Die Hexen von Salem

Original-Langfassung und DDR-Kinofassung

Zu welch unterschiedlichen Resultaten diese deutsch-französische Koproduktion führte, zeigt der Film mit den Weltstars Simone Signoret und Yves Montand in der Original-Langfassung und der DDR-Kinofassung, der sowohl in Berlin als auch in Paris lief. In dieser Edition die Original-Langspiel- und DDR-Kinofassung, die auf einem Theaterstück von Arthur Miller basiert. 1953 wurde das Stück am New Yorker Broadway uraufgeführt und mit zwei Tony Awards preisgekrönt. Doch im Zuge der McCarthy-Ära wurde der Schriftsteller wegen „unamerikanischer Tätigkeit“ belastet und verfolgt.

1692 bricht in Salem, Massachusetts, der Hexenwahn aus. Anstifterin ist Abigail, die 16-jährige Nichte von Pastor Parris. Abigail ist Magd im Haus der frommen puritanischen Farmer Elizabeth und John Proctor. John, der schon seit einiger Zeit nicht mehr das Bett mit seiner kränklichen Ehefrau teilt, ist für die verführerische Abigail ein leichtes Opfer. Sie aber will mehr: John soll ihr ganz allein gehören! Elizabeth wird zur Rivalin, von Abigail verleumdet. Als Pastor Parris ekstatisch tanzende Mädchen nachts im Wald überrascht, erfinden sie aus Scham und Angst vor Strafe die wahnsinnige Ausrede, dass sie unschuldig vom Teufel besessen seien und beschuldigen etliche Bürger von Salem der Hexerei. Auch Elizabeth Proctor wird angeklagt. John hat mittlerweile Elizabeth alles gestanden, sie haben sich ausgesprochen und versöhnt. Er erklärt dem Gericht, dass Abigail aus Neid, Eifersucht und Rache eine Intrige spinnt; doch um Elizabeth zu entlasten, muss John seinen Ehebruch gestehen – was für Puritaner im Wortsinne eine Todsünde ist.
So gibt es keine Gnade für die Proctors: Mit anderen der Hexerei Beschuldigten wird Elizabeth verurteilt, und John soll seine Untreue mit dem Leben bezahlen. Als die Bürger von Salem erkennen, wer hier wirklich »vom Teufel« besessen ist und dass sich unbescholtene Bürger von der Pogromstimmung mitreißen ließen, ist es zu spät – die Unschuldigen sind gelyncht, nur Elizabeth überlebt die fanatische Gewalttat, denn sie erwartet ein Kind.

Produktionsland: Frankreich/DEFA
Regie: Raymond Rouleau
Darsteller: Yves Montand , Simone Signoret , Mylène Demongeot, Jean Debucourt , Raymond Rouleau, Pascale Petit, Sabine Thalbach, Michel Piccoli, Ursula Körbs, Alfred Adam
Musik: Hanns Eisler

2 DVDs; Farbe; FSK: ab 12 Jahren; Label: Icestorm

Siehe auch:
Spielbank-Affäre / Parkplatz zur großen Sehnsucht

Preis: 29.99 Euro

  • Laufzeit: ca. 145 Minuten
  • Produktionsjahr: 1957
Hat Ihnen dieser Artikel gefallen? Dann teilen Sie ihn doch mit anderen