Vom Nordpol zum Südpol zu Fuß

Reisetagebuch

Robbys derzeitige Adresse: Irgendwo in der Atacamawüste

Die Liste mit dem Streckenverlauf vom Nordpol zum Südpol zu Fuß, die mir Robby vor fast zwei Jahren gab, ist inzwischen fast abgehakt. Land für Land hat er seit seinem Start am 7. April 2017 durchquert.

Von Heidi Diehl

»In Gedanken läufst du neben mir«

Inzwischen hat Robby Clemens auf seinem Weg vom Nordpol zum Südpol zu Fuß nicht nur ein paar Hundert Kilometer durch Peru entlang der Panamericana zurückgelegt, sondern musste dabei auch viele Höhen und Tiefen durchschreiten.

Von Heidi Diehl

Wenn du denkst, es geht nicht schlimmer …

Denke nie, es könne nicht noch schlimmer kommen: Es kann! Robby kann ein Lied davon singen. Wenngleich inzwischen schon fast wieder in Dur, sogar ein Lachen ist zwischendrin zu hören. Ein bisschen sarkastisch noch, aber es geht langsam wieder aufwärts mit seiner Stimmung.

Von Heidi Diehl

Oh, wie bürokratisch ist (auch) Panama

Weder mit »Hallo« oder »Schön Dich zu hören, Heidi!« - wie sonst immer, wenn wir miteinander telefonieren - begrüßt mich Robby am Freitagnachmittag. Statt dessen höre ich ein aufgeregtes »Warte mal einen Moment, ich bin gerade auf der Polizei«. Ich höre noch kurz ein lautes Stimmengewirr – dann ist Stille im Handy. Was ist los?, geht es mir durch den Kopf. Was macht Robby auf der Polizei?

Von Heidi Diehl

Ich spendiere Dir Thüringer Bratwürste satt. Versprochen!

Nicaragua liegt hinter Robby, ein Land, dass ihn in mancherlei Hinsicht überrascht hat. Jetzt ist er in Costa Rica und wieder allein unterwegs. Doch hoffentlich nicht für lange - er sucht nach einem neuen Begleiter für sich und für Dodge Franky. Und schon bald wartet Panama, wo er bis ans Ende der Zivilisation laufen will.

Von Heidi Diehl

Weihnachten in Familie und Reisesegen zum Jahreswechsel vom Erzbischof

20 Tage ist es nun her, seit sich Robby voller Dankbarkeit von vielen neuen Freunden in Mexiko verabschiedete, die mich »auf Händen durch ihr Land getragen haben«. Wieder einmal lag ein Schritt in ein unbekanntes Land vor ihm - nach Guatemala. Wie immer war da vorab die Frage im Hinterkopf: Was wird uns erwarten? Was stimmt von den vielen Katastrophenmeldungen, die stets in den Medien zu lesen und zu hören sind? Wie werden wir aufgenommen?

Von Heidi Diehl

Erst Ehrenbürger in den USA, nun Klimabotschafter in Mexiko

Wieder liegt eine Etappe auf dem Weg vom Nordpol zum Südpol zu Fuß hinter Robby – heute verlässt er Mexiko. Ungern, wie er mir an seinem letzten Tag in dem Land, «wo ich mich wie zu Hause gefühlt habe», verriet.

Von Heidi Diehl

Am Ende des Tages gibt Robby ein Fest

Heute Abend gibt Robby ein Fest. Nein, die Sektkorken werden bei ihm nicht knallen, sondern - wie immer bei solchen Gelegenheiten - eine Flasche Mineralwasser mit extra viel Kohlensäure.Vielleicht öffnet ja Tausende Kilometer entfernt Frank Schöbel eine Flasche Champagner.

Von Heidi Diehl

Ein doppeltes Mineralwasser auf den Ehrenbürger von Houston

Robby hat Zuwachs bekommen, einen »Dodge«, Baujahr 2003. »Mein erstes Auto mit texanischen Nummernschildern«, freut er sich. »Die werden irgendwann bei mir zuhause in Hohenmölsen einen Ehrenplatz bekommen. Schon deshalb, weil es wirklich eine lange und schwere Geburt war.«

Von Heidi Diehl

Begegnungen zwischen totaler Verzweiflung und großer Zuversicht

«Hast Du geschummelt und bist ein Stück im Auto mitgefahren?», frage ich Robby scherzhaft, der Houston in Texas schneller erreicht hat, als es sein Plan vorsah. 18 Lauftage hatte er vorgesehen, nach 14 war die Stadt erreicht.

Von Heidi Diehl

»Am liebsten würde ich mir stündlich den Wecker stellen«

»Ich hab‘s geschafft, New Orleans ist erreicht«, freut ich Robby, und damit liegt wieder eine Station auf der langen Reise zum Südpol hinter ihm. Vier Tage will er sich nun gemeinsam mit seiner Frau Bärbel die Stadt ansehen. »Und stell Dir vor«, wir haben mal wieder ein richtiges Dach überm Kopf. »Manchmal spielt der Zufall doch eine geniale Rolle«, spricht er für mich in Rätseln.

Von Heidi Diehl

Endlich ruft wieder die Straße

Robby hat Nicaragua hinter sich gelassen und ist jetzt in Costa Rica angekommen. Die letzten Wochen waren aufregend: Er musste sich von seinem Begleiter und Freund Nils verabschieden, Dodge Franky wollte den Geist aufgeben, übereifrige Reporter hörten Dinge, die Robby nie gesagt hat.

Von Heidi Diehl

Jetzt wird erst mal gefeiert

»Wow, ich kann Atlanta schon sehen«, schreit Robby überglücklich ins Telefon, als ich ihn am Montagnachmittag unterwegs erwische. »Zur Zeit schwebe ich auf Wolke sieben, alles fühlt sich leicht und gut an.« Für seine »Euphorie hoch drei«, wie er es nennt, gibt es gleich eine ganze Reihe von Gründen.

Von Heidi Diehl

Der Schweinehund hat Stubenarrest

Ich »erwische« ihn beim Packen irgendwo etwa einen Marathon entfernt von Fredericksburg in Virginia. Seit unserem letzten Plausch in New York stecken weitere rund zehn Marathons in Robbys Waden - er rennt und rennt, und mir bleibt gar nichts weiter übrig, als ihm verbal hinterherzulaufen.

Von Heidi Diehl

Ein Königreich für eine warme Dusche

Knapp 1600 Kilometer Fußweg liegen hinter Robby, seit wir ihn am 7. April in Berlin mit allen guten Wünschen verabschiedet haben. 1600 von rund 25 000 bis zum Südpol, den er Ende Februar 2019 erreichen will. So gesehen steht er noch ziemlich am Anfang seiner Tour. Und doch: Was hat er nicht schon alles erlebt!

Von Heidi Diehl

Kaffeeklatsch nach einer unbequemen Nacht

Heute morgen 8 Uhr Ortszeit (bei uns war es bereits 14 Uhr) hatte ich mich mit Robby zum Kaffeeklatsch nahe Putnam in den USA verabredet - nun ja, zwar nur virtuell, aber es reichte, um Robbys Stimmung etwas aufzumöbeln.

Von Heidi Diehl

Zwanzig Tage nichts als eine weiße Wand vor Augen

Endlich gibt es wieder ein Lebenszeichen von Robby. Nach fast vier Wochen im ewigen Eis meldete er sich per Skype zurück. Der erste optische Eindruck: Das Gesicht wächst langsam zu, aber ansonsten macht er einen putzmunteren Eindruck.

Von Heidi Diehl

Von nun an geht es immer bergab

Kilometer für Kilometer schafft es die Gruppe bei ihrer Durchquerung Grönlnands von West nach Ost vorwärts. Einblicke über die Anstrengungen vermittelt ihr Tagebuch.

Von Heidi Diehl

Seit zwei Wochen im ewigen Eis fast »verschollen«

Jetzt durchquert Robby Grönland schon seit fast zwei Wochen. Wenn er, wie es sein Plan vorsieht, Anfang Juni hoffentlich gesund und munter in Tessilaq in Ostgrönland eintrifft, hat er nicht nur reichlich 600 Kilometer unter die Füße genommen, sondern kann mit Sicherheit auch von vielen Erlebnissen und Eindrücken erzählen.

Von Heidi Diehl

Granatenmäßig!

Robby ist endlich auf Grönland gelandet – das ist die gute Nachricht. Die schlechte ist: Es hat ihn erwischt. Seit einigen Tagen quält ihn ein böser Husten, und die Nase läuft schneller, als er. Sicher, das ist unangenehm, doch geht vorbei. Als er gestern auf seiner Fac...

Von Heidi Diehl

Schöne eisige Erinnerungen

Das Abenteuer Nordpol ist nun schon ein paar Tage Geschichte, doch das Video, das Robby uns jetzt schickte, lässt alles noch einmal erleben.

Von Heidi Diehl

Robby ist wieder in Deutschland

Der erste Arbeitstag nach der österlichen Ruhe brachte eine Überraschung, mit der ich nicht gerechnet hatte: Robby Clemens, den wir alle noch nahe des Nordpols vermuteten, stand plötzlich in Berlin vor meinem Schreibtisch.

Von Heidi Diehl

Eiskalter Lauf und warme Gedanken

Der Nordpolmarathon ist Geschichte. Seit Dienstag ist Robby wieder in einer »kuscheligen« Temperaturzone, in Svalbard auf Spitzbergen. »Nur« -15 Grad Celsius lassen bei ihm fast frühlingshafte Gefühle aufkommen, verriet er am Telefon.

Von Heidi Diehl