregierung das Problem der explodierenden Mieten in deutschen Städten offenbar nicht. So kündigte sie zwar den Wohngipfel, der am am Freitag stattfand, mit viel Pomp an. Doch was sie da präsentierte, war Altbekanntes und lässt daran zweif...

Von Simon Poelchau

Hilflose Wut

»Schlecht verteidigt«, »unterirdische Einstellung«, »schlechte Physis« - alles, was Ralf Rangnick als Grund für die Niederlage seiner Leipziger Fußballer gegen Salzburg anführte, hat er zu verantworten. Einen Tag nach dem 2:3 hatte er sich noch immer nicht beruhigt, und...

Von Alexander Ludewig
Wortspiele

Maaßregeln

Eine der ersten Regeln, die angehende Journalisten lernen, lautet: keine Wortspiele mit Namen. Vor- oder Nachnamen von Politikern und anderen hochmögenden Persönlichkeiten zum Zwecke der Herabsetzung zu verballhornen, verbietet sich.

Von Wolfgang Hübner
Minimalismus

Huge Assholes

Das Aufgeilen am Minimalismus als Entscheidung ist nichts Neues. Dabei ist Freude an Reduktion natürlich nicht das Problem, sondern der Umstand, dass man es für generell erstrebenswert hält, wenig zu haben und das zu propagieren.

Von Paula Irmschler
Flughafen von Istanbul

Prestige mit dem Blut von Arbeitern

Der dritte Flughafen Istanbuls soll in einem Monat zum 95. Jahrestag der Republik eröffnet werden. Auf der Baustelle von Erdogans wichtigstem Prestigeprojekt protestieren Arbeiter gegen die katastrophalen Arbeitsbedingungen.

Von Yücel Özdemir
Personalnot

Ohne Feuerwehr wird’s schwer

Dass es bei der Berliner Feuerwehr sprichwörtlich brennt, weiß die Metropole spätestens seit den medienwirksamen Protesten vor dem Roten Rathaus. Wie dramatisch der Personalmangel tatsächlich ist, zeigt ein Blick auf die Mitgliederzahlen der Freiwilligen Feuerwehren.

Von Martin Kröger
Asylpolitik

Erschütternde Einigkeit

»Völlig unerträglich«. So bezeichnet das Internationale Auschwitz Komitee das, was in Europa dieser Tage vor sich geht: Dass »die Not von Flüchtlingen und die Angst vor ihnen von rechten Demagogen genutzt« werde, »um erneut eine gesellschaftliche Atmosphäre des Hasses u...

Von Nelli Tügel
Abtreibungsgegner

Falscher Feminismus

Die Anti-Choice-Bewegung ist in vielen europäischen Ländern heute stärker denn je. In Deutschland, Frankreich, Italien, Polen und Irland propagieren sie einen vermeintlichen Humanismus, hinter dem in Wahrheit ein reaktionäres und anti-feministisches Weltbild steckt. ...

Von Maria Jordan
SPD und Maaßen

Das Jammern der Esel

Hans-Georg Maaßen sei es nicht wert, die Koalition platzen lassen zu lassen. Sagte Andrea Nahles, um zu erklären, wieso sie dem Deal zustimmte, den Geheimdienstchef zur Strafe für seine Verfehlungen zum Innen-Staatssekretär zu befördern - obwohl Nahles das falsch findet...

Von Uwe Kalbe
Aufösung des Parteiensystems

Finanzmarkt-Sanktionen statt Parteien

Heute sichern sich die Finanzmärkte stabile Verwertungsverhältnisse selbst, ihre Bewegungen sanktionieren unmittelbar jede politische Maßnahme positiv oder negativ. Deswegen braucht es die traditionellen Parteien immer weniger.

Von Jörg Goldberg
Sonntagsfrage Brandenburg

Der Feind steht rechts

Nach außen hin wirkt die brandenburgische SPD noch ziemlich entspannt. Nach 28 Jahren an der Macht kennt der Landesverband nicht das Gefühl, Oppositionspartei zu sein. Das permanente Regierungshandeln gibt eine Festigkeit im Auftreten, die durch nichts zu erschüttern sc...

Von Andreas Fritsche
Todesfall im Wald

Nach dem Sturz

Ein Mensch ist gestorben im Hambacher Forst. Kein Aktivist, kein Polizist, kein Mitarbeiter von RWE, sondern ein junger Fotojournalist. Nach dem Innehalten stellt sich nun auch die Frage, wie weiter?

Von Sebastian Weiermann
Causa Maaßen

Demokratisches Desaster

Hans-Georg Maaßen, Verschwörungstheoretiker und Zuarbeiter rechter Brandstifter, wird vom Verfassungsschutzchef zum Staatssekretär wegbefördert. Die Große Koalition versucht, dies als erfolgreichen Kompromiss zu verkaufen.

Von Sebastian Bähr
Nordkorea

Normalisierung, nicht Durchbruch

Im Inszenieren ist Nordkorea unerreicht. Der innerkoreanische Gipfel in Pjöngjang besticht mit fein ziselierten Bildern, sei es, wenn jubelnde Nordkoreaner Moon am Flughafen abholen oder wenn sich Kim und Moon vor der Karte einer ungetrennten koreanischen Halbinsel - fl...

Von Alexander Isele
Außenpolitik von Polen

Die Verheißung der Meere

Zu Beginn dieses Jahres wollte die Bundesregierung das »Weimarer Dreieck« wiederbeleben, jenes Forum, in denen die Außenminister Frankreichs, Polens und Deutschlands »über aktuelle politische Themen beraten und konkrete gemeinsame Impulse für die Außen- und Europapoliti...

Von Stephan Fischer
Sachsen

Der Fisch stinkt von der Schwanzflosse

Sachsen ist inzwischen zu dem rechten Hotspot in Deutschland geworden. Ein Grund dafür sind die Behörden. Was Sachsen braucht, ist ein politisch gewollter Kultur- und Einstellungswandel, vor allem in der eigenen Beamtenschaft.

Von Michael Lühmann
Kita-Beiträge

Soforthilfe für arme Familien

Beiträge für Kitas generell abzuschaffen, wie es Teile der Linken fordern, ist zwar begrüßenswert. Bildung, auch die frühkindliche, sollte für alle zugänglich sein. Das ist schließlich einer der Garanten für die Chancengleichheit. Doch angesichts der schwierigen finanzi...

Von Stefan Otto
Syrien

Idlib ohne Zauberformel

Erdogan und Putin haben mit der Vereinbarung von Sotschi zu Idlib einen in dieser Tragweite kaum erwarteten politisch-diplomatischen Erfolg erzielt, standen sie sich doch als Repräsentanten tief im Syrien-Krieg verwickelter Regionalmächte dort als Antipoden gegenüber: d...

Von Roland Etzel
Zucker

Dissen mit Billig-Limo

Mit einer Stunde Fußball pro Woche mehr kann ein Kind in nur 20 Wochen ein Kilogramm Gewicht abbauen. Gelingt es den Eltern, für den Junior vier Cola pro Woche etwa durch die gleiche Menge Wasser zu ersetzen, ist das überflüssige Kilogramm schon nach knapp neun Wochen r...

Von Ulrike Henning
Kampf um Kohleausstieg

Zeitpunkt verpasst

Vor wenigen Wochen geisterte ein Streit durch die Medienlandschaft. Umweltverbände hatten angekündigt, aus der Kohlekommission auszusteigen, sollte der Hambacher Forst gerodet werden. Seit Tagen nun bereitet RWE genau diese Rodung vor. Der Energiekonzern lässt die beset...

Von Haidy Damm
Handelsstreit zwischen USA und China

Nachhaltig verschobene Verhältnisse

Die am Montagabend von US-Präsident Donald Trump verhängten neuen Zölle auf chinesische Produkte im Wert von 200 Milliarden Dollar werden vermutlich nicht das letzte Wort sein, das im Handelsstreit zwischen Peking und Washington gesprochen wird. Schließlich warnen auch ...

Von Simon Poelchau
Transparenz der Schufa

Blackbox Schufa

Die Grünen-Politikerin Tabea Rößner kritisiert: Für Verbraucher ist es undurchsichtig, woher die Daten von Auskunfteien wie der Schufa stammen, an wen sie gegangen sind und bei welchen Firmen sie gespeichert werden. Sie selbst hatte damit auch Ärger.

Von Tabea Rößner