Die Filme des Erwin Leiser

Sechs Filme des großen deutschen Dokumentaristen in einer Box

Erwin Leiser: Der große deutsch-jüdische Filmchronist wurde 1923 in Berlin geboren. Nach der »Reichskristallnacht« flüchtete er vor den Faschisten 1938 nach Schweden. Neben seiner Tätigkeit als Autor und Übersetzer wurde er 1961 mit seiner Dokumentation MEIN KAMPF weltberühmt. Fortan arbeitete er als Filmemacher mit Schwerpunkt zeitgeschichtlicher Dokumentation und Künstlerporträts.

Zwischen 1966 und 1969 leitete Erwin Leiser die Deutsche Film- und Fernsehakademie in Berlin. "Die Vorzüge seiner Filme sind ausnahmslos extra-kinematographischer Natur, sie liegen nicht in der Gestaltung, sondern in der Gesinnung, die er freilich auch mitzuteilen versteht". (Enno Patalas 1960) Erwin Leiser verstand sich vor allem als Mahner und Aufklärer.

Die hier vorliegende Box versammelt sechs thematische Arbeiten zum Nationalsozialismus.
Mit ZEHN BRÜDER SIND WIR GEWESEN zeichnet er den Weg der Judenverfolgung und Vernichtung nach. Die Novemberpogrome 1938 werden in DIE FEUERPROBE mit unbekannten Filmdokumenten beschrieben. In PIMPF WAR JEDER  interviewt Leiser seine früheren Mitschüler und der Friedensnobelpreisträger und Auschwitzüberlebende Elie Wiesel wird in IM ZEICHEN DES FEUERS porträtiert. Das Kunstverständnis der Nazis und ihr gigantischer Kunstraub bebildert 1937 – KUNST UND MACHT und HITLERS SONDERAUFTRAG LINZ.

DVD 1:
ZEHN BRÜDER SIND WIR GEWESEN
DIE FEUERPROBE


DVD 2:
PIMPF WAR JEDER
IM ZEICHEN DES FEUERS

DVD 3:
1937 – KUNST UND MACHT
HITLERS SONDERAUFTRAG LINZ

Produktionsland/-jahr: Schweiz/Deutschland
Regie: Erwin Leiser
3 DVDs; Farbe und s/w; FSK: o.a.

Pressestimmen:

»Das Prinzip all dieser Filme lautete, keine Urteile zu verkünden, sondern die Zuschauer selbst aktiv zum Urteilen einzuladen. Leiser ging es nie um die Schönheit der Bilder, sondern um die Haltung, die in ihnen zum Ausdruck kommt, um die Klarheit, mit der in seinen Filmen die inhumane Dimension jeglicher Ideologie deutlich wird – ›ohne das ruhige Plätschern eines Kommentars, der alles erklärt, und ohne den Zeigefinger der Kontrastmontage, der sich in die Sinne des Zuschauers bohrt.‹« DIE ZEIT

»Der Weg nach Auschwitz begann in den frühen 20er Jahren. Mein Kronzeuge für den Massenmord an den Juden sollte Adolf Hitler sein. Er hatte bereits in seinem Buch »Mein Kampf« (1924) erklärt, dass im ersten Weltkrieg ›die Vergasung von 12000 oder mehr Juden zur rechten Zeit vielleicht einer Million wertvoller Deutscher das Leben gerettet‹ hätte. So früh hielt Hitler den Mord an Tausenden von Juden für notwendig, nur das Leben reinrassiger, ›arischer‹ Deutscher war in seinen Augen wertvoll. Diese Einstellung Hitlers änderte sich nicht in den Jahrzehnten zwischen dem Erscheinen des Buches und seinem Selbstmord.« Erwin Leiser

Preis: 19.95 Euro

  • Laufzeit: ca. 390 Minuten
  • Produktionsjahr: 1987-1995
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann teilen Sie ihn doch mit anderen

Ähnliche Artikel im nd-Shop: