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Kultur

Sonntagmorgen

Revolution im Catering

»Schauen Sie mal, was ich hier habe, Herr Rescue.« Die Catering-Chefin der Komfortstation stürmt auf mich zu. »Ab sofort gibt es eine Whatsapp-Gruppe, wo sie einfach reinschreiben, was sie brauchen, und die Kollegin bringt ihnen das geschwind.« Habe ich das richtig...

Von Robert Rescue
Prepper

Bereit für die Apokalypse

Eingeschweißte Blumenerde, eine Plastikflasche zum Wasserfiltern, ein Kocher: Was hat sich der Mensch dabei gedacht, der diesen Raum eingerichtet hat? In der Galerie Bernau in der kleinen Stadt nordöstlich von Berlin hat der Künstler Alexander Poliček die Unterkunft eines sogenannten Preppers gebaut.

Von Inga Dreyer
Charles Bukowski

Der arme Mann aus L.A.

Am Sonntag hat Charles Bukowski 100. Geburtstag. Er ist der Held einer trivialen Kultur, die gegen die hohe Literatur rebelliert. Denn Kunst ist für alle da, oder etwa nicht?

Von Frank Schäfer
Nura Habib Omer

Vom Asylheim in die Charts

Die Rapperin Nura veröffentlicht ihre Autobiografie. In »Weißt du, was ich meine?« erzählt sie angenehm schnörkellos ihre Geschichte: Darüber wie es ist, als muslimische Schwarze Frau in Deutschland aufzuwachsen - und als Geflüchtete in den Charts zu landen.

Von Paula Irmschler
Charles Bukowski

Faule Ausrede

Wenn wir unsere Qualen nicht zu Literatur machen können, was sollten wir sonst damit tun? Ein Gedicht von Charles Bukowski, der am Sonntag vor 100 Jahren geboren wurde.

Von Charles Bukowski
Oscar Peterson

Der Unvergessliche

Manche sagen, Oscar Peterson sei der größte Jazzpianist aller Zeiten, andere sind etwas bescheidener und bezeichnen ihn als einen der Größten des Jazz am Piano. Eine Erinnerung zu seinem 95. Geburtstag am Samstag.

Von Michael Götting
»Chelsea Girls«

Kalte Hotdogs

Party, Gewalt, Ekelgefühle: Das war der »Summer of Love« 1967, wie ihn Eileen Myles erlebte. Sie hat darüber den queeren Klassiker »Chelsea Girls« geschrieben, der nun endlich auf Deutsch erschienen ist.

Von Frank Schäfer

Sanft-autistische Psychedelik

Will Oldhams Werk hat mit den Jahren tendenziell unüberschaubare Ausmaße angenommen. Hunderte Songs hat der wohl größte amerikanische Songwriter zumindest seiner Generation seit dem 1993 unter dem Namen Palace Brothers veröffentlichten Debüt »There Is No-One What Will T...

Von Benjamin Moldenhauer
»Der Jahrhundertraub«

Die guten Bösen

Die Bösen, da sind sich Filmemacher und ihre Kundschaft einig, sind oft genau das und sehen auch noch gerne so aus, böse eben. Ob nun wesensmäßig wie der Serienmörder Hannibal Lecter oder triebhaft wie sein Jagdobjekt Buffalo Bill, schillernd abgründig wie Tarantinos Ku...

Von Jan Freitag
Peng!

Im Kampf gegen die Barbarei

Was haben ein Kantholz, ein Einkaufswagen und ein Bierkasten gemeinsam? Was klingt wie der Auftakt zu einem schlechten Witz oder einem gutem Rätsel, ist eigentlich eine Kunstausstellung. Und der Versuch, Staatsgelder an die Antifa weiterzuleiten.

Von Fabian Hillebrand

Der Jetzt-geht’s-rund-Humor

Stirb langsam« war ein Hollywood-Blockbuster mit Bruce Willis Ende des vergangenen Jahrhunderts. Der Originaltitel lautete »Die hard« und das heißt auf Englisch eben nicht Tod durch Folter oder Siechtum, sondern »Nicht totzukriegen«. So muss man sich das Witzgeschäft de...

Von Christof Meueler
»Kokon«

Ein langer, heißer Sommer

Ein »Spätzünder« sei Nora (Lena Urzendowsky) ja offenbar, befindet ihre ältere Schwester Jule (Lena Klenke) beim nächtlichen Gespräch im gemeinsamen Schlafzimmer. Sie mag kaum glauben, dass Nora erst jetzt, mit 14 Jahren, ihre erste Periode hatte, und bietet Rat an. Nor...

Von Jörn Schulz

Licht, Farbe, Struktur

In Zeiten, in denen es um das Reisen nicht gut bestellt ist, weiß man nicht nicht so recht, was zu tun sei. Ein Zufall kommt zu Hilfe. Der Postbote bringt ein Päckchen, darin ein Buch und eine Karte: »Sehr geehrter Herr, würden Sie die Freundlichkeit besitzen und Beilie...

Von Thomas Bruhn
Märchen

Ohne ein Gramm Schmalz zu viel

Es war einmal… kein Kitsch. Marlen Haushofer hat dieses Jahr 100. Geburtstag und 50. Todestag. Aus ihrem Nachlass erscheinen ihre Märchen für Emanzipation und Selbstbefreiung. Endlich versteht man die Despoten: Sie sind einsam, blöd und gefühllos.

Von Robert Best
Dokus im TV

Verlorenes Firlefanzfernsehen

Schaut man ins Fernsehprogramm des Jahres 2020, findet man: Krimis, Krimis, Krimis für greises Kernpublikum, das abseits des omnipräsenten Live-Sports noch mit Heimatfilmen plus Volksmusik goutiert wird. Eine Studie zur Lage des Sachfilms am Bildschirm.

Von Jan Freitag

Theaterpionier

In Deutschland gab es bis ins letzte Drittel des 18. Jahrhunderts keine festen Theater. Gespielt wurde unter freiem Himmel, in größeren Höfen und in umfunktionierten Sälen. Die Ensembles waren lose zusammengesetzte Theatergesellschaften, die mehrheitlich aus arbeitslose...

Von Martin Stolzenau
Lisa Eckhart

Rin in die Kartoffeln, raus aus die Kartoffeln

Was sind denn das für Profis? Einladen, ausladen, wieder einladen und fertig ist das Shitstorm-Marketing: Vom aktuellen Auftreten und Nichtauftreten der Comedians Dieter Nuhr und Lisa Eckhart.

Von Ruth Oppl
Deutschrap

Männer gegen die Moderne

Deutschrap hat seit Jahrzehnten ein Problem: Weiße Alphamänner halten ihre peinliche, verkürzte Kapitalismuskritik für einen harten Diss an der Gesellschaft, dabei ist ihr Rap alles andere als progressiv.

Von Ralf Fischer
Ernst Barlach

Schwebend, kauernd, gefesselt

Leid, Sehnsucht, Erlösung. In Dresden gibt es eine spektakuläre Ernst-Barlach-Ausstellung. Sie soll sein «unorthodox-religiöses Sehnen nach Menschlichkeit» vermitteln. Es ist seine erste große Retrospektive seit fast 40 Jahren.

Von Martin Stolzenau

Sie revolutionierte die Frauenmode

Sie stammte aus Aschersleben im Harz, war mit einem berühmten Architekten verheiratet und und entwickelte sich vor dem Ersten Weltkrieg unter dem Einfluss englischer Vorbilder als Autodidaktin zur deutschen Galionsfigur für weibliche Reformkleidung. Sie war es, die sich...

Von Martin Stolzenau
«Wilde Renate»

Das Übermorgen im Heute

Keine Sub- und Clubkultur während Corona? Stimmt nicht. Fast als 50 Künstler*innen verschiedener Kollektive verwandeln die »Wilde Renate« in Berlin in ein immersives Ausstellungsereignis mit Geisterbahn-Charakter.

Von Inga Dreyer
Effizienz

Vorschlaghammer oder Zange?

Effizienz ist sicherlich eine der menschlichen Eigenschaften, die ihn über den Rest der Natur hat aufsteigen lassen. Doch kann sie durchaus auch die Perversion menschlicher Schaffenskraft sein kann.

Von Tim Wolff
»Qube« von Tom Hillenbrand

Malerische Landschaften per Hologramm

Computer sind doof, hieß es früher. Heute sind angeblich fast an der Macht, hört man immer wieder. Aber was das überhaupt heißen soll, erfährt man in dem neuen Far-out-Science-Fiction-Krimi »Qube« von Tom Hillenbrand.

Von Florian Schmid
Wieland Förster

Pathos, Schmerz und Ohnmacht

Wieland Förster ist Expressionist: Bildhauer, Maler und Schriftsteller. Und 90 Jahre alt, seine Kunst ist immer getrieben von der Sehnsucht nach Sinn. Im Berliner Kunsthaus Dahlem sind nun seine Skulpturen zu sehen.

Von Gunnar Decker