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Kultur

Berliner Staatskapelle

Lebendige Kunst

Wenn die Berliner Staatskapelle spielt, dann schlägt mitunter »das Herz des Weltgeistes«. Zu ihrem 450. Geburtstag gibt es eine 15-CD-Box voller Fundstücke und Preziosen.

Von Berthold Seliger

Das Fleisch gehört uns nicht

Immer wieder gibt es Probleme mit der Massenware Fleisch. Immer wieder wird behauptet, das seien nur Einzelfälle. Doch die Probleme sind systemisch - ein Plädoyer für einen politischen Veganismus.

Von Björn Hayer
Denkmäler

Alexander von Humboldt als Micky Maus

Denkmäler sind von Symbolen der Vergangenheit zu Anlässen für Debatten über gesellschaftliche Zukunft geworden. Wer wird wie geehrt und wer vergessen? Das wird gerade neu ausgehandelt.

Von Samuela Nickel
Katja Krasavice

Vulgär! Blasphemisch!

«Christen wollen die 'Bitch-Bibel' verhindern!», so war vor Erscheinen der autobiografischen Aufzeichnungen der Youtuberin Katja Krasavice in der Boulevardpresse zu lesen. Jetzt ist das Buch ein Bestseller.

Von Paula Irmschler
Kultur und Corona

»Uns erwartet ein dramatischer Kampf«

Kunst und Kultur sind lebensnotwendig, meint der Hamburger Kulturwissenschaftler Martin Zierold. Zur Finanzierung der Kulturbetriebe brauche es Aufschreie aus der Gesellschaft.

Von Olivier David.

Mann mit imposantem Schnauz

Der Gehirntumor ist inoperabel, weswegen Max beschließt, sich die Schmerzen und den Kontrollverlust zu ersparen. Sich selbst umzubringen, klappt nicht, aber als Max von einer Kundin - er macht in Lebensversicherungen - von einem Hotel erfährt, das den Selbstmord als Die...

Von Benjamin Moldenhauer
Nudelwerker

Tarifkonflikt bei Teigwaren

Die Belegschaft von Teigwaren Riesa kämpft seit Jahren mit der Gewerkschaft NGG für bessere Arbeitsbedingungen. Sie macht damit nicht nur den Mitarbeitern in der sächsischen Ernährungsindustrie neuen Mut. Aufbruch Ost lautet das Motto.

Von Sebastian Bähr

»Ein Kampf ist nicht wichtiger als der andere«

Argentinien, vor allem die Hauptstadt Buenos Aires, gilt als LGBTIQ-Hotspot - nicht nur im Vergleich mit anderen lateinamerikanischen Ländern, sondern weltweit. Im aktuellen »Gay Travel Index« des schwulen Reiseanbieters Spartacus World, der unter anderem die Gesetzesla...

Von Isabella Caldart

Energie gegen das Abwinken

Das Wort Gott antwortet auf eine Not. Wer von Gott spricht, erhebt etwas, das ihm fehlt, zu seinem Besitz. Was uns allen fehlt, ist die Fähigkeit, das Nichts positiv zu beantworten. Gegen das Nichts gibt es Kunst, Ideologien, Systeme. Eines davon ist Gott. Wer glaubt, n...

Von Hans-Dieter Schütt

Die Kunst, sich selbst hinterherzublicken

Kunstmaler wollte er werden, durfte er aber nicht. Mit einer Vier in Zeichnen! Aber irgendetwas mit Kunst sollte es schon sein. Also eine Lehre als Schildermaler, das ist doch auch fast Kunst. Nein, es war mehr als Kunst: ein Handwerk mitten im Alltag der Menschen. Drei...

Von Gunnar Decker

So wenig wie möglich

Wir gehen von Bana nach Lität«, keucht Nina Walser in dem Song »Teilchen« von Friends of Gas. »Ich mag das Reduzieren«, erzählte sie dem Deutschlandfunk, »so wenig wie möglich zu sagen, alles so offen wie möglich zu halten und alles Überflüssige wegzunehmen.« Dem Podcas...

Von Jens Buchholz

Fast eine Fernsehserie

Ein Foto aus dem Familienalbum, ein Amateurfilm betrügen uns um unsere verlorene Erinnerung. Wir betrachten sie, haben die Ereignisse, die sie festhalten, längst vergessen und fragen uns: »War das damals wirklich so flach?« Da wäre es besser, ein Foto, ein Film versucht...

Von Stefan Ripplinger

In Barcelona bekannter als in Bayern

Würde man heute in Deutschland, vor allem in den westlichen Bundesländern, eine Umfrage zu Hans Beimler machen, würde man wohl nur Achselzucken ernten. In der DDR fand sich sein Name nicht nur auf Straßenschildern und an Schulen, auch auf Briefmarken; ein mehrteiliger F...

Von Friedbert Mühldorfer

Im Einerlei alltäglicher Daseinsvorsorge

Es gibt in der heteronormativen Mehrheitsgesellschaft so einige Mythen darüber, wie homosexuelle Menschen ihr Dasein gestalten. Das hartnäckigste Klischee: Party, Party, Party - garniert mit flatterhafter Promiskuität in lässigen Szenevierteln angesagter Metropolen. Als...

Von Jan Freitag

Auf dem Klugscheißerteppich

Wussten Sie, dass Vampire glitzern, wenn sie sich aufregen? Und dass es deshalb passieren kann, dass ein Vampir, wenn seine innere Unruhe zu groß ist, sich mit seinem hellen Glitzern selbst verbrennen kann? Nein? Aber dass die Sterne deshalb so hell leuchten, weil es au...

Von Ruth Oppl

Mord der Erzählung

Wenn Literatur mit Erwartungen spielen, sie provozieren, teils auch enttäuschen soll, haben die »Aufzeichnungen eines Serienmörders« diese Erwartung erfüllt. Aufs Ganze gerechnet liegt hier ein als Thriller getarnter Krimi vor, der sich wiederum als Thriller entpuppt. G...

Von Felix Bartels

Von Mädchen und ihren Zimmern

Ein Popsong ist erst dann fertig, wenn er gelebt wird. Was das heißt, macht die »Musikbibliothek« von Kiepenheuer & Witsch sichtbar. Drei neue Bände sind dieses Jahr erschienen: »Beatles«, »Leonard Cohen« und »Madonna«. Diese Bücher erzählen nicht die üblichen Göttersag...

Von Jens Buchholz

Antidemokratischer Speck-Engpass

Von Thilo BockHundertfünfundsiebzigtausendsieben-hundertneunundachtzig Schweineschlegel,die bestellt in Tönnies-Fleischbetrieben,fehlen, um nach ritueller Regelsie woanders, im Dreiländereckzu veredeln zur Spezialität,dem berühmten Südtiroler Speck,garantierte Authentiz...

Währungsunion

Pandämonium linguistischen Grauens

Dass dunkel ist »der Rede Sinn«, stellt nicht erst seit Schillers geflügelter Wortschöpfung ein ernstes Erschwernis zwischenmenschlicher Kommunikation dar. So bedachte der römische Philosoph Cicero seinen griechischen Kollegen Heraklit mit dem Beinamen »Der Dunkle«, wei...

Von Ingolf Bossenz
Neues Deutschland

Oft den Untergang vorhergesagt

1990 gab es im »nd« mehrere Lager, aber eine Mission: das Image als SED-Zentralorgan überwinden. Außerdem brachte das Ende der DDR auch den Umstieg von Bleisatz auf Computerproduktion und einen zähen Kampf gegen die Westübernahme der Zeitung.

Von Wolfgang Hübner

Wenn es eng wird, kommen die Keime

Man kann mit einer Wohnung einen Menschen genauso töten wie mit einer Axt.« Heinrich Zille wusste, wovon er sprach. Kaum jemand kannte das Leben und Sterben der Arbeiterschicht um 1900 besser als der legendäre Berliner Zeichner: Großfamilien auf knappstem Raum, verdreck...

Von Georg Leisten
Identität

Alle anderen waren wieder Tiere

Weil der Mensch ungern zwischen mehr als zwei Möglichkeiten wählt, muss es Junge oder Mädchen sein, hetero- oder homosexuell – obwohl die Natur das deutlich flexibler angelegt hat. Tim Wolff über »Identität« als Vehikel zur Befreiung.

Von Tim Wolff

Einen Cay spendieren

Die Black-Lives-Matter-Proteste hierzulande machen mal wieder deutlich, dass Rassismus gegen Schwarze Deutsche und People of Color alltäglich ist. Auch andere Formen von struktureller Ausgrenzung wie antiasiatischer oder antimuslimischer Rassismus sind verbreitet. Mit L...

Als Unseld Unheil witterte

Er las früh, und er liebte Bücher. Seit er eine Weile in einem Schulinternat lebte, hat er jeden Tag »mit einer anspruchsvollen Gewohnheit« begonnen, der Lektüre. Aber dass er mal Verleger werden würde, hat Peter Suhrkamp nicht ahnen können. Er war Volksschullehrer, Dra...

Von Klaus Bellin
Spex

Die Wolke der Unklarheit

Die Onlineausgabe stirbt nach der Printausgabe: Das berühmte Musikmagazin »Spex« macht endgültig dicht. Kann man denn mit dem coolen Wissen in origineller Sprache niemand mehr beeindrucken?

Von Kristof Schreuf