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Lob der Revolte

Medial gibt es verschiedene Zugänge zur Revolte von 68. Zwei davon wären: die Skandalisierung über Antiamerikanismus-, Nationalismus- und Antisemitismusvorwürfe; oder die Verniedlichung über ein interessegeleitetes grün-alternatives Zivilisierungsparadigma und die damit verbundene Verschiebung der großen Aufbruchsthemen sowie der zentralen Schauplätze der Revolte ins Mikropolitische und Provinzielle. Gerhard Hanloser versucht dagegen in seinem Vortrag die Revolte als Fundamentalopposition in ihrer theoretischen wie praktischen Radikalität ernst zu nehmen.

Gerhard Hanloser ist Sozialwissenschaftler, Historiker und Germanist. 2017 erschien von ihm "Lektüre und Revolte. Der Textfundus der 68er Fundamentalopposition". Eine aktuelle Veröffentlichung von ihm unter dem Titel "Die andere Querfront. Skizzen des antideutschen Betrugs" geht der deutungsmächtigen Interpretation eines Teils der Nach-Wiedervereinigungs-Linken nach, der jenseits jeglicher Quellenkritik dem 70er- und 80er-Antiimperialismus nur noch düsterste deutsche Motive unterstellt.

Infos zum Termin
27. November 2019, 19:00 bis 21:00 Uhr
Helle Panke e.V. – Rosa-Luxemburg-Stiftung Berlin
Kopenhagener Str. 9, 10437 Berlin
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