Der sanfte Lauf

Junges deutsches Kino

Der Willy Haas-Preis wird alljährlich an eine bedeutende Publikation zum
deutsch sprachigen Film vergeben. Gewonnen hat DER SANFTE LAUF von Haro Senft.

Endlich der Vergessenheit entrissen: Das Kino Debüt von Bruno Ganz. Zugleich der Archetypus eines Autorenfilms des „jungen deutschen Kinos“. Der erste Spielfilm von Haro Senft, Initiator des Oberhausener Manifests.

Bernhard, ein unfreiwillig abgebrochener Technikstudent, arbeitet im Versand eines Elektroherstellers. Eines Tages lernt er Johanna kennen und im Lauf der Zeit lieben. Johannas Vater, ein reicher Geschäftsmann, findet Gefallen an dem jungen Mann und beschließt, ihn heimlich zu protegieren. Bernhard kann in seinem Betrieb eine Entwicklungsabteilung aufbauen und hat dabei Erfolg. Doch die Begegnung mit dem selbstzufriedenen Bürgertum irritiert ihn. Er fährt mit Johanna in seine Heimat Prag, um sein Verhältnis mit den Menschen seiner Umgebung zu überprüfen. Nach der Rückkehr erfährt er durch einen Kollegen, wem er seinen beruflichen Aufstieg zu verdanken hat. Es bleibt offen, ob er den sanften Weg der Anpassung weitergehen oder sich für eine unabhängige Existenz entscheiden wird.

Als Zugabe sieben Kurzfilme Haro Senfts von 1954 bis 1964, Raritäten aus einer Zeit, als Opas Kino starb.

Extras:
Berlinale Kamera 2012: Laudatio von Dieter Kosslick
Mit einem ausführlichen Booklet von Wilhelm Roth

Mit den Kurzfilmen:

XY (1954)
Handgemalter Zeichentrickfilm, Farbe / 35mm / Laufzeit: 2 Min.
Musik: Erich Robert Kunzen / Regie, Grafik, Produktion: Haro Senft
Die Brücke (1957)
Experimental-Kurzspielfilm / Schwarz-Weiss / 35mm / Laufzeit: 15 Min.
Kamera: Wolf Schneider / Musik: Siegfried Franz / Regie, Buch: Haro Senft
Von 6 bis 6 (1959)
Kurzfilm / Dok. / Schwarz-Weiss / 35mm / Laufzeit: 13 Min.
Kamera: Wolf Schneider / Musik: Hans Loeper / Regie, Buch, Produktion: Haro Senft
Patience (1959)
Kurzfilm / Farbe / 35mm / Laufzeit: 10 Min.
Musik: Hans Loeper / Co-Produktion mit Dieter Lemmel / Regie, Buch: Haro Senft
Kahl (1961)
Kurzfilm /Reportage / Farbe / 35mm / Laufzeit: 13 Min.
Kamera: Heinz Furchner / Musik: Hans Posegga / Regie, Buch: Haro Senft
Bundesfilmprämie 1961 / Oscar-Nominierung 1961 / 1. Preis Dt. Industriefilmtage Berlin 1961 /

1. Preis Industriefilmfestspiele New York
Plakate Parolen Signale (1962)
(umbenannt in: »Plakate der Weimarer Republik«) (1968)
Dokumentarfilm / Farbe / 35mm / Laufzeit: 10 Min.
Kamera: Heinz Furchner /Musik: Hans Loeper / Regie / Buch / Produktion: Haro Senft
Bundesfilmprämie 1963 / EWG-Kurzfilmprämie Frankreich
Auto Auto (1964)
Kurzfilm / Schwarz-Weiss /35mm / Laufzeit: 14 Min.
Kamera: Heinz Furchner / Musik: Erich Ferstl / Regie, Buch, Produktion: Haro Senft
Deutscher Filmpreis 1964 / EWG-Kurzfilmprämie Italien 1964 / Kritikerpreis Filmfestival Colombo
1966 / Preis der Int. Filmwoche Mannheim 1964 / Lobende Anerkennung der Int. Filmwoche Leipzig
1964 / Ehrenurkunde der VI. Intern. Experim.- und Dokum.-Festspiele – Montevideo 1966

Produktionsland: Deutschland
Regie:  Haro Senft
Darsteller: Bruno Ganz, Verena Buss

FSK: 16;
Bild: PAL, S/W, 16:9; Ton: Mono; Sprache: Deutsch
 

 

Preis: 14.99 Euro

  • Laufzeit: 89 Minuten
  • Produktionsjahr: 1967
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