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Kultur

Horrorfilm

Mehr Sympathie für die Untoten

Bei dem Horrorfilm »Dawn of the Dead« ist klar, dass die »Zombies im Kaufhaus« was mit Kapitalismus- und Konsumkritik zu tun haben sollen. Alle hirnlos, Rolltreppe rauf, Rolltreppe runter.

Von Benjamin Moldenhauer
Berliner Polizei

Ungeduscht und trotzdem da

Die Räumung der Liebig34 und die gesprengte »Fetischparty« in Berlin sind gleich zwei Beispiele, die klar machen, dass die Berliner Polizei zum politisch rechts stehenden Akteur geworden ist, der Stimmung gegen Queers macht.

Von Jeja Klein
»Gegenwartsbewältigung«

Eine Stadt, gebaut auf Dönerspießen

Max Czollek fordert radikale Vielfalt und eine Abkehr von der deutschen Dominanzkultur. Wie das realisiert werden kann, diskutiert er in dem Buch »Gegenwartsbewältigung« und bei den von ihm kuratierten »Tagen der Jüdisch-Muslimischen Leitkultur«.

Von Inga Dreyer
Deutschrap

Dies ist nicht Amerika

Der Deutschrap ist voller Vorurteile über die USA, dem Mutterland von Popkultur, Kulturindustrie und HipHop. Man fühlt sich künstlerisch unterlegen und spielt sich moralisch auf. Als rappten sie hierzulande niemals für Geld, nur für gute Worte.

Von Ralf Fischer
Freiheit der Kunst

Streitort Museum

Wollten Museen einst immer mehr sammeln, geht es inzwischen um eine Revision des Kanons. Die Werke werden kritisch unter moralischen und politischen Gesichtspunkten beäugt. Ein Problem? Nein, denn das Museum muss ein Raum des Streits sein.

Von Wolfgang Ullrich

Marx mit Charme

Ein geradezu gewaltiges Organ ist es, das sich durch den Chemnitzer Schillerpark schlängelt: Nur unweit des nicht weniger monumentalen Kopfes wurde nun der Darm von Karl Marx als Kunstobjekt drapiert - in 24-facher Vergrößerung. Damit orientiere man sich am Maßstab der ...

Klassismus

Begriff in Bewegung

Gebildete Bürgerlichkeit ist eine unsichtbare Norm, von der aus soziale Hierarchien ganz natürlich erscheinen: Ein neuer Sammelband von Francis Seeck und Brigitte Theißl macht die kulturellen Reservoirs der Klassengesellschaft sichtbar - auch für Nicht-Akademiker.

Von Ricardo Altieri
»Hausen«

Unter Schleimjunkies

Die Frage, die sich bei der neuen Sky-Serie »Hausen« stellt, ist: Kann der deutsche Film auch Horror? Die Antwort lautet: Eher nein, wenn den Zuschauer*innen in jeder Szene erklärt werden muss: Jetzt bitte Angsthaben!

Von Benjamin Moldenhauer

Schnappschüsse einer Ikone

»Wenn deine Bilder nicht gut genug sind, warst du nicht nah genug dran«, lautete sein Motto. Die Aufnahmen von Robert Capa aus dem Spanischen Bürgerkrieg oder vom D-Day, der Landung der Westalliierten in der Normandie am Omaha Beach 1944, hat jeder schon mal gesehen. Er...

Von Ernst Reuß

Unheimliche Wiedergänger

Was wurde nicht schon alles über rechten Terrorismus geschrieben! Auch dass er »erfunden« worden sei, ist nicht neu. Dies bekundete vor vier Jahren die Historikerin Carola Dietze, ihn forsch mit dem Auftauchen der Eisenbahn in der europäisch-amerikanischen Welt des 19. ...

Von Manfred Weißbecker

Der unbekannte Alltag der Sieger

Über die sowjetische Besatzungszeit in einem Teil Deutschlands nach der Befreiung vom Faschismus gibt es zahlreiche, gegensätzliche wissenschaftliche Abhandlungen wie auch Zeitzeugenberichte. Die Erinnerungen von Ostdeutschen reichen von Freude und Erleichterung, vom NS...

Von Andrée Fischer-Marum
Ausstellung

Hitler-Müll in den Container

Bücher, Fotos, Orden - Ein japanischer Künstler ruft dazu auf, private Nazi-Relikte in den Müll zu werfen. Er hat dafür einen Container in Düsseldorf aufgestellt.

Frankreich

Lehrer als Feinde

Eingriffe in den Unterricht als Angriffe auf die Republik: In Frankreichs Schulen wird der Laizismus von den Islamisten immer stärker unter Druck gesetzt. Den Politikern ist das peinlich.

Von Ralf Klingsieck

Der Nachdenkliche

Eigentlich war und ist Alexander Lang ein Philosoph, also jemand, der, egal was er gerade unternimmt, nicht aufhört, über Sinn und Zweck seines Tuns nachzudenken. Dafür bekommt Alexander Lang nun den Konrad-Wolf-Preis der Akademie der Künste. In Konrad Wolfs »Solo Sunny...

Von Gunnar Decker

Spiel der Identitäten

Kein Bild steht für sich alleine, kein Kunstwerk genügt sich selbst. Stets sind beide eingebettet in gesellschaftliche Strukturen und historische Zusammenhänge. Die künstlerische, aber auch assoziative Bildarbeit bedeutet zugleich die Arbeit an dessen Kontexten. Deutlic...

Von Mira Anneli Naß
Gorki Theater

Gegen die Welt, für eine andere

Revolten gegen das Patriarchat und Witze gegen die Verzweiflung: »Und sicher ist mit mir die Welt verschwunden« ist ein typischer Theaterabend von Sibylle Berg – auch trotz der leiseren Töne. Mit der Uraufführung am Berliner Maxim-Gorki-Theater geht zudem eine Serie zu Ende.

Von Michael Wolf

Verrückt oder visionär?

Zu den Dingen, an die nun mit 30 Jahren Abstand zu erinnern ist, gehört die Gründung und mühsame Neubesinnung der PDS. Was heute beinahe wie eine historische Selbstverständlichkeit, ja Zwangsläufigkeit erscheinen mag - dass zur wenn auch unerwünschten DDR-Mitgift ans ve...

Von Wolfgang Hübner

Poetische Weltflucht

Dichtung ist die Einrednerin - zu uns hergeschickt von den Märchen. Sie soll versuchen, in den Seelen eine uralte Lüge durchzubringen: Die Dinge könnten, trotz allem, gut ausgehen. Sie gehen nicht gut aus. Wir nennen’s Geschichte, Natur. Aber, sagt die Poesie: Wir halte...

Von Hans-Dieter Schütt

Das Streben nach Würde

Wen es in die Dortmunder Nordstadt verschlägt, oder wer eher zufällig dort landet, dem wird in der Schleswiger Straße ein Haus auffallen, das im starken Kontrast steht zu den anderen Gebäuden des als »Problemviertel« bekannten Stadtteils. Es hat eine mit geometrischen F...

Von Stefanie Roenneke
Dokfilmfestival Leipzig

»Zugucken, wie die Stadt kaputt geht«

Wo ist Heeme, Osten? Beim Leipziger DOK-Festival wird auch ostdeutsche Geschichte und Gegenwart diskutiert. Zum Beispiel in »Grenzland«, dem neuen Film von Andreas Voigt. Es geht um die Oder – wo der Osten zum Westen wird.

Von Max Zeising

Fröhlich winkend

Am Anfang jedes Matmos-Albums steht eine Idee, die die Möglichkeiten beschränkt und zugleich erweitert. Auf »A Chance to Cut Is a Chance to Cure« (2001) schöpfte das Duo aus San Francisco beispielsweise seine gesamten Klangquellen aus einem OP-Saal und bastelte aus Chir...

Von Benjamin Moldenhauer
Helmut Lethen

Eine deutsche Liebesgeschichte

Eine deutsche Romeo-und-Julia-Polit-Schnulze: Helmut Lethen war Maoist und wurde bekannter Germanist. Ehefrau Caroline Sommerfeld war seine Studentin und wurde Promi der Identitären Bewegung. Lethen hat seine Memoiren vorgelegt.

Von Jakob Hayner
Literatur in Einfacher Sprache

Texte für alle

Für wen ist Literatur da und an wen wendet sie sich? Möglichst an alle. Ein Sammelband über die Kunst der einfachen Sprache. Nicht zu verwechseln mit der leichten Sprache. Ein Buch mit dem Anspruch, niemanden wegzuschicken.

Von Frédéric Valin

Kleiner Prinz, so bleich

Schönste der Wahrnehmungen: anders zu schauen, als du sehen sollst. Denn immer sollst du irgend was. Sollst begreifen, sollst bedenken, sollst befolgen. Sollst Einsicht zeigen. Einsicht endet in Vorsicht: um nicht das Nachsehen zu haben. Kein Wunder, dass sich der Mensc...

Von Hans-Dieter Schütt